Schmerzen beim Kot absetzen, Blut

  • Hallo zusammen :).

    Hat jemand von euch folgende Symptome mal bei einem Meerschweinchen gehabt?

    Flips hatte bereits seit 2-3 Tagen etwas matschigen Kot. Ich schob das auf ein anderes Heu, welches ich übergangsweise gekauft habe, geschoben.

    Ansonsten war er unauffällig. Gestern Abend, nach dem Misten saß er plötzlich angespannt da. Dann drückte er mehrfach den Rücken durch und fing an vor Schmerz zu fiepen. Zwei weiche Bohnen drückte er raus, dann fraß er weiter als wäre nichts gewesen.

    Das Ganze passierte dann noch 2x und an ein paar Bohnen fand ich etwas Blut! Sofort holte ich ihn raus, konnte aber nichts feststellen. Bauch war eher weich wie immer, keine Auffälligkeiten. Aber blutiger Kot, das ist natürlich nicht hinnehmbar.

    Also suchte ich bereits eine Klinik mit Notdienst raus und überlegte wie ich weiter vorgehen sollte. Leider habe ich mit dem Notdienst nicht immer gute Erfahrungen gemacht und wäre lieber direkt zu meiner Tierärztin gegangen :(.

    Es kam nochmal etwas Blut mit, danach nur noch weicher Kot. Vom Verhalten war er wie immer. Er fras ganz normal, lief herum, bettelte nach Leckerlis, hüpfte im Heuhaufen herum u.s.w.. Nur beim Absetzen von Kot verkrampfte er sich und fiepte.

    Ich habe ihn gegen Aufgasungen behandelt und ununterbrochen beobachtet, sobald sich sein Zustand verschlechtert hätte wäre ich in die Klinik gefahren. Aber es blieb so.

    Gegen 4 Uhr morgens kam nochmal etwas Blut mit, die 3 Stunden wollte ich dann aber noch warten bis meine Tierärztin erreichbar wäre. Ab da kam auch kein Blut mehr, aber der Zustand blieb unverändert.

    Leider konnte meine Tierärztin mich nicht dazwischen schieben. Gegen 8 Uhr wurde es besser. Er fiept nicht mehr, verkrampft sich aber noch. Ich werde es heute Nacht wieder so handhaben ihn zu beobachten und sollte es plötzlich schlechter werden fahre ich in die Klinik. Morgen früh hätte ich sonst einen Termin.

    Eine andere Tierärztin tippte auf eine Verstopfung, welche sich gerade lösen würde. Da wäre etwas Blut nicht unnormal. Aber natürlich könnten auch andere Ursachen dahinter stecken :(.

    Ich finde das alles total komisch. Er frisst ganz normal, knabbert an Ästen, hat sogar gepoppcornt vor Freude als es frisches Heu gab und er läuft aktiv herum, als wäre nichts. Nur der Kot ist so weich ubd verursacht Schmerzen.

    Vielleicht Kokzidien? Hefen? Etwas in die Richtung? Leider gab es in den letzten Wochen auch viel Stress, vielleicht eine Darmentzündung? Tumor? :(

    Hattet ihr sowas schonmal? Ich habe die ganze Zeit mit mir gerungen, blutiger Kot wäre für mich immer ein Grund gewesen sofort einen Tierarzt aufzusuchen. Aber in Kombination mit dem unauffälligen Verhalten und der Tatsache dass es nur etwas Blut war, zwei Mal, war ich unsicher. Ich wollte eine unnötige Fahrt in die Klinik gerne vermeiden, da erfahrungsgemäß erstmal eh nicht viel gemacht wird außer Schmerzmittel geben, wenn nichts lebensbedrohliches vorliegt.

    Ganz komisch irgendwie. ?(

    Liebe Grüße <3

  • Ich habe keine Lösung nur ein paar Gedanken dazu:

    Das Blut scheint frisch auf den Böhnchen zu sein. Wenn es weiter oben im Verdaungssystem entstanden wäre, wäre es dann nicht geronnen und würde den Kot dunkler machen, statt darauf zu liegen?

    Ich könnte mir eine Blasenentzündung vorstellen. Die Schmerzen beim Kotabsetzen können m.E. auch davon kommen.

    Wenn Du Teststreifen im Haus hast, würde ich versuchen Urin ohne Kot zu bekommen und zu testen. Wenn es wirklich eine Blasenentzündung wäre, müsstest Du das dann sehen.

    Außerdem hat bei uns dann der Urin auffallend gerochen. Hattest Du da etwas bemerkt?

    Ich wünsche Euch die richtige Diagnose und schnelle Heilung!

    Scotty (ca. 08/19), Landolf (ca. 02/20), Josia (08/20), Simba (06/23), Fuchsi (08/24), Fridolin (08/24) - im Herzen geblieben: Dachsi (04/18-09/24), Wuschel (04/18-11/23), Miro (ca. 02/20-10/24) - weitere Infos

  • Blasenentzündung dachte ich auch! Oder ein Blasenstein. Allerdings ist der Urin klar und ich habe ihn mehrfach urinieren sehen, ohne dass er dabei Schnerzen zeigte. Deshalb habe ich bis jetzt noch keinen Teststreifen gemacht.

    Flips hatte schonmal eine Blasenentzündung, das hat man an der Farbe gut erkannt.

    Vielleicht hat er sich auch Heu in den After gepikst? Oder etwas scharfkantiges unverdaut ausgeschieden?

  • Ich denke auch, dass das Blut "ganz weit unten" auf die Böhnchen kam.

    Vermutlich eher keine Blasenentzündung, denn dann wäre m. E. das Blut mehr verdünnt.

    Ich könnte mir ausgehend von "menschlichen Erfahrungen" eher vorstellen, dass er einen Riss am Anus hat oder einen Tumor am Enddarm. Sieht man denn auch Blut am Anus? Genaueres wird nur jemand sagen können, der mal direkt draufgeschaut hat.

    <3Karla *2019 <3 Ludwig *18.1.2022 <3 Minna *ca. 20.8.2022 <3 Selma * 2.2.2024 <3 Amalie *ca. 25.4.2024

    Für immer im Herzen: Berta, Pieps, Charly, Greta, Emma, Sophie, Chocolate

  • Meine Vermutungen bzw. Erfahrungen mit Blut am Kot sind Darmentzündung, Verstopfung, Tumor, Blasenentzündung und Gebärmutterentzündung (bei einem Kerl natürlich nicht möglich).

    Von daher würde ich auf jeden Fall zeitnahe zum Tierarzt gehen und ein Körperröntgen sowie Ultraschall machen lassen sowie ggf. eine Urinuntersuchung (kannst du vorab auch selbst mit'm Teststreifen schon mal machen).

    Alles Gute!

    Liebe Grüße von den 10 Quietschnasen:

    <3 Lavendel, Bob, Velvet, Schnuppe, Domino, Johnny, Lumi, Ida, Fienchen und Nessaja <3

  • Wir wissen leider nicht, was die genaue Ursache war. Auf jeden Fall ist es kein Tumor und auch keine Entzündung. Der Dickdarm war am Ultraschall auffällig, was zum matschigen Kot passt, da dort die Feuchtigkeit entzogen wird. Würmer waren keine im Spiel.

    Die Vermutung ist, dass er vielleicht einen Virus hatte. Der Kot war wie gesagt auch die Tage davor schon matschiger. Eventuell hat sich etwas Gas gesammelt was zu einem Böhnchenstau führte. Beim plötzlichen lösen kam es dann zu einer kleinen Verletzung und daher das Blut und die Schmerzen. Rückblickend würde das auch Sinn machen, den er hat erst deutliche Schmerzen gezeigt nachdem das erste Mal Blut kam. Sie hat mir aufgezeichnet wie der Darm verläuft und wo sie die Verletzung vermuten würde auf Grund einer kleinen Verengung.

    Man hörte es in Flips auch immer wieder blubbern, besonders beim Kot absetzen. Aufgegaßt war er aber nicht.

    Zusammenfassend: Was genau es war wissen wir nicht. Aber es wird nun deutlich besser weshalb es offensichtlich nichts Ernstes war! Zum Glück :).

  • Das hört sich viel besser an als ein Tumor o.ä. Auch wenn wir Menschen natürlich gerne eine eindeutige, richtige Diagnose haben.

    Vielleicht wäre es gut, seinen Darm für ein paar Wochen mit gemahlenen aromatischen Saaten und Sobamin zu unterstützen?

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  • Darüber hat meine Tierärztin auch nachgedacht, meinte aber dass es reichen sollte wenn er einfach gutes Futter bekommt. Laut ihrer Aussage regeneriert sich die Darmflora eigentlich innerhalb einer Woche, insofern keine weitere Erkrankung vorliegt wie z.B. ein Zahnproblem oder eine Unverträglichkeit. Sollte es doch wieder schlimmer werden oder nicht wirklich gut, könnte man drüber nachdenken. Dann würde sie der Ursache aber ohnehin auf den Grund gehen wollen.

    Ich konnte Flips auch dabei beobachten wie er vermehrt seinen eigenen Kot frisst. Heute morgen sahen die Böhnchen auch weitestgehend normal aus. Bin erleichtert :).

  • Ich wollte mal ein kurzes Update geben. Nachdem es so aussah als wäre Flips wieder gesund, ging es 5 Tage später wieder von vorne los. Dieses mal war der Durchfall schlimmer. Noch am gleichen Tag hat meien Tierärztin eine Probe ins Labor geschickt auf dessen Ergebnis ich morgen nun seit 2 Wochen warte! X( Das ist wirklich frustrierend und werde ich im Ernstfall so nicht nochmal machen. Bei einem schwer kranken Tier kann man sich das nicht erlauben.

    Glücklicherweise wurde es nach ein paar Tagen besser so wie beim ersten Mal. Sehr komisch. Nun ist seit über einer Woche wieder alles okay, aber ich mache mir immer noch Sorgen, dass es von vorne losgeht.

    Merkwürdig.

  • Das ist ärgerlich und kann wütend machen - das vestehe ich sehr gut!

    Ich habe die letzte Kotproben unserer Igel immer zur TiHo Hannover geschickt. Die waren immer sehr schnell und noch dazu billig. Der einzige Nachteil dort ist, dass sie keine Angaben zu den Mengen von einer jeweiligen Parasitenart machen und die auch nicht immer genau benennen. Aber das ist eher ein Problem bei Igeln. Meerschweinchen haben ja nach meiner bisherigen Wahrnehmung sehr selten Darmparasiten. Da kommt es weniger auf die Menge und genau Art an, als bei Igeln.

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  • Gerade wenn es schnell gehen muss, bin ich von Exomed sehr überzeugt. Das ist eigentlich immer nach einem Tag da. Ich schmeiße das morgens in den Briefkasten und am nächsten Tag gegen Mittag ist das Ergebnis da.

    Mengenangaben in Form von gering-, mittel- und hochgradiger Befall gibt's auch. Und es ist halt praktisch, dass es die Option gibt alles fertig zu bestellen mit Röhrchen usw.

    Außerdem...die geben immer so leckere vegane Gummibärchen mit :D

    Haremsgruppe und gemischte Gruppe <3

    "untere Gruppe" bestehend aus Luna und Zorro

    "obere Gruppe" bestehend aus Eddie, Billy, Helga, Maddie, Lila, Nayla, Ozeana, Bonnie, Elfriede, Malu, Jackie, Tilda und Ilse

    Mehr Infos zu uns hier :)

  • Ich habe mal kurz dort geschaut und etwas mit fast 40 Euro gefunden. Das wäre mit Abzug des Portos über das Doppelte des Preise bei der TiHo. Hast Du Informationen, welche Untersuchungsmethoden sie anwenden?

    Denn die Methode macht einen großen Unterschied, ob eine bestimmte Parasitenart nachgewiesen werden kann oder nicht. Die von mir angebene Untersuchung bei der TiHo umfasst 3 verschiedenen Methoden. Bei dem Ergebnis sieht man, was bei einer Methode negativ war, bei einer anderen aber zum Befund führte.

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  • Ich denke ich werde eine solche Möglichkeit das nächste Mal nutzen. Eine Untersuchung auf Parasiten macht meine Tierärztin direkt in der Praxis. Da hatte sie nichts gefunden. Sie wollte noch weitere Untersuchungen durchführen lassen, welche weiß ich nicht genau. Deswegen wäre es mir auch lieber meine Tierärztin erledigt das und gibt genau an welche Werte sie benötigt. Ich wüsste jetzt, in Flips fall, garnicht welche Untersuchungen wirklich Sinn machen und welche nicht.

    Definitiv werde ich es aber nicht nochmal auf disen Weg erledigen lassen wenn ich dringend ein Ergebnis brauche! Wäre sein Durchfall nicht besser geworden hätte ich die Situation wohl kaum 2 Wochen aussitzen können auf gut Glück.

    Ich frage mich eh was da so lange dauern soll :S. Maximal das Anlegen von Kulturen könnte ich mir erklären.

  • Bei der TiHo habe ich bisher, soweit ich mich erinnere, am Tag des Posteingangs das Ergebnis bekommen. Auf dem Formular habe ich immer dazugeschrieben, dass sie es mir per Mail zusenden sollen. Sonst hätte es natürlich länger gedauert.

    Es gibt m.W. 3 Verfahren für Sammelkot: Sedimentation, Floatation und Auswanderung. Diese sind in der von mir genannte Nummer alle enthalten. Frischen Kot, sogenannten Direktausstrich, kann man noch anders untersuchen, aber den bekommt ja kein Labor, weil er dann eben nicht mehr frisch ist.

    Es gibt noch weitere Untersuchungen wie Antigentests, PCR-Test u.a., aber das sind m.W. keine Kotuntersuchungen, sondern werden mit Blut oder Eiter o.a. gemacht.

    Ich habe nach vielen Erfahrungen mit Tierarztpraxen in ein Labor entschieden mehr Vertrauen, als in Arzthelferinnen, die das ab und an mal machen. Außerdem dürften die kaum mehrere Verfahren nutzen und werden schon deswegen manches nicht finden können.

    Aber sicherlich gibt es was die Kompetenz und Sorgfalt anbelangt in beiden Richtungen eine Bandbreite.

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  • Es kommt halt drauf an was gemacht wird. Eben bekam ich eine kurze Rückmeldung, bis jetzt wurde noch nichts gefunden, die Endergebnisse sollten Anfang nächster Woche da sein. Habe mal gefragt was genau untersucht wurde:

    »Auf Bakterien, Pilze und Parasiten. Außerdem die gesamt Zusammensetzung des Kots.
    Da die Proben noch "wachsen" in der Anzucht, kann sich das noch ändern, aber bisher sieht es gut aus.«

    Das erklärt dann natürlich die Dauer.

    Ich habe nach vielen Erfahrungen mit Tierarztpraxen in ein Labor entschieden mehr Vertrauen, als in Arzthelferinnen, die das ab und an mal machen. Außerdem dürften die kaum mehrere Verfahren nutzen und werden schon deswegen manches nicht finden können.

    Meine Tierärztin macht das immer selber. Ist eine kleine Praxis am A der Welt ^^.


    Allerdings habe ich nun einen eigenen Verdacht. Mir war bereits aufgefallen dass Flips Wirsing bekam, bevor der Matschkot einsetzte. Allerdings hat er Wirsing und generell Kohl schon immer bekommen. Nicht regelmäßig, aber immer mal wieder halt, ohne Probleme.

    Gestern Abend gab es eine Portion Blumenkohlblätter, ebenfalls schon häufig verfüttert. Heute Morgen hab ich wieder etwas Matschkot gefunden... :|. So ganz schlüssig erscheint mir das noch nicht, den eine Unverträglichkeit sollte sich nicht über Tage ziehen wenn es nur 1x was davon gab. Aber vielleicht ist er einfach sehr empfindlich was Kohl betrifft?

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