Ich habe mir nicht alles, aber einen sehr großen Teil des Videos angeschaut. Ich habe es mit meinen eigenen zahlreichen lVergesellschaftungen verglichen, die bisher alle gut ausgingen.
Vorbereitung: Ich denke, als erstes hätte man den Teil, in dem die Tiere sich kennenlernen, deutlich größer machen müssen. Dann den Bereich mit Fleece o. ä. auslegen, das nicht wegrutscht wenn die Schweinchen darüber rennen. Nicht so wie die Badematten im Video, die mehrfach verrutschen und wo auch immer wieder glatter Boden zu sehen ist. Dann nicht alles völlig offen gestalten, sondern unterteilen, Rückzugmöglichkeiten und kleine "Wände" gestalten. Dann muss nicht jeder jeden ständig sehen. Außerdem hätte ich gleich zu Beginn sehr viel Frischfutter / Salat / Gras im gesamten Gehege verteilt. So sind die Meerschweinchen abgelenkt.
Vor der Vergesellschaftung würde ich zunächst das neue Tier ganz alleine das Gehege in Ruhe erkunden lassen. Ich hätte dann zu einem neuen Tier - egal welches Geschlecht es hat - zuerst nur ein Tier dazu gelassen. Und zwar das Tier, das am friedlichsten, sozial kompetentesten oder am rangniedrigsten ist. (Bei einem neuen Weibchen kommt mein Kastrat als erstes dazu.) Dann in aller Ruhe abwarten, bis sich die Lage beruhigt hat und die beiden sich entspannen. Schließlich Frischfutter auffüllen. Erst dann kommt das nächste Tier dazu. Auch hier wieder das Tier aussuchen, das sich vermutlich am besten mit dem neuen verträgt. Dann wieder abwarten u. s. w.
Falls man ein Tier besitzt, das wahrscheinlich problematisch für den Neuen ist (hier das Weibchen Gatsby) würde ich es definitiv erst als allerletztes dazu lassen.
Wenn das letzte Tier im Freilauf ist, hätte die Besitzerin unbedingt sofort die Tür zum Gehege öffnen müssen. Gatsby wollte ja auch der Situation entfliehen und zurück ins Gehege gelangen. Das wurde ihr nicht erlaubt. Schade.
Bei uns ist die Konstellation ähnlich wie im Video mit Gehege und Freilauf. Ich öffne dann am Schluss die Tür, so dass das letzte Tier alleine aus dem Gehege in den Freilauf gelangen kann und alle hin und her laufen können.
Ich sehe es ähnlich wie du Silke. Ich denke, die Vergesellschaftung hätte durchaus klappen können. Da waren sehr viele gute Ansätze im Verhalten der Tiere erkennbar. Gatsby hätte sich dem neuen Kastraten bestimmt noch untergeordnet.