• Emmi hatte in den letzten beiden Tagen ein kleines Hinken, ich habe ihre Füße sofort angeschaut und es war nichts auffällig.

    Sie frisst normal, rennt auch mal, aber legt sich häufiger dabei ab, sonst ist sie ein Wirbelwind.

    Jetzt habe ich ihre Füße noch mal angeschaut und der rechte Vorderfuß ist sehr geschwollen. Ich hoffe dass ich heute noch einen Termin bekomme, für mich sieht das bedenklich aus.

    Sie hat keine Wunden oder ähnliches, der Fuß ist auch nicht heiß. Es gab in den letzten zwei Wochen öfter Reibereien in der Gruppe wegen der veränderten Gruppenkonstellation, es wurde viel gerannt, gebrommselt usw. Sie könnte sich dabei durchaus verletzt haben aber ich denke, es ist eine Ballenentzündung.

    Auf den Bildern ist einmal der geschwollene Fuß und zum Vergleich der gesunde Fuß.
    Entschuldigt die Qualität der Bilder, aber bessere habe ich gerade leider nicht hinbekommen. :D

    Was denkt ihr und was kann ich tun, falls es wirklich eine Ballenentzündung ist?
    Haben Ballenentzündungen (falls es eine ist) im Normalfall eine gute Prognose?

  • Fußbad mit Kernseife würde ich probieren. Das tötet die Keime ab. Vielleicht gleich mit lauwarmen Wasser damit es noch eine kühlende Wirkung hat und nur das betroffene Füßchen reinstellen.

  • Danke, ich werds probieren!

    Ich habe leider erst für morgen Mittag einen Termin, allerdings bei einer Praxis der ich wirklich vertraue.
    Ich hoffe, das ist vertretbar. Sie frisst normal, aber hinkt leider, Schmerzmittel hätte ich da, aber das kommt mir aktuell übertrieben vor?

  • Kernseife allein wird m.E. nicht ausreichen. Das wäre höchstens im Falle von wunden Stellen relevant, die man aber auf dem Foto nicht sieht. Außerdem trocknet Seifenwasser die Haut aus.

    Ich hatte erfreulicherweise noch nie mit einer Ballenentzündung zu tun, nur mit gezerrten oder verstauchten Beinchen. Das war bei uns aber nie geschwollen, obwohl das bei einer Stauchung vermutlich auch so aussehen könnte.

    Vielleicht können die, die schon mit Ballenentzündung oder schwerwiegenderen Entzündungen oder Verletzungen am Bein oder der Pfote zu tun hatten noch schreiben? Ich rufe mal u.a. IrishGirl und Lillygypsy

    Scotty (ca. 08/19), Landolf (ca. 02/20), Josia (08/20), Simba (06/23), Fuchsi (08/24), Fridolin (08/24) - im Herzen geblieben: Dachsi (04/18-09/24), Wuschel (04/18-11/23), Miro (ca. 02/20-10/24) - weitere Infos

  • Entzündung der Pfote habe ich immer mit Rivanolbädern behandelt, 2-3x täglich am besten 5 Minuten Pfote reinstellen. Danach einen Pfotenverband mit Salbe, welche Salbe kam auf die Ursache an. Metacam habe ich auch immer gegeben, da es eben auch entzündungshemmend wirkt.

    Mein Johnny wurde letztes Frühjahr bei einer Vergesellschaftung in die Pfote gebissen. Die Bissstelle hat man nicht mehr gesehen, die Pfote wurde aber dick und nach wenigen Tage ging es auf und Eiter floß. Bei ihm war die Entzündung trotz Antibiotikum so schwerwiegend, dass sich der Knochen der Zehe auflöste. Gehumpelt hat er anfangs auch. Ist ja auch unangenehm mit dem dicken Fuß.

    Ab hier in unserem Thread ist die Behandlung von Johnnys Pfote und auch teilweise Fotos.

    RE: Die Quietschnasen

    Liebe Grüße von den 6 Quietschnasen:

    <3 Schnuppe, Domino, Lumi, Nessaja, Toka und Karla <3

    Einmal editiert, zuletzt von Lillygypsy ()

  • Danke für eure Antworten. :)

    Emmis Fuß ist leider noch dicker geworden und ich bin dann zur Tierklinik gefahren, zu einer Heimtierärztin.

    Sie wurde geröntgt und der Knochen ist zum Glück nicht betroffen. Sie bekommt jetzt Orniflox, Eradia und Metacam und am Donnerstag müssen wir zur Kontrolle.

    Ob ich Fußbäder machen soll habe ich leider vergessen zu fragen.

  • Das sind ja 2 Antibiotika auf einmal. Wurde denn irgendwie festgestellt, was sie genau hat?

    Wegen einer Behandlung mit Bädern oder Salbe würde ich an Deiner Stelle morgen früh in der Tierklinik anrufen und nachfragen.

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  • Sie hat einen Ballenabszess.

    Ja das sind zwei verschiedene Antibiotika, ich war auch verwundert aber Eradia bekommt sie wohl nur einige Tage und Orniflox wohl länger, da es besser verträglich ist. Laut der Ärztin muss das jetzt sein, weil man um jeden Preis verhindern muss, dass sich die Entzündung ausbreitet.

    Das habe ich gerade noch gefunden:

    "Metronidazol und Enrofloxacin werden in der Veterinärmedizin häufig kombiniert, um ein breites Spektrum gegen aerobe und anaerobe Bakterien sowie Protozoen zu erzielen. Enrofloxacin wirkt gegen grampositive/negative Bakterien, während Metronidazol effektiv gegen Anaerobier wirkt. Diese Kombi wird u.a. bei schweren bakteriellen Infektionen, Darm- oder Hautinfektionen eingesetzt."

  • So sieht Emmis Fuß heute früh aus. Immer noch ein wenig geschwollen, aber kein Vergleich zu vorgestern. Die "Eiterblase" links an der Seite ist auch deutlich kleiner, sieht man auf dem Bild nicht. Trotz der relativ heftigen Medikamente frisst sie sehr gut und ist aktiv. Morgen gehen wir zur Kontrolle, ich hoffe die Ärztin ist soweit zufrieden mit dem Verlauf, ich finde es einen guten Fortschritt. :)

  • Gut, dass es schon besser geworden ist!

    Wie verträgt sie denn die beiden Antibiotika?

    Falls Du es nicht schon gemacht hast, würde ich wegen ergänzender Fußbäder und ggf. Salben fragen. Ich habe noch nie gelesen, dass eine Ballenentzündung ausschließlich mit Antibiotika weggeht.

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  • Ich werde beim Termin morgen nachfragen, leider kann man in der Tierklinik nur sehr schlecht telefonisch Auskunft bekommen. Aber ich wäre schon für Tipps heute dankbar, dass, falls ich grünes Licht für Fußbäder bekomme, ich dann entsprechen alles da habe. Was ich bisher gelesen habe: Kernseife, schwarzer Tee, Rivanol, Betaisodona, Epsom-/Bittersalz und zum eincremen Bepanthen.

    Ich habe mit der Problematik zum Glück bisher gar keine Erfahrung und bin sehr unsicher, etwas ohne ärztlichen Rat zu tun.

    Sie verträgt die Antibiotika bisher tatsächlich sehr gut, die Ärztin meinte, dass Eradia oft zu Inappetenz führt und ich in dem Fall päppeln solle, aber Emmi frisst sehr gut und hält ihr Gewicht. Der Kot ist auch ganz normal. Sie humpelt auch nicht mehr und legt sich auch nicht hin beim Essen.

  • Bei einer Ballenentzündung geht es vordringlich darum, die Entzündung raus zu bekommen. Also um das, was IN der Pfote ist und nach außen soll. Dazu sind die von dir aufgezählten Dinge geeignet. Nicht hilfreich finde ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt das Eincremen mit Bepanthencreme, denn die ist zum Abheilen von Wunden da und da sind wir noch längst nicht. Gleichzeitig ist Bepanthen sehr klebrig und hält Streu, Heu etc. an der Pfote fest inclusive erneuter Keime, die der kleine Körper in Schach halten muss. Also z.B. Baden mit Betaisodonalösung oder mit schwarzem Tee und anschließend trocken halten oder anschließend verbinden mit einem Wundverband , auf den z.B. Betaisodonasalbe aufgetragen wurde. Bepanthen , wie gesagt, ist aktuell nicht die geeignete Wahl. Eine Ballenentzündung ist oft eine langwierige Sache, die eine geduldige Behandlung braucht und dann wieder gut werden kann. Die Prognose hängt auch immeein bisschen von der Ursache ab. Bei uns war es eine Verletzung des Ballenhorns. Das Abheilen dauerte einige Wochen und war anschließend folgenlos abgeheilt. Ein Pfotenverband, der länger als 3 Sekunden an der Pfote hält, ist eine Kunst für sich, an der ich seinerzeit fast verzweifelt war, bis ich diesen Tipp bekam:

    https://www.averde.de/product/…t-6cm-x-5m-avke15660.html Das ist eine feines, sehr weiches und flexibles Schaumstoffgewebe, selbsthaftend, das sich passend zuschneiden lässt. Man nimmt ein Stückchen Mullverband und legt es unter die Pfote und modelliert sozusagen mit dem UdderoSoft einen , der deutlich besser hält, als alles, was ich vorher versucht habe. Und man kriegt es hin auch wenn man nicht 5 Hände hat :-))

    Schmerzmittel sind außerdem eine gute Idee. Zum einen, weil Ballenentzündungen einfach echt wehtun und außerdem, weil Schmerzmittel zusätzlich eine entzündungshemmende Wirkung haben.

    Für immer im Herzen:

    Elsbeth Mariechen Oskar Rosi Gerlinde Heidi Irmgard Britney Antje Elfi Dauphin Lilly Helmut Bärbel Silvia Uschi Wilma Erwin Filomela ❤️🌈🐾

  • Danke ich werde nachher beim Termin nachfragen ob ich etwas davon machen soll, Schmerzmittel bekommt Emmi bereits.

    Sie hatte ja am Montag eine kleine Eiterblase am Fuß, die ist jetzt komplett zurück gegangen. Muss es dennoch zwingend geöffnet werden oder aufgehen? Die Ärztin meinte, öffnen wäre oft kontraproduktiv da man nicht weiß, wie tief die Entzündung geht und sie so unter Umständen in tiefere Ebenen gelangt als wenn man erst mit Antibiotika behandelt um die Entzündung einzudämmen.

  • Die Ärztin meinte, öffnen wäre oft kontraproduktiv da man nicht weiß, wie tief die Entzündung geht und sie so unter Umständen in tiefere Ebenen gelangt als wenn man erst mit Antibiotika behandelt um die Entzündung einzudämmen.

    Das sehe ich genauso. Es mag Ausnahmen geben, doch ich fände es fahrlässig, wenn ich dazu hier eine Empfehlung gäbe. Außerdem ist es ja ein sehr gutes Zeichen, dass sich die Blase komplett zurückgebildet hat.

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