Palliativmedizin für die letzten Tag

  • Entwarnung: das Beinchen ist wieder völlig okay. Es war wohl nur eine temporäre Schonhaltung. Jetzt mache ich kurz die tägliche Palliativpflege, wozu jetzt auch noch Abzessspülung und Antibiose zuzählt, dann berichte ich euch vom gestrigen Tierarztbesuch...

  • Die Blutentnahme war letzte Woche nicht möglich aber gestern gelang es. Ich gehe stark von einer Schilddrüsenüberfunktion aus. Ein weiteres Signal ist, dass er sehr durstig ist und Unmengen trinkt. Es passt leider sehr genau zu einer Schilddrüsenerkrankung.

    Dass er trotz des guten Appetits abnimmt, macht den Verdacht darauf tatsächlich sehr plausibel. Sein Stoffwechsel läuft scheinbar permanent auf Hochtouren und tatsächlich hat er nur kurze Ruhephasen und läuft dann wieder neugierig und nach Futter suchend herum. Ihr kennt ja dieses leise, zufriedene Glucksen, was Meerschweinchen beim Erkunden und Herumlaufen machen... er macht das die ganze Zeit in seinem Auslauf. In der Meerschweinchensprache steht es für pures Wohlbefinden. Deswegen hatte ich wirklich Angst gestern zum Tierarzt zu fahren und hatte schon die Befürchtung er müsse jetzt gehen. Meine Tierärztin sieht aber auch wie gut es ihm trotz allem noch geht.

    Sollte sich das mit der Schilddrüsenüberfunktion herausstellen, möchte meine Tierärztin es mit einer Schilddrüsentherapie versuchen. Wenn diese gut anschlägt, gewinnt er dadurch vielleicht noch ein paar Monate. Vorrausgesetzt seine Zähne bleiben kontrollierbar und lassen sich korrigieren.

    Einschläfern war auch gestern keine Option, da dieses Schweinchen ja agil ist und fressen will, zeigt er mir, dass er jetzt im Moment noch Lebensfreude hat.

    Der Zahnwurzelabzess kommt von einen der hinteren Backenzähnen und wurde gestern geräumt und gespült. Jetzt kriegt er Antibiotika. Aber natürlich ist dieser nicht heilbar weil er auf einer Zahnfehlstellung basiert. Und seine Kieferknochen sind bereits betroffen, wie ich eingangs berichtete.

    Ein Zahnwurzelabszess und Fehlstellungen der Zähne tun sicher höllisch weh - deswegen benötigt er bis zu seinem Lebensende eine dauerhafte, gut eingestellte Schmerztherapie.

    Es macht mich wirklich traurig zu sehen, dass er noch so viel Lebensfreude hat, so neugierig ist und so gern herumläuft, während der Körper gleichzeitig so massiv abbaut. Wir sind jetzt bei einem Gewichtsverlust von 1400 g auf 850 g – er hat fast 40 % seines ursprünglichen Körpergewichts verloren. Das zeigt, unter welchem enormen Stress sein Körper steht. Dass er trotzdem noch so aktiv und neugierig ist, beweist mir, was für einen unglaublichen Kämpfergeist er hat. Oh man, wenn ihr mal sehen könntet, wie er hier über den Teppich sprintet und Haken schlägt. Dies zeigt mir, dass er trotz des Zahnabszesses und der Schilddrüse momentan keine akuten, lähmenden Schmerzen hat und nicht aufgegeben hat. Ein Meerschweinchen, dem es richtig schlecht geht, würde nur apathisch in der Ecke sitzen. Ich weiss, es ist bei seinen Erkrankungen nur eine Frage der Zeit, bis es so käme. Aber so weit lass ich es nicht kommen...

  • Oh man. Das ist echt so schlimm, wenn der Körper immer mehr abbaut und immer mehr Baustellen hat, aber der Kopf noch "fröhlich" drauf ist und Lebensfreude hat.

    Ich hoffe so sehr, dass man für alle seine Krankheiten doch noch irgendetwas findet, das zur Heilung oder zu einem stabilen schmerzfreien Zustand führt.

    <3Karla *2019 <3 Ludwig *18.1.2022 <3 Minna *ca. 20.8.2022 <3 Selma * 2.2.2024 <3 Ottilie * 9.11.2025 <3

    Für immer im Herzen: Berta, Pieps, Charly, Greta, Emma, Sophie, Chocolate, Amalie, Lola

  • Wenn er entspannt herumrennt und hüpft, dürfte es wirklich noch nicht so schlimm sein. Das sehe ich genauso.

    Bekommt er zur Zeit nur Meloxicam (Metacam, Melosus o.ä.)? Bei massiven Schmerzen könnte die Kombination von 2 Mitteln besser helfen als nur eines in ggf. höherer Dosierung. Als gängigste Kombination kenne ich Meloxicam mit Metamizol (Novalgin).

    Wenn die Hoffnung besteht, dass er noch relativ lange leben kann, würde ich versuchen, den Magen und die Leber zu schützen gegen die Nebenwirkungen der Schmerzmittel. Vielleicht hatte ich es schon erwähnt: Für den Magen wäre der Schleim von Leinsamen und für die Leber gemahlene Mariendistelsamen gut. Beides könntest Du kombinieren und mit etwas Gerstengraspulver schmackhafter machen. Du verbindest es mit der Gabe von Brei. Der Leinsamenschleim sollte natürlich vor dem Schmerzmittel in den Magen kommen. Bei den Mariendistelsamen dürfte der Zeitpunkt egal sein.

    Scotty (ca. 08/19), Landolf (ca. 02/20), Simba (06/23), Fuchsi (08/24), Fridolin (08/24) - im Herzen geblieben: Dachsi (04/18-09/24), Wuschel (04/18-11/23), Miro (ca. 02/20-10/24), Josia (08/20-08/26) - weitere Infos

  • Bekommt er zur Zeit nur Meloxicam (Metacam, Melosus o.ä.)? Bei massiven Schmerzen könnte die Kombination von 2 Mitteln besser helfen als nur eines in ggf. höherer Dosierung. Als gängigste Kombination kenne ich Meloxicam mit Metamizol (Novalgin).

    Ja er bekommt Metacam und Novalgin und ebenso geschrottete Leinsamen, Leinsamenöl und gemahlene Mariendistelsamen. Danke dir nochmal für deine Tipps!

    Ja, hier muss man man leider genau abwägen: Lebensqualität vor Lebenslänge...

    Was ist das kleinere Übel – die Schmerzen oder die Nebenwirkungen des Medikaments? Es ist ja eh nur ein Spiel auf Zeit.

    Schmerzmittel wie Metacam verengen die Blutgefäße, die zu den Nieren führen. Je nachdem wie lange er noch hat, ist es ist sehr wahrscheinlich, dass sich nach dieser Zeit eine chronische Nierenschwäche entwickelt. Ebenso hemmt Metacam körpereigene Stoffe, die eigentlich die empfindliche Magenwand vor der eigenen Magensäure schützen. Gibt es ein verträgliches Medikament für Meerschweinchen- ein Magenschutz, um die Magenwand vor der Säure zu schützen?

  • Wegen des Schutzes des Magen hatte ich den Leinsamenschleim oder auch Leinsamentee genannt erwähnt. Ich vermute, dass der noch anders wirkt als nicht gequollener geschroteter Leinsamen. Bis der im Magen den schützenden Schleim bildet wird es evtl. zu lange dauern. Man übergießt den Leinsamen ja mit heißem oder kochendem Wasser, wenn man den Schleim nutzen will. Damit dürfte es besser quellen als im körpertemperaturwarmen Magen.

    Wenn es um die Reduzierung oder Vermeidung von deutlichen Schmerzen geht, würde ich immer lieber eine Verkürzung des Lebens in Kauf nehmen als tägliches Leiden für vielleicht längere Zeit.

    Bei einigen Monaten der genannten Schmerzmittel und entsprechende Unterstützung halte ich schwerwiegenende Schäden für nicht wahrscheinlich.

    Scotty (ca. 08/19), Landolf (ca. 02/20), Simba (06/23), Fuchsi (08/24), Fridolin (08/24) - im Herzen geblieben: Dachsi (04/18-09/24), Wuschel (04/18-11/23), Miro (ca. 02/20-10/24), Josia (08/20-08/26) - weitere Infos

  • Zwei Wochen lang habe ich täglich den Abzess gespült und er ist gut verheilt. Auch wenn die Ursache dafür eine entzündete Zahnwurzel ist, haben wir es mit Spülung und Antibiose (erstmal) gut in Griff bekommen.

    Es wird fleißig gefressen und von den Kaubewegungen sieht es aus, als würde er gar nichts mehr mit den Zähnen haben. Dem ist aber leider nicht so, erste Brückenbildung sind wieder da und er muss in Kürze erneut zur Zahnkorrektur.

    Das Gewicht geht hoch - mit reiner Wiesenfütterung. Er frisst große Mengen. Sein niedrigstes Gewicht war vor zwei Wochen 830 g jetzt habe ich ihn heute wieder über 1 KG. 1020 g wiegt er.

    Die Erklärung für die Hyperaktivität habe ich nun auch.. Organisches konnte ja ausgeschlossen werden dank der Blutergebnisse. So denke ich, es war das energiereiche Futter wie Haferflocken, Leinsamen, Apfel, Möhre, Paprika und Fenchel. Das bekommt er nun die zweite Woche gar nicht mehr. Er hat nun die selben Ruhe- und Aktivitätsphasen wie seine Mädels in der Gruppe. Zusammen fressen die vier momentan gute 3 KG Wiese am Tag. Absoluter Renner momentan hier die Wegwarte, die ich genügend in meinem Garten und sogar in Kübeln angepflanzt habe:

    Fenchelgrün frisst er gerade auch sehr gerne, davon habe ich auch einiges angepflanzt. Es steht gerade so schön in Blüte:

  • Morgen sind genau 7 Wochen seit der ersten Zahnkorrektur vergangen und nun ist es aufgrund Brückenbildung morgen erneut soweit. Ich soll ihn um 8 Uhr in die Praxis bringen und kann ihn um 17 Uhr wieder abholen. Die Frontzähne sehen gut aus, dort war ordentlich Zahnabrieb und die Brückenbildung ist tatsächlich auch diesmal nur auf einer Seite - und zwar auf der Seite, wo er den Abzess hatte. In der Futteraufnahme ist er dadurch nicht beeinträchtigt, er frisst nach wie vor viel und nutzt dafür dann einfach die andere Seite.

    Ich finde, 7 Wochen sind wirklich ein guter Zeitraum, insbesondere da er jetzt aktuell noch keine Beeinträchtigungen hat. In den sieben Wochen erging es ihm, abgesehen von den ersten paar Tagen nach dem Eingriff unter Vollnarkose echt gut. Drückt mal bitten eure Daumen, dass er es diesmal auch wieder so gut verkraftet - denn dann ist dem Todgeweihten wieder Lebenszeit geschenkt :)

  • Nach der Korrektur hat er noch am selben Tag wieder selbstständig Fressen können und er frisst auch aber das Gewicht geht leider wieder runter, innerhalb einer Woche nach der Zahnkorrektur hat er 100 g verloren. Zudem habe ich heute am Kinn eine erneute Verhärtung an der Abzessstelle gefühlt. Es war klar, dass die Heilung nicht möglich ist aber wenn er trotzt Futteraufnahme weiter abnimmt und einer der Backenzähne eitrig entzündet ist, ist es sicher sehr schmerzhaft für ihn ;(

  • Der wiederkehrende Abzess zeigt, dass die eigentliche Ursache durch die Zahnkorrektur nicht behoben wurde.

    Der Abzess ist nunmehr ja bereits vor einem Jahr behandelt worden und kommt immer wieder, solange der verursachende Infektionsherd also eine abgestorbene oder entzündete Zahnwurzel in Boppers Kiefer verbleibt.

    Ich habe nun zwei Optionen - wie würdet ihr entscheiden?

    Option 1: Die nächste Zahnkorrektur unter Narkose ist in für 5 Wochen angesetzt. Wir haben vereinbart, die Backenzähn alle sechs Wochen auf Normalniveau zu schleifen. Dann würde ich auch erst den Abzess von aussen über die Kiefersohle spalten, ausräumen und spülen lassen, weil es die letzten beiden Male im Wachzustand unter Betäubung mit einem Eisspray offensichtlich sehr unangenehm und schmerzhaft für das Tier war. Dann halt wieder tägliches Spülen, Antibiose etc. bis zur nächsten Zahnkorrektur.

    Option 2: Wechsel in eine Tierklinik, mit ca. 2 Stunden Fahrtzeit. Diese verfügt über eine eigene DVT-Feindiagnostik (digitale Volumentomographie / CBCT) für präzise Schichtaufnahmen des Kiefers – welche sogar am wachen Tier möglich ist. Das Narkoserisiko entfällt also. Ziel wäre es, die betroffene Zahnwurzel ausfindig zu machen und ggf. operativ entfernen zu lassen.

    Man muss auch berücksichtigen, dass der Abzess erst durch das Korrigieren der Backenzähne in seinem Ausmaß ersichtlich war. Die tiefe Wurzelentzündung wird also noch "angefeuert" dadurch, dass er seine Zähne mechanisch zum Fressen nutzt und dies auch kann da keine Brücken und reichlich Schmerzmittel. Jetzt wo er wieder kann, sehe ich ihn eigentlich auch nur Fressen obwohl ich Ad libitum füttere, lege ich mehrmals am Tag Futter vor ihn. Er schüttelt sich dann wie ein Hund und frisst, und frisst und frisst...

  • Ich denke, ich würde mich für Option 2, also die Tierklinik entscheiden. Dann hätte man gute Chancen, dass wirklich die Ursache gefunden und dauerhaft behandelt werden kann.

    <3Karla *2019 <3 Ludwig *18.1.2022 <3 Minna *ca. 20.8.2022 <3 Selma * 2.2.2024 <3 Ottilie * 9.11.2025 <3

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  • Ich würde eindeutig Option 2 wählen.

    Für immer im Herzen:

    Elsbeth Mariechen Oskar Rosi Gerlinde Heidi Irmgard Britney Antje Elfi Dauphin Lilly Helmut Bärbel Silvia Uschi Wilma Erwin Filomela Sören Karlotta ❤️🌈🐾

  • Option 1 käme für mich nicht in Frage, da er dann vermutlich durchgehend heftige Schmerzen hätte und auch das Auf-und-Ab zwischen dem Abschleifen belastend ist. Ob es wirklich 5 Wochen halten würde, wäre auch noch zu sehen. Und selbst Schmerzmittel würden die Schmerzen wahrscheinlich nicht komplett ausgeschaltet. Es wäre also nur ein Bekämpfen der heftigsten Probleme - nicht mehr fressen zu können - aber keine Lösung.

    Option 2 würde eine Chance auf Heilung bieten. Allerdings könnte das Ergebnis der Untersuchung auch sein, dass der Knochen schon zu sehr geschädigt ist oder mehrere Zähne betroffen sind, um eine Operation sinnvoll sein zu lassen.

    Spätestens dann wäre Option 3 m.E. im Sinne des Tieres: die Erlösung von weiterem Leiden.

    Ich selbst neige auch dazu, lange und mit allen Mitteln für ein geliebtes Tier zu kämpfen. Aber das kann ab einem gewissen Punkt auch nicht mehr im Sinne des Tieres sein.

    Scotty (ca. 08/19), Landolf (ca. 02/20), Simba (06/23), Fuchsi (08/24), Fridolin (08/24) - im Herzen geblieben: Dachsi (04/18-09/24), Wuschel (04/18-11/23), Miro (ca. 02/20-10/24), Josia (08/20-08/26) - weitere Infos

  • Ich muss ergänzen, dass ich auch eine Einschläfern zum jetzigen Zeitpunkt vertretbar fände.

    Selbst wenn das CT zeigt, dass eine OP Erfolgsaussichten hätte, ist es vermutlich doch eine schwere OP mit ungewisser Nachbehandlung. Mit Schmerzen bis zur OP.

    Du darfst auch ohne schlechtes Gewissen entscheiden dem Tier und Dir das nicht zumuten zu wollen. Und so blöd es klingt mit CT und OP bist Du 1000€ los. Das ist sehr viel Geld.

    Hab ich schon bezahlt für ein Tier, auch mehr. Aber in der Gesamtsumme der Fakten kannst und darfst Du Dich auch für Einschläfern entscheiden und auch fürs Gegenteil und ich eine CT-Diagnose erstellen lassen und dann weiter entscheiden.

  • Ich danke euch für eure Antworten! Mir geht es heute sehr schlecht und ich zerbreche mir schon den ganzen Tag den Kopf darüber was ich noch tun kann.

    Option 1 - nur regelmäßig Zähneschleifen kommt für mich auch nicht mehr in Frage. Warum nicht? Die Prognose war ja von vornerein sehr schlecht. Die Tierärzten hat mir zwar Hoffnung gemacht, nachdem die andere zum Erlösen riet. Aber jeder der mal Wurzelschmerzen hatte, weiss wie extrem schmerzhaft und quallvoll diese sind (und das oftmals trotz Schmerzmittel). Meine Sorge ist genau diese - ich möchte nicht das er Schmerzen leidet. Bobbys Abszess entsteht tief an der Zahnwurzel und rein externes Schleifen stutzt nur die Krone. Die Entzündung im Knochen bleibt, streut Gifte in seinen Körper und die Bakterien bauen den Kiefer ab. Das führt schleichend zu Organversagen, Schmerzen und letztlich zu seinem Tod. Es wäre also nur ein Aufschieben und sicherlich leidvoll. Lebensqualität ist aktuell da - ich habe nach wie vor ein aktives, gieriges Meerschweinchen, dass Lebensfreude zeigt und gut frisst.... der Gewichtsverlust zeigt allerdings, dass sein Zustand nicht durch sein Verhalten zu beschönigen ist.

    Option 2: Die Extraktion ist der einzige Weg, die Infektionsquelle dauerhaft zu beseitigen und Bobby eine schmerzfreie Zukunft zu ermöglichen. Zwar müsste dann der Gegenspieler-Zahn danach regelmäßig gekürzt werden, allerdings unterscheidet sich dieses Nachschleifen ja grundlegend von der aktuellen Situation. Ich habe hier aber irgendwie ein schlechtes Bauchgefühl wegen dem Narkoserisiko, möglicher postoperative Fressunlust, Entzündungsrisiko oder verbliebene Splitter etc. Ich weiss nicht ob ich das emotional schaffe, ich leide mit diesem Tier, was mir sehr sehr ans Herz gewachsen ist, mit. Das ist die emotionale Belastung - die Finanzielle kommt zusätzlich hinzu.

    Du darfst auch ohne schlechtes Gewissen entscheiden dem Tier und Dir das nicht zumuten zu wollen. Und so blöd es klingt mit CT und OP bist Du 1000€ los. Das ist sehr viel Geld.

    Ja Frieda, ich habe bereits jetzt schon sehr, sehr viel Geld für dieses eine Tier ausgegeben. Und ich bin mir bewusst, dass Option 2 wirklich sehr teuer wird. Es tat wirklich gut, von dir zu lesen, dass ich die Behandlung nicht um jeden Preis machen muss. Mir wird immer mehr klar, nur weil man mir dieses ungewollte Schweinchen vor einem Jahr quasi vor die Füsse geworfen hat, damit es nicht als Schlangenfutter endet, muss ich ihn nicht um jeden Preis "retten". Ich habe ihm seit dem er hier ist wirklich viel geben können und zum Schluss kann ich ihm sicher noch ein schmerzfreies Ende geben, was auch eine Rettung ist. Ich habe eingesehen, dass das dauerhafte Schleifen ohne Wurzelbehandlung eine Sackgasse ist und dies jedesmal Schmerzen bedeutet, wie Silke auch deutlich macht.

    Ich denke ich werde in der Tierklinik zeitnah das Röntgenbild (DVT) machen lassen. Es soll mir bei meiner Entscheidungsfindung helfen, in wie fern das Bild zeigt, ob der Kiefer überhaupt noch zu retten ist. Zeigt das Bild ein hoffnungsloses Trümmerfeld im Kieferknochen, werde ich ihn erlösen lassen, ohne 1.000 € für eine aussichtslose OP auszugeben.

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