Blasenentzündung

  • Hanni hatte in dem Zeitraum ja auch eine Blasenentzündung. Weil such Nanni kleine Harnsteine hat (wenn sie noch da sind, probiert die TA, sie bei der OP auszumassieren.), haben wir auf Anraten des TA die Ernährung nach der Tabelle der Meerschweinchenwiese umgestellt.

    https://meerschweinchenwiese.d…rkrankungen_der_Blasenbsp

    Laut der Tabelle ist Petersilie z.B. Harntreibend. Auch Möhrengrün steht auf grün. So haben sie beides immer mal wieder in nass bekommen. Blasentechnisch haben sie jetzt jedenfalls keine Beschwerden. Ich bin nun aber verunsichert zu lesen, dass Petersilie und Karottengrün nun doch nicht gut sein sollen und bin unsicher, was von den grünen Sachen der Liste dann überhaupt geht...

    An manches von der Liste komme ich auch schlecht dran, z.b. Birkenzweige, Pfefferminze, Brennnessel

    3 Meerschweinchen: Hanni und Nanni, zwei Schwestern, und Neuzugang Kastrat Simba

  • Ja, die Liste von der Meerschweinchenwiese. Frau Schillinger und Frau Dr. Ruf vertreten ja die Meinung, dass man ruhig alles wasserhaltig, grüne, blättrige verfüttern kann. Andere Tierärzte eher nicht.

    Ich verstehe die Theorie und die Argumente dahinter. Allerdings glaube ich, dass das in der Praxis nicht für alle Meerschweinchenhalter gilt. Nach meiner Beobachtung gilt es zumindest nicht für Tiere, die aus irgendwelchen Gründen (Entzündung, Verwachsung,..) Probleme mit dem Urinabfluss haben, die sich zu wenig bewegen oder nicht den ganzen Tag Zugang zu hochwertigen, abwechslungsreichen Frischfutter haben.

    Wenn der Urinabfluss behindert ist, dann kommt es m.M.n. durchaus auf den Gesamtkalziumgehalt an. Denn wo mehr ist, kann mehr absinken und wenn die Blase nicht immer vollständig entleert wird, dann bleiben eben Calciumkristalle zurück.

    Wenn die Tiere sich nicht genug bewegen, dann sinkt das Calcium eben ab und wird nicht aufgewirbelt und vollständig ausgeschieden oder zumindest nicht bei jedem Pinkeln. Tiere, die Arthrose haben, sind sicher ein Klassiker oder akut kranke Tiere. Aber auch Tiere in kleinen Gruppen, kleinen (und das können auch 3qm für zwei Tiere sein in dem Zusammenhang) Gehegen oder Gehegen mit wenig Bewegungsanreizen können zu wenig Bewegung haben für diese Art von Ernährung.

    Und dann immer die Quizfrage: Wie viel Heu fressen denn die Tiere zusätzlich zum Möhrengrün? Wenn die Tiere Möhrengrün statt Heu fressen, ok. Aber wenn die Tiere Möhrengrün statt Chicorée fressen und die Heumenge gleich bleibt, hat man das Calcium-/Wasser-Verhältnis verschlechtert statt verbessert. Meine Tiere fressen eine relativ konstante Heumenge unabhängig davon was ich fütter (es sei denn, ich füttere Gras). Wenn das bei Euch anders ist und Ihr könnt mit Kohlrabiblättern und Möhrengrün die Frischfuttermenge erhöhen. Wunderbar! Wenn nicht, würde ich persönlich weder Möhrengrün noch Kohlrabiblätter in nennenswerten Mengen füttern.

    Zusammengefasst glaube ich, dass Dr. Ruf und Frau Schillinger recht haben, aber nur unter sehr, sehr guten Haltungsumständen mit viel Platz, vielen Bewegungsanreizen (und die kommen nun mal neben der passenden Gehegegröße und -Gestaltung in der Hauptsache von anderen Schweinchen), sehr vielseitigen Frischfutter (inkl. Wiese) und keinen anderen, relevanten Erkrankungen.

    Ich kann keinen der drei Punkte ausreichend gewährleisten und ich vermute die meisten anderen Halter auch nicht. In diesem Forum gibt es aber sicher einige, die das können.

  • Die Überlegungen von Frieda finde ich sehr gut nachvollziehbar und wichtig.

    Durch die Diskussion hier, habe ich beschlossen, ganz auf Kohlrabiblätter zu verzichten oder sie vielleicht höchstens in noch kleineren Mengen zu geben. Auch wenn vielleicht immer alles überschüssige Kalzium ausgeschiedenen werden sollte, muss ich kein leicht vermeidbares Risiko eingehen. Es gibt ja ein große Auswahl von Futter für Meerschweinchen, so dass sie durch den Verzicht zwar ein beliebtes Futtermittel weniger haben werden, aber es bleibt immer noch mehr Leckeres als sie essen können.

    Scotty (ca. 08/19), Landolf (ca. 02/20), Josia (08/20), Simba (06/23), Fuchsi (08/24), Fridolin (08/24) - im Herzen geblieben: Dachsi (04/18-09/24), Wuschel (04/18-11/23), Miro (ca. 02/20-10/24) - weitere Infos

  • Vielleicht noch ergänzend:

    Man kann sicher Möhrengrün und Kohlrabiblätter füttern. Aber ich persönlich würde es nie in Massen tun und immer in Wasser eingelegt.

    Ich glaube, was man aber sicher sagen kann ist, dass man calciumreiche Sachen nie getrocknet füttern sollte. Also kein getrocknetes Möhrengrün! Immer frisch, evtl. mit Ausnahme geringer Mengen von Heilkräutern zur Behandlung.

    Und zu dem Argument Heu enthält viel mehr Calcium als Kohlrabiblätter. Klingt einleuchtend. Ist aber schief. Wenn man beiden Wasser entzieht kommt man auf sehr viel höhere Werte bei Kohlrabiblättern als bei Heu. Die Tiere brauchen aber eine gewisse Menge an Energie pro Tag. Sie fressen also u.B.70g Heu um die notwendige Energie zu bekommen und würde - bei reiner Kohlrabiblätterernährung sagen wir 700g Kohlrabiblätter fressen. Damit würden sie mehr Calcium aufnehmen als bei Heuernährung. Aber eben mehr Wasser, was sie nicht durch Trinken ausgleichen bei Heuernährung. Sprich Möhrengrün, Kohlrabiblätter, etc. Haben mehr Calcium als die „natürliche“ Meerschweinchenernährung mit Wiese. Auch das kann zu viel sein.

    Fast niemand kann aber reine Wiesenrnährung gewährleisten. D.h. Wir alle haben ein höheres Calcium-/Wasserverhältnis bei der Fütterung als vorgesehen. Das tolerieren die Tiere weitgehend. Die einen mehr, die anderen weniger. Der Schlüssel dazu, es besser zu bekommen liegt darin, dass die Tiere mehr Frischfutter und weniger Heu fressen.

    Ich hab es wirklich mit Tabellen ausgerechnet. Wenn man von den krassen Ausreißern wie Möhrengrün absieht, dann ist die Gesamtmenge an Calcium im Wesentlichen von der Heumenge abhängig.

    Den geringsten Gehalt an Calcium hat übrigens so was wie Möhren oder Gurke. Allerdings ist das ja nu aus anderen Gründen wieder nicht gut. Also nur auf Calcium zu optimieren ist auch Blödsinn.

  • Ich hätte nochmal Fragen.

    • Welches andere Antibiotika könne man noch versuchen, sollte das Baytril nicht wirken? Wir machen morgen einen Urintest und schauen, wie es sich entwickelt hat.

    • Sollte ich ihr etwas geben, wie Rodicare Bac Pro, um den Darm zu unterstützen nach der Woche AB?

    • Das Eurologist und das Allrodin UTI, gibt es da einen signifikanten Unterschied?

    Beides unterstützt die Blasenwand, hilft beim ausschwemmen usw. Oder ist das Eurologist für die akute Phase und das Allrodin dann zur allgemeinen Unterstützung danach?


    Seit heute scheint es bergauf zu gehen. Sie hing schon ziemlich durch und war grantig und recht ruhig. Aber heute wirkt sie wieder munterer. Ruft nach Essen und ist wieder mehr unterwegs.

  • Bei Wuschel hatte Enrofloxacin (der Wirkstoff in Baytril, Orniflox u.a.) nur eine kurzzeitige Besserung gebracht. Daher wechselten wir zu Cotrim E. Dadurch verschwanden alle Symptome und die Teststreifen zeigten kein Blut mehr an.

    Leider kam die Entzündung rund 1 Jahr später wieder und da half das Cotrim nicht mehr vollständig. Allerdings hatte Wuschel einige Monate später erkennbar eine Zubildung in der Blase (vermutlich ein Tumor) und musste deswegen erlöst werden. Ich kann also nicht sagen, ob es da nicht auch schon mehr als "nur" eine Blasenentzündgung gewesen war und das AB vielleicht deshalb keinen vollen Erfolg bracht bei der zweiten Krankheitsphase.

    Zusätzlich hatte er schon bei der ersten Blasenentzündung sichtbar einen kleinen Stein in der Harnröhre. Dieser war bei der zweiten Entzündung immer noch vorhanden und höchtens geringfügig größer geworden. Trotzdem könnte der natürlich auch einen Teil der Symptome ausgelöst haben.

    Cotrim gibt es als E und K. Der Unterschied ist nur die Wirkstoffmenge. Beide Produkte sind aus der Humanmedizin, können aber vom Tierarzt verschrieben werden.

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  • Statt verschiedene ABs zu empfehlen macht es mehr Sinn den Urin bei einem Labor einzuschicken und eine bakteriologische Untersuchung + eine Antibiogramm durchführen zu lassen. Dass ein Antibiotikum bei sehr vielen anderen Schweinchen geholfen hat, bringt einem auch nichts, wenn der Keim dagegen resistent ist, oder mehrere Keime vorhanden sind.

    Ich habe dabei auch schon Urin abgegeben während das Schweinchen ein AB bekommen hat als Verlaufskontrolle. Ich setze das Schweinchen dann in eine desinfizierte Schüssel/Behältnis z.B. den Unterteil einer Transportbox, bringe viel Geduld mit und ziehe den Urin dann mit einer Spritze auf und gebe diesen beim Tierarzt zum Einschicken ab. Welcher Tierarzt ist da total egal, da es eh ans Labor geht.

    Haremsgruppe und gemischte Gruppe <3

    "untere Gruppe" bestehend aus Luna und Zorro

    "obere Gruppe" bestehend aus Eddie, Billy, Helga, Maddie, Lila, Nayla, Ozeana, Bonnie, Elfriede, Malu, Jackie, Tilda und Ilse

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  • Ich hatte auch schon zuvor von dieser Möglichkeit eines Antibiogramms geschrieben. Nach dem, was ich von anderen Haltern gelesen hatte, ist es aber nicht sicher, dass das durch das Antibiogramm bestimmte Antibiotikum die Entzündung vollständig beseitigen wird. Daher würde es mich von Dir IrishGirl und auch von anderen mit Erfahrung mit Antibiogrammen interessieren:

    Wie oft habt Ihr ein solches bisher machen lassen?

    Wie oft hat das dadurch empfohlene AB zu Heilung geführt?

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  • So oft, dass ich es nicht mehr zählen kann. Wichtig ist, dass man das AB ausreichend lange gibt und am besten VOR dem Absetzen nochmal kontrolliert. Ilse hatte z.B. immer wechselnde Keime, sodass die ABs zwar wirksam waren, aber immer neue Keime kamen, die gegen andere ABs resistent/sensibel waren. Ganz am Ende hatte sie drei Keime, zwei davon waren auf Enrifloxacin sensibel, einer nicht sicher. Da hat sie 6 Wochen Orniflox bekommen, dann waren 2/3 weg und dann nochmal drei Wochen Doxy oder TSO und dann war zum ersten Mal seit ein paar Monaten kein Keim mehr nachzuweisen. Mit wild verschiedene ABs geben wäre man da sehr verwirrt gewesen. Mittlerweile ist sie seit Herbst 2024 blasenentzündungsfrei.

    Geholfen hat das AB, das wir eingesetzt haben, immer. Oft waren die Keime sensibel auf Orniflox, sodass ich mittlerweile in der Regel erst Orniflox gebe, bis kein Blut mehr im Urin ist und noch ein paar Tage länger, und wenn das nicht anschlägt lasse ich Urin einschicken, da es dann ein Rätselraten ist, ob man Doxycyclin, Gentamicin, TSO,... gibt.

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  • Wir hatten im vergangenen Jahr auch eine schlimme Blasenentzündungsodyssee, die im wahrsten Sinne des Wortes immer wieder aufkeimte. Schließlich wurde davon ausgegangen, dass ein bestimmter Keim in der Gruppe vorhanden war und blieb, jedoch nur bei geschwächten Tieren wiederholt zum Ausbruch kam. Dieser Keim aus dem Urin eines infizierten Tieres wurde bestimmt. Zum Einen konnte so das passende AB eingesetzt werden und aus dem Urin wurde ein spezifischer MRNA-Impfstoff für unsere Tiere entwickelt, mit dem alle behandelt wurden. Seither sind alle tiptop gesund geblieben.

    Für immer im Herzen:

    Elsbeth Mariechen Oskar Rosi Gerlinde Heidi Irmgard Britney Antje Elfi Dauphin Lilly Helmut Bärbel Silvia Uschi Wilma Erwin Filomela ❤️🌈🐾

  • aus dem Urin wurde ein spezifischer MRNA-Impfstoff für unsere Tiere entwickelt

    Das klingt ja nach Science Fiction :huh: Toll, was alles möglich ist.

    War das über eine Tierklinik, ich habe da noch nie von gehört (nicht mal für Menschen :D ). Und darf ich fragen, was sowas kostet, das ist bestimmt sehr aufwändig.

  • So oft, dass ich es nicht mehr zählen kann.

    Dann bleibt dazu noch die Frage: Hat das durch das Antibiogramm ermittelte Antibiotikum immer die Bakterien ganz bzw. dauerhaft beseitigt?

    Wenn ich es richtig verstanden habe, setzt Ihr zunächst auf Verdacht Enrofloxacin ein und erst und nur dann, wenn es nicht ausreichend wirkt, ein Antibiogramm?

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  • Geholfen hat das AB, das wir eingesetzt haben, immer.

    Hier wäre deine Frage beantwortet. Es hat immer gegen die Bakterien gewirkt, die nachgewiesen werden konnten. Bei allen Schweinchen, außer bei Ilse, war das ausreichend.

    Ich setze oft erst Enrofloxacin ein, wenn es wichtig ist, dass das Antibiotikum schnell wirkt und eine Blasenentzündung sehr wahrscheinlich scheint, da es beim Großteil der Keime, die bei uns gefunden wurden, eh sensibel war, sodass nach dem Antibiogramm so oder so Orniflox gegeben wird. Ich würde das nicht per se empfehlen und entscheide das im Einzelfall mit unserer Tierärztin, aber man hat mit Enrofloxacin schon recht hohe Trefferchancen und es wird gut vertragen, sodass ich es ohne Bedenken "auf Verdacht" einsetze und so im Großteil der Fälle nach einer Woche kein Blut o.ä. mehr im Urin nachweisen kann, wo ich sonst erst das Ergebnis des Antibiogramms hätte. Nervös werde ich erst, wenn Enrofloxacin nicht anschlägt, da die anderen ABs schlechter verträglich sind und gerne Resistenzen haben und man zudem schon Zeit verloren hat, sodass ich dann auch möchte, dass das AB sicher wirkt.

    Dass ich erst und nur dann ein Antibiogramm machen lasse, wenn Enrofloxacin nicht wirkt, habe ich so nicht gesagt und ist auch nicht korrekt. Ich sagte, dass wir in der Regel erstmal Enrifloxacin geben, aus den oben genannten Gründen, aber wie gesagt, Einzelfallentscheidung mit unserer Tierärztin.

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  • Jojo

    Das klingt ja nach Science Fiction :huh: Toll, was alles möglich ist.

    War das über eine Tierklinik, ich habe da noch nie von gehört (nicht mal für Menschen :D ). Und darf ich fragen, was sowas kostet, das ist bestimmt sehr aufwändig.

    Das ist in der Tierklinik Posthausen durchgeführt worden. Dieses Verfahren wenden sie an, wenn in Gruppen immer wieder Infektionen erneut aufflammen. Die Entwicklung dauert ein paar Wochen und dann wird der Impfstoff im wöchentlichen Abstand allen Tieren insgesamt 3x verabreicht. Das kostete für 4 Schweinchen insgesamt etwa 500 € und wurde problemlos vertragen.

    Für immer im Herzen:

    Elsbeth Mariechen Oskar Rosi Gerlinde Heidi Irmgard Britney Antje Elfi Dauphin Lilly Helmut Bärbel Silvia Uschi Wilma Erwin Filomela ❤️🌈🐾

  • Piggies & Hippies Gibt es zu diese individuellen MRNA-Impfstoffen Informationen im Internet?

    Ich habe gerade mal gesucht und nur Forschungen bzw. Pilotstudien im Bereich Hautkrebs bei Menschen gefunden.

    IrishGirl Danke für Deine Antworten!

    Scotty (ca. 08/19), Landolf (ca. 02/20), Josia (08/20), Simba (06/23), Fuchsi (08/24), Fridolin (08/24) - im Herzen geblieben: Dachsi (04/18-09/24), Wuschel (04/18-11/23), Miro (ca. 02/20-10/24) - weitere Infos

  • Silke

    Gibt es zu diese individuellen MRNA-Impfstoffen Informationen im Internet?

    Leider kann ich dir dazu keine Quellen nennen.

    Ich würde diese Möglichkeit jederzeit wieder wahrnehmen, wenn sich erneut eine vergleichbare Situation bei uns abzeichnen würde.

    Für immer im Herzen:

    Elsbeth Mariechen Oskar Rosi Gerlinde Heidi Irmgard Britney Antje Elfi Dauphin Lilly Helmut Bärbel Silvia Uschi Wilma Erwin Filomela ❤️🌈🐾

  • Gegen Grieß hilft hier Eurologist sehr gut. Professor bekommt es jetzt dauerhaft mit Gerstengraspulver und Breipulver als Brei. Er hatte über Karneval auch Blut im Urin der arme Kerl.

    Mit Eurologist ging es ihm schnell besser, der Grieß kam raus und er war wieder fit.



    Hallo Katha, darf ich noch mal fragen, nehmen deine die Eurologist Tabletten auch nicht pur an? Ella hat dran geschnuppert, ist aber dann unverrichteter Dinge wieder abgezogen.

    Die Allrodin hatten sie bis jetzt bekommen und haben sie regelrecht jeden Abend eingefordert. Aber die Eurologist sind scheinbar vollkommen uninteressant. Mischst du sie deshalb mit dem Gerstengraspulver und Breipulver?

    Die Tablettenform hat den Vorteil, dass man die Tiere nicht rausfischen muss aus dem Gehege. Das ist eigentlich was, was ich vermeiden wollte.

    Und weil Ella gerade schon wieder beim Tierarzt war, diesmal wegen einem Blasenstein, mit mehreren Röntgenbildern und zum Glück einem manuellen Entfernen ohne OP, wollte ich jetzt doch gerne die Eurologist probieren.

  • Ich finde die Eurologist-Tabletten zu hart zum Füttern am Stück. Die sind viel härter als die Allrodin Uti und bestimmt nicht gut für die Zähne.

    Ich habe die Eurologist in einem Mörser zu Pulver gemacht, dann mit Wasser vermischt und in eine Spritze aufgezogen. Anfangs fanden die Schweinchen es nicht so dolle und waren skeptisch, inzwischen fordern sie es richtig ein und lieben es. Bin wie folgt vorgegangen:

    Ich gebe es vor der Fütterung, dann kommen sie nämlich freiwillig angelaufen. Anfangs halte ich ihnen die Spritze vors Maul und sage mit Nachdruck "nimm". Laufen sie weg, werden sie dann eingefangen und bekommen die Spritze auf dem Schoss erneut mit dem Kommando "nimm" "eingeflößt". Danach Futter als Belohnung.

    Das wiederhole ich jede Gabe, irgendwann (weniger Tage bis 1-2 Wochen, je nach Tier) kam bei allen Schweinchen dann der Punkt, an dem sie verstanden haben und das Zeug seitdem freiwillig im Gehege nehmen, um nicht eingefangen zu werden. Dann direkt mit Futter loben.

    Und wie gesagt, meistens lieben sie es sogar irgendwann und fordern es dann aktiv ein.

    Ich war das ständige Einfangen nämlich auch leid und wollte es stressfrei gestalten. Für wichtige Medikamente ja, da muss Einfangen sein, aber bei solchen täglichen, dauerhaften Mittelchen muss es ja nicht unbedingt sein und die Schweinchen lernen das echt sehr schnell. Habe die Methode hier schon mit mehreren Schweinchen durch, mit Eurologist und auch verschiedenen Rodicare-Produkten, und bin echt zufrieden 😊

    Liebe Grüße von den 5 Quietschnasen:

    <3 Domino, Lumi, Nessaja, Toka und Karla <3

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