Eierstockzysten

  • Mein Tierarzt sagte mir, dass es ein sogenannter Kunstfehler ist, wenn ein Tierarzt zwar die Eierstöcke entfernt, aber die Gebärmutter drin lässt (umgekehrt genauso). Die Aufwand für den Tierarzt ist nicht größer, weil bei Meerschweinchen Gebärmutter und Eierstöcke fest zusammen hängen. Man müsste sie ansonsten voneinander trennen.

    Für das Tier sei die Operation genau so belastend wenn man die Gebärmutter drin lässt als wenn man sie entfernt.

    Die Gebärmutter sei nutzlos, weil es ja zu keiner Schwangerschaft mehr kommen kann. Allerdings kann es zu Entzündung und Tumoren in der Gebärmutter kommen. Gebärmuttertumore hatte übrigens unsere Karla.

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  • Vielleicht wäre es eine Option für dich, sie einmal zur Einschätzung zusätzlich in Posthausen vorzustellen? Ich empfehle Frau Dr. Thöle oder Frau Harder.

    Ein ähnlicher Gedanke war mir auch schon gekommen. Vielleicht besorge ich mir vorsorglich schon einen Termin.

    3 Meerschweinchen: Hanni und Nanni, zwei Schwestern, und Neuzugang Kastrat Simba

  • Ich hatte kürzlich darüber gesprochen mit unserer Tierärztin, da Betty Zysten hat und eine angebildete Gebärmutter. Allerdings ist sie gleichmäßig verdickt und nicht mit Flüssigkeit gefüllt, was eher auf eine hormonelle Dysbalance hindeutet und nicht auf entzündliche/tumoröse Veränderungen. Laut ihr ist es laut neusten Erkenntnisse (ich meine sie sprach von Studieb) in den meisten Fällen so, dass sich die hormonell bedingten Veränderungen der Gebärmutter dann zurückbilden. Da die Gebärmutter nicht über die Flanken entfernt wird, ich meine zwar bei Urfnip im alten Forum wurde das in der Schweiz getan, in Deutschland kenne ich nur die Methode mit 3 Schnitten, also zwei Flankenschnutte für die Eierstöcke, und einen kleinen Bauchschnitt für die Gebärmutter. Ob das Sinn macht...wirkt für mich komisch. Ich denke den Darm muss man trotzdem verschieben. Im Fall der "deutschen Methode" bietet eine reine Entfernung der Eierstöcke also den Vorteil, dass eine Flankenkastration möglich ist.

    Wobei ich gefragt hab, ob die Gebärmutter nicht trotzdem begutachtet werden sollte, da sie ja gerne mal mehr verändert sein kann, als im Ultraschall ersichtlich. Das wäre laut unserer Tierärztin durchaus sinnvoll/notwendig. Und dann ist es wohl so, dass man "von oben" nur einen kleinen Teil der Gebärmutter sieht. Zudem denke ich mir, falls man da eine Auffälligkeit sieht, muss man ja doch wieder über den Bauch ran.

    Ich würde wohl tendenziell dazu tendieren die "große OP" über den Bauch zu machen. Dann ist zumindest alles draußen.

    Betty hat noch nen Kontrolltermin, da werde ich nochmal genauer nachfragen. Aber mit meinem aktuellen Wissensstand ergeben sich da einige Ungereimtheiten.

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  • Mein Tierarzt sagte zum Thema "Bauchschnitt oder Flankenschnitt", dass der Bauchschnitt besser verträglich sei und viel schneller heilen würde.

    Beim Bauchschnitt schneidet man längs in der Mitte des Bauches von oben nach unten. Dort sind keine Muskeln, denn die kommen ja von rechts und links in der Mitte zusammen. Man schneidet also sozusagen an einer "Sollbruchstelle" die während der Embryonalentwicklung offen war. Beim Flankenschnitt muss man das gesamte Gewebe incl. Muskeln durchschneiden.

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  • Schweinemagd

    Die Probleme, die mir beim Bauchschnitt bekannt sind, wären:

    • der Bodenkontakt, durch den die Wunde deutlich besser dreckig werden kann, gerade wenn die Schweinchen drangehen,
    • die Last, die auf der Naht ist (ist beim Pferd relevanter, aber dennoch ist am Bauch mehr Drama, wenn etwas aufgeht, als an den Flanken, weil mehr von oben "drückt"
    • Die Umlagerung des Darms während der OP, da habe ich von mehreren Tierärzten gehört, dass Schweinchen das mitunter nicht so gut vertragen

    Unsere Schweine wurden dennoch alle per Bauchschnitt kastriert, weil die Gebärmutter rausmusste, aber gerade das "Darm-Argument" ist laut mehreren Tierärzten sehr relevant.

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  • Danke für diese Informationen. Sehr interessant.

    Wenn ich mehr Zeit habe, will ich mich dazu mal mehr belesen. Insbesondere aus vielen verschiedenen Quellen.

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  • Da gibt es viele Argumente pro und contra. Ein Argument könnte für mich auch sein, die Methode zu wählen, mit der der jeweilige Operateur die besten Erfahrungen und Erfolge hat. Eure Einschätzungen werden aber auch bei der Entscheidung hilfreich sein. Montag will ich mit der Tierklinik schonmal Kontakt aufnehmen. Dennoch fällt es mir auch schwer, mich dem Thema OP zu stellen, zumal sich Nanni aktuell noch pudelwohl zu fühlen scheint. Auf der anderen Seite sind die Zysten laut Einschätzung der Tierärztin nicht kleiner und das kahle Fell an der Seite ist auch kein Dauerzustand. Und es ist die Frage, was an Symptomen als nächstes kommen würde, wenn die Spritzen schon jetzt nicht mehr richtig wirken.

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  • Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen: ein Tier in der OP zu verlieren ist schrecklich, das habe ich bei Luise erlebt. Zu warten und zu sehen, wie das Tier immer weniger und immer kahler wird und schlussendlich es erlösen zu müssen, weil das Tier Veränderungen im Bauchraum hat und die wahrscheinlich auf die Verdauungsorgane drücken und die Aufgasung nicht mehr zu behandeln war: noch schrecklicher. Auf eine andere Art und Weise, im Nachhinein bereue ich es etwas, es nicht versucht zu haben. Auch wenn ich mir immer sicher war, sie überlebt die Kastration nicht, sie war einfach vorher schon viel geschwächten durch die Zysten als ihre Mutter.

    Du musst einen Tierarzt haben, der das erfolgreich durchführen kann und Erfahrung hat. Das ist wichtig und dann die beste Chance für ein schönes Leben für das Tier.

  • Ich habe eben auf dieser Seite von Dr. Anja Ewringmann gelesen. Vielleicht hilft das ja auch nochmal bei der Entscheidung, wobei ja wahrscheinlich alles schonmal genannt wurde.

    http://540195898.swh.strato-ho…Operationen/Kastrationen/

    "Meerschweinchen entwickeln sehr häufig Eierstockzysten. Diese machen mitunter eine Kastration erforderlich. Da davon ausgegangen wird, dass Erkrankungen der Gebärmutter bei Meerschweinchen durch Geschlechtshormone hervorgerufen werden, ist es ausreichend nur die Eierstöcke zu entfernen, so lange die Gebärmutter nicht verändert ist.

    Die Kastration kann auf verschiedenen Wegen erfolgen:

    • Über die Mittellinie am Unterbauch (Linea alba): da Meerschweinchen einen tonnenförmigen Bauchraum haben und die Eierstöcke nahe der Wirbelsäule liegen und sehr kurze Bänder besitzen, ist es oftmals komplizier und zeitaufwändig, die Ovarien so vorzulagern, dass sie abgebunden und entfernt werden können. Dadurch verlängert sich die Narkosedauer. Ein weiterer Nachteil ist, dass nach der OP die Eingeweide auf der OP-Naht lasten, was für die Tiere unangenehm ist. Der Zugang über die Linea alba wird daher in der Regel nur dann durchgeführt, wenn die Gebärmutter (z.B. aufgrund von Tumorerkrankungen) mit entfernt werden muss.
    • Über die Flanken: dieser Zugang hat den Vorteil, dass ein Fenster in die Bauchhöhle direkt im Eierstockbereich angelegt wird, so dass die Ovarien leicht vorzulagern sind. Die Naht im Flankenbereich wird nach der OP überhaupt nicht belastet."
  • All eure Beiträge finde ich sehr hilfreich! Katha: Du hast natürlich recht, wenn wirklich klar ist, dass die OP sein muss, macht es keinen Sinn, sie herauszuschieben. Dennoch hoffe ich natürlich sehr auf ein gutes Ende bei all dem. Das kleine Wesen ist uns sehr ans Herz gewachsen. Nanni ist sehr zugewandt und begrüßt uns immer so freundlich, oft macht sie sogar Männchen, wenn wir nach ihr schauen und sie scheint sich sichtlich zu freuen, wenn wir mit ihr sprechen... Wir versuchen die beste Entscheidung für sie zu treffen und verwöhnen sie jetzt noch ein bisschen.

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