Ach ich weiß auch nicht. Ich glaube, ich will mich nur mal ausheulen. Hat man das Nervenkostüm, sich um ein krankes Schweinchen kommen einfach oder nicht, oder kommt das mit der Zeit?
Ich bin ja erst seit 5 Wochen frische Meerihalterin und hab mir damit einen lang gehegten Traum erfüllt. Leider ist mit Lumi seit Tag 1 der Wurm drin, ich hab hier ja schon ein paar mal von ihr berichtet. Sie begann mit Atemgeräuschen, bekam AB Baytril, hat das NULL vertragen und mussten wir wieder absetzen (Durchfall, Appetitlosigkeit, päppeln, AB Gabe bei einem Schwein, dass sich dolle wehrt - alles in den ersten 5 Tage des Meerihalterin seins). Danach habe ich eine Weile erstmal nichts gemacht, damit ihr Darm wieder klarkommt, der hat sich auch wieder beruhigt. Bis auf die Atemgeräusche war sie ein happy Schwein, hat gefressen, gewuselt, gepennt... Aber immer mal wieder diese Geräusche. Die waren letzte Woche plötzlich 3 Tage am Stück da, Röntgenbild unauffällig, neues AB ausprobieren (TSO Tabletten) plus was für den Magen/Darm.
Erst hatte ich echt Hoffnung, dass es was bringt. die Atemgeräusche wurden besser, und die ersten vier Tage hat sie außer paar Matschköttel keine Nebenwirkung auf das AB gezeigt. Beim ersten Versuch mit Baytril fingen die Probleme an Tag 2 der Gabe an. Ich dachte wir sind was das anbelangt übern Berg.
Gestern (Tag 5 der AB Gabe) ging es dann los. Kein Appetit, nur Heu und bisschen Schilf und Blätter gefressen. Kaum bis keine Köttel. Atemgeräusche kamen inzwischen auch wieder. Ab zum Tierarzt. Sie kriegt jetzt Novalgin, Colosan und Simeticon und wir sollen mal versuchen, das AB trotzdem mindestens 7 Tage zu geben, wenn der Zustand sich bessert auch 2 Wochen. Aber die Tierärztin meinte auch, ob man die AB Gabe weiterführt, muss man im Grunde jeden Tag je nach Zustand des Schweins neu entscheiden. Und ich frage mich, wenn die Atemgeräusche wieder da sind, macht es dann überhaupt Sinn, das AB weiterzugeben? Quält man sie da unnötig mit, wenn es offenbar nicht recht anschlägt?
Heute morgens gehts ihr leide rnoch nicht besser. Frisst ein wenig, aber im Grunde nur Heu und bisschen Gras. Köttelt immerhin wieder. Verkriecht sich im Häuschen und faucht die anderen an, wenn sie zu nahe kommen.
Am meisten stresst mich, das ich offenbar nicht das Nervenkostüm habe, damit umzugehen. Als ich mir die Schweine geholt habe, war mir absolut klar, dass Tiere krank werden können und dass das anstrengend sein kann. Ich dachte, da kann ich dann schon mit umgehen. Aber aktuell hab ich das Gefühl, ich kann da so gar nicht mit umgehen. Lumi muss jetzt mehrfach am Tag AB/Meidizin per Spritze ins Mäulchen kriegen, und sie ist leider nicht eins dieser Wunderschweine, die das von selbst nehmen. Sie wehrt sich dolle und man muss es ihr leider wirklich reinzwingen. Das tut mir so unendlich weh, ich wünschte ich könnte ihr verständlich machen, dass ich das nicht tue um sie zu ärgern
Ich sitze andauernd vor ihrem Gehege und heule. Und auch wenn ich weiß, dass ich objektiv nichts falsch gemacht habe - frage ich mich trotzdem, was los ist, dass sie so krank wird, kaum dass sie bei mir ist
Sie war eigentlich so ein zutrauliches Schwein, ich habe Angst, dass ich das mit der Behandlung jetzt total kaputt mache. Dass sie sich bei mir nur quält und in der Notstation besser aufgehoben war.
Bin ich einfach nicht für Haustiere gemacht, wenn mich das alles so fertig macht? Lernt man irgendwann, damit besser umzugehen?
Wie geht es euch mit sowas?
Verzweifelte Grüße ![]()
Wie geht ihr mental mit kranken Schweinchen um?
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Liebe Sophie
Also ich kann dir vollkommen nachfühlen. Ich habe seit vielen Jahren Tieren, und immer wenn eines krank ist, beschäftigt es mich stark. Ich komme unterdessen schon besser damit klar, aber auch nur mit den Nagern und dort auch nur weil ich weiss ich kann zu einem kundigen Tierarzt. Wenn die Hühner was haben, sieht das ganz anders aus
Ich denke einfach, wir haben ein starkes Mitgefühl plus auch ein Verantwortungsgefühl. Also alles in allem, ja es wird ein wenig besser, aber bei mir ging es nie weg und wird wohl auch nie weg gehen.
Trotzdem kann und möchte ich nicht ohne die Tiere, weil sie mir soviel geben.Btw. wegen dem Atemgeräusch, hat sie das immer? weil ich habe auch Meeris, die manchmal beim fressen ein Atemgeräusch haben, aber nur teilweise und meine TA meinte, Meeris haben oft eine gekrümmte Nasenwand. Aber ich nehme an, das habt ihr schon durch bezüglich abklären.
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Es tut mir leid, dass Dir das so nahe geht, aber es ist durchaus verständlich. Gleich am Anfang der Haltung solche Probleme zu haben, ist belastend. Und es heißt nicht, dass Du als Meerschweinchenhalter nicht geeignet bist. Mit der Zeit wirst Du vermutlich etwas gelassener werden und vor allem hoffentlich kein schlechtes Gewissen mehr haben.
Die meisten Meerschweinchen werden durch Medikamentengabe u.ä. zutraulicher. Zumindest wird Lumi das Dir nicht auf Dauer nachtragen. Es wäre gut, wenn Du nach jeder Gabe etwas besonders leckeres (Kräuter, rote Paprika o.ä. als kleines Stück) auf Deinem Schoß geben würdest. Selbst wenn sie es anfangs vielleicht nicht nehmen sollte, würde ich es wiederholt probieren, bis sie entspannter ist.
Es ist leichter gesagt als getan: Aber wenn Du möglichst entspannt und fröhlich bei den Meerschweinchen bist, hilfst Du ihnen und speziell Lumi. Versuche bitte, Dir keine Vorwürfe zu machen, erzähle uns Deinen Kummer und mach Dir keine Sorgen wegen Deines Verhältnisses zu Lumi. Das hilft dann Dir und den Meerschweinchen.
Es gehört eigentlich nicht hierher und ich werde es vielleicht später verschieben, bin aber sehr unter Zeitdruck aktuell:
Wegen der AB-Gabe: Wenn die Atemgeräusche nach 5 Tagen der Eingabe wieder schlechter werden, würde ich persönlich mit dem AB aufhören.
Hat sie denn Schleimlöser bekommen?
Wenn sie keine Böhnchen mehr gemacht hat, könnte das genau die von mir befürchtete Wirkung von dem Betonit sein in dem Pro Prae Bac oder wie das hieß. Das würde ich absetzen. Matschkot ist viel harmloser als Verstopfung, die sehr schlimm enden kann. Das ist auch kein Vorwurf an Dich. Ich schreibe das nur für die weitere Gabe.
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Dich hat es jetzt aber auch wirklich ganz heftig erwischt. Gleich vom ersten Tag an solche Sorgen als neuer Halter.
Mir geht's auch nie gut, wenn ein Meerschweinchen krank ist. Da leide ich einfach mit und mache mir große Sorgen. Ich kann dich gut verstehen. Ich glaube, dass das einfach dazu gehört, wenn man ein Tier lieb hat.
Vielleicht wird es mit der Zeit etwas besser, weil man viele Symptome dann besser einschätzen kann und dann die Erfahrung hat, um zu handeln. Aber andererseits habe ich auch schon miterlebt, wie unglaublich schnell sich ein Meerschweinchen verschlechtert und es dann ggf. sehr schnell zu spät sein kann (je nach Erkrankung natürlich).
Leider habe ich keinen sinnvollen Rat für dich. 🤷🏻♀️ Man müsste da ja im Prinzip innerlich eine Distanz aufbauen und eine komplett gefühlskalte Einstellung zu Tieren bekommen, wie es beispielsweise bei vielen Menschen in Bosnien gegenüber Hunden ist (lese gerade ein Buch darüber). Aber das will ja niemand von uns.
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Du hast mein volles Mitgefühl 🫶🏼 Ich verstehe sehr gut, was du beschreibst. Meerschweinchen sind so hochsensible Tiere und vollkommen von uns und unseren Entscheidungen abhängig. Sie sind darauf angewiesen, dass wir ihr Verhalten richtig lesen und daraufhin die optimalen Dinge tun, um ihnen das bestmögliche Leben zu geben. Das ist eine riesige Verantwortung. Mir persönlich geht es so, dass ich mit den vielen Jahren der Erfahrung sehr viele Dinge mehr weiß, als früher, doch das macht es nicht zwingend leichter, das mental auszuhalten. Früher habe ich manches Symptom überhaupt nicht wahrgenommen und heute weiß ich die Schweinchen sehr viel besser zu lesen und kann dadurch zwar viel schneller reagieren, welches sicherlich gut ist im Hinblick auf die Gesundheitsversorgung der Schweinchen, doch mental bedeutet das noch mehr Momente von Besorgnis, weil ich weiß, welches unscheinbare Symptom unter Umständen doch ein Hinweis auf eine ernste Sache sein kann. Und ja, die Versorgung eines kranken Meerschweinchens ist in vielen Fällen sehr aufwändig und kann sehr belastend sein, weil man ständig bangt, ob sich etwas bessert oder nicht.
Ich habe einen Beruf, in dem es für ein gutes Gelingen meiner Aufgabe erforderlich ist, dass ich mich emotional professionell abgrenzen kann und das gelingt mir in aller Regel gut - wenn es jedoch um meine Schweinchen geht, ist es etwas ganz anderes für mich: Die Schweinchen sind unsere Familienmitglieder und meine eigene emotionale Beteiligung ist unmittelbar da.
Was mir dabei am meisten hilft ist, dass unsere Schweinchen tierärztlich bestmöglich angebunden sind und unsere Tierärztin menschlich außergewöhnlich mitfühlend ist. Sie gibt mir Rückendeckung, dass meine Schweinchen bei mir sehr gut versorgt sind und sagt gleichzeitig, dass Meerschweinchen im Laufe der Zeit leider zunehmend vulnerabel wurden. Früher waren Meerschweinchen robuster und hatten tatsächlich auch eine höhere Lebenserwartung. Das sind u.a. Konsequenzen der Entwicklung von Zucht und Vermehrung der jüngeren Vergangenheit.
Wer sich hier im Forum aufhält und auch länger dabei bleibt, dem unterstelle ich, dass er oder sie sich wirklich bemüht, der Verantwortung für ein Lebewesen gerecht zu werden. Wir informieren uns und tun das, was in unseren Möglichkeiten steht und trotzdem geht nicht immer alles glücklich aus - doch wir haben getan, was machbar war und damit dem jeweiligen Schweinchen das Bestmögliche gegeben, je nachdem, wie die Würfel für sein Leben nunmal gefallen sind inclusive möglicher genetischer Probleme, stiller Infektionen noch aus der Zeit, bevor das Schweinchen bei uns einzog und sonstiger Schicksale. Unsere Schweinchen haben es in der Regel trotz der genannten Dinge bei uns viel besser als sehr viele andere Schweinchen, die in irgendwelchen Käfigen sitzen, für Instagramvideos gebadet werden, Trockenfutter essen müssen oder beim Tierarztbesuch mitanhören, dass ihre Besitzer empört sind, dass die Rechnung teurer ist, als eine Neuanschaffung eines Schweinchens... Ich möchte damit sagen, dass es mich tröstet, dass wir versuchen, escunseren Tieren so gut gehen zu lassen, wie es eben geht. Wir müssen unser Leben vorwärts leben (und Entscheidungen treffen und entsprechende Ängste aushalten) und verstehen vieles leider erst in der Rückschau viel besser.
Und was die Versorgung eines kranken Tieres betrifft: Die Schweinchen scheinen es irgendwann zu verstehen, dass du ihnen geholfen hast mit den unangenehmen Maßnahmen. Meistens sind sie später sogar noch zutraulicher geworden.
Bitte fühl dich einmal virtuell gedrückt, wenn du magst 🫶🏼
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Ich verstehe dich auch total Sophie. Wenn du dir allerdings schon nach 5 Wochen solche Sorgen um die Gesundheit machst und die Ansprüche an dich stellst, die allerbeste Krankheitsbegleitung zu geben, kann ich dir sagen, es wird nicht besser mit jedem Jahr in der Meerschweinchenhaltung und es bedarf viel Selbsterkenntnis. Dass du so intensiv mitleidest, zeigt deine tiefe Empathie. Du wirst aber irgendwann feststellen, wenn das Mitleid dich lähmt oder fertigmacht, es weder dir noch deinem Meerschweinchen hilft.
Ich bin, was meine Meerschweinchen angeht, auch sehr sensibel aber mit jeder Krankheit habe ich an Erfahrung und Stärke gewonnen.
Vielleicht hilft dir diese Geschichte:
Letztes Jahr habe ich am 16. Dezember den 8. Monaten alten Bock Mr. Popcorn kastrieren lassen. Ich hatte ihn aus schlechter Haltung und hatte es zunächst in meiner Bockgruppe versucht, da hat er aber sehr aufgemischt und die älteren Böcke gejagd und gebissen. Ich hatte schon einige Kastrationen bei Tierärzten und war geübt in der Wundpflege und in der Haltung nach der Kastration. 8 Tage nach der Kastration - morgens am 24.12 wollte ich gerade füttern, sah ich einer der Hoden war komplett blau und so groß wie ein Hühnerei. Am Abend zuvor hatte ich noch desinfiziert und gecremt, da war alles in Ordnung. Ich war so geschockt, dass ich total am zittern war reflexmässig das arme Schwein einfing und in eine Transportbox setzte. Es war ja Heillig Abend und so telefonierte ich mich von Tierarzt zu Tierarzt bis ich eine Praxis fand, die sagte ich könne kommen.
Ich heulte während der Autofahrt und machte mir große Sorgen. Rückblickend kann ich dir sagen, dass hat dem Schweinchen gar nicht geholfen. Wenn ich dir dass reflektierte, kann ich dir zwei Fehler nennen:
1. Mein Auto war nicht vorgeheizt. Ich hatte keine Wärmflasche, Heizkissen etc. in die Transportbox getan (es war Minus 15 Grad)
2. Das Meerschweinchen hatte kein Frühstück bekommen (lebensgefährlich vor einer Vollnarkose)
Angekommen wurde ich bei einem kaum deutschsprachigen Tierarzt vorstellig. Er stellte hohes Fieber fest und meinte, dass Schweinchen bräuchte ein paar Tage Antibiotika. Ich sagte ihn, nein dass ist ein eitriger Abzess mit enormen Ausmaß, das Tier muss operiert werden. Er meinte, man müsse abwarten. Irgendwie habe ich ihn dann doch noch überreden können, das heute zu operieren und er hat ihn da behalten. Die ganze Rückfahrt war ich am weinen machte mir Vorwürfe, eine beginnede Infektionen übersehen zu haben. Ich hatte ein ganz schlechtes Gefühl bei diesem Tierarzt und zweifelte an seiner Kompetenz. Dann fiel mir zuhause ein, dass Tier hat einen leeren Magen. Ich rief wieder bei der Praxis an, es ging keiner ans Telefon... ich war noch verzweifelter und in grosser Sorge.
Das hat mich so fertig gemacht und ich war voller Schmerz, Überforderung, Hilflosigkeit und Erschöpfung... nur am weinen.
Dann kam mir in den Kopf, dass dies ja meinem Schweinchen keineswegs so hilft. Und darum merke auch du dir Sophie: du musst stark sein, wenn dein Meerschweinchen krank ist. Mitleid macht es nicht gesund. Du musst klar denken und handlungsfähig sein können.
Also setzte ich mich ins Auto - fuhr dieses mal ohne Weinen mit Futter zu der Praxis, um sicherzustellen, dass er ausreichend im Magen hat vor der OP.
Ich kam in die Praxis rein, da stand mein Meerschweinchen fast zwei Stunden später vorne im Eingangsbereich auf den Tresen in der Transportbox. Der Tierarzt hatte einen Notfall mit einem Hund. Auch hier blieb ich handlungsfähig, denn ich entschied sofort: hier kann und wird er nicht behandelt werden. Er wurde noch nicht mal unter eine Wärmelampe gelegt oder mit Heu, dass ich in der Transportbox vergessen hatte, versorgt. Ich fuhr in die nächstgrösste Stadt, und dort bekam er sofort eine Operation in einer Tierklinik. Natürlich hat er auf der Fahrt fleißig gefuttert und die Operation verlief problemlos. Frohe Weihnachten

Hätte ich mich nicht zusammengerissen, würde er heute nicht mit seinen Mädels im Aussengehege glücklich sein.
Und auch aktuell mit meinem geliebten Zahnschweinchen habe ich in den letzten Wochen gelernt, damit umzugehen... Von einem :"Ich halte es nicht aus, ihn leiden zu sehen" ist inzwischen ein: "Es ist schwer, aber ich gebe ihm jeden einzelnen Tag die bestmögliche Pflege und bin stark um für ihn da zu sein" geworden.
Mach auch du dir klar, dass du eine liebevolle Halterin bist und alles nach bestem Gewissen machst. Ich hoffe, auch dir gelingt irgendwann, mit jeder ausgestanden Krankheit, stabiler zu werden

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Ich danke euch allen so sehr für eure langen, einfühlsamen Antworten! Ich kann gerade nicht auf alles ausführlich Antworten, das mache ich im laufe des Tages nach und nach. Aber es hilft sehr, mein Herz auszuschütten und zu hören, dass man nicht alleine ist
Heute Vormittag über ist Lumi schon wieder etwas rumgewuselt und frisst ihre absolute Lieblingsspeise, Bambus aus dem Garten meiner Eltern. Nur das und Heu bisher, alles andere mag sie gerade nicht. Aber auf den Bambus stürzt sie sich, darüber bin ich zumindest froh. Ich schaue mal, wie der Nachmittag weiter geht... -
Silke Dir antworte ich mal als erstes wegen deiner Kommentare zur Behandlung.
Wegen der AB-Gabe: Wenn die Atemgeräusche nach 5 Tagen der Eingabe wieder schlechter werden, würde ich persönlich mit dem AB aufhören.
Hat sie denn Schleimlöser bekommen?
Wenn sie keine Böhnchen mehr gemacht hat, könnte das genau die von mir befürchtete Wirkung von dem Betonit sein in dem Pro Prae Bac oder wie das hieß. Das würde ich absetzen. Matschkot ist viel harmloser als Verstopfung, die sehr schlimm enden kann. Das ist auch kein Vorwurf an Dich. Ich schreibe das nur für die weitere Gabe.
Zu Schleimlöser: Das habe ich vor der aktuellen Medikamentengabe in Abstimmung mit der Dame aus der Notstation, aus der Lumi kommt, ausprobiert. Da hat sie 10 Tage lang Sinupret Kindersaft und Rodicare Pulmo bekommen. Hat leider am Ende keinen Unterschied gemacht. Sie hatte bisher auch noch nie Schleim, Verkrustungen oder so an der Nase.
Zur AB Gabe: Da bin ich hin und hergerissen. Der Verlauf war so: Lumi hatte das Geräusch plötzlich drei Tage am Stück ohne Pause. Dann Start mit dem AB. Noch am selben Tag ist das Geräusch das erste mal wieder komplett weggegangen, war dann zwei Tage weg. Kam dann einmal wieder, aber nur ganz kurz und ganz leicht. Wieder einen Tag weg. Wieder einen Tag ganz kurz und ganz leicht da. Und heute Vormittag halt wieder, eben ist es wieder weg. Also es ist natürlich eine Verbesserung zu den drei durchgehenden Tagen, andererseits ist es wieder der "normale" Modus, wie es davor war. Immer mal paar Tage Ruhe, dann tritt es mal wieder kurz auf. Irgendwie kann ich daher schlecht einschätzen, ob das AB das bringt oder nicht - und auf Meerschweinchenbande hatte ich gelesen, dass eine AB Gabe manchmal auch ne längere Zeit nötig ist, um die Symptome langfristig loszuwerden. Ich will mich nachher nicht ärgern, dass ich die AB Gabe nicht länger durchgezogen habe, falls es ihr doch geholfen hätte - aber ich will sie natürlich auch nicht unnötig lange damit quälen
Schwierig. Ist es deine Erfahrung, dass ein AB eher nicht langfristig anschlägt, wenn nicht in den ersten Tagen die Symptome komplett verschwinden?
Zum Betonit /Rodicare Bac Pro: Ja, deinen Kommentar dazu in meinem anderen Beitrag hatte ich gestern beim Tierarzt auch im Kopf. Ich habe die Ärztin auch darauf angesprochen - die meinte aber, nee ruhig weitergeben. Aber irgendwie sagt mein Bauchgefühl mir gerade auch, lieber weglassen. Und sie kriegt ja schon so viel, das Novalgin, das Simeticon, zum Teil Colosan.... irgendwie muss der kleine Darm das alles ja auch erstmal verkraften 😅
Und ich nehme das nicht als Vorwurf
Ich bin ja hier für eure Ratschläge. Aber ich finde es auch wirklich schwierig, ich habe mir extra eine Praxis mit einer Ärztin rausgesucht, die als Spezialisitin für Kaninchen und Meerschweinchen aufgeführt wird. Bisher hab ich mich da auch ganz gut aufgehoben gefühlt, aber jetzt frage ich mich doch, ob ich nicht nochmal ne zweite Meinung einhole. Das würde allerdings wieder Stress für Lumi bedeuten, der würde ich aktuell gerne alles an zusätzlichem Stress ersparen... -
sazzas Danke für deine lieben Worte! Ich glaube, dass das nie weggeht, ist auch gut. Das mitfühlen zeigt ja, wie sehr wir unsere Tiere lieben - auch wenn ich manchmal gerne wirklich nen Knopf drücken würde, um die Emotionen abzuschalten 😅
Btw. wegen dem Atemgeräusch, hat sie das immer? weil ich habe auch Meeris, die manchmal beim fressen ein Atemgeräusch haben, aber nur teilweise und meine TA meinte, Meeris haben oft eine gekrümmte Nasenwand. Aber ich nehme an, das habt ihr schon durch bezüglich abklären.
Also seit sie bei mir ist, hatte sie das immer mal für einen kurzen Moment, dann wieder paar Tage ruhe, dann kam es wieder mal, wieder Ruhe....bis sie es letzte Woche 3 Tage am Stück hatte, siehe mein Kommentar zu Silke. Es ist leider nicht an bestimmte Aktionen gekoppelt, es tritt auf wenn sie frisst, nicht frisst, liegt, rumläuft... ich hab mir über alles den Kopf zerbrochen, aber ich finde nichts, was ich als Auslöser und begünstigenden Faktor definieren könnte. Gekrümmte Nasenwand speziell wurde jetzt nicht gecheckt, wie findet man sowas raus? Sie wurde in zwei Ebenen geröngt, aber da lag der Fokus eher auf dem restlichen Körper als auf dem Kopf... Ich hab schonmal gehört, dass Schweinchen mit einem besonders runden Kopf manchmal vermehrt so Atemsachen haben. Aber Lumi hat einen eher länglichen Kopf...
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Piggies & Hippies Auch dir danke für deine Worte
Du hast total recht. Neulich habe ich mich bei meiner Mutter ausgeheult, dass Lumi bisher bei mir quasi nur gelitten hat und auch ein bisschen, wie viel Geld ich in diesen ersten paar Wochen schon beim Tierarzt gelassen habe 😅 Ich bin allerdings schon in der privilegierten Situation, dass Geld bei der ganzen Sache nicht das Problem ist. Trotzdem krass, wenn man sich das so vor Augen führt. Da meinte meine Mutter auch, naja - vllt hat Lumi diese Atemgeschichte ja wirklich schon lange, wir haben ja keine Ahnung, wie sie vor der Notstation gelebt hat. Und wer weiß, vllt wurde sie ja sogar abgegeben, weil jemand die Tierarztkosten nicht mehr bezahlen konnte oder wollte. Und dann tröstet es mich, wenn ich mir vor Augen halte - ja sie hat die Zeit bei mir jetzt schon einiges mitmachen müssen, aber immerhin ist sie jetzt bei jemandem, der den Tierarzt für sie bezahlen kann und will. Das ist ja auch was 
Bitte fühl dich einmal virtuell gedrückt, wenn du magst 🫶🏼
Den Drücker nehme ich sehr gerne

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WiesenKönigin Mann, da hast du ja auch echt was mitgemacht. Toll, dass du da dann doch so resolut handeln konntest. Das ist auch meine Hoffnung, dass ich mir mit der Zeit mehr Resilienz aufbaue... aber aktuell lässt das noch zu wünschen übrig 😅 Aber du hast total recht. Danke auch die für deine lieben Worte!
Mitleid macht es nicht gesund.
Da hast du sowas von recht. Wenn sie sich beim Medizin geben windet und ich vor lauter mit leiden am liebsten abbrechen würde, versuche ich mir das auch vor Augen zu halten. Lumi hilft die Behandlung, nicht meine Empathie. Aber manchmal ist das leichter gesagt als getan... aber ich versuche, da etwas mehr Stärke aufzubauen

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Was die Medizingaben anbelangt, hatte ich bisher nie ernstliche Probleme. Mein Ansatz ist es, alles was nicht gerne genommen wird zu verdünnen mit etwas schmackhaften. Das hat bisher immer gereicht, dass es kein Kampf war. Denn es ist ja ein Unterschied, ob ein Meerschweinchen sich dreht und windet oder man nur merkt, dass es nicht wirklich gut schmeckt.
Zum Verdünnen nehme ich bei Colosan Apfelsaft. Bei einem Antibiotikum Wasser oder auch Apfelsaft oder Wasser mit etwas Gerstengraspulver.
Oft schmecken die Medikamente einfach zu stark für Tiere, die nur von Grünzeug, Heu und etwas Gemüse leben. Außerdem kann man mit dem fruchtig-süßen Geschmack von Apfelsaft oder mit dem grasähnlichen von Gerstengraspulver unangenehmen Geschmack etwas überdecken.
Ich gebe dann tendenziell 1 Teil Medikamente mit 3-5 Teilen Wasser oder Saft, ggf. plus eine Prise Gerstengraspulver.
Gut ist auch, wenn Du hinterher aus einer anderen Spritze etwas gibst, was Lumi sehr gerne mag. Das könnte Wasser mit Gerstengraspulver oder mit Päppelbreipulver sein. Dann verbindet sie die Spritze mit etwas Positivem und behält keinen eckligen Geschmack im Mund.
Zu Päppelbrei haben wir einige Artikel: Meerschweinchen päppeln - Grundlegendes Brei ist nie wirklich gesund, aber er kann sehr wichtig sein in Krankheitsphasen. Deshalb wäre es gut wenn Du und die Meerschweinchen in guten Zeiten einen Brei finden würden, den sie mögen und Ihr das Futtern aus der Spritze mal üben würdet. Dabei musst Du ja nicht viele Spritzen geben, sondern vielleicht 1-3 mal 1ml.
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Lumi dreht und windet sich leider. Habe schon alles versucht, verdünnen mit leckeren Sachen, mit leckerlies belohnen... Sie hasst es einfach. Kann ich ja auch verstehen. Päppelbrei mag sie, den schleckt sie mir gerne mal vom Finger oder Löffel. Den hab ich bisher noch nicht als was leckeres nach dem Medikament hinterhergeschossen, weil ich Angst habe, dass sie den Brei dann mit etwas unangenehmen verbindet und den auch nicht mehr mag...
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Gestern hat Lumi noch das Antibiotikum bekommen, ich bin geneigt, es heute abzusetzen. Heute wäre Tag 7. Aber ich find die Situation schwierig. Lumi frisst hin und wieder etwas, aber noch zu wenig. Ich hab auch irgendwie das Gefühl, sie steht total neben sich. Sie liegt viel rum, zwischendurch kriegt sie mal nen Energieschub und kommt raus und nutzt den, um gegenüber Scampi, der jüngsten, ein seltsam aggressives Verhalten zu zeigen. Die beiden waren jetzt vorher auch nicht die besten Freundinnen, Lumi erzieht sie halt viel und toleriert sie nebenher 😅 Aber jetzt kommt Lumi an, laut brummelnd mit richtig aufgestelltem Fell und stakst ihr hinterher oder jagt sie richtig fies weg. Feivel wird auch manchmal angefaucht, aber der weist sie dann auch in ihre Schranken. (Überhaupt macht Feivel seinen Job gerade toll. Ich dachte ja bisher, er ist ein kleiner Softie. Aber immer wenn er gerade mitkriegt, dass Lumi bei Scampi Stress macht, kommt er angebrommselt und stellt sich zwischen die beiden oder versucht, Lumi wegzulenken. Richtig toller Kerl.)
Lumi kratzt und putzt sich auch unglaublich viel. Vor zwei Wochen haben die drei eine Milbenbehandlung gekriegt, ich fürchte, bei Lumi ist es durch das geschwächte Immunsystem jetzt wieder voll ausgebrochen. Die zweite Dosis von dem Milbenmittel soll ich aber eigentlich erst in weiteren zwei Wochen geben.
Vermutlich ist sie deswegen so wütend und auf Streit aus, wenn sie sich nicht gerade verkriecht. Wahrscheinlich hat sie Juckreiz, vielleicht auch Bauchschmerzen... aber sie bekommt schon 2-3 mal täglich 0,1ml Novalgin.
Ich bin mal wieder relativ überfragt 😅 Aber das jetzt auch noch so ne Disharmonie in die Gruppe kommt, machts mir nicht einfacher -
Wiegst Du Lumi zur Zeit täglich und wenn ja, wie hat sich das Gewicht entwickelt?
Natürlich wiegen wir alle nicht täglich - außer wenn ein Meerschweinchen krank ist. Dann kann es je nach Situation hilfreich sein. Wieviel ein Meerschweinchen isst, kann man oft leider schlecht durch Beobachten beurteilen. Viel besser sieht man es anhand der Gewichtsentwicklung.
Welches Mittel gegen Milben haben die drei denn bekommen?
Was bekommt Lumi aktuell pro Tag?
Wie hat es sich mit den Atemgeräuschen weiterentwickelt?
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Irgendwie wird es jetzt hier zu einem "Wie gehts Lumi" und nicht "Wie gehts mir" Thread, aber da ich hier ihre ganze Geschichte aufgeschrieben habe, würde ich hier auch gerne weiter dazu schreiben, vielleicht hat noch jemand Ideen oder Gedanken. Ich hoffe, da sist ok.
Also zumindest Lumis Köttel sehen wieder recht ordentlich aus, das weglassen des Rodicare Bac Pro war wohl wirklich ne gute Idee (Danke Silke!).
Eigentlich hätte ich gerne die 7 Tage AB durchgezogen, heute wäre der 7. Tag. Und vielleicht könnte man sie in ihrem Zustand noch nen Tag durchbringen. Aber wohl ist mir nicht dabei, sie frisst einfach zu wenig und ist sichtlich sehr gestresst.... -
30g hat sie seit vorgestern ca. abgenommen, ich kann nicht einschätzen ob das viel oder ok ist...
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Wenn es nur noch 1 Tag gegeben werden muss und die Böhnchen in Beschaffenheit und Menge gut sind, könntest Du es m.E. noch heute geben.
Das ist immer ein abwägen. Letztlich musst Du das machen. Ich schreibe nur, was ich dann tun würde bei meinem Tier.
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Wenn es nur noch 1 Tag gegeben werden muss und die Böhnchen in Beschaffenheit und Menge gut sind, könntest Du es m.E. noch heute geben.
Das ist immer ein abwägen. Letztlich musst Du das machen. Ich schreibe nur, was ich dann tun würde bei meinem Tier.
habe ihr vor 15 minuten das AB gegeben
Hab mich doch durchgerungen, weil ihre Köttel heute echt super sind. Sie frisst nach wie vor wenig, aber rimmerhin halbwegs regelmäßig kleine Mengen. Vorrangig Heu und ihren geliebten Bambus. Dann haben wir die 7 Tage jetzt immerhin durch.
Die Tierärztin meinte zwar, wenn sie sich wieder richtig berappelt wären am allerbesten eigentlich sogar 10-14 tage AB Gabe. Aber die 7 Tage waren erstmal das eigentliche Ziel. Und wenn ich morgen keine deutliche Besserung in ihrem Appetit sehe, ziehe ich das Spiel hier nicht länger weiter, dann belasse ich es bei 7 Tagen.
Silke deine Einschätzung, was du machen würdest, hilft mir sehr. Ich bin ganz alleine für die Schweinis verantwortlich und muss die Entscheidung alleine treffen, daher bin ich sehr froh um jede Meinung, die ich von außen kriegen kann
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