Palliativmedizin für die letzten Tag

  • Danke euch fürs Daumen drücken. Gestern abend konnte ich ihn abholen. Die Zähne sind korrigiert aber so ganz fressen mag er noch nicht. Ich päppel aktuell noch aber ich denke, dass legt sich in ein paar Tagen.

  • Von uns ein kleines Update

    Bopper scheint nun nach dem vierten Tag der Zahnkorrektur deutlich schmerzfreier und er nimmt auch in Streifen geschnittenes Futter wie Apfel, Fenchel, Paprika etc. an und kann dies fressen. Jegliche Art von Wiese und selbst seine früheren Lieblingskräuter nimmt er nicht an. Er kann es nicht fressen. Nun frage ich mich WARUM nicht. Denn ich habe Angst, dass die Brücken wieder wachsen weil die Zähne pro Woche ca. 1 - 1,5 mm wachsen. Heu sehe ich ihn auch nicht mehr fressen. Auf in Streifen geschnitten Salat hingegen stürzt er sich regelrecht. Er hat inzwischen 1/3 seines Gewichts verloren, was wirklich ein Alarmzeichen ist. Dadurch dass ich bisher Wiese ad Libitum gefüttert habe, die Zahnprobleme trotz Tierarztbesuche so spät entdeckt wurden und er mich mit seinem Fake-Fressen so getäuscht hat, kam es leider erst so weit. Das was er jetzt frisst Gemüse, Salate bekommen die Meerschweinchen nur im Winter Jetzt frage ich mich... ist er ein Picky Eater und ist deswegen fast verhungert die letzten Monate, was dann auch mangels fehlender Zahnabnutzung für den Zahnzustand verantwortlich war oder KANN ER einfach keine Wiese essen von den Zähnen. Jetzt sind sie ja gerade auf Normalniveau. Er nimmt auch kein Bambus also grasähnliches von der Struktur an. Sind die Halme vielleicht so dünn dass er denkt er könne es nicht mehr? Mein Mann meinte auch, vielleicht hat er es verlernt? Er kaut aber mit den Backenzähnen wenn ich ihm zusätzlich noch Päppelbrei gebe, was er ziemlich nötig hat um das Gewicht wieder hoch zu bekommen. Diesen habe ich so flüssig und strukturarm angerührt, dass er ihn ohne kauen schlucken könnte.

  • Oder selektiert er vielleicht aus Überlebenswille? Denn ich hatte von Silke eben gerade hier etwas um Forum gelesen:

    • Irgendwann nach dem Frühjahr lässt die Begeisterung für sehr viel Wiese nach - selbst wenn diese nach menschlichen Begriffen frisch und schön wirkt.

    Und auch würde passen was Silke im selben Post schrieb, dass Meerschweinchen mit Verdauungsproblemen eine Abneigung gegen Gras entwickeln.

    Tatsächlich stürzen sich alle meine Gruppen aktuell nicht mehr so auf die Gräser wie im Frühjahr und es bleibt viel liegen. Vielleicht will Bopper das Gras nicht, weil er merkt, dass es ihm nicht gut tut?

  • Gras hat bei den entsprechend angeschlagenen Tieren bei uns zu Matschkot u.ä. geführt.

    Dass ein gesundes Meerschweinchen Futter, dass es bisher mochte und die anderen es immer noch nehmen, so sehr ablehnt, dass es massiv abnimmt, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Ich vermute eher, dass er leider wegen der Kauprobleme mit den Gras nicht mehr bzw. noch nicht wieder zurechtkommt.

    Dazu würde auch passen, dass er kein Heu frisst. Denn selbst wenn das Gras jetzt nicht mehr so attraktiv für manche sein sollte, hätte das ja keinen Einfluss auf das Heu.

    Scotty (ca. 08/19), Landolf (ca. 02/20), Simba (06/23), Fuchsi (08/24), Fridolin (08/24) - im Herzen geblieben: Dachsi (04/18-09/24), Wuschel (04/18-11/23), Miro (ca. 02/20-10/24), Josia (08/20-08/26) - weitere Infos

  • Heute, 1 Woche später nach der Zahnkorrektur klappt es mittlerweile richtig gut mit dem Fressen. Er kann wieder alles an Wiese und Kräutern fressen und langt auch ordentlich zu. Ich habe es so gemacht, dass ich erst Wiese gebe und später dann nochmal Knollengemüse aus der Hand mehrmals über den Tag verteilt. Er hat auch 50 g zugenommen.

  • Ich frage mich, warum wollte ihn eine auf Zähne spezialisierte Kleintierärztin, die bei Meerschweinchenwiese gelistet ist, aufgrund seiner Zähne einschläfern wenn er doch wirklich noch nicht bereit war zu gehen. Er ist so aktiv wie noch nie zuvor und lebensfroh. In drei Wochen ist Kontrolltermin wegen den Zähnen.

  • Er sieht wieder deutlich besser aus! Wie gut, dass er sein Leben wieder genießen kann zur Zeit!

    Gibst Du das Knollengemüse in dünnen Streifen? Ansonsten wäre es gerade für seinem geschädigten Kauapparat vermutlich gefährlich. Viele Halter hier geben Knollengemüse nur noch in dünnen Streifen. Es soll ansonsten beim Kauen mehr Druck auf die "Zahnwurzeln" ausüben.

    Um Deine Frage zu beantworten, nicht um Dir die Freude zu nehmen: Vielleicht war die andere Tierärztin der Meinung, dass es nicht mehr so gut werden würde, dass er ausreichend lange Abstände zwischen dem Abschleifen haben wird. Wenn er zum Beispiel 5 Tage nach dem Abschleifen brauchen würde, bis er wieder weitgehend oder ganz ohne Schmerzen normal fressen kann, dann 2-3 Wochen hätte, in denen es gut geht und dann wieder von erneuten Schmerzen bis zum Abschleifen 7 Tage hätte, wäre das m.E. keine Dauerlösung. Das wäre dann rund ein Drittel seines Lebens Quälerei.

    Außerdem besteht durch das unzureichende Kauen und die teilweise Breinahrung immer eine Gefahr von Aufgasung, Durchfall u.ä. Da muss man vorbeugend versuchen, den Darm zu unterstützen.

    Vielleicht werden die Abstände bei Euch auch länger. Wenn er alle 3 Monate in Narkose müsste und die schmerzhaften Zeiten vor und nach dem Abschleifen reduziert wären, wäre es eine völlig andere Perspektive.

    Ich hatte es bei dem gleichen Meerschweinchen erlebt, dass er nach dem Abschleifen gar nicht mehr angefangen hat zu fressen und bei einer anderen Gelegenheit noch beim Tierarzt während der Nachbesprechung Kräuter gefuttert hat. Bei ihm wurde es bei der ersten Rachenentzündung nach rund 6 Monate mit häufigen Abschleifen und viel Elend besser. Bei der zweiten Rachenentzündung wurde es nach einigen Monaten nur noch schlimmer. Als dann noch eine Entzündung im Kiefer dazukam habe ich ihn einschläfern lassen. Aber das hätte ich früher machen sollen - im Nachhinein betrachtet.

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  • Ich gebe seit vielen Jahren Gemüse nur in Streifenform, eben um, wie von Dir Silke beschrieben, den natürlichsten Zahnabrieb zu gewährleisten, weil die ursprünglichen Meerschweinchen sicherlich niemals eine ganze Karotte oder eine Zucchini fressen würden. Ich versuche immer so natürlich wie möglich zu füttern, was mir auch immer von März bis Oktober gelingt ja und ich habe so ein Gerät mit einer Handkurbel ( sorry weiss gerade nicht wie es heisst) damit kann ich lange und dünne, spiralförmige Gemüsestreifen machen.

    Du hast völlig recht, dauerhaft in Narkose mit Folgeschmerzen die Zähne zu korrigieren ist sicher kein Leben. Und man hat ja wirklich gemerkt, dass er danach einige Tage brauchte, um auf die Beine zu kommen. Jetzt gerade ist alles gut und wie es weiter geht, wird uns die Zeit wissen lassen. Ich berichte weiter.

  • Mittlerweile denke ich darüber nach, ob er nicht eine andere Grunderkranung hat, die unentdeckt blieb. Wie z.B. eine Lebererkrankung, wozu die Futterverweigerung und die Abmagerung passen würde. Dies hat dann wiederum die Zahnprobleme verursacht. Leider ist er jetzt unter 900 g und das bei einem Gewicht von 1400 g und sichtbaren Übergewicht als ich ihn letzten Sommer aufnahm.

    Ein Blutbild wurde leider nie gemacht. Sollte ich lieber mal bei meiner TA darauf bestehen? Hatte ich mich einen Tag darüber gefreut, dass er 30 g zugenommen hatte, hatte er dann leider in drei Tagen 170 g abgenommen. Obwohl er frisst und dies auch in guten Mengen.

  • Ich würde es unbedingt mit einer Blutuntersuchung versuchen. Ein Blutbild ist genau genommen nicht das, was Du brauchst. Du müsstest mindestens die Werte für Leber, Niere, Schilddrüse, Blutzucker und Entzündungsparameter bestimmen lassen.

    Abnahme bei viel Fressen könnte u.a. auf ein Schilddrüsenproblem hinweisen.

    Hast Du ihm schon gemahlene Mariendiestelsamen gegeben? Die sind anerkanntermaßen sehr gut für die Leber. Zum direkten fressen sind sie zu hart und schmecken auch nicht allen. Aber man kann sie gemahlen in Brei mischen. Sollte er kein Problem mit der Leber haben, schadet es nichts zu trotzdem zu geben.

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  • Hier genießt gerade jemand unter meinem Couchtisch sein Abendsnack mit seiner Freundin Coco.

    Er frisst sehr gut. Scheinbar hat die Zahnkorrektur ihm noch mal geholfen. Zudem ist er unheimlich aktiv. Er hat jetzt einfach mal 24/7 Ausgang und ist gar nicht mehr im Gehege sondern nutzt den Auslauf. Dies, weil ihm nicht mehr viel Zeit bleiben wird. Leider hat er eine Verdickung am Hals, verschiebbar und walnussgross. Die Lymphknoten sind es nicht. Ich denke, es ist ein Zahnwurzelabzess. Am Montag habe ich einen Tierarztbesuch, der klären soll, wie es weiter gehen soll.

    An der selben Stelle hatte er bereits vor 10 Monaten einen Abzess in der selben Größe wie jetzt. Ich, sowie auch die TA gingen davon aus, es war durch eine Bisswunde... er hatte ja zahlreiche eitrige Bisswunden durch die Käfighaltung mit seinem zerstrittenen Bruder. Der Abzess wurde lolkal vereist, gespalten und einige Wochen gespült. Eigentlich war er weg. Hätte ich damals mal auf ein Dentalröntgen bestanden... wahrscheinlich hängt das alles mit den entzündeten Zahnwurzeln zusammen und schleichend dann die Brücken, die ihn fast verhungern ließen. Ich werde leider eine Entscheidung treffen müssen, die ihm weiteres Leid erspart ;( ;( ;(

  • kurze Frage, ist es normal, dass ein Meerschweinchen nach der Blutentnahme mit seinem Hinterbein nicht mehr auftreten kann, und dies hinter sich herzieht? Wann kann ich den Verband abmachen, falls es damit zusammenhängt?

  • Hier konnte der Verband immer zu Hause (ca. 20 min Fahrt und meist nochmal paar Minuten in Praxis zuvor) ab. Aufgetreten sind sie immer von Anfang an. Eine Lähmung oder ein Nichtauftreten wäre für mich nicht normal.

    Liebe Grüße von den 5 Quietschnasen:

    <3 Domino, Lumi, Nessaja, Toka und Karla <3

  • Das fehlt jetzt zu dem ganzen Übel auch noch... habe mir sofort gedacht, dass es keine normale Begleiterscheinung ist. Und es war wirklich nicht schön anzusehen, wie ihm Blut abgenommen wurde. Die Hauptvene hat sie leider nicht anstechen können, aber eine Nebenvene wie sie meinte. Auch hat sie zugegeben, dass sie so häufig bei Meerschweinchen nicht Blut abnimmt und der Helferin musste sie ausdrücklich mehrmals die Fixierung zeigen. Und er hat gezappelt und gequitscht. Ich hoffe, dabei wurde nicht ein Knochen oder eine Sehne getroffen. Aufjedenfall gebe ich ihm jetzt hochdosiert B Vitamine zur Unterstützung der Nervenregeneration und bete einfach nur, dass er schnell wieder sein Bein heile hat.

  • Blutabnahmen bei Meerschweinchen sind leider öfters schwierig und mitunter gar nicht möglich. Dabei gibt es noch dazu einen Unterschied zwischen den Tierärzten. Leider gibt es aber Dinge, die sich nur mit einer Blutuntersuchung klären lassen.

    Wie lange war denn der Verband dran?

    Und saß er eng?

    Vitamin B ist sicherlich gut, aber natürlich muss es in der Dosierung passen. Zudem schmeckt es arg bitter. Ich hoffe, er nimmt es.

    Scotty (ca. 08/19), Landolf (ca. 02/20), Simba (06/23), Fuchsi (08/24), Fridolin (08/24) - im Herzen geblieben: Dachsi (04/18-09/24), Wuschel (04/18-11/23), Miro (ca. 02/20-10/24), Josia (08/20-08/26) - weitere Infos

  • Ich hatte das jetzt schon 1-2 Mal, dass der Verband zu lange drauf war. Das Bein ist dann angeschwollen und hat dem Tier wehgetan. Das ist wohl unangenehm, aber nicht schlimm. Ich habe dem Tier Schmerzmittel verabreicht und am nächsten Tag war es wieder in Ordnung.

    Tat mir natürlich trotzdem sehr leid, weil sie doch sehr jämmerlich geschaut haben ;( Aber wenn der Verband länger drauf war, würde ich erstmal die Füße stillhalten.

    Für die Zukunft: bei erfahrenen Tierärzten ist das mit dem Blut abnehmen echt kein Drama. Wenn du da eine Adresse hast, würde ich immer zu Experten fahren. Da motzen sie kurz und dann sind die Schweinchen in der Regel ganz ruhig und tolerieren das.

    Haremsgruppe und gemischte Gruppe <3

    "untere Gruppe" bestehend aus Luna und Zorro

    "obere Gruppe" bestehend aus Eddie, Billy, Helga, Maddie, Lila, Nayla, Ozeana, Bonnie, Elfriede, Malu, Jackie, Tilda und Ilse

    Mehr Infos zu uns hier :)

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