Ich bin leider ein bisschen spät dran mit Mitlesen.
Da ist ja wirklich einiges los bei euch....
Finds toll wie du die Situation meisterst, das is ja wirklich kein Kinderspiel und die meisten hätten vermutlich längst aufgegeben.
Ich drücke weiter die Daumen dass es bald ruhiger wird und harmonisch
Weggefährten
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Es ist längst Zeit, hier mal wieder zu berichten.
Wir haben es noch zu keiner finalen Lösung mit den beiden Kleinen geschafft. Aber da das voraussichtlich auch noch mindestens 1-2 Monate dauern wird, will ich zumindest wieder von anderen Aspekten unserer Jungs berichten. Über die vielen kleinen Schritte auf dem Weg zu hoffentlich einer Gruppe, will ich nicht laufend berichten. Wenn wir ein Ergebnis erreicht haben, soll hier im Thema eine große Zusammenfassung kommen.
Die Kastration scheinen die Kleinen gut überstanden zu haben. Nach den zweiten aber wenigen Blutstropfen von Fuchsi hatte ich keinen neuen mehr gesehen. Da sie auf Stoff sitzen, wäre es aufgefallen.
Nachdem in den ersten 1-2 Wochen nach der Kastration das auffallende, hormongesteuerte Verhalten bei beiden schlagartig weg gewesen war, ist es mittlerweile wieder zu sehen. Aber es ist nicht mehr so stark ausgeprägt.
Simba ist für seine knapp 18 Monate immer noch sehr ruhig. Er hat sich gut eingelebt, aber das wird sicherlich auch noch weitergehen. Er hatte in der Zeit vor uns wenig Platz und kaum Anregungen und Abwechslungen.
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Simba ist für seine knapp 18 Monate immer noch sehr ruhig. Er hat sich gut eingelebt, aber das wird sicherlich auch noch weitergehen. Er hatte in der Zeit vor uns wenig Platz und kaum Anregungen und Abwechslungen.
Könnte das nicht auch einfach sein Charakter sein? Persönlich würde ich mir aber auch Gedanken machen, wenn ein Schweinchen ausgesprochen ruhig ist.
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Laut der Züchterin sind US-Teddys sehr entspannt, aber sie hatte nur 2, weil sie bisher nur Rosetten gezüchtet hat. Daher weiß ich nicht, ob sie das selbst beurteilen kann oder nur gehört hat.
Simba kann durchaus rennen, aber er tut es nicht aus Übermut, wie ich es von jungen Schweinchen kenne. Er wirkt aber nicht krank und vielleicht muss er sich noch weiter eingewöhnen. In einer Bockgruppe - und teilweise anscheinend auch in Haremsgruppen - kann es ja Monate dauern, bis die Verhältnisse geklärt und stabil sind. Bis dahin sind manche Tiere sehr nervös oder gar aggressiv oder versuchen je nach Situation nicht unnötig aufzufallen - wie zum Glück anscheinend Simba.
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Deine Geschichte im anderen Beitrag liest sich total schön und lustig, ich freue mich wenn du die Zeit findest, das fortzuführen 😊
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Ich wollte ja gerne eine Zusammenfassung der Ereignisse geben, wenn wir es hier zu einer Gruppe geschafft haben. Aber das wird bestenfalls noch 1-2 Monate dauern. Daher will ich mal einen Zwischenstand beschreiben.
Größere Ereignisse
In zeitlicher Reihenfolge:
Fridolin war im Bad letztlich so sehr von Fuchsi gejagt und mitunter gehackt worden, dass ich Fridolin zu den drei Großen setzte. Das entwickelte sich innerhalb von 3 Tagen gut. Dann machte ich den Fehler, zu schnell Simba dazuzusetzen.
Simba verhielt sich sehr gut den Großen gegenüber. Er war zurückhaltend, provozierte nie und es gab keine Aggressionen von einem der vier Schweinchen. Unsere drei waren sehr entspannt. Später trieb Josia, unser Leittier, ihn vor sich her, was aus meiner Sicht eine sehr friedliche Form der Unterwerfung ist. Am Ende leckte er ihm das Öhrchen.
Fridolin beanspruchte allerdings leider Simba für sich. Der kleine Kerl trieb Simba vor sich her. Es kippte dann als Josia im o.g. Sinne Simba dominierte. Fridolin wurde aggressiv gegen Josia, sprang ihn an und bei einer der Gelegenheiten biss er ihn heftig in das ohnehin verletzte Mäulchen. Wiederum waren es also nicht unsere körperlich überlegenen Großen, sondern einer der Kleinen, der zubiss.
Ich setzte dann notgedrungen Fridolin zurück zu Fuchsi in das Bad. Da wurde er dann anhaltend gejagt, bis ich beide durch ein Gitter (Nachtrag: mit Pappe als Sichtschutz) trennte. Das war natürlich das letzte, was ich wollte: zwei ca. 4 Monate alte Jungtiere jeder alleine. Nach drei Tagen versuchte ich es noch mal mit beiden. Nach ca. 2 Stunden biss Fridolin Fuchsi richtig heftig neben dem Mäulchen. Er selbst hatte nur einen winzigen Punkt an seinem Mäulchen. Fuchsi war stundenlang panisch. Damit musste ich den Versuch leider auch aufgeben.
Simba wollte ich nicht mehr aus der großen Gruppe reißen, da es dort so gut lief und ich nicht das auch noch verlieren wollte. Außerdem hätte er ja nur bei einem der beiden Kleinen sein können.
So bekamen die beiden Kleinen nach einigen Tagen täglich Besuch von einem der Großen. Am besten lief es mit Scotty und Simba. Mit Josia wagte ich es nicht und mit Landolf war es durchwachsen, aber es gab keine Bisse.
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Da sich abzeichnete, dass es noch länger dauern würde, zogen die beiden Kleinen in je ein rund 2qm großes Abteil in unser gemeinsames Zimmer. Dort fühlten sie sich wohler und ich brauchte nicht mehr Zeit bei ihnen getrennt von den anderen zu verbringen.
Seither haben sie täglich rund 6-8 Stunden Gesellschaft von einem der Großen. Den Großen und ihrem Verhältnis untereinander scheint das nichts auszumachen. Scotty ist der Freund von Fridolin und Simba der von Fuchsi. Da Fuchsi mittlerweile friedlicher wirkt als Fridolin, ist mein Ziel, ihn mit allen 4 Großen vertraut zu machen und dann zu den anderen in den großen Bereich zu setzen. Fridolin bekommt daher hauptsächlich von Scotty Besuch, damit wir uns auf Fuchsi konzentrieren können.
Bei Fuchsi läuft es bisher mit Simba und Scotty gut. Landolf drohte Fuchsi sehr viel, wenn der im zu nahe kam. Er scheint immer noch durch die extreme Aufdringlichkeit am Anfang genervt zu sein. Leider ordnet sich dann Fuchsi nicht einfach unter. Bei einer der Gelegenheiten gab es einen Kampf zwischen den beiden. Wie immer bisher hat der Große nicht gebissen. Landolf hatte 2 Bisswunden am Mäulchen, die zwar etwas bluteten aber nicht so schlimm waren.
Seither habe ich Landolf nur mit Simba zusammen zu Fuchsi gesetzt. Das lief - teilweise mit viel Eingreifen von meiner Seite - bisher deutlich besser. Fuchsi beobachtet sehr genau, wie Landolf und Simba miteinander umgehen. Simba mag Landolf sehr und ist mitunter noch zu aufdringlich dabei. Aber Fuchsi sieht dann, dass Landolf ihn zwar mit einer Kopfnuss oder einem Drohen abwehrt, ihm aber nichts tun - und Simba das akzeptiert. Das ist vermutlich sehr wichtig für Fuchsi. Denn Fuchsi scheint Landolf durchaus zu mögen, aber eben nicht zu akzeptieren oder es falsch aufzufassen, wenn der sagt "komm mir nicht so nahe".
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Der aktuelle Plan
Wenn alles gut geht, sieht der so aus:
Mit Landolf, Simba und Fuchsi will ich noch 2-3 Tage weitermachen mit der Gewöhnung für jeweils ein paar Stunden. Daneben bekommt Fuchsi auch von Simba alleine und von Scotty weiterhin Besuch. Dann käme der nächste Schritt: Fuchsi und Josia. Vermutlich werde ich dann auf neutralem Gebiet die beiden mit Simba dabei zusammenführen.
Sollte das über einige Tage, dann auch in Fuchsis Gehege gut gehen, würde ich es mit Fuchsi bei den vier Großen probieren. Im Idealfalle wird das einige Wochen brauchen, bis alles stabil und eingespielt ist. Erst dann wäre der nächste Schritt mit Fridolin möglich.
Fridolin soll für diese Übergangszeit außer in den ersten kritischen Tagen rund um die Uhr einen der Großen bei sich haben. Dann muss man weiterplanen, wenn wir bis hierhin überhaupt kommen.
Einzelne Aspekte
Josia macht sich mittlerweile sehr gut als Leittier. Da hatte ich ihn unterschätzt. Er greift sogar schlichtend ein, wenn es mal zu wild wird zwischen zwei anderen.
Simba tut den drei Alteingesessenen sehr gut. Sie sind wieder lebendiger und harmonischer und näher bei einander als je zuvor.
Die Vergesellschaftung mit Simba ist nach der mit Josia vor 3 Jahren die zweite, die völlig unproblematisch verlief. Natürlich mache ich in solchen Fällen auch nicht diesen Aufwand, wie ich ihn in Bezug auf Fuchsi und Fridolin beschrieben hatte. Mein Eingreifen und Helfen war da kaum nötig.
Natürlich habe ich immer wieder überlegt, ob ich aufgeben sollte mit den Kleinen. Aber was wäre die Alternative? Zwei der Großen dauerhaft von den anderen zu trennen und 2 Gruppen auf nur je 2qm zu halten, fände ich für keinen fair. Ein junges Böckchen, das bereit ist richtig zuzubeißen, könnte ich nicht mit gutem Gewissen abgeben. Damit würde ich das Problem ja nur verlagern. Denn wie gesagt, die Kleinen mögen die Großen. Sie reagieren nur nicht richtig, wenn sie zurechtgewiesen werden. Das könnte in jeder anderen Gruppe, egal ob mit Böckchen oder Weibchen, wieder passieren.
Und jetzt kommen gleich noch einige Fotos mit meinem leider enttäuschenden Samsung Smartphone.
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Es tut mir sehr leid zu lesen dass deine Gruppe noch immer nicht so wirklich zusammen gefunden hat, auch wenn es aktuell zumindest für Fuchsi ganz gut aussieht. Das ständige hin und her hört sich nach jeder Menge Arbeit für dich an. Haben die beiden Kleinen Gitterkontakt zu den anderen, oder hast du das bewusst vermieden?
Interessant, dass sich Fuchsi und Fridolin mit ihrem Besuch nicht zu streiten scheinen und offenbar (?) auch keine territorialen Ansprüche erheben. Hoffentlich kommen die beiden irgendwann an den Punkt, an dem sie einfach ruhiger werden. Das kann ja durchaus sein, dass sie einfach etwas Zeit brauchen um zu verstehen dass ihnen keiner etwas Böses will und es keine Schande ist sich unterzuordnen
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Es wäre ja wirklich schön wenn sie eine große Gruppe würden. Aber mal so gefragt, hast du einen Plan B, bzw. ein Szenario bei dem du abbrechen würdest? Wie lange würdest du den Zustand so weiter führen wollen? Und hast du das Gefühl die beiden Kleinen finden es schade wenn ihr Besuch wieder verschwindet? Suchen sie dann den Kontakt zu den anderen? Flips hat z.B. sehr viel am Gitter gelegen und ist sogar auf Häuser gesprungen um die anderen Schweinchen sehen zu können. Man merkte, dass er ungern allein war. Aber ich verstehe natürlich dass es aktuell anders nicht geht! Bitte versteh das nicht als Vorwurf, mich interessiert nur die Reaktion der Schweinchen
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edit: Es fehlt mir noch ein Foto von Fridolin
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Antworten
Die Kleinen freuen sich, wenn ihre Freunde zu ihnen kommen und möchten sie sicherlich nicht gerne wieder "abgeben". Ich gehe aber davon aus, dass sie sich an die Zeiten gewöhnt haben und ihnen das Sicherheit gibt, dass sie wiederkommen. Morgens nach dem Frühstück gehen Simba und Scotty zur Arbeit - als Kindermädchen.
Doch, man merkt schon, dass sie ihr Gebiet je nach Situation verteidigen. Deshalb hatte ich sie im Bad dann täglich umgesetzt. Hier im Zimmer hatte ich das auch anfangs gemacht, aber da ich jetzt erst einmal Fuchsi den zeitlichen Vorrang gebe, ist er dauerhaft in dem besser einsehbaren Gehege. Das macht es beim Beobachten und Eingreifen leichter. Später soll dann Fridolin dort einziehen, bis er soweit ist.
Das kann ja durchaus sein, dass sie einfach etwas Zeit brauchen um zu verstehen dass ihnen keiner etwas Böses will und es keine Schande ist sich unterzuordnen
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Das trifft es genau! Kannst Du das mal in Meerschweinisch übersetzen und den beiden einen Brief damit schreiben?
Die Gitter sind mit Pappe als Sichtschutz versehen. Andernfalls würden sie daran nagen - vielleicht sogar auf beiden Seiten. Das wäre noch schlimmer als sich nur zu hören und zu riechen.
Einen vollständigen Plan B habe ich bisher nicht. Eine Idee wäre, wenn es mit Fuchsi funktionieren würde, aber mit Fridolin nicht, dem dann einen neuen Gefährten zu holen. Der hätte dann nicht das Anrecht auf die große Gruppe und viel Platz. Das Abteil könnte ich auf 3qm erweitern und die beiden müssten dann zumindest bis Fridolin erwachsen ist, zu zweit bleiben.
Die Grenze ist für mich, wenn mehrfach ernstlich gebissen wird oder ein Tier verstört oder unglücklich wirkt. Was ich oben beschrieben habe, nehme ich nicht leicht. Es tut mir sehr leid für alle Beteiligten. Ich versuche, ihnen so gut ich es kann zu helfen. Und wie gesagt, wenn ich eine gute Möglichkeit hätte, würde ich sie abgeben, wenn auch schweren Herzens.
Mit dem Foto von Fridolin hast Du recht. Ich habe hier eines aus dem letzten Monat, wo er nur im Hintergrund zu sehen ist, dafür aber mit seinem Freund Scotty. Durch die Perspektive wirkt er kleiner als er seinerzeit war.
Fridolin und Scotty - 24.12.24
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Vor ein paar Tagen lagen unsere Großen so entspannt und nahe bei einander unter der UV-B-Lampe, dass ich das fotografieren wollte. Obwohl es nur das Handy war, löst das bei Scotty und in Folge Landolf Erschrecken aus. Das sah dann so aus:
Scotty, Landolf, Simba, Josia - 25.01.25
Sie beruhigten sich zum Glück schnell wieder und lagen nach 5 Minuten wieder ähnlich wie vorher, nur nicht mehr ganz so entspannt:
Scotty, Landolf, Simba, Josia - 25.01.25
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Bei uns ist viel passiert in der letzten Wochen. Wärend meines ungeplanten Krankenhausaufenthaltes hatten wir 3 Zweiergruppen. Das war auch gut so gewesen; und die Kleinen mit ihrem jeweiligen Kindermädchen hatten sich sehr gut vertragen.
Kurz nach meiner Rückkehr aus dem Krankenhaus versuchte ich, Fuchsi mit den 3 Großen zusammenzuführen. Aus unerfindlichem Grund griff Simba Fuchsi kurz nach der ersten Begegnung in der größeren Gruppe an und riss ihm 2 kleine Fellbüschel aus. Ab da war das Verhältnis zwischen Fuchsi und Simba schwierig, aber es kam zu keinen Zwischenfällen mehr. Landolf war zunächst recht abweisend und leicht aggressiv gegen Fuchsi. Beides besserte sich aber in Lauf der Tage mehr und mehr.
Zunächst ließ ich die 4 täglich nur für einige Stunden zusammen; später waren es 12-14 Stunden pro Tag. Über Nacht wollte ich sie erst später zusammenlassen, weil ich doch noch viel aufpassen und bei Bedarf schlichtend eingreifen musste. Obwohl das auch weniger geworden war, wendete sich nach etwa 12 Tagen leider die Situation. Fuchsi wurde zunehmend aggressiv gegen Landolf und Simba. Scotty war der einzige, der durchgängig ein entspanntes und klares Verhältnis zu Fuchsi hatte. Er dominierte ihn zwar nicht, ließ sich aber auch nichts gefallen und wies zurecht, wenn Fuchsi zu heftig geworden war.
Nach 14 Tagen brach ich notgedrungen die Vergesellschaftung ab.
Parallel zu diesem Ansatz hatte ich versucht, Josia und Fridolin aneinander zu gewöhnen und dann nach einigen Tagen mit Trenngitter dazwischen zueinander gelassen. Leider griff Josia Fridolin sofort an und ich brach dann nach rund einer weiteren Stunde die Zusammenführung ab, weil es ziemlich aggressiv war und ich bis dahin, um Beißereien zu vermeiden, die beiden nicht mehr direkt zusammengelassen hatte. Da Josia offensichtlich Fuchsi nicht mag, war das ein Versuch gewesen, eine Zweiergruppe und eine Vierergruppe zu bilden.
Zur Zeit teilen sich Fuchsi und Fridolin das eine kleine Gehege - mit Trenngitter dazwischen. Vermutlich morgen werde ich den letzten Versuch starten, die beiden Kleinen noch einmal zusammenzuführen. Ich habe offen gesagt nicht mehr viel Hoffnung, dass es friedlich laufen wird; und eine weitere Kombination kann es leider nicht mehr geben hier.
Sollte dieser letzte Versuch auch scheitern, müßte ich schweren Herzens versuchen, die beiden Kleinen getrennt zu vermitteln. Ich kann mir doch nicht ganz vorstellen, wie das gehen soll, weil ich ja sagen muss, dass sie ziemlich aggressiv sind und auch schnell beißen. Selbstverständlich werde ich sie in keine Notstation geben, wo sie entweder alleine sitzen müssten oder in einer Gruppe entweder gebissen würden oder die anderen beißen würden - oder beides.
Sollte ich unter diesen Umständen überhaupt Interessenten finden, würde ich die Haltung dort zunächst anschauen und auch bei der Vergesellschaftung dabei sein wollen. Ich kenne die beiden ja jetzt seit über vier Monaten und könnte wahrscheinlich am besten abschätzen, was für sie funktionieren würde und was nicht. Aktuell stelle ich mir entweder die Zusammenführung mit einem oder mehreren Weibchen vor - von der niemand weiß, ob sie besser werden würde, als mit Männchen - oder mit einem einzelnen Männchen und das bei viel Platz. Solange die beiden mit immer nur einem Tier zusammen waren, ging es öfters und auch über längere Zeit gut. Sobald es mehr als zwei waren, kamen die massiven Probleme auf.
Das ist alles sehr traurig und frustrierend, aber ich hoffe sehr, dass wir noch eine gute Lösung finden werden.
Gleich kommen noch einige neue Bilder.
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Ach Silke, ich kann gut nachempfinden wie du dich fühlst. Das ist wirklich frustrierend und macht einen traurig. Vom Gefühl her glaube ich nicht, dass der letzte Zusammenführungsversuch gelingen wird. Ich vermute, sie sind jeweils mit einem oder 2 Weibchen besser aufgehoben. Meine zerstrittenen Jungs konnte ich problemlos mit Weibchen vergesellschaften, deshalb bin ich guter Dinge, dass das funktionieren wird. Ich finde, die Jungs verhalten sich bei den Mädels anders und sind lange nicht so aggressiv wie wenn sie unter sich sind.
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Das ist natürlich alles doof gelaufen
Da den beiden eine gute Sozialisation jetzt natürlich fehlt, hoffe ich, dass eine Zusammenführen mit neuen Partnertieren klappt und sie dann ein schönes Leben in Gesellschaft haben können. Aber so ein Zuhause zu finden, wird sicher auch sehr schwierig. Vielleicht hast du ja Glück!
Selbst wenn es mit den beiden klappt, was ich ebenfalls nicht vermuten würde, ist das ja eigentlich auch nicht die Konstellation, die man möchte, mit zwei jungen Kastraten, die bisher noch kein so richtiges Sozialverhalten gelernt haben. Da muss dann im Fall der Fälle ja auch wieder ein Tier gefunden werden.
Eine Vergesselschaftung mit je 1-2 erwachsenen Mädels erscheint mir unter den Voraussetzungen wie die beste Option mit dem geringsten Verletzungsrisiko.
Simba hat sich aber gut eingelebt, oder?
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Es tut mir echt leid und ich kann deinen Frust verstehen. Du hast dich sehr bemüht sie zu einer guten Gruppe zusammen zu führen, leider sind manche Jungs dafür wohl einfach nicht geeignet bzw. manche Charaktere passen einfach nicht zusammen.
Ich hoffe sehr, dass du für diesen Fall ein schönes neues Heim für die beiden finden kannst.
Ich denke auch, dass Weibchen (solange sie eine gute Sozialisierung und einen passenden Charakter haben) dabei die einfachste Lösung wären. Einen passenden Kastrat als Partner zu finden schätze ich als schwieriger ein. Ideal wäre es natürlich, wenn sie von dem/den Weibchen noch etwas Sozialverhalten lernen könnten.
Die Kleinen können einem echt Sorgen machen😕
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Ich denke auch, dass es bei Josia und Fuchsi zumindest von Josias Seite ursprünglich eine Art Abneigung war oder er spürte etwas in Fuchsi, was ihm als Leittier gegen den Strich ging. Ansonsten mochten die Kleinen die Großen ja sehr und auch die großen waren ja anfangs ausgesprochen freundlich und friedlich den Kleinen gegenüber. Selbst bei der letzten Zusammenführung, die ich oben beschrieben hatte, von Fuchsi mit 3 der Großen wurde es ja immer besser. Aber plötzlich kippte das wieder.
Ich vermute, dass es hier nicht um Böckchen oder nicht Böckchen oder um spezifische Tiere geht, sondern darum, dass sie nicht damit umgehen können, mit mehreren Meerschweinchen zusammen zu leben. Das ist natürlich eine reine Vermutung, aber falls die richtig sein sollte, wären auch 2 Weibchen nicht die Lösung.
Das andere ist, dass sie sich eben oft nichts sagen lassen wollen und vermutlich deswegen Scotty, der der Rangniedrigste und Defensivste ist immer gut mit ihnen auskam. Wenn sie ihn bedrängten, gab er zunächst oft dieses Angstquietschen von sich und nur wenn es ihm zu heftig wurde, hat er mit offenem Mäulchen oder erhobenem Kopf gedroht und selten Kopfnüsse verteilt. 1 oder 2 Weibchen, die versuchen würden, einen der Kleinen zu erziehen, hätten daher vermutlich genauso schlechte Karten wie unsere dominanteren Böckchen. Aber auch das kann man letztlich nur ausprobieren.
Sicherlich bin ich grundsätzlich dafür, ein junges Böckchen nicht alleine mit einem Gleichaltrigen aufwachsen zu lassen. Bei Dachsi und Wuschel hatte ich es allerdings auch erlebt, dass sie trotzdem sehr sozialkompetente und verträgliche Gruppenmitglieder werden konnten und sogar die Leittiere unserer Sechsergruppe waren. Dabei hatten sie erst mit zweieinhalb Jahren weitere Gesellschaft bekommen. Ich will immer versuchen, mehr als 2 Meerschweinchen zusammenzuhalten und Jungtiere nicht ohne geeignetes Erwachsenes Tier aufwachsen zu lassen. Aber man kann es nicht erzwingen, nur um einen Prinzip zu folgen.
Zudem würde das Risiko mit fremden Haltern entfallen. Man kann sich auf diese nicht verlassen immer und sie kennen die beiden Kleinen nicht im Gegensatz zu mir. Wir haben ja oft genug gelesen von Tieren, die dann plötzlich mehrere Bisswunden hatten, obwohl angeblich vorher alles immer friedlich war. Auch wenn ein größeres Gehege da sein sollte, heißt das nicht, dass sie das dauerhaft bewohnen können.
Zu der Frage nach Simba: Er hat sich bei der Zusammenführung vor 4 Monaten vorbildlich verhalten. Er war sehr ruhig, hielt sich bescheiden zurück und beobachtete zunächst viel. Anfangs traute er sich nicht einmal in den Einsteubereich zu springen, weil er nur ein kleines Gebiet hatte, in dem er sich dann sicherer fühlte. Niemand war unfreundlich zu ihm und er ließ sich auch von Josia treiben, was nach dem zweiten Mal damit endete das Josia ihm das Öhrchen leckte. Später war Simba zeitweilig etwas aufdringlich Landolf gegenüber, weil er ihn anscheinend sofort sehr mochte. Das entwickelte sich aber schnell zu einer engen Freundschaft, die auch für Landolf ein großes Geschenk ist.
Ähnlich friedlich verlief die Vergesellschaftung von Josia seiner Zeit. Wenn ich also hier von den Problemen berichte und von meinen vielen Eingreifen, dann heißt das nicht, dass das immer so bei uns ist. Wie so oft berichtet man mehr über das Schwierige als über das Unspektakuläre.
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Das ist aber nun wirklich schade, dass die Vergesellschaftung auch nach so vielen Wochen, in denen so viele Versuche stattfanden, nun endgültig gescheitert ist. Sehr traurig, aber du hast ja wirklich alles erdenkliche versucht. 🙁
Ich wünsche dir sehr, dass deine Suche nach einem guten Platz erfolgreich ist. Das ist sicher nicht einfach.
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