Beiträge von Piggies & Hippies

    Dauphin & Helmut

    Oh ja, spannendes Thema. Bei uns kam diese Konstellation unabsichtlich und unwissentlich zustande . Helmut war seit vielen Jahren unser "Stammkastrat" und Dauphin kam zusammen mit Lilly aus der Meerschweinchen-Nothilfe zu unserer Haremsgruppe hinzu. Es war während der Corona-Zeit und deshalb erfolgte die Übergabe kontaktlos, d.h. ich habe nicht gesehen, in welcher Konstellation und Gruppengröße Dauphin und Lilly bei der Nothilfe gelebt hatten. Allerdings wurde er mir von dort fälschlich als weibliches Schweinchen vermittelt. Gut möglich also, dass er auch dort incognito in einer Haremsgruppe gewohnt hatte. Bei uns hießen die beiden Neuen dann zunächst Lilly und DauphinE.... bis irgendwann bei einem Tierarztbesuch herauskam, dass DauphinE in Wirklichkeit ein DauphiN war :D . Bis dahin hatte ich keinerlei Zweifel daran gehegt, dass Dauphin weiblich war und offenbar war mir weder anhand seines Verhaltens , noch bei den Check- ups etwas aufgefallen. Die Vergesellschaftung erinnere ich als eine der unkompliziertesten, die ich je erlebt hatte. Dauphin hatte zuvor jahrelang in Einzelhaltung in einem Minikäfig in einem fensterlosen Keller leben müssen. Über sein Alter kann ich leider nichts Genaues sagen.

    Helmut umgarnte Lilly und die anderen Mädchen redlich, während Dauphin diesbezüglich etwas zurückhaltender war. Gleichzeitig wurden Helmut und Dauphin dickste Kumpels, die regelmäßig gemeinsam bei uns im Erdgeschoss auf Entdeckungstouren gingen. Die Dauer und die Gruppengröße habe ich gerade anhand meiner Fotos leider vergeblich versucht genauer zu recherchieren. Ich weiß jedoch, dass es leider nur ein paar Monate waren und ich meine, zu erinnern, dass die maximale Gruppenstärke während dieser Zeit 6 Tiere betragen hatte.

    Es ist noch nichtmal 18 Uhr und bei uns knallt es jetzt schon so heftig, als gäbe es kein Morgen mehr! Für unsere Schweinchen haben wir die Silvester-Beruhigungs-Standards besorgt wie z.B. besonders leckere Kräuter und Zweige zur Ablenkung und eine leise Hintergrund-Geräuschkulisse eingeschaltet. In den letzten Jahren war hier die Böllerei nicht ganz so schlimm und die Schweinchen zeigten sich vergleichsweise gar nicht allzu schreckhaft. Doch weil es hier jetzt schon so heftig und nah böllert, habe ich soeben versucht, die Schweinchen noch ein bisschen mehr vor Schall zu schützen: Ich habe große, dicke Badematten über die Heukiste gelegt und eine dicke Camping-Isomatte von innen vor die Terrassentür gedrückt und die Vorhänge geschlossen in der Hoffnung, dass das Knallen dadurch ein bisschen gedämpft wird und außerdem 2 Kartons übereinander gestülpt und den Zwischenraum mit Stroh ausgepolstert und als Schallschutzhäuschen ins Gehege gestellt.

    Was macht ihr, um eure Sensibelchen zu beschützen?

    Leider hat Dauphin nicht mehr lange gelebt. Insgesamt hatten sie nur ein paar gemeinsame Monate, doch nach seiner Zeit im Kellerverlies, aus welchem er zu uns kam, hat er jeden Moment sichtlich genossen. Man konnte förmlich sehen, wie neugierig er auf die Welt im Licht war. Als ich ihn abgeholt hatte und mit ihm aus dem Auto stieg, hätten sich die meisten anderen Schweinchen vermutlich erst einmal ängstlich verkrochen. Dauphin hingegen streckte sich so lang er konnte ins Licht, als beim Aussteigen ein Sonnenstrahl auf den Korb traf. :)

    Helmut hat sehr um ihn getrauert.

    Helmut war etwa eineinhalb Jahre alt, als er zu uns kam. Ja, das war schon sehr besonders, so lange Zeit mit einem Schweinchen zu haben. Mein Eindruck ist, dass Schweinchen über die Jahre immer weiser werden. Das finde ich sehr faszinierend.

    Ich verstehe dein Struggeln um die optimale Lösung für das Waschen der Schweinchensachen allzu gut. Ich betreibe allerdings keine Handwäsche. Insofern beantworte ich deine Frage leider nicht exakt.

    Vermutlich geht bei leicht angeschmuddelter Kuschelwäsche von gesunden Schweinchen von einer Handwäsche normalerweise kein nennenswertes Risiko aus.

    Mir klingen jedoch die eindringlichen Worte einer Fachärztin für Krankenhaushygiene im Ohr, die sagte, dass für eine hygienische Wäsche ein Vollwaschgang bei 60 Grad mit einem Pulver-Vollwaschmittel erforderlich ist. So gesehen halte ich es für eine Sache von steter Abwägung, ob eine Handwäsche ausreichend ist oder ob zumindest in besonderen Situationen eine wie oben beschriebene Wäsche sinnvoll wäre.

    Ich hätte am liebsten eine 2. Maschine nur für die Schweinchenwäsche. Das ist aus Platzgründen aktuell leider nicht realisierbar. Deshalb wasche ich wohl oder übel alles in derselben Maschine. Dazu verwende ich eng gewobene Wäschenetze und benutze anschließend ein spezielles Programm zum Ausspülen von Flusen, bzw. Tierhaaren. Außerdem verwende ich in Abständen 75 oder 90 Grad-Waschprogramme, obgleich mein Nachhaltigkeitsherz dabei blutet.

    Helmut war schon älter als 10 Jahre, als die 3 einzogen. Die Kleinen waren um die 3 Monate alt. Es war auch unsere Sorge, dass ihm die Kleinen womöglich zu viel werden könnten, doch tatsächlich hatten wir den Eindruck, dass dem nicht so war. Er ließ sich von ihrer Entdeckerfreude anstecken und wurde auch nochmal deutlich gesprächiger :). Allerdings bot ihm das Gehege auch ausreichend Rückzugsmöglichkeiten sodass ihn keiner beim ausgedehnten Mittagsschlaf störte.

    Ich scrolle mich gerade durch Unmengen von Fotos und bin z.B. auf dieses gestoßen: Links Helmut, vorn Lilly, die zusammen mit dem leider bald verstorbenen Dauphin zu uns gekommen war und oben von links nach rechts die 3 noch recht Kleinen: Silvia, Filomela und Bärbel.

    Es war auch faszinierend zu beobachten, wie gut er sich mit Dauphin vertrug, dem ungeplant 2. Kastraten in der Gruppe . Dauphin hatte vorher sein Leben in einem Minikäfig einzeln in einem fensterlosen Keller verbracht. Bei uns angekommen streckte er sich nach jedem Sonnenstrahl und war eines der freundlichsten Schweinchen, das wir je hatten <3

    Dauphin & Helmut


    Helmut bei der Pediküre


    Filomela

    Filomela & Helmut

    Silvia

    und nochmal Silvia

    Hippies & Piggies

    Ich bin Kerstin, Schweinchenmutti aus Leidenschaft und freue mich, im Sommer dieses Forum entdeckt zu haben. Das Lesen hat mich bereits sehr bereichert und dazu angeregt, manches zu hinterfragen, was ich bislang für richtig oder problemlos gehalten hatte. Dafür schon einmal ein herzliches Dankeschön an Euch <3

    Ich möchte gern unsere Schweinchen ein bisschen vorstellen. Bilder werden etwas später folgen.

    Ich hatte bereits als Kind Meerschweinchen, doch rückblickend weiß ich natürlich, dass sie zwar sehr geliebt wurden, es jedoch damals nicht immer optimal bei mir hatten, z.B. fuhr ich sie manchmal im Puppenwagen spazieren und es kam auch vor, dass ich meinem Schlumpfi Puppenkleider angezogen habe. Ganz abgesehen von anderen Sünden wie z.B. hartem Brot zum Abnagen der Zähne u.a. Oje!

    Nach einer langen Pause kam ich wieder zu Meerschweinchen, bzw. diese zu mir, nachdem ich vor über 20 Jahren 2 ca. 3 Wochen alte Babies in einem Karton in der Toilette eines Autobahnparkplatzes gefunden habe. Das waren Elsbeth und Mariechen und damit der (Re)Start in meine seither fortlaufende Schweinchenära.


    Aktuell leben bei uns Erwin, schätzungsweise 2018 geboren und Filomela (01/20), Silvia (12/19) und Karlotta (02/24). Sie bewohnen in unserem Wohnzimmer ein Gehege mit einem Mix aus überwiegend Badematten/Fleece plus ca 1/2 Quadratmeter mit Hanfstreu, Stroh und Heu aus 2 übereck angeordneten Holzbettgestellen mit 24/7 Freigang im gesamten Erdgeschoss. Das mit dem permanenten Freigang praktiziere ich seit vielen Jahren, weil ich festgestellt habe, dass alle meine Schweinchen sich stubenrein verhalten, sprich ihr Geschäft ausschließlich innerhalb des Geheges verrichten, sofern 2 Bedingungen erfüllt sind: Die Umgebung des Geheges, also das Wohnzimmer ist so gestaltet, dass es dort keine Höhlen gibt (in denen es sich entspannt dösen und pipi und kaka machen ließe), man kann also z.B. nicht unters Sofa krabbeln oder unter das Gehege. Dafür lässt es sich dort prima rennen , erkunden oder um die Ecke linsen, weil es in der Küche geraschelt hatte :) . Das Gehege können sie über eine lange Röhre ins Wohnzimmer verlassen. Dort liegen meistens z.B. ein paar Zweige parat oder eine Papiertüte, die so schön raschelt, wenn man hineinkrabbelt.

    Außerdem kündigen wir uns durch Ansprache immer an, wenn wir uns dem Schweinchenbereich nähern. Dadurch vermeiden wir, dass wir die Schweinchen während des Auslaufs erschrecken könnten und sie womöglich vor Schreck eine Pfütze auf den Teppich machen würden.

    Wir haben auch ein Außengehege, doch das wird nur tagsüber bei gutem Wetter genutzt. Mein Traum wäre ein permanenter Zugang zum Außengehege und zurück per Katzenklappe o.ä.

    Erwin ist der Nachfolger von Helmut. Helmut war ein wundervolles Schweinchen und wurde über 13 Jahre alt. Er hatte viele, viele seiner Begleiterinnen überlebt, die alle, genauso wie er, aus Notstationen kamen (und einen BegleitER, Dauphin, der ebenfalls aus der Nothilfe kam und sich bei uns phantastisch in die gemischte Gruppe eingefügt hatte und best Buddy von Helmut war. Er wurde mir fälschlich als weibliches Schweinchen vermittelt und erst beim 1. Tierarztbesuch kam heraus, dass Dauphine in Wirklichkeit ein kastrierter Dauphin war :-)) Und offensichtlich war auch mir bei den Checkups nichts aufgefallen :-)) Nachdem Helmut ein weiteres Mal Witwer geworden war, schien seine Trauer nicht mehr aufhören zu wollen. Deshalb entschieden wir uns, ihm 3 junge Schweinchen dazu zu gesellen, damit er, wenn irgend möglich, nicht noch einmal erleben muss, dass seine Begleiterinnen versterben. Helmut blühte wieder auf und hatte eine fröhliche und fitte Zeit mit den jungen Hüpfern. 2 dieser Schweinchen sind unsere heutigen Mädels, Silvia und Filomela, inzwischen begleitet von Erwin. Hinzugekommen ist Karlotta.

    Erwin ist ein freundlicher und würdiger Nachfolger von Helmut. Er kümmert sich liebevoll um seine Begleiterinnen. Im Sommer hatte er eine fiese und langwierige Ballenentzündung, die glücklicherweise vollständig abgeheilt ist. Diese war der Anlass, vorübergehend vollständig auf Fleecehaltung umzustellen. Dabei habe ich mühsam gelernt, dass es wirklich eine Wissenschaft für sich ist, das gut hinzukriegen. Vorher hatten wir auch schon einen kleineren Fleecebereich, doch der wurde nicht annähernd so schmutzig und durchnässt, wie ich es erlebt habe, während wir 100% Fleece hatten!

    Silvia ist ein ganz liebes Schweinchen. Unkompliziert, neugierig und freundlich.

    Als Filomela noch klein war, unterschied sich ihre Stimme deutlich von allen anderen Schweinchen, daher ihr Name Filomela, griechisch für Nachtigall. Sie ist, toi toi toi, momentan die einzige mit einer gesundheitlichen Baustelle aufgrund einer Neigung zu Matschkot bis hin zu Durchfall. Beides hat sie zwar gerade erfolgreich überwunden, doch ihre Böhnchen werden von mir stets weiter quasi mit der Lupe auf Konsistenz beäugt :-)) Filomela tat sich anfangs sozial etwas schwer. Inzwischen ist auch sie ein ganz liebes Schweinchen geworden. Früher hatte sie in Überforderungssituationen schnell mit Bissen reagiert. Darunter hatte vor allem Silvia zu leiden. Silvia hatte lange Zeit immer wieder gezirpt. Das hat aufgehört, nachdem Karlotta zu uns gekommen ist.

    Karlotta kam über Kleinanzeigen zu uns. Sie war erst 3 Monate alt und wurde von ihrer Gruppe separat draußen einzeln gehalten, weil sie als "bösartig" galt. Irgendwas in der Annonce ließ uns dennoch annehmen, dass sie charakterlich unserer verstorbenen Bärbel ähnlich sein könnte, die wegen ihres aufgeweckten Temperaments ein wichtiger Teil unserer Gruppe war und schmerzlich vermisst wird. Das hat sich absolut bestätigt: Karlotta ist ein neugieriger kleiner Clown und endlich hat Silvia eine Freundin :)

    Probleme mit den Zähnen sind ja an sich schon eine komplexe und vor allem auch echt fiese Sache. || ;(

    Hast du schon versucht, ihn mit seinen Lieblingsdelikatessen zum Fressen zu verführen? Vielleicht welche, die gleichzeitig schonmal prophylaktisch eine heilsame oder/und stärkende Wirkung haben können, z.B. frischer Dill, Fenchel(-grün) oder auch frische Petersilie, Basilikum, falls er das gern mag.

    Die letzten Zeit meckert er nur ein bisschen oft, wenn Alf zu ihm geht.

    Das mag ein Zeichen dafür sein, dass ihn etwas plagt und er auf diese Weise zeigt, dass er vermehrt in Ruhe gelassen werden möchte.

    Bei gesunden Schweinchen mit einer fitten Immunstärke breiten sich Parasiten nicht so leicht aus. Parasitenbefall ist oft ein Zeichen dafür, dass irgendetwas anderes nicht stimmt.

    Erleichtertes Update :)

    Tadaa: Ich darf geformte Böhnchen vermelden :) .

    Zwar noch etwas klein, doch es geht deutlich in die gewünschte Richtung. Das Weglassen alles Öligem war das Entscheidende und das Umschwenken auf Flohsamenschalen. Ich werde es natürlich weiter im Blick behalten. Herzlichen Dank nochmal für Eure Unterstützung!

    Zumal Du damit sehr viel Öl gibst. Bei Fibreplex ist Sojaöl der Hauptbestandteil und bei Colosan ist es ein anderes Öl. Bei Durchfall würde ich eher beide nicht geben.

    Da sie ja mit gutem Appetit abwechslungsreich frisst, ist vielleicht tatsächlich das viele Öl eines der Probleme und ich lasse sie jetzt erst einmal alle weg. Danke nochmal für den Gedanken.

    Vielen Dank für deine hilfreichen Hinweise und Ideen.

    -in puncto Zähne bestätigst du meine Gedanken. Deshalb werde ich das nicht vordringlich weiter verfolgen.

    - Flohsamen und Flohsamenschalen habe ich tatsächlich schon besorgt. Ich hatte einen Sud aus Leinsamen und Flohsamen bereitet und nur diesen Sud eingegeben, weil ich mir sehr unsicher war bezüglich der Dosierung dieser stark quellenden Samen (-schalen).

    - Aktivkohle habe ich auch bereits besorgt und erwäge dabei ebenfalls, erstmal nur den Sud einzugeben, um dem gereizten Darm mögliche scharfe Kristalle zu ersparen oder ist das vielleicht verkehrt gedacht?

    - Löwenzahnwurzeln werde ich auch noch besorgen. Allerdings ist Filomela, anders als die anderen Schweinchen, leider kein Fan davon.

    - was meines Erachtens gegen eine Blasenentzündung spricht ist, dass sie nicht im Nassen sitzt, sondern "nur" in ihrer Kotmatsche. Bisher konnte sie nur von der Vertretung unserer Tierärztin untersucht werden und da stand das verletzte Auge im Vordergrund. Allerdings war ich auch davon ausgegangen, dass ich das Verdauungsproblem schneller wieder in den Griff kriegen würde.

    - vielen Dank auch besonders für die Anmerkung, dass die Vielzahl und/oder Kombination der Mittel an sich ein Problem sein könnte. Ich denke, das ist ein wichtiger Punkt. Den Gedanken hatte ich auch schon, wusste allerdings nicht so richtig, welches Mittel sinnvoll wegzulassen wäre. :/ . >> ich glaube, ich werde mal auf Fibreplex setzen, denn damit habe ich bei ihr schon früher gute Erfahrungen gemacht. Auch sträubt sie sich dagegen nicht so sehr, wie gegen Rodicare dia. Und dazu möchte ich mal vorsichtig mit Flohsamenschalen beginnen. Colosan lasse ich weg und Simeticon auch.

    - danke auch für den Hinweis, nicht nur auf den Po, sondern auch auf die Füße zu achten , denn an die Fußsohlen hatte ich dabei bisher noch nicht explizit gedacht .

    :)

    Ich bin etwas ratlos und möchte euch fragen, wie Ihr vorgehen würdet bei anhaltendem Durchfall /Matschkot.

    Filomela, knapp 5 Jahre alt, tendenziell immer schon eine leichte Neigung zu Matschkot, hat seit 6 Tagen Durchfall/deutlichen Matschkot. Das Futter wurde nicht verändert, lediglich Knollengemüse jetzt weggelassen. Die Kotuntersuchung war unauffällig und die Zähne scheinen erstmal auch unauffällig zu sein. Der Bauch ist nicht aufgetrieben, doch sie pupst. Fibreplex, Rodicare dia, Colosan, Simeticon sind im Einsatz. Da die Ärmste sich am Sonntag auch noch einen Halm ins Auge gestochen hatte, bekommt sie neben entsprechender Augenbehandlung auch Melosus gegen die Schmerzen. Darunter hörte die Futterverweigerung auf und sie frisst mit gutem Appetit (vorher bekam sie von mir Novalgin). Nachdem sie wieder mit deutlichem Appetit abwechslungsreich frisst, hoffte ich, dass nun die Böhnchen wieder halbwegs Form annehmen, doch eine echte Besserung ist nicht zu erkennen.

    Wie würdet Ihr vorgehen?

    Unser Erwin hatte im Sommer langwierig mit einem entzündeten Ballen zu tun. Da wurden mir auch diese Behandlungen angeboten, habe ich allerdings nicht in Anspruch genommen. Ich war fast verzweifelt, schon deshalb, weil ich partout keinen Verband länger als 2 Sekunden an seinen Fuß befestigt bekommen habe :rolleyes: . Ich hatte auch alle möglichen Sachen ausprobiert und der Gamechanger war dann Ilon-Abszess-Salbe in Kombination mit Snögg-Zitzenverband (weil sich der kinderleicht stabil anbringen lässt) plus Manuka-Honig. Ich glaube, das Entscheidende war der Wechsel nach absolut erfolgloser AB-Therapie und Melosus, Bädern, Heilsalben & Co. zur Zugsalbe.

    Das Weglassen der Bäder wurde mir empfohlen, weil es die Haut immer mehr austrocknet. Parallel bekam Erwin täglich ein paar Sonnenblumenkerne wegen der essentiellen Fettsäuren. Das mag ebenfalls eine nicht ganz unbedeutende Rolle gespielt haben.

    Ich interessiere mich ebenfalls für genau diese Voliere und stellte mir vor, dass es für unsere Schweinchen die ideale Lösung für ein Outdoorgehege tagsüber während der warmen Jahreszeit werden könnte. Gerade habe ich bei Amazon mal nach Rezensionen geschaut. Es lasse sich unkompliziert aufbauen. Allerdings seien die Gitter derart scharfkantig, dass es den kleinen Zehen von Wellensittichen mehrfach zum Verhängnis wurde. Am liebsten würde ich mir eine solche Voliere irgendwo mal live anschauen, um zu begutachten, ob es für Meerschweinchen in Frage kommt.

    Ich fürchte, man muss daran noch vieles extra verstärken, befestigen etc., dass es am Ende doch wieder unverhältnismäßig wird, ähnlich vergleichbarer Hühnergehege. https://www.amazon.de/vidaXL-A…8-10&th=1#customerReviews

    Da möchte ich dir insgesamt zustimmen, liebe Silke. Das Verändern des Geheges halte ich für eine sensible Angelegenheit und keine gute Idee, um einfach mal den Schweinchen am laufenden Band Abwechslung zu bieten. Ich würde es, genauso wie du, versuchen so zu handhaben, dass ich einer noch nicht entspannt eingegroovten Gruppe möglichst wenig Veränderung ihrer Umgebung/Laufwege/Schutzorte zumuten würde.

    Gleichzeitig möchte ich die Theorie äußern, dass es für die Schweinchen nicht notwendigerweise negativer Stress sein muss, sondern sie sich im positiven Sinne für Gefahrensituationen konditionieren und daran wachsen und selbstbewusster und selbstsicherer werden können. Zum Beispiel habe ich jedes Jahr den Eindruck, dass die Schweinchen kurz nach Beginn der Outdoorsaison mutiger und gelassener sind, nachdem sie die ersten paar Male tagsüber im Außengehege waren und die vielen, zunächst wieder ungewohnten Reize erlebt hatten.