Gestern hatte ich einen Termin in der Tierklinik in Posthausen bei Frau Dr. Thöle.
Leider konnte sie mir keine so wirklich gute Nachrichten geben.
Es wurden nochmals aktuelle Röntgenbilder angefertigt. Ich muss sagen, deren Röntgengerät liefert deutlich bessere Bilder.
Jedenfalls sind es 5 kleine Steinchen die im rechts Nierenleiter sitzen, wodurch es zu einem Rückstau in die Niere kommt.
Eine Operation des Nierenleiters ist nochmals schwieriger als eine Blasen-Op. Einerseits ist wohl an der Stelle viel (Fett-)Gewebe und andererseits kann es sein, dass die Steine während der Operation den Harnleiter entlang nach oben wandern, wodurch auch Organe wie der Darm "zur Seite geschoben" werden müssten. Wenn dies der Fall ist, sieht die Prognose leider noch schlechter aus.
Dazu kommen noch die schlechten Nierenwerte und der hohe Entzündungswert im Blut. Sie geht davon aus, dass die Niere nur noch etwa max. 20-25% der Leistung hat. Bei einer Narkose kann es sein, dass die Nieren komplett Versagen.
Dazu kommt noch das Herz und die Lunge. Ich habe vor einiger Zeit das Herz Schallen lassen. Zu dem Zeitpunkt benötigte es aber (noch) keine medikamentöse Behandlung.
Nun zeigt das Röntgenbild, dass das Herz größer geworden ist und die Lunge auch leicht verschattet ist und auch das Herz Geräusch gefiel ihr nicht. Sie hat es mir so erklärt, dass man die Schläge, also dieses "bumm bumm" normalerweise gut voneinander unterscheiden kann. Bei ihm gibt es wohl aber so wie ein rauschen und das Herz schlägt auch schneller als normal. Klingt wohl danach, dass die Klappeninsuffizienz schlechter geworden ist. Ich soll auf jeden Fall nochmals ein Herzultraschall Termin machen.
Allem in allen ist die Prognose, dass er Operation und Nachsorge gut übersteht wohl eher mäßig. Dazu kommt noch, dass bei Harnleitersteinen dass Risiko, dass sich wieder Steine bilden, gar nicht Mal so gering ist.
Auch die Kosten sind wirklich heftig. Allein die OP schätzt sie auf 500-700 Euro. Dann noch mindestens 3 Tage stationäre Aufnahme (1 Tag vor der OP bis mindestens 1Tag nach OP). Die OP Nachsorge kann auch gut und gerne bei Intensivbetreuung (mit Drainage etc.) Gut und gerne 200Euro pro Tag kosten.
Laut Tierärztin wäre es bei seinem klinischen Bild völlig angemessen auch den palliativen Weg mit Schmerzmittel und Antibiotika zu gehen.