Ja, vielleicht. Keine Ahnung…
Entzündete Zahnwurzeln von Schneidezähnen sind ja sowieso nicht fütterungsbedingt. Die sind ja drauf ausgelegt auch kleine Äste oder so zu zerbeißen.
Ja, vielleicht. Keine Ahnung…
Entzündete Zahnwurzeln von Schneidezähnen sind ja sowieso nicht fütterungsbedingt. Die sind ja drauf ausgelegt auch kleine Äste oder so zu zerbeißen.
Frieda da hast du Recht. Ich bin in dem Fall einfach sensibilisiert, weil die Zahnprobleme von einem meiner Meerschweinchen damit angefangen haben. Aber ein Stück Ast hätte das tatsächlich auch auslösen können.
Ja, verstehe ich gut.
Ich hab hier ein Tier, dem ein Schneidezahn fehlt, weil die Zahnwurzel entzündet war. Ich vermute inzwischen, er hat versucht den Pflasterstein zu fressen, der als Einstiegshilfe in die Heukiste dient. Da fehlt nämlich ein Stück. Passend zum Thema zu harte Nahrung.
Will sagen: Die Viecher können ganz schön dämlich sein.
So wie ich das verstanden habe, soll es wohl so sein, dass Pellets die Verdauung langsam machen, wegen der Aufquellerei und anderen Aspekten, die ich vergessen habe. Kohl hingegen geht eher schnell durch den Bauch, wird dann aber von den Pellets ausgebremst und kann dann anfangen zu gären bzw. Die Luft geht nicht mehr so schnell wie notwendig mit den Kötteln raus.
bei Ruth Morgenegg, die die Fütterung von (Getreide-)Körnern empfiehlt- wenn ein Bedarf da ist, rät deswegen z.B. Körner Abends zu füttern und morgens nur Heu „damit die Verdauung in Gang kommt“. Naja, sie wurde halt durch die Körner abends „lahm gelegt“., also muss sie erst in Gang kommen, bevor dann im Winter mittags Grünkohl und anderes Frischfutter gefüttert wird. Ich denke, bei Pellets wäre es ähnlich.
Herzlich willkommen! Schön, dass Du bist.
Ganz genau. Meine Tierärztin rät aus dem Grund sogar von Möhren ab. Noch dazu besteht die Gefahr, dass Stücke das Zahnfleisch verletzen oder zwischen den Zähnen stecken bleiben.
Naja, letzteres kann auch bei Heu oder Ästen passieren. Das wäre jetzt für mich nicht das stärkste Argument.
Außerdem verlangsamen Pellets die Verdauung, einfach weil sie so doll aufquellen im Bauch.
Wenn Du Lust hast, nimm mal die Menge Trockenfutter, die Du fütterst und weich sie ein und guck, wie viel da raus kommt.
Das hart ist noch nicht mal das größte Problem, aber sie werden auch noch gekaut (wie wir Menschen das tun) und nicht gemahlen (wie Gras oder Heu).
Ich ergänze in den kleinen Mengen war Zahnabrieb nie ein Thema bei uns. Im Gegenteil, der sieht immer sehr gut aus.
Und kleine Menge heißt wirklich so was wie 2 Pellets pro Tier. Vielleicht auch drei oder vier, nicht mehr.
Und man sollte wirklich Pellets und nicht Müsli füttern oder was zum raussuchen oder so.
Also ganz praktisch, kann man a) Pellets als Leckerli aus der Hand füttern (dann natürlich nicht eingeweicht) oder b) einweichen und in mehreren Schüsseln ins Gehege stellen.
b) selbst schon praktiziert wegen einem Schweinchen mit Zahnproblemen. Da ist es ja erwünscht, dass es quasi schon vorgekaut ist. Die Schweinchen kommen, fressen ein bisschen und gehen dann wieder Frischfutter oder Heu fressen und kommen später wieder. Es waren die JR Farm Dinger. Dauert halt drei Tage bis es nicht mehr so interessant ist, dass sofort alles verspeist wird. Ich hab’s Abends reingestellt und morgens rausgenommen. Da war auch nicht immer alles gefressen.
Es ist schon faszinierend, wie viel Volumen so 6 Pellets ausmachen.
Die Diskussion über Vitamine und Mineralstoffe künstlich zuführen ja oder nein? Wird man wohl nie zufriedenstellend lösen können. Ist auch so ein kulturelles Ding. Manche tun es, manche tun es nicht
Ganz persönlich: Seitdem ich mal selbst in einen massiven Vitamin D-Mangel reingeschlittert bin (bereits in dem Bereich in dem die Knochen leiden können), obwohl das ja lt. den Ärzten nur bei Senioren im Altenheim, Babys und Verschleierten ein Problem ist, sehe ich das entspannter mit den zusätzlichen Vitaminen. Aber das ist eben meine persönliche Einstellung dazu.
Wenn die Haltung sonst ok wäre, wäre in dem von Dir beschriebenen Fall, für mich der Ratschlag „weich die Pellets ein“ sicherlich das kleinere Übel als die Tiere in eine ungewisse Zukunft zu lassen. Ggf. Würde ich gesündere Pellets verweisen (JR Farm Grainless Complete z.B. ist voll deklariert).
Vor allem darfst Du ja auch nicht vergessen, wie viele Leute sagen „Ich geb dem Tier keine Pellets, nur diese Kräutermischung“. Und dann liest man nach und findet getrocknete Petersilienstängel, getrocknete Cranberries, Erbsenflocken, Ackerbohnenflocken etc. Also viel Calcium, viel Zucker, viel hartes Zeug … klingt natürlich, aber im Endeffekt ist es halt auch nicht besser.
Die Frage ist ja, was die eingeweichten Pellets an Vorteil bringen würden. Da sehe ich als theoretisch möglich an:
-1. Vitamine und Mineralstoffe, die sonst fehlen würden
-2. pflanzliche Stoffe mit medizinischer Wirkung
3. einfach aufnehmbare Energie
Ja, das sehe ich auch so. Medizinische Wirkung würde ich allerdings mal ausnehmen - das wäre dann ja ein Medikament, wie z.B. Rodicare Akut oder so, bloß in Pelletform. Aber Medikament ist Medikament.
Zu 3. Kann sinnvoll sein - bei sehr alten Tieren, bei kranken Tieren (z.B. bei Zahnschweinchen), bei Tieren mit hohem Energie- und Nährstoffbedarf (zu junge Mütter beispielsweise oder Außenhaltung bei Frost.) Also, da sind durchaus Fälle denkbar, wo das eine Rolle spielen kann. Aber nicht bei Otto-Normal-Schweinchen in Innenhaltung.
Zu 1.) Da sagt Du richtig, bei guter abwechslungsreicher Frischfuttergabe. Das bedarf dann einiger Kenntnis und natürlich auch der Möglichkeit. Und natürlich Phasen erhöhter Nährstoffbedarfe: Schwangerschaft (da nehmen ja auch Menschen Tabletten), alte Tiere, kranke oder sich erholende Tiere. Da bin ich mir nicht so sicher, ob nicht eine Art „Mineralfutter“ wie es das bei anderen Tierarten auch gibt, sinnvoll wäre. Quasi um sicher zu gehen, dass die Tiere gut versorgt sind. Aber das könnte man ja auch als eine Art „Leckerli“ designen.
Und: natürlich dann, wenn die entsprechende Frischfuttergabe nicht möglich ist. Ich denke da an Tierheim und Notstationen, die sehr viele Tiere mit wenig Geld und hohen Tierarztkosten versorgen müssen.
Fehlt im ein Schneidezahn oder hat er nur noch einen Schneidezahn?
Ein fehlender Zahn alleine, ist nicht wirklich eine Einschränkung für das Tier. Hab hier selbst so ein Exemplar.
Nur, dass die Zähne, dann vorne nicht mehr grade, sondern schief abgeschliffen werden. Das ist nicht so ganz zu vermeiden.
Aber er frisst alles, beißt auch ab. Nur bei extrem störrischen Salatblättern, stellt er sich halt mit dem Fuß drauf.
Und sehr weiche Köttel hat er, aber da ist vielleicht die Verdauung noch nicht wieder ganz gut nach Zahnweh, Päppeln, OP etc.
Will sagen: Ich stimme Silke zu: Fehlende Zähne sind vermutlich nicht wirklich die Ursache für das fehlende Fressen. Da ist noch was anderes.
Ich denke ehrlich gesagt, die Heu + Pellets +!etwas Gemüseernährung ist in dem Sinne nicht so schlecht, dass man kaum Fehler machen kann und dass eine vielleicht nicht optimale Auswahl des Gemüses nicht so zu Buche schlägt.
Ich bin mir auch gar nicht sicher, ob diese Tiere so viel weniger Wasser zu sich genommen haben als die heute verbreiteten Heu + mehr Gemüseschweinchen. Die haben nämlich mehr getrunken. Also schon weniger Wasser als bei reiner Wiesenernährung, aber vielleicht nicht weniger als Heu +300g-Gemüseschweinchen. Bleibt die Zahnproblematik. Nuja, man kann auch Pellets einweichen.
Und jetzt stelle ich mal die ketzerische Frage: Sind vielleicht Schweinchen mit Heu, 300g Gemüse + eine kleine Menge eingeweichte Pellets im Durchschnitt besser ernährt als die ohne?
Nee, aber ich finde es schon interessant, dass Kräuter/Klee ungefähr 3-3,5 mal so viel Calcium enthalten wie Kräuter. Die Phosphorgehalte unterscheiden sich nicht so viel, sie liegen bei Kräutern etwas höher als bei Gräsern, hängt jedoch auch vom Alter und der Wachstumsphase ab.
Und sehr viel mehr kann man nicht draus lernen. Es ist eben das, was wir vorher schon wussten: Kräuter /Klee enthalten mehr Calcium als Gräser. Aber wusstet Ihr wieviel mehr? Ich nicht.
Für die tägliche Fütterung hat es vermutlich keine Auswirkungen.
Im Grunde reicht es die Zusammenfassung vorne zu lesen. Schlussfolgerungen gibt es erstmal keine, es ist ja „nur“ eine Messung des Mineralstoffgehalte von ausgewählten Gräsern, Wiesenkräutern und Klee (Leguminosen).
Wo liest Du das denn?
Du musst bei „Mittel“ gucken, nicht bei „n“. „n“ ist die Anzahl (von was auch immer)
Ich zitiere mal aus der Zusammenfassung:
ZitatDie Leguminosen und die Kräuter weisen im Vergleich zu den Grä- sern im Durchschnitt deutlich höhere Ca-Gehalte auf.
Guckt mal, was ich hübsches gefunden habe https://www.agrarforschungschw…ds/2019/12/2001_07_75.pdf
Da gibt des Spurenelemente (Calcium, Phosphor, Magnesium…) für zehn verschiedene Wiesenpflanzen (Gräser, Kräuter, Luzerne). Zu beachten: Die sind pro Trockenmasse angegeben.
Nimmt er vielleicht einen Happs Dill, wenn man ihm diese feinen Krisseldinger abzupft und ins Maul schiebt?
Dill und Petersilie motivieren hier immer alle sehr zum fressen.
Wobei man sich aber schon darüber klar sein muss, dass Wiese und Heu nur ziemlich wenig Vitamin C enthalten. Es gibt ja auch Fütterungsempfehlungen, die zwar außer Gras und Heu noch frische Kräuter empfehlen, aber nur ganz wenig Gemüse. In diesem Fall müssen es dann schon die richtigen Kräuter und Gemüsesorten sein, wenn man auf 10-20(-30) mg Vitamin C pro Meerschweinchen kommen möchte. Und weil man Vitamin C nicht großartig speichern kann im Prinzip jeden Tag.
Es ist ja interessanterweise so, dass man Meerschweinchen- im Gegensatz zu Kaninchen- nicht rein mit (deutscher) Wiese ernähren kann.
Ich hab mal irgendwo eine Tierärztin oder so gelesen, die sagte, eigentlich müsste man Meerschweinchen zu den Exoten zählen so wie Schlangen oder Geckos oder so, weil sie so komplex sind in ihren Haltungsanforderungen. Vielleicht ist da was dran.
Ich denke, es gibt zwei grundlegende Faktoren, die das ganze kompliziert machen.
1.) Meerschweinchen sind nicht auf ein langes Leben ausgelegt. Sie sind darauf ausgelegt sich möglichst rasch zu vermehren und irgendein Kind wird schon groß werden und selbst Kinder zu bekommen. Weiß jemand wie hoch die Lebenserwartung wildlebender Meerschweinchen ist?
2.) Wir können ihnen nicht ihr natürliches Futter bieten. Auch deutsche Wiese ist nicht das natürliche Futter der Meerschweinchen. Wir können uns nur annähern und versuchen möglichst in Struktur und Nährstoffen das natürliche Futter zu erreichen.
Nr.1 trifft auch auf Kaninchen zu Nr. 2 hingegen nicht. Sprich Kaninchen sind in der Theorie mit einem genügend großen Garten vollständig natürlich ernährbar, auch im Winter - sofern man Kohl anbaut.
Es gibt Pellets, die man recht gut einweichen kann. Das umgeht zumindest das Problem mit der zu trockenen Ernährung und dem Problem mit dem harten Biss und den Zahnwurzeln. In großen Mengen ist es natürlich trotzdem ein Problem, wegen der nicht ausreichenden Kautätigkeit. Aber von 2 eingeweichten Pellets kann ich mit schwer vorstellen, dass da was passiert.
Aber wie gesagt, Vitamin C sehe ich - außer vielleicht für kranke oder trächtige Tiere oder absolute Senioren - an sich unkritisch. Vielleicht noch im Winter in Außenhaltung wie bei Ella.