Beiträge von Silke

    Zu deiner Frage: Ich hatte von wenigen Fällen gelesen, in denen es zu Problemen kam, kann aber aus eigener Erfahrung dazu nichts sagen. Daher bleiben für mich vor allem die folgende Überlegungen:

    Das Setzen des Chips muss schmerzhaft sein, denn die Kanüle mit der er gesetzt wird, hat einen erheblich größeren Umfang als eine Spritze. Und es wird keine Flüssigkeit, die sich schnell verteilen kann, sondern ein fester Körper eingespritzt. Zudem gibt man eine Spritze immer nur, weil das Tier krank ist und man ihm damit helfen will. Beim Verchippen belastet man ein gesundes Tier mit etwas, was man als Mensch praktisch findet.

    Wie auch immer der Chip gestaltet ist, es bleibt ein Fremdkörper, der für immer im Gewebe bleibt und daher meines Erachtens die Gefahr von negativen Reaktionen besteht.

    Es wird oft behauptet, dass Meerschweinchen Schmerzen gut verbergen können. Wie stellen sich die Befürworter der Chips vor, dass ein Meerschweinchen kommuniziert, dass die Stelle mit dem Chip weh tut?

    Ich behaupte also nicht zu wissen, dass ein Chip dauerhaft dem Tier schadet oder Schmerzen verursacht. Andererseits bin ich ais o.g. Gründen sicher, dass niemand das ausschließen kann bei einem Meerschweinchen. Das alleine ist für mich Grund genug, nie dem Setzen eines Chips zuzustimmen oder es gar aktiv zu veranlassen.

    Einerseits halte ich nach wie vor ein erwachsenes Tier, das die Führung und Erziehung übernimmt, für sehr wichtig, andererseits ist es bei 2 jungen Böckchen um einiges schwieriger, als wenn es 2 Weibchen oder ein Männchen und ein Weibchen, wäre. Bei 2 jungen Böckchen bleiben bleibt nur ein erwachsenes Böckchen als Möglichkeit der Gruppenerweiterung und das ist schon riskanter was die dauerhafte Harmonie in der Gruppe anbelangt, als wenn es bei 2 Tieren bleibt.

    Zudem gehe ich nach meinen eigenen Erfahrungen davon aus, dass 3 Böckchen mindestens 4-6 Quadratmeter Grundfläche haben sollten, um auch im Falle von Spannungen, wie sie unter jungen Tieren erst recht vorkommen können, eine Chance auf eine dauerhaft friedliche Gemeinschaft zu haben. 2 Böckchen haben einfach weniger Alternativen als 3 oder mehr. Dadurch sind sie auf den anderen angewiesen und werden auch durch Spannungen zwischen 2 Tieren nicht insgesamt belastet. Daher können Sie in gewisser Hinsicht eher in der Lage sein, Frieden untereinander zu halten. Allerdings kann es im Alter, wenn einer gestorben ist, schwieriger werden, den zweiten gut zu vergesellschaften.

    Es ist also ein Abwägen, was man jetzt leisten kann und inwieweit man auch Zeit investieren kann sich mit den Tieren intensiv zu befassen.

    Bei nur 2 Böckchen würde ich persönlich aber auch nie unter 3 Quadratmeter Grundfläche und möglichst noch eine geräumige erste Ebene gehen wollen. Wenn deine Tiere aktuell noch so jung sind, sieht vermutlich auch ein normalgroßer Käfig groß aus. In einigen Monaten werden sie aber ausgewachsen sein und noch dazu bis zu etwa 1,5 Jahren durch mehrere sogenannte Rappelphasen - eine Art Pubertät - gehen. Dann spätestens ist es wichtig, dass sie genug Abstand voneinander halten und auch bei Bedarf voreinander weglaufen oder an getrennten Plätzen futtern können.

    Herzlich Willkommen im Forum!

    Wir haben zwar einige Außenhalter hier im Forum, aber mit Bildern kann ich dir leider nicht viel helfen hier. Die Bilder sind im öffentlichen Bereich für alle sichtbar und das möchte nicht jeder Halter. Ich kann das gut nachvollziehen, aber dadurch sind gerade zur Außenhaltung hier nicht viele Beispiele zu sehen. Zudem sind die einzelnen Bilder über verschiedene Themen verstreut.

    Für Bilder und Anregungen kann ich dir Meerschweinchenwiese: Außenhaltung (einschlließlich Unterseiten) sehr empfehlen. Dort finde ich auch nicht alles ideal, aber gerade was Gehege anbelangt kann man sich da manches abschauen.

    Unsere Meerschweinchen (6 Böckleben die meiste Zeit im Haus und gehen nur Stunden beziehungsweise tageweise in ein großes stabiles Außengehege oder ein mobiles, so dass sie auch unterschiedliche Stellen auf dem Rasen nutzen können. Von daher kann ich zu manchen Fragen sicherlich auch etwas beitragen andere aber nicht aus eigener Erfahrung beantworten.

    Etagen, wenn sie niedrig sind, sind immer eine gute Sache. Sie geben unten Deckung ohne Platz wegzunehmen und viele Schweinchen gehen auch auf niedrige Etagen, wenn die Rampen flach genug sind. Aus meiner Erfahrung reichen 20 Zentimeter lichte Höhe aus und ermöglichen, dass die Rampen nicht lange sein müssen.

    Eine Etage sollte möglichst groß und zusammenhängend sein. Mehr als eine Etage würde ich persönlich nicht machen, da viele Meerschweinchen, gerade wenn sie erwachsen sind und nicht mehr so gut springen können.

    Um unter der Etage reinigen zu können, ist es gut wenn diese aus mehreren nicht zu großen Teilen besteht, die man hochheben kann wie kleine Tische. Das wird dann aufwendiger, wenn es mehrere Ebenen übereinander gibt.

    Zu Etagen gibt es noch einiges zu sagen aber ich will erstmal bei dem allgemeinen bleiben.

    Ich würde immer damit planen, dass die Tiere phasenweise nur sehr wenig nach außen gehen. Die 4 Quadratmeter sollten sie also komplett zur Verfügung haben und die Etage würde wie gesagt auch helfen, den Platz zu vergrößern. Im Winter oder wenn es regnet gehen anscheinend den Berichten zufolge viele Meerschweinchen nur kurz nach draußen, so dass der geschützte Innenraum groß genug sein muss.

    Den Auslauf würde ich von oben und auch von 1 oder 2 Seiten geschlossen gestalten so dass Regen weniger in den Bereich fällt in dem die Tiere leben.

    Bei etwa 5 Quadratmetern und 5 Tieren würde ich von Anfang an darauf setzen, dass sie einen anderen Untergrund als Rasen brauchen. Rasen wird mit Sicherheit sehr schnell zerstört sein und dann riskiert man das alles matschig und schwer zu reinigen ist. Bei uns bringen 6 Tiere 14 Quadratmeter an den Rand des Möglichen für den Rasen, wenn sie nur im Schnitt jeden zweiten Tag im Sommer für circa 8 Stunden draußen sind. Daher habe ich auch vor etwa 3 Jahren angefangen, zusätzlich - also abwechselnd - ein mobiles Außengehege zu nutzen.

    Hast Du schon einen Plan welche Tiere du aufnehmen willst?

    Bei Außenhaltung würde ich persönlich keine Böckchen nehmen, so sehr ich Bockgruppen wichtig und hilfreich finde. Man kann leider weniger gut helfen und eingreifen, wenn die Tiere draußen leben. Auch wird meines Erachtens die Beziehung nie so eng sein können wie im Haus, wenn man sich dort viel mit den Tieren beschäftigt und sie in einem Zimmer leben, in dem man sich oft aufhält. Das sind aber aus meiner Sicht Voraussetzungen, um bei Problemen in einer Bockgruppe helfen zu können.

    Es gäbe noch viel mehr zu sagen aber der Text ist ja jetzt schon recht lang geworden. ;) Daher soll es für das Erste reichen. Gerne kannst Du aber weitere Fragen stellen und sicherlich wird der eine oder andere Halter auch noch antworten.

    Danke für deine sehr ausgewogene Beschreibung der Situation!

    Ich kann so gut nachvollziehen, was Du da empfindest und würde wahrscheinlich ähnlich reagieren. Da wir uns extrem um unsere Tiere bemühen, werden wir vermutlich bei den meisten Haltungen Punkte finden, die besser gemacht werden könnten. Da ist es vielleicht hilfreich zu bedenken, dass dein Mo den größten Teil seines Lebens vermutlich glücklich verbracht hat, bei liebenden Haltern, die ihm ein weit überdurchschnittliches Meerschweinchenleben ermöglicht haben.

    Das ändert nichts an der Situation, die Du jetzt hast, aber vielleicht macht es sie etwas leichter, sich immer wieder bewusst an das Gute zu erinnern.

    Während ich im Krankenhaus war hat mein Freund die Schweinchen versorgt. Seither hilft er mir wenn es irgendwo nötig ist, aber das meiste schaffe ich alleine - wenn auch langsamer als sonst. Bei der Arbeit versuche ich möglichst viel nach hinten zu schieben und dadurch Zeit zu gewinnen.

    Was ich bei deiner und auch meine Erfahrung nicht verstehe ist, wodurch diese schnelle Schwellung verursacht wird. Als Laie stelle ich mir vor, dass eine Entzündung deutlich länger braucht, um sich auszuwirken oder überhaupt erst zu entstehen. Ist das eine allergische Reaktion oder blutet es nach innen und schwillt dadurch so schnell an?

    Herzlich Willkommen Luca,

    da Du fragst, was du tun kannst damit sie schneller zutraulich werden und sich wohlfühlen, wirst du vermutlich ein paar Antworten hier bekommen, die du so nicht erwartet hättest. Das ist aber nicht böse oder als Vorwurf gemeint. Wir wollen dir nur helfen, dass du den Schweinchen ein möglichst schönes Leben bieten kannst.

    Falls deine neuen Schweinchen erst 2-4 Monate alt sind, wäre das Wichtigste für sie, dass sie die Begleitung durch ein erwachsenes Meerschweinchen bekommen. Meerschweinchen sind relativ lange auf die Schutzfunktion und die Anleitung durch erwachsene Tiere angewiesen. Diese helfen Ihnen nicht zuletzt zu erkennen, was gefährlich ist und was harmlos ist. Zudem geben sie Geborgenheit und machen dadurch die Tiere schon mutiger.

    Selbstverständlich ist es eine Frage, ob du vom Platz her ein weiteres Meerschweinchen dazu setzen kannst und welches Geschlecht deine beiden bisherigen Tiere haben. Zudem ist es natürlich eine Frage der Kosten, wenn man statt 2 3 Meerschweinchen halten will.

    Vielleicht magst du ja noch mehr über das Gehege und den Platz den sie haben und wie gesagt das Alter und Geschlecht schreiben?

    Etwas, was du sofort tun könntest, wäre einen Teil des Geheges mit einem Tuch zu überdecken, so dass sie viel Deckung von oben haben. Das kann natürlich entfernt werden, sobald sie entspannter sind. Zu dem Schutzgefühl gehört auch, dass sie genug Unterstände oder Tunnel oder ähnliches haben, so dass sie jederzeit dorthin flüchten können, wenn sie vermeintlich bedroht werden. Dabei sollte jedes Haus -falls du überhaupt welche verwendest - mindestens 2 einander gegenüberliegende Eingänge haben, damit nicht einer in die Enge getrieben werden kann.

    Was auch sehr wichtig ist und bei dem Vertrautwerden hilft, ist dass Du möglichst viel Zeit in der Nähe der Meerschweinchen verbringst. Dabei kannst Du einfach in der Nähe sitzen und lesen am besten sogar laut vorlesen, damit sie auch deine Stimme hören oder etwas arbeiten oder ähnliches was nicht zu unruhig oder laut für sie ist. Eine andere Sache ist, ihnen Futter aus der Hand anzubieten. Selbst wenn sie das in den ersten Tagen vielleicht aus Angst nicht nehmen, es gut es immer wieder zu probieren und zunächst längere oder größere Stücke hinzuhalten und bei großer Angst am Anfang sogar die Hand von dem Futter wegzunehmen und nur in der Nähe liegen zu lassen.

    Ich dachte mir, dass Du schon vieles abgeprüft hast, was gesundheitliche Probleme sein könnten.

    Was die Klappe selbst anbelangt, hatte ich sie mir auch so vorgestellt, dass sie oben befestigt ist und sich wegdrücken lässt nach vorne, Wenn ein zweites Schwein direkt dahinter wäre, könnte sie m.E. nicht schließen, weil der Chip ja nur wirkt, dass die Klappe sich öffnen lässt. Sas Offenhalten geschieht doch vermutlich durch den Tierkörper. Ob das ein Tierkörper ist oder zwei, die dicht zusammen sind, würde vermutlich keinen Unterschied machen.

    Natürlich verstehe ich in dieser Situation, dass du sie trennen willst in der bestmöglichen Form. Ich persönlich würde auf eine gut ausgewählte dauerhafte Trennung setzen. Vielleicht könnte es ja auch sein, dass es nach einigen Wochen oder Monaten wieder ruhiger wäre. Ich habe ja Not getrunken einige Erfahrungen damit, Meerschweinchen vorübergehend zu trennen und das hat die Situation bei uns noch nie verschlechtert sondern wiederholt überhaupt erst möglich gemacht, dass sie danach zusammengelebt haben.

    Hatte das Antibiotikum bei dir alleine gereicht und wie lange dauerte es bis die Schwellung zurückging? Und wie lange musstest du das Antibiotikum einnehmen?

    Vorgestern Nacht habe ich erstmals ohne Schiene geschlafen. Das war eine Erleichterung! Zeit gestern Nacht habe ich jetzt nur noch den Finger verwickelt und auch das ist sehr viel angenehmer. Ich kann so den bzw. die Finger auch mehr bewegen oder leicht massieren an der Seite. wo keine Wunde ist. Es geht also anscheinend weiter voran. :)

    Ich verstehe dein Anliegen sehe aber mindestens folgende Probleme dabei:

    Wenn ich es richtig verstanden habe, würdest du allen Schweinchen den Durchgang erlauben wollen außer Billy. Das würde aber bedeuten, dass er keinerlei Kontrolle darüber hätte wer, mit ihm zusammen ist. Denn selbst wenn ein Weibchen bei ihm sein möchte könnte sie ja durchaus mal in den anderen Bereich wechseln und dann nicht verstehen dass er nicht einfach nachkommen kann sondern sie wieder zu ihm gehen muss.

    Zudem könnte es passieren, dass in dem kleineren Bereich, der für ihn vorgesehen ist, fast alle Schweinchen sich aufhalten und dann vermutlich untereinander Probleme bekommen würden. Gleich groß kannst du ja die Bereiche nicht machen da sonst alle in der vielleicht großen Gruppe ohne Billy zu wenig Platz hätten.

    Wenn Billy dicht hinter einem anderen Schweinchen gehen oder rennen würde, würde er wahrscheinlich mit durchkommen. Diese Klappen sind ja für Katzen gedacht und eine Katze, die einen Chip irgendwo im Nackenbereich hat ist erheblich länger als 2 Schweinchen und die Klappe darf ihr auch nicht auf den Rücken drücken. Das heißt wenn die beiden Schweinchen unmittelbar hintereinander laufen würden, was ja bei Schweinchen nicht unüblich ist, werde er ggf. mit drüben sein. Noch dazu käme er alleine nicht mehr zurück. Und wenn das Ganze nach einigen Tagen oder Wochen Trennung erstmals passieren würde, könnte ich mir vorstellen dass der Schaden oder Stress größer wäre als jetzt.

    Natürlich weiß ich nicht, ob diese Überlegung sehr wahrscheinlich ist. Ich halte es aber für wahrscheinlicher, dass es passieren würde als dass es nicht passieren wird, eben weil die Schweinchen so klein sind und so dicht hintereinander laufen können.

    Ein weiteres Problem sehe ich darin, die Tiere zu verchippen und das im Grunde genommen auf gut Glück, denn sobald es einmal scheitert mit Billy, ist das ganze Thema beendet. Ich habe massive Bedenken und Abneigung gegen das Verchippen, weil es sehr menschlich gedacht ist, dass der Chip klein sei. Wenn man die Größe eines Meerschweinchens mit der eines Menschen vergleicht, ist so ein Chip so groß wie etwa ein Drittel Bleistift für einen Menschen. Stell dir bitte vor, dir würde so ein großes Objekt in den Nacken oder in den Schulterbereich gerammt und es würde für immer da drin stecken.

    Man weiß von Leuten die Splitter aus dem Krieg o.ä. abbekommen hatten, dass diese mitunter wandern und Schmerzen verursachen. Die Behauptung, dass das bei Meerschweinchen nicht oder selten passiert, halte ich wiederum einfach für menschliche Rechtfertigung und nicht faktisch belegt. Zudem habe ich schon von Tieren gehört, die durch das Verchippen gestorben sind. Das mögen Ausnahmefälle sein, aber das Ganze ist aus meiner Sicht ethisch und aus Tierschutzgründen nicht zu rechtfertigen - vor allem bei so kleinen Tieren.

    Mit anderen Worten Ich würde eine andere Lösung suchen.

    Wie klar ist denn, wer mit wem Probleme hat? Du hattest geschrieben, dass Billy und 3 Weibchen Stress miteinander haben. Ist das bei den Weibchen untereinander oder ist es nur zwischen Billy und den einzelnen Weibchen? Ich würde das zunächst klären und dann die, die sich nicht vertragen, abtrennen und das dauerhaft. Das dürfte entschieden weniger Stress und zuverlässiger sein und lässt sich dann auch besser einrichten und aufteilen für eine feststehende Anzahl von Tieren.

    Aber vielleicht gibt es ja auch einen konkreten Grund für den Stress der zurzeit vorhanden ist oder haben sie den schon sehr lange? Ich gehe davon aus, dass gesunde Tiere mit viel Platz wie sie ihn bei dir haben nicht aus heiterem Himmel Streit anfangen noch dazu wenn sie erwachsen sind und bis dahin friedlich zusammengelebt hatten. Sollte es ein gesundheitliches Problem geben dass diese Spannungen verursacht werde ja zunächst die Frage ob du ihnen dabei nicht helfen kannst Ich denke da natürlich als erstes an hormonelle Störungen. Ich weiß dass du sehr sorgfältig dich um deine Tiere kümmerst und mehr Untersuchungen machen lässt als ich. Trotzdem frage ich, ob du gesundheitliche Themen ausschließen kannst als Ursache.

    Wenn die Weibchen sich untereinander vertragen und nur durch ein Gitter oder eine Plastikabsperrung voneinander getrennt würden, würde ich mir nicht so große Sorgen machen, dass sie später wieder zusammenpassen. Wenn sie jetzt schon untereinander Probleme haben sollten, dann wäre das vermutlich auch schwer zu lösen durch so eine labile Trennung wie sie durch die Katzenklappe gegeben wäre.

    Das sind aber nur Vermutungen vielleicht magst du ja noch genauer schreiben wo das Problem zwischeneinander liegt.

    Ich hatte gerade noch einmal deine älteren Beiträge gelesen und da festgestellt, dass du im Januar auch einen Kastraten verloren hast. Dann hast du ein drejähriges Weibchen dazu genommen und, wenn ich es richtig verstehe, einige Wochen danach noch ein 4 Wochen altes Jungtier.

    Kannst du bitte genauer schreiben, wann das war, dass das Weibchen und das Jungtier dazukamem? Ich frage deswegen, weil es ja sein könnte, dass das dreijährige Weibchen das Jungtier für sich haben und das ältere Weibchen deswegen vertreiben will.

    Welches Geschlecht hat das Jungtier und wie alt ist es jetzt?

    Vermutlich wäre es sehr wichtig, dass ein erwachsener Kastrat dabei wäre, der die Führung übernimmt in der Gruppe. Ob es jetzt sowieso schon zu spät ist für die beiden Weibchen, kann ich nicht beurteilen. Zunächst könnte sich ja das ältere Weibchen mit dem Kastraten anfreunden. Wenn sie dann hoffentlich wieder sicherer wäre, könntest Du nach einigen Wochen einen Versuch mit einer Zusammenführung unter Aufsicht und sehr guter längerfristiger Beobachtung wagen.

    Sollte das Jungtier ein Männchen sein, hättest Du natürlich wirklich ein Problem beziehungsweise müsstest 2 Gruppen mit jeweils einem Männchen und einem Weibchen bilden oder das Jungtier wieder abgeben.

    Aus meiner Sicht gibt es keinen Vorteil, wenn man Weibchen ohne Männchen hält, noch dazu, wenn sie es gewohnt waren, mit einem Männchen zusammenzuleben.

    Die Wunden würde ich bis zum Abheilen zweimal täglich mit einem Wundgel behandeln. Ich persönlich mag die Bepanthen-Produkte sehr. Bei Tieren habe ich aber bisher wiederholt festgestellt, dass sie diese Mittel hassen. Zum einen scheint der Geruch sehr unangenehm zu sein, zum anderen habe ich auch schon Rötungen der Haut erlebt. Ich verwende daher bei oberflächlichen Wunden Octenisept-Gel. Bei einem US Teddy, der einen nicht heilende Wunde hatte, war Octenilin Wundspüllösung letztlich erfolgreich.

    Sie leitet die Bilder von Mogli an eine Praxis weiter, die nur Augen behandeln und die werden dann die Situation einschätzen (ob es Hoffnung fürs Auge gibt auf eine Heilung) und uns ggf einbestellen

    Diese Praxis wäre doch die falsche, falls etwas hinter dem Auge wie ein Abzess oder eine Entzündung an der Zahnwurzel das Problem verursacht. Ich würde unbedingt zu einem geeigneten Tierarzt gehen und das möglichst noch diese Woche.

    Unser Parkett ist definitiv zu glatt für ein sicheres Gehen. Aber auch im Bad, wo die Fliesen eine strukturierte Oberfläche haben, bewegen sie sich nicht gerne auf den Platten. Zugleich gibt es Unterschiede zwischen den Tieren. Manche verlassen das Zimmer, nie weil davor eben Paket ist. Andere trauen sich vorsichtig Schritt für Schritt raus.

    Ich habe es aber auch schon bei einigen Meerschweinchen gesehen, dass sie, wenn Sie sich zum Beispiel erschrocken hatten, sehr stark durchdrehten. Das heißt, sie rutschten mit den Hinterbeinen wiederholt weg und taten sich vermutlich damit dann auch weh, weil dafür der Boden ja doch zu hart ist. Zumindest war es vermutlich eine beängstigende Erfahrung, wenn man nicht schnell genug flüchten konnte bei Gefahr.

    Ich finde es daher eher normal, dass sie das Parkett oder Laminat nicht betreten. Dabei muss man natürlich auch Bedenken, dass es unterschiedlich glatte Oberflächen dabei gibt. Vielleicht kommen daher zum Teil auch die Unterschiede Im Verhalten.

    Wenn ich Videos von Meerschweinchen sehe, die frei in der Wohnung laufen, dann liegt da fast immer Teppichboden; und darauf können sich die Tiere natürlich gut bewegen.

    Vielleicht könntet Ihr zumindest zeitweilig eine Bahn aus Stoff und Inkontinenzunterlagen legen, auf der die Schweinchen sicher laufen können? Ich hatte mir dazu solche Unterlagen für Teppiche gekauft, die das Verrutschen der Teppiche und damit in gewissem Umfang auch des Stoffes verhindern. Andernfalls würde es ja für die Menschen gefährlich, wenn sie versehentlich darauf treten würden.

    Eine Alternative wäre vermutlich Kork. Den habe ich noch nicht probiert bei den Schweinchen, will ihn aber für unseren Hamster sobald wie möglich im Wohnzimmer als Bahnen auslegen. Ob man den ausreichend gegen Urin schützen kann, weiß ich noch nicht. Jedenfalls will ich versuchen mit einer ungiftigen Lasur die Oberfläche zu schützen.

    Gut, dass er nicht alleine bleiben muss! Ich wünsche den beiden, dass sie gute Freunde werden!

    Anmerkung zur Moderation: Bitte binde die Bilder hier direkt ein. (s. Bilder einfügen) Sonst sind sie irgend wann nicht mehr erreichbar und auch jetzt schon schlechter zu sehen.

    Nachtrag: Ich habe die Bilder jetzt selbst heruntergeladen und richtig eingebunden.

    Zu der Frage: Ob zu dem Zeitpunkt etwas noch ohne Operation möglich gewesen wäre, weiß ich nicht. Interessanterweise hatte die Arzthelferin in der gleichen Praxis sofort gemeint, das würde vermutlich chirurgisch versorgt werden müssen. Vielleicht wusste die Helferin mehr als der Arzt. Zumindest hat sie sich das besser angeschaut und das hat vielleicht auch schon gereicht.

    Ob das Antibiotikum letztlich gewirkt hätte, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Auf jeden Fall wurde es eineinhalb Tage lang weiter schlechter. Ich vermute, wenn es wirksam gewesen wäre, hätte es bis dahin zumindest die Verschlimmerung verhindert.

    Natürlich war kein Antibiogramm gemacht worden. Das wäre auch gar nicht möglich gewesen, da die Anzucht der Bakterien und deren Behandlung mit den verschiedenen Antibiotika viel zu lange gedauert hätte.

    Bis zu meiner Entlassung und auch bis heute - nach meinem Kenntnisstand - ist nichts gefunden, was klar diese Entzündung verursacht hat. Das finale Ergebnis vom Labor soll diese Woche kommen. Aber das ist halt einfach viel zu spät, um danach behandeln zu können.

    Es kann ja sein, dass es ein Problem mit dem Auge gibt, aber bitte achte darauf, dass die Ärzte sich nicht vorzeitig auf das Auge fixieren. Mindestens ebenso wahrscheinlich ist, was auch andere schon geschrieben haben, dass er eine entzündete Zahnwurzel oder einen Tumor oder etwas ähnliches hat, was das Auge hervordrückt. Ich vermute, dass das sogar wahrscheinlicher ist. Du kannst als Halter da aufpassen, dass das nicht untergeht, wenn da jetzt im Moment anscheinend alles sich um das Auge dreht und das aber vielleicht nur ein Symptom ist.

    Alles Gute für Mogli!

    Das verstehe ich nicht. Der Augeninnendruck soll nicht deutlich zu hoch sein, wenn ich das richtig interpretiere, was Du geschrieben hast. Andererseits ist die Ursache eines Glaukoms meines Wissens in der Regel ein zu hoher Augeninnendruck. Außerdem habe ich nach kurzem suchen nichts gefunden, das bei einem Glaukom, das Auge so deutlich hervorstehen würde.

    Ich würde mich da an deiner Stelle noch mal genauer informieren und dann das Gespräch beim nächsten Arzttermin suchen. Wann sollte der denn stattfinden?

    Hier sind Informationen von hoffentlich verlässlichen Quellen:

    Danke!

    Ich vermute, dass bei einem reinen Pflanzenfresser die Gefahr deutlich geringer ist, als bei z.B. einem Hund oder einer Katze. Zudem ist es durch die Zähne der Meerscheinchen ein glatter Schnitt und keine Quetschung. Aber trotzdem kann es offensichtlich schief gehen.

    Wenn ein anderer von Euch einen Biss hatte, der hätte vermieden werden können oder behandelt werden musst, könnt Ihr auch gerne hier berichten. Es geht nicht darum Angst zu verbreiten, sondern zu helfen, dass man in einer solchen Situation richtig reagiert.

    Der weitere Verlauf

    In der Nacht zum Mittwoch fand die erste Operation statt. Es war von Anfang an geplant, zunächst die Wunde offen zu lassen und dann ein zweites Mal nach 2 Tagen zu operieren. Mir war auch gleich gesagt worden, dass es einen sehr großen Schnitt geben würde.

    Ab hier verlief es überwiegend sehr positiv. Die zweite Operation fand nach 2 Tagen statt und es konnte dann auch zubenäht werden. Am darauffolgenden Tag, am Samstag, wurde ich entlassen.

    Nach der Operation sollte ich den Finger weiter absolut ruhig halten und daher für 12 Tage die Schiene weiter tragen, die mir angepasst worden war. Am Ende dieser Zeit sollten dann auch die Fäden gezogen werden. Das ist jetzt für morgen geplant.

    Seit letzter Woche bekomme ich Lymphdrainage und nach dem Entfernen der Fäden soll die Krankengymnastik beginnen. Ich soll den Finger beziehungsweise die ganze Hand sehr oft hochlagern und merke deutlich, wenn ich das nicht tue für einige Minuten, dass es dann anfängt zu stechen. Neben der Entzündung im Gewebe ist auch die Sehnenscheide betroffen, die sich auch entzündet hatte. Ich vermute, dass dort die Entzündung auch noch nicht ganz verschwunden ist.

    Arbeiten kann ich natürlich nicht richtig, da ich mit der linken Hand sehr langsam bin beim Schreiben und schon einige Fehler gemacht habe, die nicht passiert wären, wenn ich normal hätte tippen können.

    Rückblick und Aussicht

    Wenn alles weiter gut verläuft, sollte kein Schaden zurückbleiben. Dafür bin ich sehr dankbar! Und ich habe in dieser Zeit auch einiges gelernt. Trotzdem wäre es natürlich besser gewesen, wenn ich durch richtiges Verhalten das Ganze verhindert hätte.

    Extreme Symptome

    Ich hatte zunächst nur Wasser über die Wunde laufen lassen und dann ein Pflaster darauf getan. Nach etwa 2 Stunden war der Finger stark geschwollen. Ich wechselte daher das Pflaster und trug zuvor ein antiseptisches Mittel auf. In der Nacht hatte ich zunächst erstaunlich starke Schmerzen.

    Trotzdem erwartete ich, dass diese kleine Wunde von alleine normal heilen würde. Zudem war es ja Sonntag und deswegen zu einem Notarzt zu fahren, kam mir, soweit ich mich erinnere, nicht einmal in den Sinn.

    Am Montag Vormittag ging ich zu einem praktischen Arzt, der sich leider die Wunde nicht einmal richtig anschaute. Das wurde dadurch offensichtlich, dass er meinte, da sei ja gar nichts offen. Er verschrieb mir nur ein Antibiotikum, das ich 5 Tage einnehmen sollte. Ein Biss könne unbehandelt zu einer Sepsis (Blutvergiftung) führen. Er fragte dann noch nach dem Status der Tetanus-Impfung und ich stimmte einer Kurzzeit-Immunisierung zu. Damit war das Thema für ihn erledigt.

    Zwischenzeitlich war der Finger und auch der benachbarte Finger weiter angeschwollen. Und die Schwellung auch teilweise auf den Handrücken gegangen.

    Einen Tag später, also am Dienstag, hatte sich die Schwellung weiter verstärkt - natürlich verbunden mit Rötung und Wärme. Als auch noch Schwindel und ein sonderbares Gefühl dazu kamen, fuhren wir in die Notaufnahme der Uniklinik.

    Nach einer ersten Untersuchung und einem Gespräch mit einem Chirurgen, meinte dieser, das müsse möglichst noch am gleichen Tag operiert werden. Ich war zunächst sehr erstaunt darüber und überlegte noch, ob das wirklich nötig sei, stimmte dann aber zu.

    Mein zweiter Fehler war also gewesen, dass ich auf der Grundlage der bisher immer problemlos abgeheilten Wunden die Symptome nicht ernst genommen hatte. Ich würde auch in Zukunft wegen einer kleinen Verletzung, ob Biss oder etwas anderes nicht gleich zum Arzt gehen. Das ist meine persönliche Meinung. Manche anderen würden wegen einer Verletzung durch einen Tierbiss sofort zum Arzt gehen.

    Was ich aber auf jeden Fall hätte tun sollen und in Zukunft beachten will ist, dass ich auf ungewöhnliche Symptome angemessen reagiere. So etwas wie die Reaktion auf diese kleine Verletzung hatte ich noch nie erlebt und das hätte mich hellhörig machen müssen.