Beiträge von Silke

    Ich habe schon verschiedentlich eine Reptilienwärmeplatte unter mehreren Lagen Handtuch liegend genutzt. Hier ist z.B. eine Auswahl für ein Wärmeplatte. 28x15cm o.ä. sollte sie mindestens groß sein. Das Stromkabel musst Du natürlich gut sichern, aber das geht ja.

    Ich habe die zunächst auf eine angenehme Temperatur gestellt und anfangs immer mal kontrolliert. Dann hatte ich sie wochenlang ununterbrochen eingeschaltet. So heiß, dass es brennen könnte wurden meine Platten nie. Ich schätze, es waren maximal 20-30 Grad mehr als die Umgebungstemperatur. Prüfen würde ich das bei jeder neuen Platte natürlich trotzdem.

    Wenn ich sie auf Einstreul legen wollte, würde ich eine Holzplatte o.ä. dazwischenlegen.

    Man könnte auch noch einen Temperaturregel einsetzen, aber das hätte bei uns keinen Mehrwert gebracht, obwohl ich schon einen gekauft hatte.

    Selbstverständlich muss das Tier jederzeit die Wärmequelle jederzeit verlassen können.

    Deine Frage finde ich sehr berechtigt. Ich vermute aber, dass es nicht die 1,2 der 3 Punkte gibt, die für alle alten Meerschweinchen gelten. Das kam ja auch in dem verwandten Thema Typische Alterserscheinungen an mehreren Stellen vor.

    Ältere Schweinchen sollten daher noch genauer beobachtet werden, als jüngere, wo sie kleinere oder nur beim genauen Hinsehen erkennbare Probleme haben. Ich denke da an mindestens folgendes:

    Einschränkungen in der Beweglichkeit und Kraft können erfordern, dass man Rampen flacher macht und Stellen entschärft, die älteren Tieren Probleme machen. Das Futter sollte dann bequem zugänglich sein für sie. Heuhaufen könnrn für ältere Tiere vermutlich unangenehm sein wegen der erhobenen Kopfhaltung, wenn sie Schmerzen haben in der Wirbelsäule oder weniger Kraft.

    Ich würde einem alten Tier versuchsweise einen Platz mit künstlicher Wärme anbieten, solange es in der Wohnung nicht deutlich über 20 Grad hat. Falls Helga den nicht nutzen sollte, kannst Du es ja wieder abschalten und nur für akute Krankheitsphasen nutzen. Eine Reptilienwärmeplatte zusammen mit einem Handtuch darüber wäre sicherlich einen Versuch wert.

    Es könnte, je nachdem wie sich das Gewicht entwickelt, ein geschicktes Zufüttern in Form von Knollen- und Fruchtgemüse, was sie sonst nicht oder selten bekommen, sinnvoll. Ich würde bei einem recht alten Tier wie Helga nicht erwarten, dass es das Gewicht eines vergleichbaren zwei- oder dreijährigen Tieres hat, aber es sollte auch nicht zu weit nach unten gehen.

    Ich würde da auch Osseäre Choristie vermuten und sie beim nächsten Augenarzttermin von Bob wahrscheinlich mitnehmen, um den Augeninnendruck messen zu lassen. Wenn das frühzeitig behandelt wird, scheint es unproblematisch sein zu können.

    Das Wichtigste ist aber, dass Fienchen ein sehr schönes Zuhause bekommen hat und sich anscheinend mit Bob gut arrangieren kann. Meerschweinchen, die nicht auf ihr Recht beharren aber andererseits auch nicht panisch werden, finde ich sehr wichtig in einer Gruppe. Sie scheint diese beiden Eigenschaften zu haben. Vielleicht werden die beiden noch ein richtig eng befreundetest Paar.

    Das sind ja doppelt gute Nachrichten: mit dem Auge und mit der neuen Freundin, die es hoffentlich werden wird! Sehr interessant finde ich, dass Bob jetzt die Initiative anscheinend übernimmt im positiven Sinne und ihr durchs Fell wühlt oder sie besteigen will und anbrommselt.

    Wir werden nie herausfinden, ob sie jetzt einfach die bessere Partnerin für ihn ist oder er durch mehrfachen Kontakt mit Weibchen dafür offener geworden ist, er den Tod von Mo besser "verabeitet" hat oder es daran liegt, dass ihm das Auge nicht mehr so schlimm zu schaffen macht wie bei den ersten Versuchen.

    Wie auch immer: Ich würde mich sehr freuen, wenn Bob sein Leben wieder genießen könnte mit der neuen Partnerin und wünsche euch dafür bestes Gelingen!

    Zwei Bilder von dem neuen und hoffentlich lange anhaltenden Glück:

    Fuchsi und Fridolin - 23.03.25


    Fuchsi und Fridolin - 23.03.25

    Da ich noch einen ergänzenden Aspekt schreiben wollte zum Herausnehmen von Fuchsi habe ich den Teil des Beitrages doch wieder zurück in dieses Thema kopiert. Wenn wir etwas beschreiben ist das immer nur ein unvollständiges Bild. Ich glaube, dass es zum Verständnis helfen kann, wenn ich hier noch etwas mehr schreibe von der Situation gestern.

    Fuchsi war wie ich schon geschrieben hatte vermutlich durch den Biss vor über 2 Monaten und dann aktuell das heftige Stoßen am Gehegerand extrem verängstigt. Er war richtig panisch, wenn Fridolin ihm hinterher rannte, was anfangs oft geschah. Er wühlte sich oft entweder unter Heu und Stroh und saß dort reglos oder er kam in die Ecke, die neben meinem Platz vor dem Gehege war. In den ersten Tagen saß ich stundenlang vor dem Gehege, um aufzupassen, das nichts Schlimmes passiert. Fuchsi schaute mich dann hilfesuchend an und blieb an dem Platz sitzen, obwohl dort keine Deckung von oben war. Das war nicht nur einmal der Fall, sondern er suchte immer wieder dort bei mir Zuflucht. Er atmete schwer und wollte nur der Situation entkommen. Am ersten gemeinsamen Abend musste ich beide per Hand füttern, weil sie sich nicht trauten, zum Frischfutter zu gehen.

    Letztlich hatte Fuchsi bei den stundenweisen Zusammenführung der ersten 3 Tage nachts Gelegenheit, sich wieder etwas zu entspannen. In der ersten Nacht mit Fridolin zusammen war auch das natürlich nicht möglich gewesen. Vor diesem Hintergrund war es mir wichtig, ihm eine Zeit der Geborgenheit und Sicherheit zu geben, um die Daueranspannung möglichst zu unterbrechen.

    Man kann es als Zufall bezeichnen, aber es war jedenfalls so dass er, nachdem ich ihn in das Gehege zurücksetzte, entspannter war und es ab da kein großes Verstecken und wildes Jagen mehr gab.

    Es hängt natürlich auch stark von dem jeweiligen Meerschweinchen und von der Intensität der Beziehung zu ihm ab, ob so etwas, wie ich es da getan habe, dem Tier hilft oder schadet. Simba kam ja nur 10 Tage nach den beiden Kleinen zu uns. Aber erstens hatte ich mit ihm weniger ausgeprägten Kontakt als mit den beiden Kleinen, weil er nicht ihre Probleme hatte, und zweitens hat er eine starke Abneigung dagegen angefasst oder festgehalten zu werden. Wenn er in einer ähnlichen Situation wäre, würde ich mich also nicht automatisch genauso verhalten wie bei Fuchsi.

    Hoffentlich macht die fehlende Sozialisierung nicht später Probleme

    Diesen Punkt sehe ich auch. Aber man kann es auch so sehen:

    Die fehlende Sozialisierung macht ihnen die ganze Zeit schon Probleme. Ich hatte versucht, es "richtig" zu machen und die beiden irgendwie mit erwachsenen Meerschweinchen zusammenzuhalten.

    Das ist leider bisher immer gescheitert, es sei denn ich hätte 3 Gruppen mit jeweils 2 Tieren machen wollen. Da das in vieler Hinsicht nicht gut und sinnvoll gewesen wäre, wäre ich mittlerweile glücklich, wenn die beiden miteinander gut und froh leben könnten.

    Sollte es bis dahin gut gehen, würde ich vermutlich Anfang des nächsten Jahres noch mal eine Zusammenführung mit den anderen versuchen. Da bei diesem Versuch aber wieder alles zerbrechen kann, will ich das nicht zu früh probieren und höchstens sehr vorsichtig angehen.

    Ja, gerne.

    Fuchsi und Fridolin haben ja in den 4,5 Monaten bei uns leider viel Aufregung, Kummer und Spannungen sowie sogar kurzzeitig auch Einzelhaltung erlebt. Sie haben es in der Zeit m.E. genossen, bei mir unter der Jacke Wärme (emotionale) und Nähe zu erleben. Ich glaube, es hat ihnen in dieser schweren Zeit geholfen.

    Ich bin grundsätzlich nicht der Ansicht, dass Meerschweinchen "reine Beobachtungstiere" sind. Aus meiner Sicht können sie auch den körperlichen Kontakt mit Menschen genießen, wenn man es auf eine für sie geeignete Art angeht. Wir hatten mal ein Thema in dem es u.a. um diese Richtung ging: Zähmung von Meerschweinchen schlecht - oder gut?

    Es gibt Menschen, die behaupten, sie hätten die Deutungshoheit, was das Verhalten und Empfinden von Meerschweinchen angeht. Damit meine ich ausdrücklich nicht Dich IrishGirl oder andere Mitglieder dieses Forums. Ich meine die Leute, die kategorisch behaupten, Meerschweinchen würden sich nur verzweifelt wegducken, sich selbst aufgeben u.ä., wenn man sie auf dem Schoß hat. Und hier steht die Ansicht dieser Menschen gegen die Sicht und Erfahrung von vielen Generation von Meerschweinchenhaltern. Zudem wird diese Sicht m.W. z.B. im angelsächsischen Raum nicht vertreten.

    Man muss sich also selbst eine Meinung bilden, was für die Tiere richtig und gut sein könnte.

    Ich kenne hoffentlich meine Tiere und kann ihre Signale deuten. Ansonsten haben sie noch ganz andere Probleme. Daher gehe ich so mit ihnen um, wie ich den Eindruck habe, dass es ihnen gut tut. Was andere Halter sagen, nehme ich ernst, aber wenn es mir nach sorgfältiger Abwägung falsch erscheint, handele ich nach dem, was ich für richtig halte.

    Wir sind uns sicherlich alle einige, dass Meerschweinchen eher schreckhafte, scheue Tiere sind. Wenn wir sie nicht mit unserer Nähe "bedrängen" und ihnen Futter aus der Hand "aufdrängen" würden, würden sie immer scheu bleiben. Wir müssen also entscheiden, wie weit wir die Meerschweinchen "zu ihrem Glück zwingen" am Anfang, bis sie es zu schätzen lernen. Bei Futtergaben, Nähe, Herausnehmen zum "TÜV" u.a. tun wir das. Ich glaube, dass es im Interesse der Meerschweinchen ist, wenn man es einfühlsam auch darüber hinaus tut.

    Über Nacht zusammen! :)

    Seit gestern Nachmittag besserte sich die Beziehung der beiden deutlich, wobei es ja auch vorher schon Fortschritt gegeben hatte. Gestern Abend war es so gut, dass ich sie nicht wieder trennen wollte. Die Nacht war erfreulicherweise sehr ruhig und friedlich gewesen. <3 <3

    Beide sind durch die Aufregung der letzten Tage sehr geschafft, vor allem aber Fuchsi. Gestern Abend sind sie beide nicht zum Frischfutter gegangen dass ich ihn hingelegt hatte wie immer. Ich bin dann noch einmal aufgestanden habe mich ins Gehege gesetzt und sie aus der Hand gefüttert. Das haben beide dann gerne genommen. Fuchsi war heute morgen noch so beeindruckt, dass ich ihn für ca. eine halbe Stunde, herausnahm damit er sich bei mir auf dem Schoß unter meiner Jacke entspannen konnte.

    Als ich ihn zurücksetzte, ging Fridolin auf ihn zu und wühlte ihm freundlich im Fell. Dann jagte er ihn wieder etwas, aber nicht aggressiv und auch Fuchsi zeigte sich dabei weniger ängstlich. Am Ende bestieg Fridolin ihn einmal und seither ist heute nur Erholen und Ausruhen bei beiden angesagt. Dabei lagen sie oft in der Nähe des anderen.

    Bisher war der Bereich, in dem sie jetzt leben, nur rund 2,3 Quadratmeter groß gewesen. Vorhin habe ich alles genutzt, was möglich war, ohne dass ich den anderen zu viel Platz wegnehme oder selbst häufig über die Absperrung steigen muss. Sie haben jetzt 2,8 Quadratmeter Das finde ich eigentlich immer noch zu wenig, aber ich hoffe, sie können damit auch glücklich werden. Falls sie in etwa 2 Wochen immer noch friedlich zusammenleben sollten, will ich Ihnen noch eine Etage über Eck einbauen, so dass sie noch zusätzliche Fläche und Abwechslung haben.

    Ich hoffe, es entwickelt sich so gut weiter! Normalerweise würde ich sagen "Wir haben es geschafft!", aber bei den beiden Kleinen habe ich schon so viel Ungewöhnliches erlebt, dass ich dem Frieden noch nicht ganz traue.

    Ist es jetzt durchgehend friedlich zwischen Billy und diesen beiden Weibchen?

    Auch wenn solche Auftrennungen nicht unser Ziel sind, wäre es ja schön, wenn jetzt wieder Ruhe und Harmonie eingekehrt wären.

    Genau aus dem Grund finde ich persönlich 30 cm nicht hoch genug für die Umrandung. Wenn das Gehege ebenerdig steht und der Raum nicht zu gefährlich ist durch Kabel, Pflanzen oder ähnliches, dann kann man es riskieren mit 25-30 Zentimeter Umrandungshöhe. Wenn aber das Gehege zum Beispiel 80 cm erhöht steht, würde das bei einem Sprung einen Fall aus über einem Meter Höhe bedeuten. Und das würde mit ziemlicher Sicherheit nicht ohne Verletzungen abgehen.

    Für junge gesunde Meerschweinchen sind meines Erachtens 30cm gut zu überspringen. Sicherlich werden die Tiere das in einem ausreichend großen Gehege und mit einer harmonischen Gruppe nicht unbedingt tun. Aber es kann zum Beispiel Erschrecken oder kurzzeitiges Jagen oder irgendetwas anderes, was die Tiere sehr bewegt, dazu führen dass sie doch springen. Selbst wenn es bei vielen Gruppen jahrelang gut geht, muss man abwägen wie groß der Schaden ggf. wäre.

    Vergesellschaftung von Fuchsi und Fridolin

    Seit 18. März sind die beiden täglich vorübergehend zusammen. Es waren einmal rund 6,5, einmal 1,5 und dann 10 Stunden. Aktuell sitzen sie wieder ohne Trenngitter dazwischen.

    Ich will nicht alle Details berichten, aber wie Ihr Euch aufgrund der mehrtägigen Versuche denken könnt, ist es nicht so schlecht gelaufen, wie ich befürchtet hatte. Es ist aber noch weit von einem friedlichen, entspannten Verhältnis entfernt.

    Es gab kein Beißen. Am ersten Tag haben sie sich einmal angesprungen und Fridolin hat Fuchsi anfangs 2 oder 3 kleine Fellbüchel ausgerissen. Das waren erfreulicherweise bisher die einzigen Zwischenfälle.

    Fuchsi ist sehr ängstlich bis panisch, wenn er gejagt wird. Es liegt vermutlich an der letzten Erfahrung, die sie miteinander hatten, als Fuchsi die heftige Bisswunde am Mäulchen bekommen hatte. Das ist zwar schon über 2 Monate her, wirkt aber anscheinend noch nach. Bis dahin war Fuchsi ja der klar Überlegene gewesen, der leider seinen Bruder oft gejagt und auch gehackt hatte.

    Zudem hatte Fuchsi sich am 18.03. das Schnäuzchen heftig an der Gehegeumrandung angestoßen, obwohl er zu der Zeit gar nicht gejagt worden war. Das hatte ihn auch sehr verstört. Ich konnte keine Verletzung sehen und die Zähne sind auch noch in Ordnung, soweit ich das beurteilen kann.

    Wenn nichts Schlimmes passiert, gehe ich davon aus, dass wir noch einige Tage brauchen werden, bis sie durchgehend zusammen sein können und so friedlich sind, dass ich sie auch längere Zeit alleine lassen kann. Denn das ist für mich eine Voraussetzung, um sie über Nacht zusammenzulassen, weil ich ja beim Schlafen einfach gegebenenfalls zu spät reagieren würde und offen gesagt auch eine möglichst ungestörte Nachtruhe brauche.

    Ich habe jetzt natürlich wieder die Hoffnung, dass es gelingen wird. Aber die wurde ja schon mehrfach früher oder später enttäuscht. Um relativ sicher sein zu können, dass sie voraussichtlich friedlich miteinander leben können, werden wir sicherlich selbst im Idealfall noch etwa 2 oder 3 Wochen brauchen. Die 2 Kleinen sind schon etwas Besonderes. :rolleyes:

    Die Sorge wegen Verletzungen durch Bambus kann ich sehr gut nachvollziehen. Am liebsten füttere ich den großenblöttrigen Bambus, der leider so wuchert. Da kann man die Blattwedel relativ knapp abschneiden, so dass sie dann flach liegen und sich normalerweise keiner mehr verletzen dürfte. Bei dem kleinblättrigen Bambus ist das schwieriger und gefährlicher und ich versuche da möglichst kleine Stücke abzureißen. Am sichersten ist es aber tatsächlich nur die Blätter zu geben.

    Bei Zweigen, die uns für Schweinchen leidenschaftlich gerne anfressen, versuche ich auch immer sehr darauf zu achten, dass keine Enden in Höhe der Augen hochstehen. Ganz sicher machen kann man das nicht und bisher ist auch noch nie etwas mit den Zweigen passiert, aber ich denke es ist wichtig, dass man da vorsichtig.

    Wenn möglich gebe ich im Winter auch Fichte oder Tanne und Kiefer. Die Kiefernadeln sind teilweise extrem spitz. Dann schneide ich die Spitzen mit der Schere ab, ehe ich die kleinen Zweige den Schweinchen hinlege. Genauso entferne ich immer sämtliche Dornen bei Brombeerblättern. Rosenzweige gebe ich nur von Rosen ohne Dornen.

    Da ich Stroh als Überstreu verwende, achte ich sehr darauf, dass es sehr weiches Stroh ist. Die Schweinchen wühlen sich mitunter darunter und fressen davon, so dass das bei normalem Stroh sicherlich sehr gefährlich werden könnte. Ein sehr grobes Heu habe ich sogar mal als Mulch für die Pflanzen verwendet, weil wir die Halme zu hart und spitz waren.

    Bei Malu könnte man eher dran denken, aber auch sie ist abgeklärt mit Urintest und großem Blutbild.

    Ich will nicht besserwisserisch erscheinen, aber bei einem großen Blutbild werden u.a. Schilddrüsenwerte und Blutzucker nicht bestimmt. Es geht beim kleinen und großen Blutbild nur um Blutzellen. Vielleicht hattest Du nur den Begriff ungenau genutzt oder es wurde wirklich nichts hier relevantes bestimmt.

    Kleines und großes Blutbild

    Gut, dass er mit dem Schrecken davongekommen ist!

    Ja, ich schneide alle Schlaufen vor der Benutzung ab. Das gleiche mache ich, wenn ein Handtuch so abgenutzt wurde bei den Schweinchen, dass sich z.B. am Saum ein Loch ergibt. Es könnte ja auch ein Füßchen schon in einem kleineren Loch hängenbleiben.

    Wenn man sich überlegt, dass ein Kinder- beziehungsweise besser ein Jugendbett maximal 2 Meter mal 90 Zentimeter sein dürfte, also 1,8 Quadratmeter hätte und nicht direkt geeignet wäre als Gehege, dann frage ich mich, ob das wirklich die für die Menschen und Tiere beste Lösung wäre.

    Das Material des Bettes dürfte nicht für Urin und feuchte Einstreu oder auch die Feuchtigkeit bei Fleece geeignet sein oder wenn Weibchen das Männchen abwehren mit ihrem Urin. Eine Grundplatte fehlt natürlich auch. Das heißt, das müsste irgendwie noch zusätzlich geschützt bzw. ergänzt werden. Wie schon erwähnt wurde, dürfte die Umrandung nicht hoch genug sein. Zudem will man normalerweise seine Schweinchen auch sehen können, so dass man eigentlich als Umrandung möglichst viel Plexiglas oder ähnliches verbauen sollte.

    Ich würde in der Tat überlegen, falls Songmics-Elemente oder Songmics-Steckverbinder mit Holz nicht in Frage kommen sollten, ob nicht ein Handwerker mit einer genauen Vorgabe das für wenig Geld viel besser umsetzen würde.

    Wir haben 2 Einstreubereiche, die wir mit Sieb-Film-Platten gebaut haben. Das wäre zumindest als eine Unterlage für ein Gehege eine sehr sinnvolle Lösung. Für die Umrandung ist es natürlich auch praktisch, aber wenn man es auch vorne zu macht, natürlich nicht geeignet, weil man die Tiere nicht mehr so gut sehen könnte und sie nicht nach außen schauen könnten. Bei uns sind die beiden Einstreubereiche mit insgesamt über 3,5 Quadratmetern Teil des freien Lebens im Zimmer. Von daher sind sie vorne nur sehr niedrig umrandet.

    Solltet Ihr Interesse haben, könnten wir Euch sicherlich ein paar Vorschläge machen wie ein selbstgebautes, durch einen handwerklich begabten Bekannten o.ä. für wenig Geld zusammengeschraubtes Gehege aussehen könnte in Material und Abmessungen.

    Gut, dass Ihr Euch vorher Gedanken macht über das Gehege und seinen Standort!

    Auch wenn Ihr jetzt Euch für eine Sache entscheidet, ist es relativ wahrscheinlich, dass Ihr früher oder später das Gehege erweitern oder anders aufbauen wollt. Das ist nach meiner Beobachtung bei den meisten Haltern der Fall, die ihre Meerschweinchen lieben und gut beobachten. Man unterschätzt zu Anfang immer wieder, wieviel Platz die Meerschweinchen brauchen und auch nutzen, wenn sie ihn haben.

    Ich habe verstanden, dass ihr früher auch schon Meerschweinchen hattet. Aber vielleicht war es so wie bei vielen von uns, dass die Haltung in der Kindheit alles andere als tiergerecht war? Ich will ich euch nichts unterstellen, sondern nur zu bedenken geben, dass einen fertig gebautes Gehege, dass sich nicht mehr einfach erweitern lässt, gerade am Anfang vermutlich keine gute Lösung wäre.

    Aus diesem Grund finde ich die Songmics-Kleintiergehegeelemente sehr attraktiv. Schön sind sie sicherlich nicht, aber es muss ja auch keine Dauerlösung sein. Ich nutze diese Elemente sehr oft z. B. für vorübergehende Abtrennung von neuen Tieren. Wenn man die Gitterelemente nimmt und sie gut einsteckt und noch dazu mindestens an einer Stelle pro Element mit Kabelbindern mit dem Nachbarn verbindet, sind diese Gehege sehr stabil.

    Trotzdem verstehe ich natürlich, wenn man lieber Holz möchte. Ich hatte eine interessante Lösung gesehen, wo jemand die Verbinder von Songmics verwendet hat und Bastelsperrholz anstelle der Folienelemente oder der Gitterelemente genutzt hat. Das sah meines Erachtens deutlich schöner aus und erfordert trotzdem kein handwerkliches Geschick bleibt aber komplett flexibel.

    Das aktuell von beispielsweise der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (siehe Merkblatt Meerschweinchen) geforderte Mindestmaß von 2 Quadratmetern Grundfläche würde ich keinesfalls unterschreiten wollen. Es sind ja nicht einfach 20 Zentimeter weniger Tiefe als Beispiel, sondern es sind 20 Prozent weniger Lebensraum.

    Das Gehege erhöht zu stellen, hat meines Erachtens den Hauptvorteil des Stauraums darunter. Das kann man aber auch erreichen durch ein Regal, das man an die Wand hängt oder auch in das Gehege stellt, wenn dieses begehbar ist und am Boden steht. Ein Gehege am Boden ist deutlich weniger aufwendig zu erstellen, flexibler und ermöglicht, dass man den Tieren einfach und direkt Freilauf geben kann.

    Es scheint ja mit Lumi und Bob keinen richtigen Streit und auch Fortschritte zu geben. Solange sie nicht anfangen, sich wirklich zu streiten oder eine den anderen beißt, hättest Du meines Erachtens beide Optionen offen:

    Du könntest es weiter probieren und letztlich genauso gut in 2, 3 oder 4 Tagen abbrechen. Meiner Erfahrung nach ist es kein Problem wenn, ein Tier nach einigen Tagen oder auch etwas länger in eine bis dahin harmonisch gewesene Gruppe zurückkehrt. Garantieren kann man das natürlich nicht, aber so hatte ich es bisher immer erlebt - wenn auch bei Böckchen.

    Du könntest auch Lumi für einige Tage in ihrer Gruppe zurücksetzen. Dann würdest Du vermutlich sehen, ob Bob ohne sie glücklicher ist und zum anderen - was mein Hauptgedanke dabei wäre - könntest Du abwarten, bis es mit seinem Auge hoffentlich wieder besser ist und er sich dann vielleicht offener für Gesellschaft zeigt.

    Dass du kein Böckchen als Leihmeerschweinchen dazu nehmen willst, kann ich aus verschiedenen Gründen gut verstehen. Vielleicht wäre es für Bob leichter, aber selbst das weiß man ja nicht.