Bitte um dringende Hilfe

  • Hallo zusammen.

    Ich wende mich an euch weil ich nicht mehr weiter weiß.

    In einem anderen Thema hatte ich bereits geschrieben, dass mein Hino (6 Jahre, 8 Monate) mit zu dünn ist. Ich wollte ihn deswegen sowieso bei einem Tierarzt vorstellen und hatte schon einen Termin gemacht. Nun ist es aber doch ein Notfall geworden. Um die Sache kurz zu machen: Nach seiner letzten Blasenstein-OP im Februar haben sich neue Steine gebildet. Dieses Mal 3 kleinere. Aufgrund dieser Blasensteine hat er eine Blasenentzündung. Aufgrund dieser Blasenentzündung hat er das fressen eingestellt. Er wiegt nun um die 650 Gramm. Normal sind für ihn 800 Gramm. Wir haben es bis jetzt geschafft 10 Gramm zuzunehmen. Zusätzlich dazu ist der Verdauungsapparat natürlich jetzt lahm gelegt, was zu einer verringerten Körpertemperatur geführt hat. Er hatte gestern 34,7 Grad und heute morgen sind wir auf 36,4 Grad hoch gekommen.

    Ich hab all diese Symptome eigentlich sofort bemerkt und gegen gesteuert. Bis Sonntag hat er noch eigenständig gefressen, nur wenig und ich hatte zugefüttert. Jetzt bin ich alle 2 Stunden am päppeln. Er nimmt das Futter, mein Problem ist aktuell dringender die Temperatur. Die Tierärztin hat deutlich gemacht, dass er zwingend wieder zu mindestens 38 Grad kommen muss, da akute Lebensgefahr besteht. Ich habe ununterbrochen mit einer Wärmflasche gewärmt, leider hat das nur verhindert, dass die Temperatur weiter sinkt und nicht dass sie steigt. Gestern habe ich mit Rotlicht gewärmt. Das hat er gar nicht vertragen. Wahrscheinlich war der Umschwung zu drastisch. Er ist ganz schlapp und müde geworden. Zurück zur Wärmeflasche war er wieder besser drauf. Aber eben weiterhin viel zu kalt. Nun bin ich darauf umgestiegen mit einer Wärmedecke einen Tunnel zu bauen und ihn dort hinein zu legen. Die Decke ist auf der niedrigsten Stufe. Das hat geklappt. Wir konnten die Temperatur um mehr als einen Grad innerhalb von ca. 10 Stunden verbessern. Er ist nun aber wieder schlapp. Ich habe Angst, dass ich ihn zu drastisch Wärme, aber gleichzeitig, dass er nicht warm genug ist. Ich muss einen Mittelweg finden und weiß nicht wie.


    Zur Erklärung was ich mit schlapp meine: "Normal" ist er in der Lage auf den eigenen Beinen zu stehen, den Kopf selbständig zu heben und auch ein paar wackelige Schritte zu gehen. Nach den Rotlicht war er komplett erschlafft als wäre er unter Narkose. Ich musste für ihn den Kopf zum füttern heben, ihn aus und in das Kuschelhaus tragen usw. Jetzt ist er aktuell grundsätzlich schon in der Lage zu gehen und den Kopf zu heben, vermeidet es aber. Er schläft nicht, er wacht einfach nur.


    Unser Langzeitplan ist ihn aufzupäppeln, die Blasenentzündung mit Antibiotikum zu behandeln und ihn so weit zu stabilisieren dass er wieder in der Lage ist eigenständig zu fressen. Dann sollen die Steine entfernt und ins Labor geschickt werden. Die Ärztin meinte es kann gut sein, dass es sich nicht um Calcium Ablagerungen handelt, da ich nach der letzten OP die Ernährung umgestellt hatte. Aber erstmal muss er aus dieser roten Zone raus. Ich bin absolut dankbar für jede Hilfe. Aktuell versorge ich ihn 24/7 und lasse ihn nicht aus den Augen also bin ich auch für absolut jeden Vorschlag offen solange eine Chance besteht.


    (Bitte seht davon ab mir zu raten ihn einzuschläfern. Ich weiß wie ernst die Lage ist und ich bin mir dessen bewusst, dass es realistisch ist ihn gehen lassen zu müssen aber die Tierärztin hat uns versichert, dass es die Chance gibt ihn zumindest OP-bereit zu kriegen (ob er die OP schafft ist ja wieder ungewiss) solange wir seine Temperatur in den Griff kriegen und ich will und kann noch nicht aufgeben)

  • Es tut mir wirklich sehr leid, das zu lesen 😥

    Ich kann dir wahrscheinlich keinen wirklichen Tipp geben. Kann dir nur sagen, dass bei Ella mit der Temperatur nach ihrer OP auch nicht alles in Ordnung war und ich sie dann diesen einen kritischen Tag in der Transportkiste hatte, wo sie einen Kuschelsack drinnen hatte und dort ist sie auch nicht raus gegangen. Unten drunter und auch darüber hatte ich noch eine Decke gelegt, und dort drinnen ist ihr zumindest keine eigene Wärme abhandengekommen. Und es wurde mit ihrer Temperatur besser. Ich weiß aber nicht, ob euch das hilft. 🙁

  • Es tut mir leid! Das hört sich sehr kritisch an. Aber wenn es Sinn macht, es zu versuchen, hätte ich ein paar Ideen. Mehr als Ideen sind das nicht, mir fehlt das Wissen zu Untertemperatur. Aber die könntest die Tierärztin sofort darauf ansprechen.

    Infusionen mit angewärmter Flüssigkeit könnten den Kreislauf stabilisieren, Energie zuführen und vermutlich vorhandenen Flüssigkeitsmangel ausgleichen. Ich habe bei Igeln sehr gut Erfahrungen mit eine passend gemischten Lösung aus stark verdünnter Glukose und Elektrolyten gemacht. Dazu hatte ich von einem Tierarztbuch genaue Angaben wieviel Menge und wieviel Glukose man in welchem Zeitraum geben darf.

    Als erste Hilfe könntest Du bis zu dem Termin ihm Flüssigkeit mit Traubenzucker darin über das Mäulchen geben. Das ist nicht gut für den Darm auf Dauer, aber das ist jetzt das geringere Problem.

    Du müsstest darauf achten, dass er Urin absetzen kann. Wenn die Steine das verhindern, würde die Flüssigkeit - egal auf welchem Weg gegeben - seine Qual verstärken.

    Ich würde ihm Novalgin und Metacam geben. Novalgin soll entspannend auf einen Teil der Muskulatur wirken. Das könnte beim Harnabsatz helfen.

    Den Brei würde ich dünnflüssig aber durch gemahlene Sonnenblumenkerne, Leinsamen u.ä. möglichst kalorienhaltig machen.

    Wenn mir noch mehr einfält, schreibe ich weiter.

    Scotty (ca. 08/19), Landolf (ca. 02/20), Simba (06/23), Fuchsi (08/24), Fridolin (08/24) - im Herzen geblieben: Dachsi (04/18-09/24), Wuschel (04/18-11/23), Miro (ca. 02/20-10/24), Josia (08/20-08/26) - weitere Infos

  • Es tut mir wirklich sehr leid, das zu lesen 😥

    Ich kann dir wahrscheinlich keinen wirklichen Tipp geben. Kann dir nur sagen, dass bei Ella mit der Temperatur nach ihrer OP auch nicht alles in Ordnung war und ich sie dann diesen einen kritischen Tag in der Transportkiste hatte, wo sie einen Kuschelsack drinnen hatte und dort ist sie auch nicht raus gegangen. Unten drunter und auch darüber hatte ich noch eine Decke gelegt, und dort drinnen ist ihr zumindest keine eigene Wärme abhandengekommen. Und es wurde mit ihrer Temperatur besser. Ich weiß aber nicht, ob euch das hilft. 🙁

    Danke für den Rat. Aktuell ist er in einer Kuschelröhre weil ich den Kuschelsack waschen muss. Er liegt dort seit gestern ohne Willen sich zu bewegen. Vorgestern hat er noch zwischen mehreren Stellen im Gehege gewechselt. Ich habe ihn seit dem Tierarztbesuch von den anderen getrennt in einem kleinen Bereich im Gehege, damit die anderen beiden ihn nicht ärgern können und er auch wirklich in der Wärmequelle bleibt. Innerhalb dieses kleinen Ecks könnte er sich theoretisch auch der Wärmequelle entziehen und einen anderen Unterschlupf suchen aber das tut er nicht.

  • Ich hatte meinen Beitrag eben ergänzt. Damit alles an einem Ort zusammen ist.

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  • Hallo Silke!

    Ich war gestern schon beim Tierarzt. Da es ja nun ein Notfall ist habe ich den Termin vorverlegen können.

    Die Flüssigkeiten gibst du mir der Spritze ins Maul? Oder macht man die Infusionen beim Tierarzt? Wo kriegst du die Materialien dafür her? Ich rufe die Tierärztin an und Frage nach was sie davon hält.

    Ich gebe aktuell zwischen dem Päppelbrei immer wieder ein paar spritzen Wasser. Urin kann er absetzen.

  • Unsere Tierärztin gibt bei kreislaufschwachen Tieren gerne Coffea Praeparata. Das muss man meistens bestellen, aber vielleicht ist es zufällig vorrätig.

    Infusionen kann man nach Einleitung selber geben, aber das sollte erstmal von einem Tierarzt gezeigt werden. Außerdem kann man zuhause nur subkutan Depots spritzen und keine dauerhafte Infusion über die Vene laufen lassen.

    Eine Möglichkeit zur stationären Aufnahme gibt es nicht?

    Haremsgruppe und gemischte Gruppe <3

    "untere Gruppe" bestehend aus Luna und Zorro

    "obere Gruppe" bestehend aus Eddie, Billy, Helga, Maddie, Lila, Nayla, Ozeana, Bonnie, Elfriede, Malu, Jackie, Tilda und Ilse

    Mehr Infos zu uns hier :)

  • Das Zuckerwasser aus der Spritze könntest Du natürlich selbst geben. Das macht man z.B. auch bei neugeborenen Meerschweinchen, die sehr geschwächt sind nach der Geburt. Ich habe dafür keine Mischungsangaben, sondern würde es nach Gefühl machen. Ich denke da z.B. an 1 Messerspitze Traubenzucker auf 3 ml Wasser.

    Die Infusion sollte ernstmalig der Tierarzt geben und Dir dabei zeigen wie es zu machen ist. Und natürlich muss er Dir die Glukose- und Elektrolytlösung mitgeben. Ich habe sie immer frisch gemischt und dann auf Körpertemperatur erwärmt. Nach meiner Erfahrung mit Igeln sind auch subkutane Infusionen sehr wirksam. Die habe ich selbst gegeben.

    Bei einem vermutlich dehydrierten Meerschweinchen stelle ich mir Infusionen in die Vene schwierig und belastend vor. Und die könntest Du auch nicht selbst machen natürlich.

    Scotty (ca. 08/19), Landolf (ca. 02/20), Simba (06/23), Fuchsi (08/24), Fridolin (08/24) - im Herzen geblieben: Dachsi (04/18-09/24), Wuschel (04/18-11/23), Miro (ca. 02/20-10/24), Josia (08/20-08/26) - weitere Infos

  • Unsere Tierärztin gibt bei kreislaufschwachen Tieren gerne Coffea Praeparata. Das muss man meistens bestellen, aber vielleicht ist es zufällig vorrätig.

    Infusionen kann man nach Einleitung selber geben, aber das sollte erstmal von einem Tierarzt gezeigt werden. Außerdem kann man zuhause nur subkutan Depots spritzen und keine dauerhafte Infusion über die Vene laufen lassen.

    Eine Möglichkeit zur stationären Aufnahme gibt es nicht?

    Leider ist der Tierarzt hier vor Ort im Urlaub und der nächste Tierarzt eine Stunde weg. (Ich bin gerade erst aufs Land gezogen)

    Ich könnte noch etwas weiter in die nächste Tierklinik fahren. Die könnten stationäre Aufnahmen machen allerdings kommt man da mit den öffentlichen nicht hin, da bräuchte ich einen Fahrer.

  • Verdünnten Apfeösaft geben per Spritze, ggf. schwarzen Tee.

    Und genügend Schmerzmittel.

    Vielleicht mit Kuscheösack auf die Wärmflasche.


    Und alles Gute!


    Und ganz brutal: Ich würde ihn zu Hause lassen. Die Erfolgsaussichten sind ohnehin mies, lieber er stirbt in Ruhe zu Hause bei seinen Freunden als in der Klinik. Alleine die Fahrt kann ihn in diesem Zustand umbringen, würde ich nicht riskieren- egal ob mit oder ohne Fahrer.

  • Tatsächlich hat sich sein Zustand in den letzten Stunden rapide verschlechtert. Heute Morgen um 8 könnte ich mich noch über die kleinen Erfolge freuen, jetzt ist er plötzlich nicht mehr zu erreichen. Ich habe die anderen wieder zu ihm gelassen um zu sehen ob er darauf reagiert aber leider nichts. Ich weiß dass er sich bewegen kann. Als Olli ihn zum Beispiel erschreckt hat stand er wieder auf allen 4 Beinen und hat den Kopf gehoben um zu sehen was los ist. Aber er will glaube ich einfach nicht. Ich muss das Futter in ihn rein zwingen, er will nicht einmal mehr in seinem Kuschelsack liegen. Er ploppt einfach da nieder wo ich ihn hinsetzen. Ich verstehe nicht warum sich sein Zustand plötzlich so heftig verschlechtert obwohl es so aussah als ginge es berg auf aber vielleicht kann er einfach nicht mehr.


    Ich hab das Schmerzmittel nochmal gegeben sodass er jetzt bei der maximalen Dosierung ist und ihn wieder zum Wärmen gelegt. Ich weiß nicht ob ich ihn in 2 Stunden nochmal zum Fressen zwingen soll oder ob ich einfach akzeptiere, dass er nicht mehr kämpfen kann.

  • Kann es sein, dass ein Blasenstein in die Harnröhre gerutscht ist und diese verstopft? Würde das zeitnahe mit Röntgenbild abklären lassen.

    Alles Gute🍀

    Liebe Grüße von den 5 Quietschnasen:

    <3 Domino, Lumi, Nessaja, Toka und Karla <3

  • Bitte ruf mich an, wenn Du willst. Die Telefonnummer steht im Impressum. Falls überhaupt noch Zeit bleibt, kommt es jetzt auf jede Stunde an.

    Auf keinen Fall würde ich Brei in ihn hineinzwingen. Falls er keine Kraft mehr hat zu Kauen und normal zu Schlucken ist das eine unnötige Quälerei für ihn. Wenn er sich dann noch verschlucken sollte, hat er zusätzliches Leid.

    Scotty (ca. 08/19), Landolf (ca. 02/20), Simba (06/23), Fuchsi (08/24), Fridolin (08/24) - im Herzen geblieben: Dachsi (04/18-09/24), Wuschel (04/18-11/23), Miro (ca. 02/20-10/24), Josia (08/20-08/26) - weitere Infos

  • Zwing ihn bitte nicht zum Füttern. So wie du das beschreibst, klingt es wirklich so als wenn er nicht mehr kann. Ich weiß, das ist furchtbar. Schmerzmittel würde ich in dem Zustand mehr als die maximale Höhe geben, wenn du das Gefühl hast, er braucht mehr. Hauptsache er hat keine Schmerzen. Alle Nebenwirkungen wären mir da aktuell egal.

  • Das klingt nicht gut. Fühl Dich unbekannterweise gedrückt, wenn Du magst.

    Lass die anderen zu ihm und mach es ihm so bequem wie möglich. Unterstütze ihn mit Wärme und Flüssigkeit und wenn er nicht essen mag, dann ist es so.

  • Ich hab jetzt nochmal Novalgin zusätzlich gegeben und auch Metacam mehr als die maximale Dosierung.

    Silke Danke für das Angebot aber ich glaube für uns kommt die Hilfe (falls das überhaupt möglich gewesen wäre) jetzt doch noch zu spät. Ich müsste jetzt erst jemanden finden der uns fährt und dann in die eine Stunde entfernte Klinik fahren. Wahrscheinlich würden sie ihn dann auch nur noch erlösen können. Ich Versuche einen mobilen Tierarzt zu kriegen aber wenn das auch nichts wird dann bleibt nur bei ihm sein. Er hat so unglaublich tapfer gekämpft, ich kann es ihm nicht übel nehmen keine Kraft mehr zu haben.

  • Oh nein, was für traurige Nachrichten. Alles Gute für Hino - egal wie es jetzt ausgeht. Hoffentlich geschieht noch ein Wunder. Dir ganz viel Kraft für die nächsten Stunden.

    <3Karla *2019 <3 Ludwig *18.1.2022 <3 Minna *ca. 20.8.2022 <3 Selma * 2.2.2024 <3 Ottilie * 9.11.2025 <3

    Für immer im Herzen: Berta, Pieps, Charly, Greta, Emma, Sophie, Chocolate, Amalie, Lola

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