Hallo liebes Forum,
ich bin neu hier und hoffe auf guten Rat. Fast sechs Jahre hatte ich nun eine gut funktionierende Dreiergruppe aus zwei Weibchen und einem Kastraten. Leider ist eines der Weibchen schwer krank geworden (Hornhautverletzung und riesige Lymphknoten) und sie ist sehr schwach, deshalb habe ich sie von den anderen getrennt. Sie haben aber weiterhin Sicht- und Geruchskontakt.
Seit der Trennung verhält sich das andere Weibchen dem Kastraten gegenüber plötzlich sehr aggressiv. Sie lässt ihn nicht ans Futter und wirkt insgesamt viel dominanter als zuvor. Als ich versucht habe, das kranke Weibchen unter Aufsicht kurz wieder dazuzusetzen, hat das gesunde Weibchen sogar nach ihr gebissen, weshalb ich sie sofort wieder getrennt habe.
Ich befürchte, dass das kranke Weibchen es möglicherweise nicht schaffen wird. Jetzt habe ich Angst, dass die verbleibende Zweiergruppe dauerhaft nicht mehr funktioniert. Im Moment weiß ich nicht, ob das Verhalten nur Stress wegen der aktuellen Situation ist oder ob sich die Gruppendynamik grundsätzlich verändert hat.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Kann sich so etwas nach dem Verlust eines Tieres wieder beruhigen oder muss ich damit rechnen, dass die Konstellation dauerhaft schwierig bleibt?