Hilfe. Katastrophale Vergesellschaftung

  • Guten Abend Alle. *Direkt vorab, sorry für den Roman, aber ich hoffe jemand hat eine Idee :D*

    Ich wende mich heut an euch mit einem Thema was uns hier zuhause die letzten Tage ganz schön auf Trab hält.

    Vorab:
    Wir haben seit 2022 Meerschweinchen die in Fließhaltung in einem 7cm2 Zimmer wohnen.

    Alles hat mit einem Pärchen (Kastrat Chip und Weibchen Cookie)
    angefangen, eine Woche später sind dann 2 weitere Weibchen (Muffi und Peanut) eingezogen, alle ungefähr im gleichen Alter von damals 1 Jahr.
    Die Gruppe hat von Anfang an ohne Probleme und Rangkämpfe funktioniert.
    Chefin der Gruppe war bis dahin immer Cookie.
    Ein weiteres Jahr später sind zwei weitere Weibchen aus dem Tierheim eingezogen die leider beide nach kurzer Zeit an Lungentumoren verstorben sind, daher hier nicht näher erwähnt.
    Auch diese Vergesellschaftung verlief problemlos bis auf ein paar Tage jagen im Zimmer.
    Nach dem Tod der zwei Tierheim Schweinchen sind im Jahr 2024 noch Poppy (w, bei Einzug vermutlich 10 Wochen) und ein paar Wochen später Pepper (w, ebenfalls bei Einzug 10 Wochen) eingezogen, auch diese Vergesellschaftungen verliefen Problemlos.
    Dann ist 2025 Mori, weiteres Weibchen aus dem Tierheim eingezogen. Genaues Alter bei Ihr ist unbekannt, wir schätzen sie aber ungefähr genau so alt wie Poppy und Pepper (also jetzt 1,5 Jahre) da sie noch ein ganzes stück gewachsen ist.
    Dies war die erste Vergesellschaftung die nicht ganz reibungslos verlief, es gab viel jagen zwischen Muffi und Mori und sogar eine blutige Lippe, die Streitigkeiten hielten geschätzt so 2 oder 3 Monate an bis sich die Lage komplett beruhigte.

    Im Dezember 2025 ist uns dann aufgefallen das sich Peanut anfängt komisch zu verhalten.
    Erst dachten wir das sind normale Rangordnung Streitereien weil sich diese hauptsächlich zwischen Peanut und Cookie zugetragen haben, es fing jedoch an dass Peanut dann plötzlich sehr aufmüpfig gegenüber den anderen Schweinen wurde (auch denen die sie schon von Anfang an kannte) und auch ständig andere Schweine von den schlafplätzen vertrieb, mit den Zähnen knisterte und drohte.
    Zudem kam noch dazu, dass sich ihre Zitzen verkrusteten - weswegen wir dann den TA aufsuchten.
    Da wir bereits gelesen hatten, dass dies auf Eierstockzysten hindeuten könnte haben wir den TA darauf angesprochen.
    Diese konnte jedoch keine Zysten ertasten und hat diese daher ausgeschlossen. Wir wurden nach hause geschickt. Geändert hat sich nichts. Anfang diesen Jahres ist dann leider unser Kastrat Chip unerwartet nach einer Blasenstein OP verstorben was uns unmittelbar vor die Frage stellte ob wir nun einen neuen Kastraten in die gruppe integrieren müssen.
    Da wir keine fundieren Antworten auf die Notwendigkeit eines Kastraten fanden, haben wir uns zunächst dafür entschieden die Gruppe ohne einen Kastraten weiter zu führen, was auch soweit ganz gut funktionierte.
    Da uns der Käfig sehr ruhig vorkam, haben wir und dann 4 Wochen später doch dazu entschieden einen Kastraten aus einer Notstelle zu adoptieren und hier fängt das Drama an.
    Wir wissen nicht woran es genau gescheitert ist, leider endete die Vergesellschaftung nach 4 Tagen mit vielen blutigen Wunden auf allen Seiten. Danach waren mein Partner und ich erstmals so schockiert das wir überhaupt keine erneute Vergesellschaftung wollten, jedoch wurde unsere Gruppe jetzt (4 Monate nach Chips Tod) ziemlich unruhig und fing an sich zu streiten. Daher haben wir letzte Woche Sonntag (29.03) ein neues Paar in unsere Gruppe integriert ( Brownie w, 1,5j. und Chilli Kastrat auch 1,5), mit Brownie waren die Fronten ziemlich schnell geklärt da diese sich einfach unterordnete, Chilli geriet sehr schnell mit Peanut aneinander was in einer 2maligen knäulbildung endete welche sich aber immer von selbst wieder auflöste. Gestern gab es dann eine Situation zwischen Peanut und Chilli bei der Chilli eine schlimme Bisswunde an der Schnauze abbekommen hat, diese musste zwar nicht genäht werden, bekommt jedoch jetzt 2 mal/Tag Antibiose und Metacam. Chilli verhält sich so wie man es unserer Meinung nach für einen Kastraten erwartet, er brommselt, popcornt, sprintet und kommt mit den anderen 7 Weibchen bestens zurecht.


    Peanut kapselt sich sehr von der Gruppe ab und ist gegenüber allen sehr biestig und teilweise unvorhersehbar (zwickt von hinten in Popo's, jagt weg, klappert mit den Zähnen).
    Die Begegnungen zwischen Peanut und Chilli werden insgesamt besser jedoch weiterhin sehr angespannt und eher mit aggressiven unterton.
    Wir fragen uns, ist unsere Vergesellschaftung gescheitert oder könnten vielleicht doch Eierstockzysten bei Peanut der "Kern" des Problems sein weswegen es weiter krieselt und müssen wir die Vergesellschaftung einfach verschieben. ?
    Denn wir tun uns etwas schwer, wenn nur 1 Schwein von 6 (alten) ein Problem mit den neuen hat, die zwei neuen wieder abzugeben.


    Viele Grüße und schöne Ostertage. :)
    Cristina. :)

  • Willkommen hier im Forum!

    Es tut mir sehr leid, dass du solche Schwierigkeiten mit deiner Gruppe hast. Zum Thema Streitigkeiten und Vergesellschaftung können andere sicher noch mehr sagen. Ich möchte nur kurz schonmal etwas zu deiner Frage bezüglich Eierstockzysten sagen. Bei meiner Daisy war es so, dass die Tierärztin keine Zysten fühlen konnte und auch im Ultraschall war nichts festzustellen. Bei der Kastration hatte sie dann aber sowohl Eierstockzysten als auch eine veränderte Gebärmutter. Also ja, theoretisch könnte es wohl trotzdem sein, dass Peanut Eierstockzysten hat.

    ♡ Daisy (ca. 01/22), Kiwi (ca. 08/24) und Quint (12/25) ♡

  • Danke für deine Antwort. :)
    Zum Thema Zysten: wir haben auch gelesen, dass man die Zysten gar nicht zu 100% ausschließen kann und diese auch einfach übersehen werden wie bei deiner Daisy.
    Hat sich Daisy denn auch anders Verhalten oder wie ist das bei Ihr aufgefallen ?

    Einmal editiert, zuletzt von Silke () aus folgendem Grund: Zitat entfernt, um den Beitrag leicht lesbar zu halen, da es zum Verständnis nicht erforderlich ist

  • Ich halte zwar selbst keine Weibchen, habe aber von verschiedenen Haltern gelesen, was Alisha schreibt. Hormonell aktive Zysten sind oft klein. Mit Abtasten kann ein Tierarzt hormonelle Probleme wohl kaum sicher ausschließen.

    Du beschreibst ja nicht nur Probleme zwischen 2 Tieren und auch nicht nur mit einem neuen Tier. Peanut hatte nach Deinem Bericht ja schon vor neuen Vergesellschaftungen mit dem veränderten Verhalten angefangen. Vielleicht wird es dann einem selbstbewussten neuen Männchen gegenüber heftiger, aber es wäre nach Deiner Schilderung keine Lösung Eures Problemes, die beiden Neuen wieder abzugeben.

    Selbstverständlich sollte man als Halter auch nicht die Meerschweinchen einfach weitermachen lassen, wenn sie sich ernstlich beißen. Das kann jeden Tag wieder zu einem solchen Kampf kommen - und schlimmstenfalls noch schwerere Verletzungen nach sich ziehen.

    Peanut müsste jetzt etwa 5 Jahre alt sein, richtig?

    Eine Kastration in diesem Alter wäre natürlich nicht ungefährlich. Bei manchen Weibchen helfen Hormonspritzen oder -tabletten gut. Bei manchen wirken sie nur eine zeitlang und weitere Spritzen helfen dann immer weniger. Aber es wäre vielleicht einen Versuch wert, um zu sehen, ob Peanut dann wieder entspannt und freundlich wird.

    Sollte ihr Verhalten hormonell bedingt sein, wird es vermutlich ohne Behandlung oder Operation keine Ruhe mehr bei Euch geben. Und selbst Peanut würde dann sehr unter ihrem Zustand leiden.

    Wie sehen das andere Halter, die ähnliche Probleme hatten und das auch noch bei einem Weibchen in diesem Alter?

    Scotty (ca. 08/19), Landolf (ca. 02/20), Josia (08/20), Simba (06/23), Fuchsi (08/24), Fridolin (08/24) - im Herzen geblieben: Dachsi (04/18-09/24), Wuschel (04/18-11/23), Miro (ca. 02/20-10/24) - weitere Infos

  • Es ist natürlich auch schwierig für uns jetzt zu handeln da wir ja gar nicht wissen ob Sie Zysten oder eine sonstige Hormonstörung hat oder ob Sie einfach als einziges Schwein ein Problem mit dem neuen Männchen hat.
    Die Frage ist auch ob ein TA eine Hormonbehandlung "auf Verdacht" zustimmt. Wir würden uns natürlich wünschen das das quasi die "Lösung" für unser Problem wäre.
    Aber erfahrungsgemäß ist bei Meerschweinchen nie was einfach zu lösen. :D

    Ja sie sollte jetzt ungefähr 5 Jahre alt sein, da wäre ich eigentlich auch eher gegen eine OP

    Einmal editiert, zuletzt von Silke () aus folgendem Grund: Zitat entfernt, um den Beitrag leicht lesbar zu halen, da es zum Verständnis nicht erforderlich ist

  • Ich denke bei so ausgeprägten Symptomen sollte sich ein Tierarzt finden lassen, der - wenn er sonst auch keine andere Ursache feststellen kann- eine Hormonbehandlung zB mit Spritzen auf Verdacht durchführt, eine plötzliche Verhaltensänderung und veränderte Zitzen sind da mMn Verdacht genug.

    Sollte das helfen (dauert aber ein paar Tage - 2 Wochen wurde mir damals gesagt) kann man dann immer noch über das weitere Vorgehen nachdenken.

  • Hat sich Daisy denn auch anders Verhalten oder wie ist das bei Ihr aufgefallen ?

    Daisy hat sich schon sehr auffällig verhalten. Sie hat ständig die anderen gejagt und wollte sie besteigen, an den schlimmsten Tagen kam sie selbst gar nicht mehr zur Ruhe, kaum hat sie sich hingelegt, ist sie wieder aufgesprungen, um einem anderen Schwein hinterherzujagen. Teilweise war sie dann so gestresst, dass sie gezwitschert hat. Zudem hat sie auch Fell verloren. Bei ihr war es also schon sehr auffällig hormonell.

    Die Tierärztin schlug damals zwei Möglichkeiten vor. Entweder man probiert es mit Hormonspritzen. Wenn diese helfen, weiß man, dass es Zysten sind. Wenn sie nicht helfen, ist es aber kein Ausschluss für Zysten, da die Spritzen manchmal auch nicht wie gewünscht wirken. Oder man lässt sie direkt kastrieren.

    Wir haben uns dann für die Kastration entschieden. Da Daisy sich so extrem verhalten hat, war ich mir ziemlich sicher, dass da hormonell etwas nicht stimmt. Wenn die Spritzen gewirkt hätten, hätte die Tierärztin sie auch kastrieren wollen, da Daisy erst 2 Jahre alt war und die Spritzen für die Tierärztin keine Lösung für viele Jahre waren. Hätten sie nicht gewirkt, wäre es aber wohl trotzdem auf eine Kastration hinausgelaufen. Für uns war das die richtige Entscheidung und Daisy hat die Op sehr gut überstanden, aber sie war wie gesagt auch noch sehr jung.

    Bei einem älteren Tier könnte es wohl durchaus sinnvoll sein, zu schauen, ob die Spritzen etwas bringen. Nicht immer sind die Symptome so stark wie bei Daisy (bei ihr war ja auch noch die Gebärmutter betroffen, ich weiß nicht, inwiefern das einen Unterschied gemacht hat). Ich denke auch, dass ein meerschweinchenkundiger Tierarzt bereit sein könnte, diese Behandlung zu versuchen, auch auf Verdacht.

    Im Übrigen hat die Tierärztin Zysten auch erstmal ausgeschlossen, da sie keine fühlen konnte. Sie hat sich aufgrund des sehr auffälligen Verhaltens dann aber nochmal mit einer anderen Ärztin darüber ausgetauscht, dass sehr kleine Zysten manchmal auch nicht fühlbar sind und es dann doch wieder als Möglichkeit in Betracht gezogen.

    Ich wünsche euch auf jeden Fall alles Gute!

    ♡ Daisy (ca. 01/22), Kiwi (ca. 08/24) und Quint (12/25) ♡

  • Zysten alleine per Tastuntersuchung diagnostizieren ist schwierig bis unmöglich. Da muss ein Ultraschall ran zur Diagnostik. Denn gerade die kleinen sind die hormonell Aktiven, die solche Symptome machen wie bei Peanut.

    Das Verhalten von ihr kenne ich zu 100% von meinem damaligen Zystenweibchen. Auch die krustigen Zysten deuten darauf hin.

    Ich würde unbedingt zu einem heimtiererfahrenen Tierarzt damit gehen. Der bisherige Tierarzt scheint mir ungeeignet.

  • Ist Peanut auch auf den anderen aufgeritten? Jagt sie ihnen hinterher und stupst sie an den Po? Das würde tatsächlich auf Zysten hindeuten. Bei unserer Nanni ließen sich die Zysten zunächst nicht ertasten, waren dann aber per Ultraschall gut sichtbar. Um den Ultraschall hatte ich damals explizit gebeten. Zu allererst hatte auch bei uns der Tierarzt eher nicht an Zysten gedacht. An eurer Stelle würde ich nochmal einen Heimtierarzt fragen, der sich mit Meerschweinchen besonders gut auskennt. Bei vielen Meerschweinchen reicht eine Behandlung mit Spritzen zur Behandlung aus. Das wird oft zuerst probiert, bevor eine OP in Erwägung gezogen wird. So war es jedenfalls bei uns.

    Hat denn Peanut an den Flanken auch lichtere Stellen am Fell? Das wäre ein weiteres Symptom für Zysten, ich weiß nur nicht, ob ein zwingendes... Bei Nanni fing es zunächst mit Verhaltensazffälligkeiten an.

    Du kannst alles hier nachlesen unter "Eierstockzysten ".

    3 Meerschweinchen: Hanni und Nanni, zwei Schwestern, und Neuzugang Kastrat Simba

  • Danke für all eure Antworten. <3

    Das bestärkt uns auf jeden Fall in unserem Verdacht das Peanuts verhalten hormonell bedingt sein könnte und nicht unbedingt auf das neue Männchen zurückzuführen ist.

    Den typischen Haarausfall von dem man ließt hat sie nicht, aber sie sieht schon eher aus wie eine Birne von der Körperform her.

    Aufreiten hat Sie bisher nicht gezeigt aber definitiv andere in den Po stupsen oder auch von schlafplätzen verjagen.

    Fressen stellt komischerweise oder Gott sei dank, kein Problem da. Da wird niemand weggeschickt.

    Werde mich auf jeden Fall nochmal umhören ob es hier einen "spezialisten" für Schweinis gibt. Obwohl wir uns bisher in der Praxis gut beraten gefühlt haben.

    Wir kommen aus dem Raum Mönchengladbach/Düsseldorf falls jemand zufällig nen Tipp für einen kundigen TA hat. :D


    Meint ihr denn es wäre besser die Gruppe vorerst zu trennen um eine eventuelle eskalation zwischen Chilli und Peanut bis zur abklärung zu vermeiden ?

    Sind uns da total unsicher, weil immer wenn die beiden sich begegnen es kurz davor ist zu eskalieren. (Zähneklappern, Kopfhochreissen, anstarren inclusive)

  • Ich habe mir noch weiter Gedanken zu Eurem Problem gemacht und Deinen ersten Beitrag nochmals gelesen.

    Ein hormonelles Problem halte ich nach wie vor für am wahrscheinlichsten. Es könnte aber auch sein, dass Peanuts Verhalten zumindest verstärkt wird durch die Gruppensituation:

    Wenn sie im Dezember 2025 damit anfing könnte vielleicht Euer ersten Kastrat Chip schon nicht mehr in der Lage gewesen sein, sich wie bisher um die Weibchen zu kümmern. Hast Du da eine Veränderung beobachtet und hatte er sich vorher mit Schlichten, Besteigen in der Brunst und Aufmerksamkeit gegenüber den Weibchen mehr um sie gekümmert?

    Nach dem Tod von Chip waren die Weibchen 4 Wochen alleine und vielleicht hat Peanut das bestärkt, die Führung an sich zu reißen. Dann war plötzlich ein neues Böckchen da, das ihre neue bzw. angestrebte Stellung gefährdete.

    Nach der längeren Zeit ohne Böckchen hätte sich dann das Verhalten von Peanut weiter verfestigt. Es wird oft berichtet, dass bei reinen Weibchengruppen ein Weibchen die männliche Rolle versucht zu übernehmen. Das tut dann keinem gut.

    Chilli scheint seine Rolle als Böckchen ernst zu nehmen und wäre damit wieder ein Konkurrenz für Peanut.

    Ältere Weibchen scheinen bei Vergesellschaften mitunter deutlich schwieriger oder aggressiver zu sein als jüngere. Ob das nur am Alter oder z.B. an hormonellen Problemen liegt, weiß ich natürlich nicht.

    Ich wollte diese Aspekte ansprechen, weil ich versuche, nicht zu übersehen, was Peanuts Verhalten erklären könnte. Das heißt aber nicht, dass ich sie für die wahrscheinlichste Erklärung halte.

    Scotty (ca. 08/19), Landolf (ca. 02/20), Josia (08/20), Simba (06/23), Fuchsi (08/24), Fridolin (08/24) - im Herzen geblieben: Dachsi (04/18-09/24), Wuschel (04/18-11/23), Miro (ca. 02/20-10/24) - weitere Infos

  • Zum Gehege Eurer Gruppe habe ich noch Fragen - auch im Blick auf die Frage der vorübergehenden Trennung:

    • Du schreibst von einem "7cm2 Zimmer", in dem die Meerschweinchen leben. Du meinst vermutlich 7qm?
    • Haben sie diese Fläche immer und vollständig zur Verfügung?
    • Magst Du ein paar Fotos vom Gehege einstellen? Vielleicht sehen wir problematische Stellen, die entschärft werden könnten.
    • Wenn das ein getrenntes Zimmer ist, wie eng ist der Kontakt zwischen Euch und den Meerschweinchen und wieviel Zeit verbringt ihr zusammen? Ich frage das, um zu überlegen, wieviel Risiko man eingehen kann, Chilli und Peanut durchgehend zusammenzulassen.
    • Einmal schreibst Du von "Käfig". Wie meinst Du das?
    • Wenn ich richtig mitgezählt habe, leben aktuell 7 Meerschweinchen bei Euch. Richtig?

    Scotty (ca. 08/19), Landolf (ca. 02/20), Josia (08/20), Simba (06/23), Fuchsi (08/24), Fridolin (08/24) - im Herzen geblieben: Dachsi (04/18-09/24), Wuschel (04/18-11/23), Miro (ca. 02/20-10/24) - weitere Infos

  • Ich bin neuer Halter und habe wenig Erfahrung, aber das was Silke beschreibt hatte ich gerade erst. Meine Maya hatte angefangen genauso zu brommseln und die Hüften zu schwingen wie es jetzt der neue Kastrat macht. Sie hing auch an Koko's Hintern wie festgeklebt.

  • Das ist unsere Schweine-Wohnsituation.

    Wir wohnen in einer 3 Zimmer Wohnung und das ist quasi das "Kinderzimmer".

    Wir sind räumlich schon "weit" entfern vom Schweinezimmer (so weit es eben in einer 75qm wohung sein kann), jedoch in Hörweite und haben zusätzlich eine Kamera :D

    Aber wir sind beide voll berufstätig weswegen wir jetzt überlegen die Gruppe zu splitten bis das beim TA geklärt ist.

    Wir haben alles selber gebaut und es ist ein Zimmer, kein Käfig, da habe ich mich falsch ausgedrückt. Und ja es sind 7 Quadratmeter 😂

    Es leben jetzt insgesamt 8 dort. 1 Männchen und 7 Weibchen

    Peanut zieht sich aktuell immer in die obere Ebene vor der Heizung zurück. Alle unsere Häuser haben haben mindestens 2 - eher sogar 3 eingänge. Unterstände sind auch genug vorhanden. Auch unter den ebenen ist unserer Meinung nach genug Platz.

  • Ja das mit dem Verhalten hat schon angefangen als Chip noch gelebt hat.
    Man muss dazu sagen das Chip jetzt nie ein super dominantes männchen war, er hat zwar immer geschlichtet und war aufmerksam aber bis vor 6 Monaten gab es eigentlich nie Situationen in denen er hätte viel schlichen müssen. Auch aufreiten oder ähnliches war bisher nicht notwendig.
    Das hat einfach funktioniert.

    Andere Vergesellschafgungen waren bisher immer unproblematisch und meist nach ein paar Tagen erledigt ohne in Kämpfe auszuarten.
    Das mit dem männlichen Verhalten von Peanut haben wir auch schon gedacht, weil sie wirklich auch brommselt und den Popo so hin und her wiegt. Die Frage ist, ob sich Peanuts verhalten wieder zu "weibchen" zurück entwickelt ohne das eine Hormonbehandlung notwendig ist (einfach weil jetzt wieder ein Männchen da ist)

  • Ich habe die eine PN geschickt wegen Tierarzt.

    Meine Lotti hat zeitweise ohne Kastrat auch männliches Verhalten an den Tag gelegt und war in der Brunst enorm anstrengend. Das hat aber nachgelassen wenn sie nicht brünstig war und das männliche Verhalten wurde mit Kastrat (obwohl es ne halbe Portion war) sofort deutlich weniger bis sie es ganz eingestellt hat!

    Wenn es nicht Zysten sind können auch noch andere hormonelle Probleme vorhanden sein, ich denke da an die Schilddrüse. Ein Tierarzt, der Blut abnehmen kann, wäre also von Vorteil.

  • Ich bin neuer Halter und habe wenig Erfahrung, aber das was Silke beschreibt hatte ich gerade erst. Meine Maya hatte angefangen genauso zu brommseln und die Hüften zu schwingen wie es jetzt der neue Kastrat macht. Sie hing auch an Koko's Hintern wie festgeklebt.

    Wenn das nur wenige Tage war, war Maya vielleicht brünftig. Wenn es anhält, könnte es ein hormonelles Problem sein.

    3 Meerschweinchen: Hanni und Nanni, zwei Schwestern, und Neuzugang Kastrat Simba

  • Hallo an alle Mitleser:
    kurzes Update zur aktuellen Peanut/Chilli Situation.

    Leider kam es heute erneut zu einer Eskalation zwischen Chilli und Peanut.
    Chilli hat dabei Peanut so schlimm an der Schnauze erwischt, das Peanuts Lippe in der Tierklinik unter Narkose chirurgisch versorgt werden musste.
    Das einzig positive daran:
    Wir haben die Ärztin direkt auf unseren Verdacht der Eierstockzysten angesprochen und gefragt ob man, da das Schweinchen eh in Narkose ist, direkt versuchen kann mittels Ultraschall die Eierstockzysten zu bestätige.
    Der Befund beim Ultraschall war leider viel schlimmer als Angenommen und der Biss von Chilli hatte dann letztendlich doch was gutes...
    Peanut hatte insgesamt 4 Eierstockzysten - jede davon 10ml groß (kein Wunder das sie Schmerzen hatte)
    Ausserdem wurde ein kleiner Tumor (vermutlich nichts bösartiges - Probe wurde weggeschickt) in der Gebärmutter und Zysten an den Nieren gesehen die in 6 Monaten kontrolliert werden müssen.
    Peanut wurde aufgrund des massiven Befundes dann in Rücksprache mit uns Kastriert.
    Laut Tierärztin können wir damit rechnen das Peanut in ca 4 Wochen, sobald sich die Hormone eingestellt haben, wieder ganz die alte ist. :)

    Aktuell geht es ihr den Umständen entsprechend, sie hat schon Salat und etwas Heu gefressen, was aber wegen der Geschwollenen Lippe nicht so einfach ist. Fingers crossed das wir nicht päppeln müssen.

    Daher mein Appell an alle:

    Sollte euer weibliches Meerschweinchen folgende Anzeichen haben:
    Birnenform, plötzlich verändertes Verhalten wie Aggression gegen Mitbewohner oder verkrustete Brustwarzen, geht bitte zum Tierarzt und besteht auf einen Ultraschall. Auch wenn dieser keine Zysten ertasten kann. ! Dies kann eurem Schweinchen viel leid ersparen.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!