Wann wieder Fressen nach Zahnabschliff?

  • Die Wunden an der Zunge müssten m.E. mittlerweile verheilt sein, sofern sich nichts entzündet haben sollte.

    Zur Aufgasung bitte ich einen anderen Halter etwas zu schreiben. Eine richtige Aufgasung hatten wir hier, Gott sei Dank, noch nie.

    Zum Böhnchenfressen: Vielleicht ging es ihm zuvor zu schlecht, um daran zu denken? Oder könnte es auch an der Futterumstellung von viel Brei zu nur Frischfutter liegen, dass er jetzt deutlich merkt, dass er die Böhnchen braucht?

    Das Emeprid schadet m.W. nicht durch Schädigung der Darmflora sondern wenn schon in der Weise, dass die Darmbewegungen weniger stark sind als vor der Gabe des Mittels. Das könnte dazu führen, dass die Darmpassage länger dauert und er dadurch wieder mit Aufgasung zu tun hat. Allerdings hattest Du das Emeprid doch schon vor über einer Woche abgesetzt - oder wann war das?

    Da Johnny m.W. kein Antibiotikum bekommen hat, würde ich neben diesem möglichen Zusammenhang mit Emeprid höchstens Matschkot von den Schmerzmitteln erwarten. Theoretisch könnten die Schmerzmittel seine Leber oder Nieren geschädigt haben, wenn die vorher schon krank waren. Nach der relativen kurzen Zeit mit Schmerzmitteln halte ich das aber für nicht sehr wahrscheinlich. Aufschluss könnte da nur eine Blutuntersuchung geben. Da Blutabnahmen bei Meerschweinchen oft schwierig und dann auch für das Tier belastend sind, würde ich das aktuell noch nicht machen lassen.

    Vom Tierarzt hatte ich soweit ich mich erinnere keine Empfehlung für ein Probiotikum bekommen oder höchstens im Sinne von "man könnte es auch mal probieren". Ich hatte ihm von mir aus kurzzeitig Omniflora N gegeben und das hatte deutlich gegen den Durchfall geholfen. Ob das eine anhaltende Wirkung war, kann ich nicht sagen. Ich hatte natürlich soooo viele Sachen probiert und auch Dinge soweit es sinnvoll war gleichzeitig gegeben, dass ich über die Wirkung des Probiotikums nichts Abschließendes sagen kann.

    Scotty (ca. 08/19), Landolf (ca. 02/20), Josia (08/20), Simba (06/23), Fuchsi (08/24), Fridolin (08/24) - im Herzen geblieben: Dachsi (04/18-09/24), Wuschel (04/18-11/23), Miro (ca. 02/20-10/24) - weitere Infos

  • Über das Böhnchenfressen würde ich mir keine Gedanke machen. Er tut das beste, was man tun kann. Das die Darmflora etwas angegriffen ist, ist nicht erstaunlich. Das wird wieder.

    Ich würde so viel Schmerzmittel geben, wie er braucht. Die kleineren Köttel als sonst können ein Zeichen sein, dass er weniger frisst. Das passt auch zum Gewicht.

    Vielleicht kannst Du jetzt schon einen Tierarzttermin für Anfang nächster Woche ausmachen. Wenn es bis dahin gut ist, fein. Wenn nicht hast Du zumindest einen Termin, der Dir gut in den Kram passt.

  • Danke euch für eure Meinungen und Tipps!

    Es kann natürlich durchaus sein, dass die Leber durch die ganzen Mittel inzwischen sehr beansprucht ist. Ich schau mal nach Rodicare Hepato.

    Emeprid hat er am 1.3. zuletzt bekommen. Matschkot hatte er bisher glücklicherweise nie, nur eben anfangs keinen Kot-Absatz.

    Nur warum könnte er plötzlich wieder abnehmen, frage ich mich. Auffällig ist, dass er nach Reduzierung des Meloxidyl gleich so viel abnahm. Wir haben wieder auf 0,8ml erhöht und beobachten nun erstmal was mit dem Gewicht passiert.

    Ich bin gerade auf der Suche nach einem anderen Tierarzt, der heimtierkundig ist. Gar nicht so leicht, jemanden in der Nähe zu finden, wie ich feststellen muss.

  • Du könntest mal versuchen dazu nachzulesen, aber soweit ich mich erinnere können Leber- oder Nierenprobleme auch auf den Appetit schlagen. Wenn Du etwas finden solltest, schreibe das bitte. Sehr wirksam zur Leberregenerierung soll nach allgemeiner Ansicht Mariendistelsamen sein. Den müsstest Du allerdings wegen der Zähne gemahlen geben und daher mit Breipulver oder Gerstengraspulver.

    Zum Emeprid: Seine Gewichtsstagnation und dann -abnahme fing also knapp 1 Woche nach dessen Absetzen an. Ich vermute, dass es dann nicht mehr damit zu tun haben kann. Selbst wenn meine Idee mit der dadurch verlangsamten Ausscheidung und damit Gärung stimmen hier zutreffen würde, müsste das doch schneller gehen? Lillygypsy Du hattest ja mit einer sehr hohen Dosierung und Ausschleichen dieses Mittels Erfahrung gemacht. Wie siehst Du das?

    Zur Tierarztsuche will ich an die Frage bzgl. Dr. Ruf noch mal erinnern.

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  • Beim Ausschleichen des Emeprids hatte ich zu schnelles Reduzieren sofort gemerkt - Ida fraß sofort schlechter, köttelte nicht und wurde apathisch. Das zeigte sich binnen weniger Stunden. Ich denke also auch nicht, dass es damit noch im Zusammenhang steht.

    Leber oder Niere wäre wohl eine Option, meine Polly nahm mit ihren Nierenproblemen auch stetig ab. Probleme in dem Bereich sieht man im Blutbild.

    Liebe Grüße von den 6 Quietschnasen:

    <3 Schnuppe, Domino, Lumi, Nessaja, Toka und Karla <3

  • Guten Morgen ihr Lieben,

    nach 2 Tagen konnten wir eindeutig feststellen, dass Johnny weiterhin zweimal täglich 0,8ml Meloxidyl braucht, um scheinbar schmerzfrei fressen zu können. Er frisst dann zwar kleine Portionen und am liebsten weiches wie Kräuter, mal etwas Salat oder gestern Löwenzahn. Ich hab gestern mit einer anderen Ärztin telefoniert, die nagerkundig ist. Sie wurde mir von der Zahn-Praxis empfohlen, bei der wir letzte Woche waren. Ich hatte dort nochmal angerufen und den Stand der Dinge erklärt. Beide Ärzte meinen, wir sollen die Schmerzmittel in langsamen Schritten (also 2 Tage mit 0,6ml und dann zwei Tage mit 0,4ml) reduzieren und beobachten, ob er frisst und das Gewicht hält. Zum Böhnchen-Fressen meinte die nagerkundige, er könne dies tun aufgrund Nährstoffmangel oder eben für seine Darmflora. Zu Fibreplex meinte sie, man könne es unterstützend geben. Ich hab dies nun gestern und vorgestern einmal am Tag getan (0,8ml) und meine, er bedränge unser Weibchen weniger deshalb. Auch seine eigenen Böhnchen sehen ganz normal und sogar etwas größer aus. Ich werde das weiter beobachten. Mit der Ärztin bin ich so verblieben, dass wir das Wochenende abwarten und sehen was eine Reduzierung der Schmerzmittel mit sich bringt. Nächste Woche telefonieren wir nochmal und werden dann entscheiden, wie wir weiter machen. Die Zunge sollte inzwischen verheilt sein. Sollte er mit Reduzierung der Schmerzmittel wieder nicht fressen können, muss nochmal sein Mäulchen untersucht werden. Ist da alles soweit ok, könnten eben seine retrograden Zähne das Problem sein.... 😑

    Für die Leber habe ich ihm Rodicare Heporta besorgt. Das dürfte ja nicht schaden, auch wenn er keine Leberprobleme hat.

  • Ausschleichen von Meloxicam ist mir nicht bekannt. Wenn die Schmerzen durch die Wunden an der Zunge kamen, sollten sie komplett abgeklungen sein. Wenn es ein Problem im Kiefer oder mit den Zähnen geben sollte, wird er bei der Reduzierung wieder zu starke Schmerzen haben und damit nicht ausreichend futtern. Aber das werdet Ihr ja sehen.

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  • Das ist auch meine Befürchtung, denn er hat Anfang der Woche schon gezeigt, dass er mit weniger Schmerzmittel auch weniger frisst. Hört man denn mit den Schmerzmitteln normalerweise von heute auf morgen auf? Ich hab da leider keine Ahnung bisher von.

    Vorhin hat er Brei vom Löffel gegessen, den wir ihm einfach angeboten haben. Man merkt klar, dass er nur Weiches fressen kann/mag.

    Genau, wir werden sehen, aber ich denke, wir werden um eine erneute Untersuchung nicht rum kommen und das bedeutet wohl wieder Narkose usw.

  • Ich habe das Schmerzmittel immer nur nach Bedarf gegeben. Das hat mitunter bedeutet, dass ich es z.B. nach einer Operation auf einmal abgesetzt habe. Ansonsten habe ich es versucht zu reduzieren, um zu sehen ob weniger möglich ist. Aber nach einem Abschleifen sollte das Schmerzmittel nach maximal 4-5 Tagen nicht mehr nötig sein.

    Er hatte ja vor dem ersten Abschleifen im Februar nie Schmerzmittel bekommen und trotzdem normal gefressen?

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  • Ausschleichen kenne ich auch. Man schaut damit, ob man man mit einer geringeren Dosis zurückkommt. Wenn man feststellt ist doch nicht, dann hat das Tier eben nur Schmerzen und nicht Mega große Schmerzen. Außerdem ist Meloxicam ein Spiegelmedikament. D.h. bei einer längeren Einnahme akkumuliert sich die Wirkung. Das ist jetzt schlecht erklärt. Aber in jedem Fall hält man über die Behandlung einen gewissen Spiegel aufrecht, nicht wie bei einer Bedarfsmedikation , z.B. Novalgin, die im Prinzip sofort wirkt und dann nach einer gewissen Zeit eben nicht mehr. Das ist auch der Grund, warum man bei Meloxicam eine doppelte Erstdosis geben kann.

    Wenn man nun also langsam runterdosiert und merkt das reicht nicht, ist man schneller wieder beim ursprünglichen Spiegel. Ist jetzt vermutlich ein bisschen schief erklärt. Aber die Runterdosierung ist, wenn man nicht so wirklich weiß, ob man das Medikament noch braucht oder in dieser Dosierung noch braucht, schon zumindest nicht unüblich.

  • Was Du Frieda beschreibst, ist m.E. nur, dass man als Halter vorsichtig probiert, wieviel das Tier mindestens braucht. Es handelt sich aber nicht um ein Ausschleichen, wie man es bei Mitteln macht, die zu einem Gewöhnungseffekt führen. Und dass Meloxicam über mehrere Tage hinweg wirkt - was Deine Aussage impliziert - habe ich noch nie gehört. Hast Du dafür eine Quelle?

    Mir ging es um die Schlussfolgerung: Wenn er jetzt noch immer eine hohe Dosis von Schmerzmittel braucht, ist es nicht damit getan, die langsam zu reduzieren. Man muss die Ursache finden. Wenn das Abschleifen das Problem - Zahnspitzen, Brückenbildung oder Enstehen von Wunden - behoben hat, muss m.E. das Meerschweinchen nach dieser Zeit wieder schmerzfrei sein.

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  • Ich habe nicht gesagt, dass es mehrere Tsge lang wirkt. Das tut es meiner Erfahrung macht nicht. Nach meiner Erfahrung würde ich die schmerzlindernde Wirkung auf etwa 20-22h schätzen. Das heißt aber ja nicht, dass der Wirkstoffspiegel auf Null abgesunken ist, er ist nur nicht mehr ausreichend hoch.

    Schau mal hier, hier ist das ganz gut erklärt:

    https://www.ralph-rueckert.de/…bei-der-medikamentengabe/


    Und ja, natürlich macht man die Ausschleicherei, wenn man wissen will, welche minimale Dosis ein Tier braucht. Oder eben, wenn man nicht weiß, ob ein Tier noch Schmerzen hat. Vielleicht gibt es auch noch weitere Gründe.

    Ich wollte nur sagen, es ist nicht unüblich auszuschleichen und die Threadstarterin sollte in diesem Punkt einfach der Tierärztin vertrauen. Die weiß mehr darüber als wir alle zusammen.

    Schmerzen sollte das Tier jetzt nicht mehr haben und es gehört kontrolliert. Da bin ich ganz bei Dir.

  • Frieda und Silke

    Danke euch für eure Infos und Meinungen!

    Wir werden die Reduzierung versuchen und sehen, wie was dann ist. Vermutlich wird er wieder nicht fressen, da noch etwas im argen liegt. Demzufolge müsste er erneut untersucht werden und wenn nichts mehr gefunden werden würde (wie Entzündung im Mäulchen, Verletzung der Zunge oder Schleimhaut usw) und es läge an seinen retrograden Zähnen im Unterkiefer: wäre eine dauerhafte Gabe von z.B. Melosus eine Lösung bzw ist das überhaupt empfehlenswert? Habt ihr hier Erfahrungen? Für uns ist klar, dass eine OP, in der das Kiefer geöffnet und die Zähne gezogen werden, keine Option ist.

  • Wenn Johnny jetzt nicht plötzlich anfängt, ohne Schmerzmittel normal zu fressen, würde ich auch eine erneute Untersuchung machen lassen. Das würde für mich eine Untersuchung der Zähne und des gesamten Maul- und Rachenbereiches unter Narkose sowie ein Röntgen des Kiefers aus mindestens 2 Richtungen einschließlich. Das kann ja in der gleichen Narkose gemacht werden. Noch unter Narkose könnte man auch Blut abnehmen. Das könnte auch Aufschluss über Entzündungs-, Leber- und Nierenwerte geben. Man könnte auch noch über ein CT nachdenken, dass in mancher Hinsicht aussagefähiger sein kann als Röntgenaufnahmen.

    Sollte dann wirklich nichts gefunden werden, würde ich über das Einschläfern nachdenken. Das ist schrecklich und ich habe es ja bei Miro extrem lange - im Rückblick zu lange - hinausgezögert. Da gab es allerdings immer die Hoffnung, dass die Entzündung im Rachen wieder abheilen würde. Einmal war das ja auch nach rund 6 Monaten erfolgt. Beim zweiten Mal kam es leider nicht dazu. Wenn aber ein Tier überhaupt keine Chance mehr auf eine Besserung hat und das Problem sehr schmerzhaft ist, finde ich die dauerhafte Gabe von Schmerzmitteln bis es offensichtlich auch damit unerträglich wird, sehr fragwürdig.

    Johnny frisst, wenn ich es richtig verstanden habe, trotz hoher Dosierung von Meloxicam überwiegend weiche Sachen und in jeweils kleinen Mengen. Das lässt vermuten, dass er auch mit der hohen Dosierung noch zu große Schmerzen verspürt, wenn er länger oder gar stabilere Sachen futtern will.

    Wir wissen wahrscheinlich alle, wie übel Zahnschmerzen sein können. Aber wir Menschen können dann sagen, dass es sehr weh tun. Und wir können notfalls vorübergehend Brei essen. Ein Meerschweinchen kann das nicht.

    Seine Zähne werde auch durch die zu geringe Abnutzung wieder zu wenig abgenutzt. Spitzen oder Brücken, die die Zunge oder Wange verletzen oder einschränken werden wieder entstehen. Das merkt man dann am weiter reduzierten Essen und unter Umständen neuen Verdauungsproblemen als Folge.

    Dann kommt wieder ein Abschleifen mit neuen Schmerzen durch die Behandlung, um nach ein einigen Stunden oder Tagen bestenfalls wieder auf dem "Standardschmerzniveau" anzukommen.

    Ich hoffe sehr, dass Johnny noch ein langes weitgehend unbeschwertes Leben vor sich haben wird. Und ich fühle mit Euch. Trotzdem finde ich es wichtig, sich jetzt schon Gedanken zu machen, wie Ihr ggf. auf das Untersuchungsergebnis reagieren werdet.

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  • Sehr treffende Worte von dir, Silke! Genau so denke ich auch.

    Es ist richtig, dass er überwiegend nur Weiches frisst und kleine Mengen. Heute Morgen hat er ein Stück Petersilienwurzel gegessen, noch vor der erneuten Schmerzmittelgabe und da er sonst auch eher aktiv ist, gibt's immer wieder Hoffnung. Es gibt aber auch schlechtere Tage und auch ständig eher ein Auf- und Ab mit seinem Gewicht.

    Woher rührte denn die Rachenentzündung bei Miro und warum schlug dagegen nichts an?

    Der Rachen von Johnny war nur leicht gerötet und sonst unauffällig. Zwei Röntgenbilder in der Zahn-Praxis wurden gemacht, extra mit einem Gerät dafür. Daher wissen wir eben auch, dass kaum mehr ein Unterkiefer-Knochen vorhanden ist 😕 Letztlich wird die kommende Woche entscheidend sein, wie es weitergeht...

  • Ich hab hier nur so halb aufmerksam mitgelesen, deswegen bin ich mir gerade nicht sicher, wie der Befund bei ihm genau ist.

    Aber soweit ich jetzt weiß hat er aufgrund von Schmerzen nicht korrekt gekaut, Spitzen entwickelt, konnte nicht richtig fressen, Zähne wurden korrigiert und danach konnte er mit Schmerzmittel wieder richtig fressen. Oder?

    Dann wäre für mich ehrlich gesagt zweifelhaft, warum ihr irritiert seid, dass er ohne Schmerzmittel nicht gut frisst?

    Die Ursache für die Schmerzen und die Fehlbelastung sind meines Wissens nach noch da, und können nicht behoben werden. Er wird dann daraufhin falsch belasten, weil er versucht den Schmerzen aus dem Weg zu gehen, bis er nicht mehr fressen kann, weil sich eine Brücke und/oder Zahnspitzen bilden.

    Die für mich logische Schlussfolgerung wäre also ihm dauerhaft palliativ Schmerzmittel zu geben, damit er möglichst korrekt kaut und seltener Zahnkorrekturen benötigt, da man ihm die Ursache für die Schmerzen ja nicht nehmen kann. Ich würde mich da ehrlich gesagt von dem Gedanken verabschieden, dass er ohne Schmerzmittel auskommen wird, sondern mich freuen, dass es noch die Möglichkeit gibt, dass er mit Schmerzmittel eine ganz gute Lebensqualität zu haben scheint.

    Haremsgruppe und gemischte Gruppe <3

    "untere Gruppe" bestehend aus Luna und Zorro

    "obere Gruppe" bestehend aus Eddie, Billy, Helga, Maddie, Lila, Nayla, Ozeana, Bonnie, Elfriede, Malu, Jackie, Tilda und Ilse

    Mehr Infos zu uns hier :)

  • Deine Überlegungen IrishGirl verstehe ich grundsätzlich. Wenn ein Meerschweinchen mit einer verträglichen aber hohen Dosis von einem oder mehreren Schmerzmitteln noch eine glücklich Zeit verleben kann, wäre ich sofort dafür. Aber wie ich im letzten Beitrag schrieb, frisst Johnny auch bei hoher Dosierung nicht normal. Da heißt, er hat auch dann zumindest beim Kauen, vermutlich aber ständig Schmerzen. Und das finde ich dann keine gute Lebensqualität mehr.

    Nina123 Woher die Rachentzündung bei Miro kam, ist unklar. Es gibt die Vermutung, dass es so etwas wie ein Herpesvirus ist, was das bei Meerschweinchen mitunter auslöst. Gegen ein Virus kann man nichts tun, außer das Immunsystem zu stärken und Symptome zu behandeln. Das haben wir versucht. Aber es hat trotzdem beim ersten Mal 6 Monate gedauert, bis Miro wieder zum normalen Fressen in der Lage war. Das war August 2023. Wir hatten dann einmal sogar 4 Monate bis zum nächsten Abschleifen. Miro hatte wieder gut zugenommen und brauchten keine Brei o.ä. mehr und fraß wieder alles. Dann fing es im Mai 2024 wieder an mit der Entzündung. Er fraß bis zum Einschläfern im Oktober 2024 die meiste Zeit nur noch Brei und das mitunter auch nicht mehr gerne. Es ging ihm des öfteren offensichtlich schlecht. Schmerzmittel brachten ihm auch kein schönes Leben zurück. Dabei war er von der Abnahme abgesehen oder anders gesagt trotzdem körperlich sehr fit. Wenn es ihm nicht ganz schlecht ging, nahm er am Gruppenleben teil und setzte sich auch gegen die Rangniedrigeren durch.

    Miro hatte in den rund 1 3/4 Jahren etwa 20 (Gas-)Narkose wegen des Abschleifens. Die hat er ohne erkennbaren Schaden weggesteckt, aber das war sicherlich trotzdem eine große Belastung, auch weil er ja immer vorher schon schlechter essen konnte und teilweise wieder Wunden im Mäulchen hatte. Wir waren in den schlimmsten Zeit bei deutlich unter 4 Wochen bis zum nächsten Abschleifen.

    Wegen des geröteten Rachens würde ich noch mal gezielt nachfragen, ob es eine Rachenentzündung ist. M.W. sind die leider in der Regel durch Viren ausgelöst, nicht durch Bakterien.

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  • Oh je, Silke da haben Miro und du einiges mitgemacht! Ca 20 Gasnarkosen und über Monate überwiegend Brei ist wahrlich wohl kein angenehmes Leben mehr. Tut mir sehr leid, dass ihm da nicht mehr geholfen werden konnte. Ist denn so ein Virus unter Meerschweinchen nicht ansteckend?

    Wir haben die Dosis für Meloxidyl heute morgen auf 0,6ml gesetzt. Noch frisst Johnny normal immer wieder und ebenfalls Heu, was für seinen natürlichen Zahnabrieb ja gut sein sollte. Wir werden sehen, wie es sich entwickelt...

  • Vielleicht ist ein solches Virus ansteckend. Aber von unseren anderen Schweinchen hat es erfreulicherweise keiner bekommen. Ich habe auch von einer anderen Halterin gelesen, bei der es auch nur 1 Meerschweinchen hatte.

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