• Hallo ihr Lieben,

    ich hoffe, ihr hattet alle einen guten Start ins neue Jahr 🍀

    Nun muss ich mal ein Thema ansprechen, worin ich irgendwie so gar nicht mehr durchsehe.

    Bei meiner Ella wurde im Sommer „Diabetes“ diagnostiziert. Sie bekam drĂŒbe Augen und das Gewicht ging runter. Und sie war aggressiv gegenĂŒber einer anderen Meerschweinchendame.

    Im Blut konnten zu hohe Werte im Langzeitzucker (Fructosamine) festgestellt werden. Hier hab ich mal gelesen, dass das aber nur zusammen zu werten sei mit dem Totalprotein. Aus dem Blutbefund war ich aber nicht ganz schlau geworden.

    Jedenfalls wurde eine strenge DiÀt angeraten. D.h. sÀmtliche Bittersalate, die sie annehmen, Stangensellerie, KrÀuter, Heu und Wiese.

    Der Tierschutz sagte uns, ein kleines StĂŒckchen Gurke oder Paprika wĂ€re nicht verkehrt, gerade in Bezug auf Letzteres, das mal ein paar andere Vitamine noch dazu kommen. Und sie nicht irgendwann an MangelernĂ€hrung leidet.

    Aber wenn ich das mal probiert habe, haben wir wieder Glukose im Urin gehabt beim Testen. (wobei ich nicht weiß, ob das nur ein Zufall war.)

    Als ihr aber dann das Fell ausgeblieben ist, und man bei ihr aber keine großen Zysten finden konnte (Ultraschall und Röntgenbilder ) sondern nur ganz ganz kleine, hat die TierĂ€rztin dann Ovogest gespritzt. 3x im Abstand von 7-10 Tagen.


    Ella blĂŒhte auf. Das Fell ploppte regelrecht wieder auf und sie sah wieder aus, als wĂ€re nix gewesen. Auch ihr Verhalten hat sich wesentlich gebessert und entspannt.

    Ich habe z.B. auf Meerschweinchenwiese gelesen, dass echter Diabetes bei Meerschweinchen Ă€ußerst selten vorkommt. Und es oft durch Tumore, EntzĂŒndungen oder durch Ovarialzysten hervorgerufen wird.

    Dann dachte ich, da sie durch die Hormontherapie wieder so gut drauf war, dass sie zu Weihnachten mal ein kleines StĂŒck Paprika bekommen kann, noch nicht mal so groß wie das Endglied meines kleinen Fingers. Es wurde auch nicht ganz aufgegessen. Ich habe nicht direkt danach getestet, sondern zwei oder drei Tage spĂ€ter und da war der Zucker extrem hoch im Urin. Ich hatte auch die Testung vor Weihnachten aufgrund von Stress nicht gemacht. Sonst mache ich das in der Regel einmal in der Woche. Ich weiß also nicht ob es da auch schon zu sehen gewesen wĂ€re.

    Nun bin ich absolut hin und hergerissen, was das wieder ausgelöst haben kann. Kann es sein, dass die Spritzen nicht so lange vorhalten wie gewĂŒnscht?

    Oder lag es wirklich an diesem Mini StĂŒck Paprika?

    Und dann hab ich ĂŒberlegt, ob wir noch etwas anderes gemacht haben. Ja
 sie hatten jetzt hin und wieder mal ein kleines StĂŒck getrocknete Löwenzahnzahnwurzel.

    Kann das auch daran gelegen haben?

    Und sie haben GrĂŒnkohl im Futterplan, weil ich dort im Internet gelesen habe, dass das in Ordnung wĂ€re. Mehr als 100g teilen sich die beiden aber pro Tag nicht (Ella und Fox)

    Wobei es ja dann nicht von ihrem Zyklus abhĂ€ngig wĂ€re, sondern wirklich auf echten Diabetes deuten wĂŒrde.

    Sie ist aber auch allgemein seit einigen Wochen schon wieder grantig zu Fox und manchmal etwas aufgedreht wie ein Duracell Hase. Es ist jetzt ungefÀhr zwei Monate her, nachdem sie die Spritzen bekommen hat.

    Im Internet findet man leider auch ganz unterschiedliche Aussagen zur ErnÀhrung. Oft hört man, dass Gurke oder auch Paprika in kleinen Mengen aus der Hand okay wÀren.

    Andere Seiten sagen, dass man GemĂŒse absolut weglassen muss.

    Ich weiß nicht, ob jemand von euch richtig Erfahrung damit hat, aber vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben dazu.

    Heute war der Zucker im Urin auch wieder hoch, aber sie hatte gestern Abend auch ein kleines StĂŒck Löwenzahnwwurzel. Vielleicht liegt es ja wirklich daran. Denn wir sollen getrocknete KrĂ€uter und BlĂŒten zum Beispiel weglassen. Das wird mir aber gerade eigentlich erst bewusst, wie ich diesen Text schreibe.

    Danke fĂŒrs Lesen!

    LG

  • Ich hatte ein Meerschweinchen mit Diabetes. Das ist aber schon etliche Jahre her. Daher kann das folgende đŸ‘‡đŸœ vielleicht schon veraltet sein. Damals habe ich verzweifelt nach Informationen gesucht und nur sehr wenig gefunden.

    Sehr interessant fand ich, dass Meerschweinchen ungefÀhr 80-90% ihrer Kohlenhydrate aus Gras und Heu gewinnen. (Das ist ganz anders als bei uns Menschen. Wir können aus Gras und Heu ja gar keine Energie gewinnen.) An dieser Kohlenhydrat-Quelle kann man nichts Àndern. Also 80-90% sind fest gesetzt.

    Ich habe damals Paprika weiterhin gegeben, denn der Bedarf an Vitamin C muss ja gedeckt werden.

    WWeggelassen habe ich komplett das Obst und das KnollengemĂŒse. Aber davon gab es vorher schon nur wenig.

    <3Karla *2019 <3 Ludwig *18.1.2022 <3 Minna *ca. 20.8.2022 <3 Selma * 2.2.2024 <3

    FĂŒr immer im Herzen: Berta, Pieps, Charly, Greta, Emma, Sophie, Chocolate, Amalie

  • Wie alt ist Ella und wann genau wurde Ovogest gespritzt?

    Ich kenne mich mit Diabetes nicht aus. Aber es ist leider manchmal so, dass Ovogest nicht so lange wirkt wie gewĂŒnscht.

    Gerade die kleinen Zysten sind die, die hormonell fiese Probleme machen. Eine tatsĂ€chliche Lösung ist da nur die Kastration leider. Ich hab das nicht gemacht bei GĂ€nseblĂŒmchen, da ich mir sicher war, dass sie das nicht packt (So wie ihre Mutter).

    Mittlerweile kenne ich aber eine Praxis, der ich das zutraue, und wĂŒrde die Kastration zukĂŒnftig wohl immer machen bei einem jĂŒngeren Tier, da die Prognose sonst auch einfach schlecht ist.

  • Schweinemagd, ja das hatte die Ärztin mir auch gesagt, dass die Meerschweine die Kohlenhydrate aus sĂ€mtlichen GrĂŒnfutter ziehen und man das ja aber nicht weglassen kann. Deswegen sollten wir aber die extra Kohlenhydrate/Zucker aus dem GemĂŒse, und erst recht vom Obst, verzichten.


    Sie essen derzeit

    - GrĂŒnkohl

    - Chicorée

    - Radicchio

    - Romana

    - KrÀuter wie Petersilie, Dill, Koriander, Minze, Salbei, Thymian

    - Heu


    Andere Bittersalate oder Stangensellerie lassen sie leider liegen.

    FrĂŒhling, Sommer, Herbst gibt es dann keinen Kohl mehr, sondern Wiese dazu.

  • Katha,

    Ella ist geschÀtzt 4,5 Jahre alt (06/21)

    Die Spritzen waren Mitte Oktober bis Anfang November. Habe gerade nochmal nachgeschaut.

    Da sie aus einer Haltungsauflösung kommt, könnte es mit dem Alter stimmig sein. Man sieht ihr aber auch an, dass sie Ă€lter ist. Besonders an den FĂŒĂŸchen.

    Alle US und Röntgenbilder sahen immer super aus. Das letzte war jetzt erst im Dezember. Lunge, Herz etc. sahen darauf richtig sauber abgegrenzt und gut aus.

    Die Ärztin meinte auch schon zweimal zu mir, dass sie eine Kastra in Betracht zieht, sollte es wieder kippen. Weil sie sich ja selbst nicht wohl fĂŒhlt, wenn sie immer so im Hormonchaos steckt und man das ja auch nicht sofort merkt. Und durch eine Kastra gebe es dieses Auf und Ab dann nicht mehr.

  • Ich denke, wenn man bei Ella durch eine Kastration so viele Probleme auf einmal dauerhaft lösen könnte, wĂŒrde ich das auch in Betracht ziehen. Lieber jetzt als in 1 oder 2 Jahren. Meine Karla war bei der Kastration schon 4 Jahre alt und hat es sehr gut vertragen.

    Ach so, ich wollte noch hinzufĂŒgen: Meine Chocolat hatte auch Eierstockzysten, aber nie Probleme mit einem Diabetes. Ich wusste von diesem Zusammenhang bisher nicht.

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  • Schweinemagd, danke.

    Ich schaue jetzt die nÀchsten Tage, wie sich die Testung entwickeln, wenn ich die Löwenzahnwurzel weg lasse.

    Und mache dann Anfang nÀchster Woche einen Termin aus, damit die TierÀrztin noch mal schauen kann.

    Irgendwie klingt Kastration bei so einem winzigen Tier so schlimm. Bei einem Hund wĂŒrde ich, wenn es medizinisch notwendig wĂ€re, da mit weniger Sorgen darĂŒber nachdenken ĂŒber so eine OP.

  • Und die Ärztin hatte mir das mit dem Zucker so erklĂ€rt, dass die Hormone, die von diesen Zysten ausgeschĂŒttet werden, den Glukosestoffwechsel stören und dadurch das Insulin nicht mehr so wirksam wĂ€re. Weswegen dann eben der Zucker ansteigt, im Bluttest sichtbar und auch ĂŒber den Urin wird dieser Überschuss an Zucker dann ausgeschieden.

  • GrundsĂ€tzlich wĂŒrde ich auch zu einer Kastration neigen in diesem Falle. Wichtig wĂ€re mir aber, wie erfahren die TierĂ€rztin damit ist und wieviele Weibchen bei ihr ĂŒberleben. Denn gerade bei dieser Operation dĂŒrfte es neben der Gesundheit des Tieres stark vom Tierarzt abhĂ€ngen, wie die Aussichten sind.

    Scotty (ca. 08/19), Landolf (ca. 02/20), Josia (08/20), Simba (06/23), Fuchsi (08/24), Fridolin (08/24) - im Herzen geblieben: Dachsi (04/18-09/24), Wuschel (04/18-11/23), Miro (ca. 02/20-10/24) - weitere Infos

  • Danke Silke ,

    Das ist ein guter Tipp. Das werde ich erfragen. Sie ist noch recht jung. Hat aber die „Heimtiere-Weiterbildung“ abgeschlossen. Und behandelt auch fast nur die Heimtiere, die im Wartezimmer sitzen.

    DarĂŒber hatte sie mit mir letztes Jahr im Sommer schon mal gesprochen, wie wenig die TÄ Heimtiere im Studium dran haben und dass sie aufgrund eigener Tiere diese Weiterbildung gemacht hat. Und nun vermehrt diese Tiere in der Praxis behandelt.

    Heute war der Zucker im Urin leider wieder auffĂ€llig. 🙁 und ihr Geschlecht sieht aus wie Brunst. Was leider auch wieder fĂŒr ZyklusabhĂ€ngig spricht, dass der Zucker auffĂ€llig ist.

  • Ich kenne und habe sehr viele Schweinchen, die Probleme mit Zysten o.Ă€. hatten, aber keins davon hatte Diabetes, bzw. Glukose im Urin.

    Allerdings hat der Kastrat einer Freundin, mit Diabetes, die letzte Narkose zum Zahnröntgen, mehr ist nicht passiert, sehr schlecht vertragen. Ich wĂ€re also bei Tieren mit Stoffwechselerkrankungen vorsichtig bei Narkosen, gerade solche bei denen auch ein großer Eingriff erfolgt und dann auch noch in die Hormone eingegriffen wird.

    Ich hatte selber noch kein Schwein mit Diabetes, habe aber immer mitbekommen, dass die Tiere eben nur noch blĂ€ttriges bekommen haben, keine Paprika, Tomate... Unsere kriegen sowas auch nur Ă€ußerst unregelmĂ€ĂŸig und ich wĂŒrde ihnen mal unterstellen, dass sie keinen Vitaminmangel haben, da sie Kohl, Bittersalate und KrĂ€uter bekommen. Bei einem Diabetesschwein wĂŒrde ich mein GlĂŒck mit Paprika nicht herausfordern.

    Glukose im Blut messen kann man ĂŒbrigens beim Schweinchen auch wie beim Menschen. Da könntest du noch gezielter nach bestimmten Situationen den Blutzucker bestimmten. Wir haben dazu ein BlutzuckermessgerĂ€t von DM. Da wĂŒrde ich mal schauen, wie ihr Blutzucker normal ist, und wie er sich ggf. mit der FĂŒtterung verĂ€ndert. Manche Salate haben mehr Zucker als andere und ich meine mich ganz dunkel zu erinnern, dass GrĂŒnkohl da auch eher höher ist als der Rest.

    GrundsĂ€tzlich zweifle ich noch etwas an dem Zusammenhang Zysten und Diabetes, da das scheinbar in der Regel nicht so ist und ich bei einem angeschlagenen Schweinchen, das jetzt nicht pausenlos aufreitet, brommselt, inneren Stress hat oder grĂ¶ĂŸere Befunde im Ultraschall hat erstens Sorge hĂ€tte bei einer Kastration und zweitens unsicher wĂ€re, ob das wirklich zu dem Ergebnis fĂŒhrt, dass du dir wĂŒnschst. Es kann auch sein, dass deine Verhaltensbeschreibung fĂŒr mich irrefĂŒhrend war. Ich konnte da jetzt erstmal nichts sexuell Motiviertes rauslesen.

    Ich bin kein Kastrationsgegner, ich befĂŒrworte es sogar in 90% der FĂ€lle und hab auch einige Kastratinnen. Aber bei ihr wĂŒrde ich mir wohl eher nochmal ne Zweitmeinung einholen, ob dieser Zusammenhang Zyklus und Diabetes Sinn macht (man kann bei einigen TierĂ€rzten Befunde digital einreichen und besprechen lassen, ich kann dir gerne mehr dazu erzĂ€hlen) und ihren Blutzucker regelmĂ€ĂŸig bestimmen, um ihn gezielter einschĂ€tzen zu können.

    Haremsgruppe und gemischte Gruppe <3

    "untere Gruppe" bestehend aus Luna und Zorro

    "obere Gruppe" bestehend aus Eddie, Billy, Helga, Maddie, Lila, Nayla, Ozeana, Bonnie, Elfriede, Malu, Jackie, Tilda und Ilse

    Mehr Infos zu uns hier :)

  • Danke IrishGirl fĂŒr deine Antwort.

    Das mit der Narkose bei dem Kastrat klingt natĂŒrlich alles andere als gut. Das sind natĂŒrlich Dinge, ĂŒber die ich mir auch meine Gedanken mache.

    Was das Futter betrifft, liest man wirklich verschiedenes. Die eine schwören auf nur noch blĂ€ttriges, die anderen sagen, dass es egal ist, weil sie die Kohlenhydrate, die letztenendes in Zucker aufgespalten werden, aus sĂ€mtlichem GrĂŒnzeug ziehen. Und solange Möhre, Paprika und so weiter nicht als Hauptnahrung dient, brĂ€uchte man dies nicht weglassen. Nur Obst sollte man weglassen.

    Das kleine Mini StĂŒck Paprika, was eine dĂŒnne Spalte war, die noch nicht mal einen anderthalben Zentimeter lang war, welches sie auch nicht ganz aufgefressen hat, das soll den Blutzucker so durcheinander gebracht haben, dass er nach zwölf Tagen immer noch nicht wieder im Lot ist? Ich Ă€rgere mich schon genug ĂŒber mich selber, mache mir aber trotzdem Gedanken wegen einem Vitaminmangel.


    SĂ€mtliche Tests von verschiedenen Herstellern schießen binnen Sekunden ĂŒber das Glukose Höchstmaß hinaus bezĂŒglich der FarbintensitĂ€t.

    Sie hatte, wie gesagt, zwischen Weihnachten und Silvester vielleicht vier mal ein kleines Mini StĂŒck Löwenzahnwurzel. Aber auch das bekommt sie ja nun schon ein paar Tage nicht mehr. Und trotzdem werden die Werte nicht besser.

    Ich kenne Ella jetzt seit 1,5 Jahren. Im Sommer 2025 haben wir festgestellt, dass ihre Augen trĂŒb wurden. Und sie Gewicht verlor. Und aggressiv wurde

    Dort wurden viele Tests gemacht, unter anderem auch eine Blutentnahme, die gezeigt hat, dass der Langzeitzucker zu hoch ist. Daraufhin sollten wir die ErnĂ€hrung gĂ€nzlich umstellen. Ich hatte mir dann Teststreifen bestellt, die aber ungefĂ€hr erst zehn Tage spĂ€ter ankamen. Als wir da anfingen mit testen, und sie quasi schon zehn Tage DiĂ€t hatte, war der Zucker immer im normalen Bereich. Bis Oktober. Da kippte es plötzlich wieder. (aber auch hier hatte ich mich hinreißen lassen und es gab wenige Male ein kleines Mini StĂŒck Gurke. Eine ganz dĂŒnne Scheibe oder auch nur eine halbe. Die TierĂ€rztin war der Meinung, dass das nicht in Verbindung stehen wĂŒrde
 ob das Zufall war, ich weiß es nicht )

    Daraufhin gab es dann die Hormontherapie. Bis Anfang November. Danach war der Blutzuckerspiegel scheinbar auch wieder in Ordnung. Bis Weihnachten. Wobei ich vorher wie oben schon geschrieben, auch nicht mehr ganz so oft getestet hatte. Und nicht weiß, ob es nicht vielleicht vorher schon am kippen war.

    Ellas Verhalten hat sich in den anderthalb Jahren drastisch geĂ€ndert. Am Anfang war sie die absolut gechillte. Wenn es Ärger gab, hing sie sich nicht mit rein. NĂ€herte sie sich aber den betreffenden Damen die Stress gemacht haben, wurde es schnell still und sie sind auseinandergegangen. Fox reagiert ja leise so gar nicht bei sowas und tappst noch fröhlich dran vorbei zum Essen hin. Ella waren nie aggressiv, hatte aber eine Ausstrahlung, die gereicht hat, damit Streitereien aufhören.

    Dann lebte sie nur noch mit einer dieser Damen zusammen, und mit dem Kastrat. Am Anfang lief es ruhig, doch dann wurde sie ihr gegenĂŒber aggressiv. Was wir bei ihr noch nie erlebt haben. Letztenendes haben wir die Tiere in zwei Gruppen getrennt und Ella war nur noch mit Fox zusammen. Aber dann kam ja die Sache mit den Augen und der Gewichtsabnahme und dann folgte der weitere Ablauf wie oben beschrieben.

    Ella ist Fox gegenĂŒber schon wieder seit einigen Wochen grantig. Sie beschwert sich stĂ€ndig, sobald er in ihre NĂ€he kommt. Sie brommselt dann auch. Und beide drehen sich so umeianander im Kreis. Oder sie lĂ€uft allgemein knatternd und schleichend durchs Gehege, obwohl Fox noch nicht mal in der NĂ€he ist.

    Fox bedrÀngt sie nicht, es sei denn, er will auf einen Platz, wo sie sitzt, dann drÀngelt er sich einfach still hinein. Aber i.d.R. reicht es, wenn er auf sie zulÀuft. Und sie meckert los. Das ist mal mehr mal weniger. Und sie lÀuft jetzt auch wieder viel im Gehege hin und her und wirkt aufgestachelt. Dass sie nicht so zur Ruhe kommt wie sonst. Das Gewicht ist noch in Ordnung.

    Meinst du, Blutzucker messen wie bei den Menschen, dass ich sie stechen muss fĂŒr einen Blutstropfen?

    Mit dem GrĂŒnkohl versuche ich mich auch noch mal schlau zu machen. Aber da sie eh schon so wenig Auswahl haben und auch einiges verschmĂ€hen, ist die Liste der Möglichkeiten schon so gering. Da war ich ehrlich froh, dass mal ein bisschen Abwechslung reinkommt.

    Ich bin ehrlich immer wieder erstaunt, wie die Haltung dieser Tiere verharmlost wird. Wir haben mit dem anderthalben Jahr bei weitem nicht alles durch, was es gibt, aber genug, um sagen zu können, dass diese Tiere fĂŒr mich Exoten sind und das nicht nur in der ErnĂ€hrung.

    Wenn ich eine weitere Meinung einhole, was brÀuchte ich denn dazu? Die Blutbefunde habe ich hier. Vom Ultraschall vom Röntgen, das hÀtte ich nicht da.

  • Eine Eigenart konnte ich gerade wieder beobachten. Das macht sie auch immer mal, seit dem sie wieder mal grantige Zeiten hat.

    Ob sie ihn damit Ă€rgern will oder es daran liegt, dass sie nicht mehr viel sieht außer hell und dunkel, und es der Orientierung dient, weiß ich nicht. Letzteres dachte ich sonst immer. Aber eigentl sieht es schon gezielt aus.

    Sie lĂ€uft ihm hochbeinig flott hinterher (das kann vom Essen weg so sein oder einfach weil er gerade vorbei lĂ€uft oder sie hört, wo er ist -> das ist absolut faszinierend zu beobachten, wie sie nach Gehör gehen ) und stĂ¶ĂŸt ihm recht doll mit der Nase in seinen Hintern. Er ist voll genervt davon und Ă€rgert sich dann. Sie macht das ein paar mal. Dann ist wieder gut.

    Und allgemein popcornt sie viel derzeit. SchĂŒttelt sich. Meckert. Fliegt in die Luft. Ist Fox dann in der NĂ€he, dann gehen die Köpfe hoch und sie meckern sich an und hacken auch mal nacheinander. Da gehe ich dann dazwischen und schimpfe. Lobe sie dann, wenn sie auseinander gegangen sind.

    Denn da Ella nix mehr sieht, habe ich keine Lust, dass das deswegen mal „ins Auge geht“. Wortwörtlich.

  • Ich habe zum GlĂŒck keine Erfahrungen mit Diabetes bei Meerschweinchen. Wie Du auch schon festgestellt hast, gibt es sehr unterschiedlichen Ansichten und Empfehlungen im Netz. Folgendes wĂ€ren Schlussfolgerungen fĂŒr mich:

    Ein Meerschweinchen braucht keine Paprika fĂŒr Vitamin C. Petersilie, Löwenzahn, GrĂŒnkohl u.a. enthalten genug davon.

    FĂŒr mich kĂ€me es nicht in Frage, ein Meerschweinchen zweimal am Tag anzupieksen um einen Blutstropfen zu bekommen. Zudem kann das Insulin danach trotzdem zu hoch oder niedrig dosiert sein. Man kann ja nicht sicher sagen, was und wieviel von etwas ein Meerschweinchen als nĂ€chstes futtern wird.

    Da unruhige und aggressive Verhalten hört sich fĂŒr mich am ehesten nach den Berichten von Hormonstörungen an. DafĂŒr spricht auch, dass es nach der Spritze kurzzeitig besser wurde.

    Ein kleines StĂŒck Gurke, Paprika oder auch Löwenzahnwurzeln wird nicht ĂŒber Tage hinweg den Blutzucker hochtreiben. Nicht zuletzt ĂŒber das Heu nimmt sie tĂ€glich ein Vielfaches an Zucker auf.

    Hast Du bei Deinen Recherchen denn gelesen, dass Meerschweinchen durch Diabetes allein solche aufgedrehte und scheinbar hormongesteuerte Verhalten zeigen und es allein durch Behandlung der Diabetes wegging?

    Wenn ich Deine Beschreibungen richtig verstehe und interpretiere, wĂŒrde ich das Risiko einer Kastration eingehen. Dazu wĂŒrde dann fĂŒr mich auch gehören, dass ich damit rechne, dass sie daran versterben kann. Und ganz wichtig wĂ€re mir, dass in jedem Falle auch die GebĂ€rmutter entfernt wird. EntzĂŒndungen der GebĂ€rmutter können anscheinend auch nicht immer vorab festgestellt werden und sind anscheinend nicht so selten der Fall.

    Aber die Entscheidung musst Du treffen und mit den Konsequenzen zurechtkommen. Im schlimmsten Falle stirbt sie im Zug der Kastration oder Du lĂ€sst sie nicht operieren und sie und Fox haben kein schönes Leben mehr und irgendwann ist sie zu schwach fĂŒr eine Operation. Im besten Falle findest Du eine nicht dauerhaft belastende aber wirksame Behandlung oder die Operation gelingt und sie findet zu ihrem entspannten Wesen zurĂŒck.

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  • Gurkentrupp

    Dankeschön fĂŒr die weitere Beschreibung des Verhaltens. Auf Grundlage dessen wĂŒrde ich doch eine Kastration als sinnvoll erachten, allerdings wĂ€re ich nach wie vor nicht so sicher, ob sich danach der Blutzucker stabilisiert. Der Fructosaminwert kann auch bei Stress vom Körper, wie EntzĂŒndungen o.Ă€. hoch sein, allerdings wird dann glaube ich keine Glukose ĂŒber den Urin ausgeschieden. Da bin ich aber nicht sicher. Falls doch könnte man ja darauf ggf. hoffen, wobei das dann nicht zwingend mit den Hormonen zusammenhĂ€ngen wĂŒrde. Das Verhalten was du beschreibst hört sich aber typisch sexuell motiviert an und auch das Popcornen passiert in diesem Kontext meistens aus Überforderung.

    Wie Silke sagt ist Paprika nicht notwendig fĂŒr die Vitaminversorgung und ich wĂŒrde es deswegen nicht herausfordern. Ob ein StĂŒck da so viele Auswirkungen hat...Ich weiß es nicht. Welches Heu bekommt sie denn? Oder hat sich sonst etwas parallel verĂ€ndert fĂŒtterungstechnisch?

    Genau, mit Blutzucker messen meine ich das Messen der Glukose eines Blutstropfens wie beim Menschen.

    Silke ich weiß nicht, ob du dich mit dem dass du nicht zweimal tĂ€glich Blutzucker messen und Insulin spritzen wĂŒrdest auf meinen Beitrag beziehst? Ich habe sonst keinen Kontext gefunden.

    Ich habe dir ja oben beschrieben warum ich das als sinnvoll erachten wĂŒrde. Allerdings wĂŒrde ich es, wenn man sich fĂŒr eine Kastration entscheidet, vermutlich danach machen, falls dann noch AuffĂ€lligkeiten bestehen. Ich denke da es doch ein grĂ¶ĂŸerer Eingriff in den Körper ist, sind die Ergebnisse sonst vielleicht nicht ĂŒbertragbar und möglicherweise hat man ja GlĂŒck und es normalisiert sich danach doch.

    FĂŒr den Fall, dass du oder jemand anders das durchfĂŒhren möchte, möchte ich das kurz beschreiben. Ich mache das in Situationen, in denen ich den Verdacht auf Diabetes habe (z.B. starke Zunahme), da es oft schneller geht als ein Urintest, oder wenn der Fructosaminwert im Blutbild erhöht war, um eine weitere Messung in der Klinik und damit Stress und Kosten zu umgehen. Dabei piekse ich in unregelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden zu verschiedenen Zeitpunkten insgesamt 2-3 mal. Also z.B. morgens vor dem Futter, ein paar Tage spĂ€ter abends 1 Stunde nach dem Futter, zwei Wochen spĂ€ter nachmittags nach nem StĂŒck Paprika und gucke, ob sich der Blutzucker in einem angemessenen Bereich befindet. Falls ja, ist das Schwein wieder entlassen.

    Das Messen an sich fĂŒhre ich wie folgt durch: erst bereite ich alles vor, setze als eine frische Nadel ein, hole mir einen Teststreifen raus und nehme mir Desinfektionsmittel. Dann hole ich das Schwein und massieren die Pfote wenige Sekunden, um die Durchblutung anzuregen. Dann drehe ich es um, mit dem Brustkorb an meinen Oberkörper gedrĂŒckt und halte die rechte Vorderpfote mit der linken Hand so, dass der Ballen nach oben zeigt. Diese desinfiziere ich dann, setze das "Pieksding" an, löse aus, drĂŒcke die Pfote vorsichtig zusammen, nehme das Blut mit dem Teststreifen auf, drehe das Schweinchen um, gebe ihm einen Snack und ab geht's ins Gehege. Das dauert maximal 2, eher eine Minute. Die Schweinchen finden das kurz doof in dem Moment und danach ist es vergessen. Ich mache es auf anraten unserer TierĂ€rztin an der Pfote. Ich hatte es, wie ĂŒblich, am Ohr versucht, aber auf Teufel komm raus kam da kein Blut... Fuß ist nicht ideal, weil es auf dem Boden ist, aber es ist ein mini kleines Loch, das sich gleich wieder verschließt, weshalb ich das Risiko einer Infektion als sehr gering einschĂ€tze.

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    "obere Gruppe" bestehend aus Eddie, Billy, Helga, Maddie, Lila, Nayla, Ozeana, Bonnie, Elfriede, Malu, Jackie, Tilda und Ilse

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  • IrishGirl Ich hatte die Aussage bzgl. 2x tĂ€glich auf Dauer Blutzuckermessen nicht auf Deinen Beitrag bezogen. Es ist das, was nach meinem VerstĂ€ndnis nötig ist, wenn man das Meerschweinchen mit Insulin behandeln will. Vielleicht gibt es auch einen Ansatz, das nur 1x tĂ€glich zu machen, aber auch das wĂ€re mir zuviel fĂŒr das Tier.

    Wie Du schreibst, ist die winzige Wunde dann an der Unterseite der Pfote. Erstens weiß ich nicht wie schmerzempfindlich dieser Bereich ist. Wenn ich mir versehentlich in den Finger steche mit einer feinen scharfen, dann tut das lĂ€ngere Zeit weh. Dabei laufe nicht einmal auf den Fingern. Zweitens sehe ich ein Problem ich in der EntzĂŒndungsgefahr. Die mag klein sein, aber bei tĂ€glichem Anstechen, finde ich selbst eine kleine Wahrscheinlichkeit zu groß.

    Ich wĂŒrde also nach dem bisherigen Stand meiner Überlegungen kein Insulin einsetzen. Der erste Ansatz wĂ€re m.E. eine EntzĂŒndung o.a. auszuschließen, ĂŒber Urintests zu messen und falls Diabetes vorzuliegen scheint, mit andere Mittel versuchen gegenzuwirken. Ich stelle es mir - kann mich aber irren - fĂŒr ein Meerschweinchen weniger belastend vor, dauerhaft einen zu hohen Blutzuckerwert zu haben und schlimmstenfalls zu erblinden. Die Behandlung mit Insulin heilt ja auch nichts und bringt vermutlich neben der Belastung durch die Behandlung auch erhebliche Schwankungen im Befinden und teilweise anscheinend auch UnvertrĂ€glichkeiten mit sich.

    Scotty (ca. 08/19), Landolf (ca. 02/20), Josia (08/20), Simba (06/23), Fuchsi (08/24), Fridolin (08/24) - im Herzen geblieben: Dachsi (04/18-09/24), Wuschel (04/18-11/23), Miro (ca. 02/20-10/24) - weitere Infos

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