Hey hey wir sind ganz neu hier und entschuldigen uns im Voraus falls dieses Thema schon zig mal gestellt wurde.
Ich hatte vorher noch nie Meerschweinchen und die 2 jetzt erst seit 1,5 Monaten.
Unsere Wurzis wollen kein Radicchio, Fenchel, und Paprika essen. Ich habe gelesen, dass manche Meerschweinchen unbekannte Dinge nicht fressen wollen. Ich wollte mal fragen ob jemand weiß was gute Tricks sind.
Habe schon mal den Fenchel mit Gurke eingerieben, weil sie Gurke lieben, aber das hat nicht geklappt.
Und falls jemandem noch so ein paar allgemeine Tips im Kopf rumschwirren kann er/sie diese gerne teilen. zB was sie noch gerne fressen und fressen sollten.
Momentan besteht der Speiseplan bei denen aus
1. natürlich Heu
2. Frischfutter:
- 65% Romanasalat
- 30% Kohlrabiblätter
- 5% Gurke
Manchmal auch Karottengrün und manchmal Eisbergsalat ein kleines Bisschen.
Das ist glaube ich nicht so gut so viel Romanasalat zu verfüttern und Raddichio ist auch ganz gut glaube ich. Und ich würde gerne noch wissen was sie noch essen.
Da ich nur bio an die Meeris verfüttern will, ist es schwer an Endiviensalat oder so ran zu kommen. Die Bioläden bei mir haben sowas nicht. Deswegen wäre mal n Tip, wie wichtig denn so ein Endiviensalat für die ist - und was sie noch gerne fressen - und fressen sollen, ganz hilfreich.
3. Ansonsten mache ich denen immer eine kleine Schale mit
- Haferflocken zart
- Sonnenblumenkernen
- braune Leinsamen geschrotet
- Hirsekernen
- Kreuzkümmelsamen
- Schwarzkümmelsamen
- Chiasamen
weil ich gelesen habe dass die Dinge ganz gut für die Meeris sind, gerade für das Jungtier, und sie fahren auch drauf ab.
Eine ist 4 Monate, die andere 1,5 Jahre.
Vielen Dank !! ![]()
Wie bekommt man Wurzis dazu, für sie unbekanntes Essen zu akzeptieren?
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hallöchen,
ich kann dir leider nicht helfen, aber: willkommen im Club! Ich versuch den Kleinen auch Paprika schmackhaft zu machen - allein schon wegen des Vitamin Cs.
Sie rühren die Paprika nicht an. Hab extra Bio Paprika geholt, aber auch da: nööö.
Auf Fenchel sind sie dagegen total scharf.
Meine zwei sind da eh relativ unterschiedlich. Rocky frisst fast alles, Öhrchen ist sehr wählerisch.
Ich lese gespannt mit

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Ah danke und
Hab nur den Tip: Kauf so viel es geht bio.
Ich weiß bio ist teuer aber heutzutage gibt es auch erstaunlich viele Biowaren die günstig sind. Und wenn man etwas strategisch vorgeht, findet man auch verlässliche Anlaufstellen.
Pestizide kann man nicht einfach "abwaschen und gut", sondern die sind auch im salat, da die im Wachstum beständig angespritzt werden.
und hast du dir mal angeschaut was die bei Menschen anrichten können? Ich will wirklich keine Angst machen, nur informieren. Ich weiß es ist nicht schön, aber wertvoll.
Ich hab mal ne Doku gesehen da war ein Dorf in einem sagen wir mal armen Land, bedeckt mit Pestizidstaub. Also nicht alles und nicht meter hoch, aber durch die Flugzuge die dort Pestizide auf die anliegenden Felder abgeworfen haben, waren da schon so 1-2 cm auf den Dächern, Fässern auf der Straße und den Wegen.
Und die Menschen sahen echt schrecklich aus. Wie aus einem Mutanten-Film. Also wirklich mutiert, verformte Gliedmaßen, dicke Tumore, richtig grün-blaue Haut, gar-nicht gesund aussehende Haut, etc. Ich will wirklich keine Angst machen, und ja, das waren echt viele Pestizide denen die ausgesetzt waren, aber die Meeris sind viel kleiner und halten viel weniger aus. Und wir wissen gar nicht wie das auf deren Anatomie wirkt.
Dinge wie Romanasalat bekomme ich auch schon für 1,50 bei Edeka als Bio. Und einen ganzen Radicchiokopf bekomme ich bei Denns Bioladen auch schon für wenige Euro. Habs halt erst 2 mal den Radicchio bei Denns gekauft und nicht auf den Bon geguckt.
Alles mit wenig Abwehrschutz vor Pestiziden, zB dünner oder gar keiner Schale, wie Salat sind stark belastet, und Sachen mit dicker Schale weniger. -
Dinge wie Romanasalat bekomme ich auch schon für 1,50 bei Edeka als Bio.
Dinge wie Gras, Löwenzahn, Klee bekomme ich umsonst von den Wiesen in der Umgebung als Bio.
In den Sommermonaten gibt es nix besseres, der Winter kommt früh genug und mit ihm die Zeit der Mangelernährung.
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Hallo und herzlich willkommen!
Meine Meeris sind auch eher wählerisch. Ich biete immer mal wieder in verschiedenen Variationen die Dinge an die sie nicht so gerne fressen (kleingeschnitten oder ganz, sehr gut geht auch an einer Leine aufgehängt, verteilt im Käfig oder auf einem Stück Holz/Weidenzweig aufgefädelt). Um neue Sachen (gerade bei wählerischen Meerschweinchen) in die Ernährung mit aufzunehmen bietet es sich an immer mal ein bisschen, also kleine Stücke vom neuen mit dazu zu geben. Ich habe bei meinen beiden festgestellt, dass sie die grüne Paprika lieber mögen als die rote und gerne stärker duftendes Gemüse nehmen, wenn ich das in kleinen Salat- oder Maisblätterpäckchen verstecke. Die Päckchen packe ich hin und wieder auch mit Erbsenflocken als Belohnung für Kunstücke und auch mit roter Paprika (die sonst sehr gerne liegen bleibt) werden diese gefressen. Gerade Fenchel duftet ja auch stark und hat eine ganz andere Konsestenz (eher fest). Versuch da mal eher den Weicheren Teil zu nehmen und den einige Zeit vorher in einem Wasserbad zu baden, bevor du ihn mit zum verfüttern gibst. Alternativ kann man den auch schön mit Gurke einreiben, damit er nicht mehr so stark dufted.
Zum Thema, wo man Sachen gut kaufen kann, ich versuche immer einiges für meine Schweinchen selber zu pflanzen. Verschiedene Salatsorten, Kohl und andere Gemüse und Kräutersaaten bekommt man ganz einfach im Internet zu kaufen. Salat und Kräuter, auch Spinat lassen sich sehr gut auch in einem Blumentopf anpflanzen (die Mengen sind halt kleiner als in einem Beet). Im Winter sind es meist Kräuter auf der Fensterbank und kleinere Mengen (meine Blumentöpfe drinnen auf der Fensterbank sind nicht so groß), aber es ist immer wieder toll zu sehen, wie sehr die Schweinchen sich über mein selbstbezogenes Futter freuen.
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Meerschweinchen an neues Futter zu gewöhnen ist am einfachsten, wenn sie andere Meerschweinchen sehen, die es fressen. Bei uns wird fast alles gefressen, weil eben einer vom anderen lernt.
Zu Deiner bisherigen Futterzusammenstellung:
Du hast recht, das ist zu einseitig beim Frischfutter. Und vor allem sind 30% Kohlrabiblätter viel zu viel. Der Kalziumgehalt ist darin vergleichsweise hoch. Ich sehe das sogar sofort an weißen Flecken in Urinpfützen. Daher gebe ich seit einige Monaten überhaupt keine Kohlrabiblätter mehr. Karottengrün ist auch so kalziumhaltig, dass man es selten bis gar nicht geben sollte.
Gurke ist dagegen eine gute Quelle von Flüssigkeit und kann ruhig zu mehr als 5% gegeben werden.
Gutes anderes Frischfutter sind u.a.: Gras, geeignete Wildkräuter, Spitzkohl, Stangensellerie - am liebsten mit Blättern, Pflücksalat u.ä., in kleinen Mengen Küchenkräuter wie Petersilie, Dill, Koriander u.a. Alles neue muss natürlich langsam angefüttert werden.
Haferflocken sind für gesunde Meerschweinchen kein gutes Futter. Sonnenblumenkerne sollte jedes Tier maximal ein paar pro Woche bekommen, die anderen trockenen Zutaten würde ich auch weglassen. Nur Kreuzkümmel und Schwarzkümmel sind gesund. Um die Zähne zu schützen geben ich diese und andere aromatische Saaten aber nur noch gemahlen.
Heu ist ja leider schon Trockenfutter und mehr sollte ein Meerschweinchen auch nicht bekommen neben dem Frischfutter und frischen Zweigen - außer den genannten Ausnahmen. Meerschweinchen neigen dazu deutlich zu dick zu werden. Das genannte trockene Futter ist neben anderen Problemen viel zu kalorienreich.
Vielleicht werden Deine Meerschweinchen auch offener für neues Frischfutter, wenn sie nicht mehr durch die Trockenmischung zu satt sind.
Was ich schreibe ist nicht böse gemeint. Du informierst Dich ja hier und kannst ja Umstellungen vornehmen.
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Ich würde auch das Trockenfutter mal weglassen. Ich vermute auch, dass sie sich daran satt fressen und dann einfach kein Interesse mehr an neuem haben. Bei meiner Bande hilft es auch, immer mal die Darreichungsform zu ändern. Also mal ne Paprika am Stück rein (ohne Strunk), mal in Streifen geschnitten etc.
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Dinge wie Gras, Löwenzahn, Klee bekomme ich umsonst von den Wiesen in der Umgebung als Bio.
In den Sommermonaten gibt es nix besseres, der Winter kommt früh genug und mit ihm die Zeit der Mangelernährung.
Weil du Mangelernährung sagst - supplementierst du im Winter irgendwas/irgendwie? Bei den Amerikanern sehe ich häufig, dass sie ihren Schweinchen standardmäßig Vitamin C in flüssiger Form verabreichen. Das habe ich bisher eigentlich für unnötig erachtet
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Hallo und willkommen 🤗
auf http://www.meerschweinchenwiese.de findet ihr jede Menge fundierte Infos zur gesunden Ernährung von Meerschweinchen.
Bei geeigneter Ernährung mit möglichst viel Wiese, ergänzender Frischkost durch vorwiegend blättrige Gemüse und Salate und hochwertigem Heu braucht kein Vitamin C übers Trinkwasser supplementiert zu werden - zumal bei obiger Ernährung die meisten Meerschweinchen nur noch wenig bis kein Wasser zusätzlich trinken, weil sie ausreichend Flüssigkeit über knackige Frischkost zu sich nehmen. Und auch im Winter, wenn sich keine frische Wiese mehr sammeln lässt, braucht kein Meerschweinchen an Mangelernährung zu leiden.
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Weil du Mangelernährung sagst
Ich bin kein Spezialist und mein Wissen über Meerschweinchen ist nicht besonders groß. Eines habe ich aber schon begriffen - die Ernährung ist das A und O, mit ihr steht und fällt alles.
KI darf ich nicht zitieren, wurde von Silke untersagt. Informiert habe ich mich dort trotzdem über die Verdauung von Meerschweinchen. Und mit meinen eigenen Worten: Meerschweinchen sind Fressmaschinen. Sie müssen eigentlich ständig fressen, weil sonst die Verdauung nicht funktioniert. Von oben muß ständig Nachschub kommen, der die alte Nahrung weiterschiebt. Kommt kein Nachschub bleibt das alte Futter im Blinddarm gelagert, wo es dann nach zu langer Zeit anfangen kann zu gären. Das führt zu Aufblähungen. Gärt es nicht und bleibt zu lange liegen, kann es üble Verstopfungen hervor rufen.
Also: Ständig fressen. Was ist dafür am Besten geeignet? Gras und Heu. Besser natürlich Gras, weil es frisch ist, Feuchtigkeit und "Vitamine" enthält. Heu ist in meinen Augen schon eine Notlösung für die Wintermonate.
Alles andere ist willkommene Abwechslung und zur Versorgung mit Mineralstoffen, Vitaminen etc erforderlich. Im Supermarkt oder Bioladen gekaufte Salate, Kohlrabi, Paprika usw ersetzen bei weitem nicht selbst gepflückten Spitz-Breitwegerich, Gänsefingerkraut, Schafgarbe usw.
Ein schöner Nebeneffekt ist dann auch noch, daß durch die Vielfalt des Angebots auch Unbekanntes probiert wird. Wie in der Überschrift gewünscht.
Natürlich habe ich schon von Haltern gelesen, die behaupten: "Ich lebe mitten in der Stadt, habe keine Möglichkeit zum Grünfutter suchen."
Jede Stadt hat einen Stadtrand, da kann man zur Not mit der Straßenbahn hinfahren. Da kann man dann sogar noch was für seine eigene Gesundheit tun mit einem täglichen Spaziergang an frischer Luft. Alles eine Frage der Bequemlichkeit. Ausdrücklich ausschließen möchte ich Menschen, die Krank und deswegen nicht mehr gut zu Fuß sind. Die brauchen sich jetzt auch nicht extra hier melden und erklären, warum es bei ihnen nicht geht.
Im Winter wird hier bei uns auch aus dem Supermarkt ernährt, ist für mich allerdings die Zeit der unbefriedigenden Mangelernährung. Ich versuche sie so kurz zu halten, wie möglich.
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Bei uns war es immer so, dass meine Schweinchen, insbesondere "Allesfresser" Karla, den Neuankömmlingen gezeigt haben, was alles fressbar ist. Karla bekam in ihren ersten drei Lebensjahren als Zuchtschweinchen wahrscheinlich nur Trockenfutter und wahrscheinlich nur extrem selten frisches. Jetzt liebt sie alles frische über alles und ist nicht wählerisch.
Zuletzt vor ca. 2 Monaten zog die 6-jährige Lola hier ein. Sie hat noch nie im Leben Zucchini gefressen, weil sie es immer abgelehnt hat und deshalb schließlich nicht mehr angeboten bekam. Ausgerechnet in der Zeit hatten wir im Garten massenhaft Zucchini. Meine 5 anderen Schweinchen haben sich drauf gestürzt. Der Futterneid führte dazu, dass Lola das jetzt auch frisst.
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Jede Stadt hat einen Stadtrand, da kann man zur Not mit der Straßenbahn hinfahren. Da kann man dann sogar noch was für seine eigene Gesundheit tun mit einem täglichen Spaziergang an frischer Luft. Alles eine Frage der Bequemlichkeit. Ausdrücklich ausschließen möchte ich Menschen, die Krank und deswegen nicht mehr gut zu Fuß sind. Die brauchen sich jetzt auch nicht extra hier melden und erklären, warum es bei ihnen nicht geht.
Offtopic: Jeder kann … Würde ich überdenken den Satz, nicht nur in Bezug auf Wiese pflücken, Nicht alle können alles aus tausend verschiedenen Gründen. Nicht nur wegen kaputter Füße. Und die sind nicht alle faul.
Im übrigen möchte ich darauf hinweisen, dass auch „am Land“ nicht überall gepflückt werden darf und sollte: Wiesen gehören normalerweise jemanden und in Naturschutzgebieten darf man gar nicht pflücken. Also auch da, gut gucken.
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Nicht alle können alles aus tausend verschiedenen Gründen.
Wenn ich mir einen Hund halten möchte, aber aus was für Gründen auch immer nicht mit ihm spazieren gehen kann, darf ich mir keinen Hund halten. Tue ich es trotzdem ist das Egoismus gepaart mit Verantwortungslosigkeit.
Wenn ich Meerschweinchen halten möchte, aber aus was für Gründen auch immer kein Grünfutter besorgen kann, darf ich keine Meerschweinchen halten. Tue ich es trotzdem ....
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Wenn ich mir einen Hund halten möchte, aber aus was für Gründen auch immer nicht mit ihm spazieren gehen kann, darf ich mir keinen Hund halten. Tue ich es trotzdem ist das Egoismus gepaart mit Verantwortungslosigkeit.
Wenn ich Meerschweinchen halten möchte, aber aus was für Gründen auch immer kein Grünfutter besorgen kann, darf ich keine Meerschweinchen halten. Tue ich es trotzdem ....
Wäre korrekt, wenn es denn so wäre, dass Meerschweinchen zwangsweise Wiese brauchen. Diese Meinung kannst Du natürlich vertreten.
Allerdings, egal wo man sich informiert über Meerschweinchen, im Buch oder auf sinnvollen Websites steht sinngemäß: Wiese ist super, aber wenn man keine hat, kann man auch Heu und Frischfutter aus dem Laden kaufen. Insofern darf der geneigte Meerschweincheninteressent davon ausgehen, dass er sich Meerschweinchen kaufen kann, auch wenn er keinen Zugang zu geeigneten Wiesengrünfutter hat. Tatsächlich leben ja auch nicht wenige Meerschweinchen gut mit Heu + geeignetem frischen Ladenfutter.
In keinem einzigen Hundebuch steht „Spazieren gehen ist super, aber wenn es nicht geht, tut es auch ein Katzenklo.“
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wenn es denn so wäre, dass Meerschweinchen zwangsweise Wiese brauchen.
Natürlich kannst du deine Schweine ernähren, wie du es möchtest. Du kannst dich auch selbst jahrelang von Fastfood ernähren, ohne daß sichtbare Schäden auftreten.
Wenn ich mich für eine Tierhaltung entscheide, versuche ich ihnen das Beste zu bieten.
Aber da scheiden sich schon die Geister. Was ist das Beste für ein Tier?
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Ich glaube, der Vergleich zwischen einem Hund, dem man keinen Auslauf gewährt und einem Meerschweinchen, da kein selbst gesammeltes Grünfutter erhält, hinkt. Ein Hund braucht Auslauf und Bewegung, ein Meerschweinchen braucht blättriges Frischfutter, aber es muss nicht zwingend selbst gesammeltes sein. Wenn jemand keine Zeit hat, frisches Grünfutter an geeigneten Plätzen zu sammeln und dafür Grünfutter aus dem Laden kauft, sollte er m.E. trotzdem mit gutem Gewissen Meerschweinchen halten können.
Es gibt schon alleine so viele Tiere in Notstationen oder solche, die über Anzeigen abgeben werden sollen, dass man diesen Tieren auch ohne "Wiese" eine erhebliche Verbesserung und ein schönes Leben bieten kann.
Wenn jemand die Zeit bzw. Möglichkeit hat, Gräser und Wildkräuter zu sammeln, erscheint mir das auch die beste Lösung. Aber es ist aus meiner Sicht keine Voraussetzung für ein glückliches Meerschweinchenleben.
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Wo man eigentlich gut grünes findet, ist bei uns der Friedhof. Bei uns schließt de Tierfriedhof an, auch da gibt es fressbares. Der Friedhof ist für Hunde gesperrt und man kann ohne Angst vor Häufchen sammeln. Es kostet höchstens einige Nüsse für die Eichhörnchen.
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Wenn ich mir einen Hund halten möchte, aber aus was für Gründen auch immer nicht mit ihm spazieren gehen kann, darf ich mir keinen Hund halten. Tue ich es trotzdem ist das Egoismus gepaart mit Verantwortungslosigkeit.
Wenn ich Meerschweinchen halten möchte, aber aus was für Gründen auch immer kein Grünfutter besorgen kann, darf ich keine Meerschweinchen halten. Tue ich es trotzdem ....
Hier war ja zuletzt die Rede von Grünfutter, was nicht unbedingt ausschließlich frische Wiese meint. Also wie ihr wisst, bin ich ein absoluter Wiesenfan. Momentan wächst in Mengen Schafgarbe, Breitwegerich, Flockenblume etc., was ich ergänzend zu den Süßgräsern füttere. Da bin ich ganz bedacht, z.B. füttere ich nie Weidelgras, weil ich weiss, dass dieses ernährungsphysiologisch minderwertig für meine Schweinchen ist. Eine Schlachtkuh kann man damit gut fett füttern. Ich suche gezielt nach Süßgräsern, die den Schweinchen gut tun. Diese Art von Fütterung bietet den Schweinchen meiner Meinung nach höhere Lebensqualität, weil es einfach am naturnahsten ist. Ich denke jedoch, dass das Wiese-Sammeln kein Gradmesser für einen guten Halter ist. Würde ich unsortiert Küchenabfälle verfüttern oder sieben Tagen die Woche jeweils nur einen Eisbergsalat reinlegen, wäre ich eine schlechte Halterin. Trotzdem würde ja keiner kommen, und mir die Tiere wegen Mangelernährung wegnehmen, solange sie mit Futter versorgt sind, ob Trockenfutter, Frischfutter aus dem Supermarkt, oder eben Wiese, das bleibt jedem selbst überlassen, was er halt für seine Tiere leisten kann.
Es ist so, dass ein Hund, der nie nach draußen kommt, geistig und körperlich verkümmert. Ein Meerschweinchen, das hochwertiges Heu, blättriges Gemüse, Kräuter und sonstiges Gemüse wie Paprika (für Vitamin C) bekommt, leidet unter keinerlei Nährstoffmangel. Ich denke sogar, dass Meerschweinchen, die ausschließlich mit Trockenfutter gefüttert werden, erstmal auch keinen ernährungsphysiologischen Mangel erleiden. Sie werden aus anderen Gründen krank.
Ich verstehe also als absolute Befürworterin der Wiesenfütterung, deine Intention, Rabe - dennoch kann man den Hund, der nicht Gassi gehen darf, absolut nicht miteinander vergleichen.
Wenn man einen Hund hat und nicht mit ihm gassi geht, ist das echte Tierquälerei. Bei Meerschweinchen ist das Nicht-Sammeln von frischer Wiese dagegen völlig unbedenklich, solange man sich verantwortungsvoll mit der Ernährung auseinandersetzt und diese auch konsequent bietet.
Ich bin heute krank, mit grippeähnlichen Symptomen, muss aber jetzt trotzdem los, Wiese sammeln. Das tut meiner Gesundheit und Genesung sicherlich nicht gut. Ich habe mich aber nunmehr für diese Ernährungsform entschieden, und muss diese auch bieten, kontinuierlich. Ich habe keinen Sack Trockenfutter für "Notfälle" hier stehen. Andere verantwortungsvolle Halter stehen hingegen jetzt in der Küche und schnippeln verschiedene Gemüse, richten verschiedene Blattsalate hübsch an - jedem das seine. Wichtig ist einzig die richtige Zusammensetzung der Nährstoffe, Rohfasern und Vitamine und dass man durch Vielfalt Selektionsmöglichkeiten bietet. Stets muss man sich der Anatomie der Meerschweinchen bewusst sein und in Bezug auf die Ernährung ihrem Verdauungssystem. Das hast du präzise beschrieben mit dem Stopfmagen Rabe. Für mich habe ich festgestellt, dass ich im Frühjahr / Sommer durch die Ad-libitum Wiesenfütterung die kontinuierliche Futteraufnahme sicherstelle. Im Winter füttere ich aber auch mit dem Ersatz Ad-libitum, d.h. aber nicht, dass meine Schweinchen dann mangelernährt sind. Es ist nur die Zeit des Verzichts auf ihre geliebten Gräser.
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Da bin ich ganz bedacht, z.B. füttere ich nie Weidelgras, weil ich weiss, dass dieses ernährungsphysiologisch minderwertig für meine Schweinchen ist. Eine Schlachtkuh kann man damit gut fett füttern.
Anmerken möchte ich noch, dass wenn sich das jetzt herzlos liest, ich seit vielen Jahren Vegetarierin bin. Ich liebe Tiere seit meiner frühen Kindheit und habe mit Eintritt der Jugend diese aus ethischen Gründen nicht mehr essen können.
Pflückt jemand auf Hochleistungswiesen, Gräser, dann pflückt er jene, die ernährungsphysiologisch weit unter dem Supermarktgemüse stehen. Mal abgesehen vom Diebstahl oder Hausfriedensbruch, den man begeht.
Es gibt aber tatsächlich, genügend Fleckchen (auch innerstädtisch) wo leistungsschwächere, rohfaserreiche Mager- und Wiesengräser und Kräuter wie Löwenzahn, Spitzwegericht etc. zu finden sind. "Bei mir gibt es kein Grünzeug" wäre für mich jetzt auch tatsächlich kein Argument gegen eine Wiesenfütterung. Wie hier heute schon geschrieben wurde, allein auf dem Friedhof zum Beispiel, findet man einiges z.B. Giersch und Taubnessel.
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Ich esse auch seit 15 Jahren kein Fleisch mehr

Allerdings finde ich es gar nicht so leicht, Wiese und co. zu finden. Denn ich will nicht am Straßenrand pflücken und nicht in Hundekacke greifen. Seit ich Wiese pflücke, leben meine Schweine nicht länger, im Gegenteil, leider. Wobei es da natürlich keinen Zusammenhang geben muss. Mein erstes vor 18 Jahren wurde am ältesten, und da hatte ich noch von gar nichts Ahnung, Asche auf mein Haupt.
Mein Bioladen hat relativ wenig Gemüse. Hier wird zum Beispiel super gern Petersilie und Dill gefuttert - gab es nicht. Und andere Sachen, die es gibt, mögen sie nicht.
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