... und deshalb heißt der Löwenzahn auf französisch Pissenlit, was direkt übersetzt heißt "pinkle ins Bett" 😀
Blasengrieß
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Wenn das richtig sein sollte - ich traue KI nie - dann ist es genau das, was ich befürchtet hatte: Löwenzahn würde nur einen positiven Effekt haben, wenn das Tier mehr Wasser als normal aufnehmen würde. Wenn der Entwässerungseffekt stärker wäre als sinnvoll, könnte es sogar schädlich sein.
Salzig werden unsere Meerschweinchen kaum essen ...
Und alle Entwässerung birgt m.W. auch das Risiko, dass dadurch zuviele Elektrolyte verloren gehen.
Meine vorläufige Vermutung ist, dass die These von der positiven harntreibenden Wirkung von Löwenzahn eher auf Menschen passt als auf Meerschweinchen. Aber vielleicht kann das ja noch jemand widerlegen bzw. richtigstellen.
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Der Gedanke dahinter ist ja soweit ich weiß, dass Urin weniger lange in der Blase verbleibt und stärker verdünnt ist und sich so weniger Kristalle bilden bzw. kleine Kristalle sich nicht zu größeren Ansammlungen oder sogar Steinen entwickeln.
Bei Blasenentzündungen geht es darum, dass Bakterien ausgeschieden werden, bevor sie sich vermehren.
Dabei sollte man den Tieren jetzt natürlich keine Unmengen an Löwenzahn oder anderen harntreibenden Kräutern anbieten. Ich habe das einfach in der Wiesenmischung mit drin (und nicht erst jetzt). Wenn man es schafft zusätzlich die Flüssigkeitsmenge zu steigern (z. B. durch feuchtes Futter) ist das sicher sinnvoll. Ob das etwas bringt, weiß ich nicht, ich denke aber nicht, dass es in der Form schadet.
Wenn ich das richtig sehe, basieren ja auch Mittel wie Allrodin Uti oder Eurologist, womit einige Halter gute Erfahrungen haben, auf der Wirkung harntreibender Kräuter. Teilweise sind auch noch andere Kräuter, die zum Beispiel entkrampfend oder entzündungshemmend wirken sollen, dabei, aber das Ausscheiden der Kristalle wird über die harntreibende Wirkung erreicht. Zumindest ist das mein Eindruck, nachdem ich die einzelnen Bestandteile und deren Wirkung gegoogelt habe. Wenn jemand da mehr zu weiß, korrigiert mich bitte.
Für mich bedeutet das, wenn du sagst, eine harntreibende Wirkung bringt wohl nichts, dass man sich auch diese Mittel sparen könnte. Doch was kann man dann tun, wenn ein Schwein trotz angepasster Fütterung und hoher Flüssigkeitsaufnahme starken Blasengrieß hat?
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Mein Gedanke war nur, dass harntreibende Mittel alleine bei Meerschweinchen normalerweise nichts bringen. Der eine Aspekt wäre unnatürlich hohe Einlagerungen von Flüssigkeit, wie es z.B. durch ungesunde Mengen von Salz m.W. passiert. Das entfällt bei Meerschweinchen. Der andere Aspekt ist, dass man harntreibende Mittel, die spülen sollen, mit zusätzlicher Flüssigkeitszufuhr kombinieren muss. Wenn man das machen könnte, wäre das vermutlich ein große Hilfe. Nur wie bekommt man deutlich mehr Flüssigkeit in's Schwein?
Und würde die vermehrte Flüssigkeitszufuhr nicht auch zum Durchspülen reichen? Bisher habe ich beobachtet, wenn man ein Schweinchen wegen eines Urintests in einen Behälter setzt und Gurke dazugibt, dann pinkeln sie viel schneller, als wenn man sie in einem Behälter zum Tierarzt bringt o.ä. Da ich Urintests bisher nicht so oft gemacht habe, kann das auch Zufall gewesen sein. Ansonsten würde Gurke innerhalb von wenigen Minuten zur Urinausscheidung - vermutlich von schon in der Blase befindlichem Urin - führen. Das wäre dann auch ein Durchspülen.
Bitte versteht mich nicht falsch: Ich füttere auch Löwenzahn und halte ihn für gesund und in jedem Falle ist er sehr beliebt. Es geht mir nur um die Aussage über die harntreibende Wirkung.
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Zum Calcium-Phosphor-Verhältnis: Nicht jeder Futterbestandteil muss das optimale Verhältnis haben. Lediglich die Mischung. Die Schweinchen fressen dann eben mehr oder weniger vom einzelnen.
Im Grunde also vielfältig füttern. Viel Frischfutter, Frischfutter nass füttern und ganz krass calciumhaltige Sachen weglassen (Möhrengrün, Kohlrabiblätter), calciumhaltige Sachen in Maßen füttern (Kräuter (außer Koriander, der hat vergleichsweise wenig Calcium), Fenchel,..), und wenig oxalsäurereiche Sachen (Petersilie, rote Beete,…) und sonst bunt durcheinander. Mein einer beträgt Endiviensalat nicht sehr gut, das produziert bei ihm viel Blasengrieß. Also bisschen drauf achten, was die Schweinchen vertragen.
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Und macht keine Wissenschaft draus. Aus meiner Erfahrung kann man, gesunde Ernährung vorausgesetzt, nur wenig bei Blasengrieß über die Ernährung oder überhaupt machen.
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Zum Calcium-Phosphor-Verhältnis: Nicht jeder Futterbestandteil muss das optimale Verhältnis haben. Lediglich die Mischung.
Das ist mir natürlich auch klar, nur finde ich es noch viel schwieriger, eine Mischung anzubieten, die das ideale Calcium-Phosphor-Verhältnis hat. Ich weiß ja nicht mal, wie genau dieses Verhältnis aussehen soll. Und dann kann man ja nicht beeinflussen, wie viel das Schwein jetzt von welchen Sachen frisst.
Aber vermutlich hast du recht, dass man mit einer bunten Mischung nicht viel falsch macht, solange man nicht zu calciumreich füttert. Man würde nur gerne mehr tun, um das Schweinchen zu unterstützen.
Bisher habe ich beobachtet, wenn man ein Schweinchen wegen eines Urintests in einen Behälter setzt und Gurke dazugibt, dann pinkeln sie viel schneller, als wenn man sie in einem Behälter zum Tierarzt bringt o.ä. Da ich Urintests bisher nicht so oft gemacht habe, kann das auch Zufall gewesen sein.
Ich habe jetzt auch noch nicht so häufig Urintests gemacht, aber ich hatte immer Glück, dass die Schweinchen da sehr schnell Pipi machen. Auch Daisy, die in dem Behälter weder die Gurke noch sonstiges angebotenes Futter anrührt.
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Mein Gedanke war nur, dass harntreibende Mittel alleine bei Meerschweinchen normalerweise nichts bringen. Der eine Aspekt wäre unnatürlich hohe Einlagerungen von Flüssigkeit, wie es z.B. durch ungesunde Mengen von Salz m.W. passiert. Das entfällt bei Meerschweinchen. Der andere Aspekt ist, dass man harntreibende Mittel, die spülen sollen, mit zusätzlicher Flüssigkeitszufuhr kombinieren muss. Wenn man das machen könnte, wäre das vermutlich ein große Hilfe. Nur wie bekommt man deutlich mehr Flüssigkeit in's Schwein?
Und würde die vermehrte Flüssigkeitszufuhr nicht auch zum Durchspülen reichen?
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Genau so sehe ich das auch. 👍🏽 Wenn ein Meerschweinchen keine bereits vorhandenen Ödeme (z.B. wegen einer Herzkrankheit) hat, dann sollte ein gutes Durchspülen der ableitenden Harnwege immer durch die Aufnahme von ausreichend Flüssigkeit erfolgen. Da Meerschweinchen ja nicht dazu gebracht werden können, dass sie mehr trinken, muss das dann über die Gabe von Salatgurken u. ä. erfolgen.
Noch ein Wort zu den Pflanzen, die harntreibend wirken. So viel mir bekannt ist, können diese Pflanzen nur dazu führen, dass ein "zu viel" an Wasser im Gewebe ausgeschieden wird. Es kann aber nicht dazu führen, dass so viel Wasser ausgeschieden wird, dass es ungesund ist - ein wichtiger Unterschied zu Entwässerungsmedikamenten. Deshalb könnte man diese Pflanzen ohne Bedenken zusätzlich geben.
Aber eben nur zusätzlich. Das allerwichtigste ist auf jeden Fall eine größtmögliche Aufnahme von Flüssigkeit durch das Futter. Also viel Salatgurke, Futterpflanzen immer anfeuchten, keine getrockneten Kräuter etc.
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Wenn das richtig sein sollte - ich traue KI nie - dann ist es genau das, was ich befürchtet hatte: Löwenzahn würde nur einen positiven Effekt haben, wenn das Tier mehr Wasser als normal aufnehmen würde. Wenn der Entwässerungseffekt stärker wäre als sinnvoll, könnte es sogar schädlich sein.
Salzig werden unsere Meerschweinchen kaum essen ...
Und alle Entwässerung birgt m.W. auch das Risiko, dass dadurch zuviele Elektrolyte verloren gehen.
Meine vorläufige Vermutung ist, dass die These von der positiven harntreibenden Wirkung von Löwenzahn eher auf Menschen passt als auf Meerschweinchen. Aber vielleicht kann das ja noch jemand widerlegen bzw. richtigstellen.
das würde erklären, warum meine Tierärztin meinte nicht zuviel Löwenzahn geben.
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Das allerwichtigste ist auf jeden Fall eine größtmögliche Aufnahme von Flüssigkeit durch das Futter. Also viel Salatgurke, Futterpflanzen immer anfeuchten, keine getrockneten Kräuter etc.
All das mache ich schon länger, nur dass ich jetzt noch etwas mehr Gruke und etwas Eisbergsalat gebe.
Ich habe mal Eurologist bestellt und werde das mal austesten. Ansonsten sind jetzt die Ergebnisse da: im Urin wurden Bakterien gefundenen, jetzt wird noch bestimmt, welche es sind. Das heißt neben Schmerzmitteln bekommt sie jetzt auch Antibiose. Erstmal Orniflox, wenn sich das als nicht wirksam herausstellt, müssten wir nochmal wechseln.
Die Leber- und Nierenwerte sind erfreulicherweise gut. Lediglich die Entzündungswerte sind erhöht, was ja zur Blasenentzpndung passt. Ich warte noch auf die Antwort des Kardiologen wegen des Herzens.
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Bakterien könne sich zu Blasengrieß führen, weil sie Kristallisationskeime sind, d.h. Calciummoleküle lagern sich dort an und dann noch eines und noch eines, bis man einen größeren Kristall hat.
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Es wäre natürlich schön, wenn es nur daran liegt und sie keinen Grieß mehr hätte, sobald das ausgeheilt ist.
Interessant finde ich, dass man ihr die Blasenentzündung gar nicht angemerkt hat. Ich hoffe, dass sie nicht schon länger unbemerkt bestand.
Noch eine Frage, da sie ja jetzt Antibiose bekommt. Bei Quint hatte ich verschiedene Saaten gemahlen und ihm gegeben, die Leber und Verdauung unterstützen sollen. Nun steht auf Meerschweinchenwiese, dass Tiere mit Blasengrieß keine Saaten bekommen sollen. Ich möchte damit natürlich nicht mehr schaden, als nutzen und könnte für die Verdauung auch Colosan geben. Oder meint ihr, ich kann für die Dauer der Medikamentengabe bedenkenlos gemahlene Saaten mit Wasser und Gerstengraspulver geben?
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Auf Deinen Beitrag hin habe ich mir den Artikel im Blick auf Saaten durchgelesen. Dort steht keine Begründung. Außerdem finde ich "Saaten" viel zu allgemein. Es gibt in der Zusammensetzung große Unterschiede.
Wenn es mein Tier wäre würde ich höchstens noch weitersuchen, ob ich etwas anderen finde, dass einleuchtend erscheint. Auf den ersten Blick fand ich aber nicht nur diesen Aspekt fragwürdig. Es wird u.a. auch als sinnvolle Behandlung genannt:
ZitatSollte mit der regulären Behandlung kein Erfolg erzielt werden, kann in Ausnahmefällen eine Behandlung mit Diuretika über 23-25 Monate, möglichst begleitet von Infusionen, zur Prophylaxe nach Harnstein-Op´s eingesetzt werden. In sehr schweren Fällen kann eine Salzzugabe die Wassermenge erhöhen (0,5g NaCl/kg KG), z.B. auf ein Stückchen Gurke, nicht über das Trinkwasser!2 Jahre lang Entwässerungsmittel und möglichst Infusionen???
0,5g Salz pro Tag für ein durchschnittlich schweres Meerschweinchen???
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Oder meint ihr, ich kann für die Dauer der Medikamentengabe bedenkenlos gemahlene Saaten mit Wasser und Lebermoosextrakt geben?
Wieso willst Du Lebermoosextrakt geben?
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Sorry, ich meinte natürlich Gerstengraspulver... ich ändere das mal eben.
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Dort steht keine Begründung. Außerdem finde ich "Saaten" viel zu allgemein.
Genau, dass es keine Erklärung dazu gibt, macht es für mich auch schwer einschätzbar.
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Silke Ich habe vor einiger Zeit mir das Paper rausgesucht auf dem die Empfehlung mit Diuretika etc. Gründet. Die Faktenlage war sehr dünn. Das war ein Fallbericht über, ich meine, zwei Meerschweinchen.
Ich hoffe, ich hab das alles noch richtig in Erinnerung. Im Bedarfsfall bitte selbst nachlesen. https://www.yumpu.com/de/docum…-kalziumurolithiasis-bei-
Unterm Strich: Sicherlich ein interessantes Paper für Tierärzte, aber auf einer Infoseite für Meerschweinchenhalter hat diese Möglichkeit nichts zu suchen.
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Genau, dass es keine Erklärung dazu gibt, macht es fpr mich auch schwer einschätzbar.
Wahrscheinlich die allgemeine Begründung: So wenig wie möglich trockenes, um die Wasseraufnahme hoch zu bekommen. Außerdem haben Saaten normalerweise einen großen Phosphorüberschuss.
Ich würde in Deinem Fall Saaten in geringer Menge als Medikament sehen und die gibt man so oder so.
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All das mache ich schon länger, nur dass ich jetzt noch etwas mehr Gruke und etwas Eisbergsalat gebe.
Ich habe mal Eurologist bestellt und werde das mal austesten. Ansonsten sind jetzt die Ergebnisse da: im Urin wurden Bakterien gefundenen, jetzt wird noch bestimmt, welche es sind. Das heißt neben Schmerzmitteln bekommt sie jetzt auch Antibiose. Erstmal Orniflox, wenn sich das als nicht wirksam herausstellt, müssten wir nochmal wechseln.
Die Leber- und Nierenwerte sind erfreulicherweise gut. Lediglich die Entzündungswerte sind erhöht, was ja zur Blasenentzpndung passt. Ich warte noch auf die Antwort des Kardiologen wegen des Herzens.
Hast du das Eurologist bereits bekommen und gestartet? Es wurde mich von anderer Seite auch empfohlen und ich überlege mir auch gerade ob ich es bestellen soll für meine Helena.
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Ja, ich gebe das Eurologist jetzt seit gut einer Woche. Es soll ja auch für Blasenentzündungen gut sein. Ob es einen Effekt hat, kann ich nicht genau sagen. Mir kommt es so vor, als wären die weißen Flecken in den letzten Tagen weniger konzentriert. Den Effekt, den Gurkentrupp beobachten konnte, dass erstmal deutlich mehr Grieß rauskommt, konnte ich jetzt nicht feststellen. Sie bekommt ja auch Schmerzmittel und Antibiotikum und ich habe die Ernöhrung leicht angepasst, also ist es schwer zu sagen, ob Veränderungen vom Eurologist kommen oder nicht. Und es könnte ja auch Zufall sein, dass es gerade einfach etwas weniger ist.
Ich gebe ihr das Eurologist erstmal weiter und beobachte es. Letztlich muss man wohl einfach ausprobieren, ob es für das jeweilige Schweinchen einen Nutzen hat. Da Daisy ja erstmal eh Medikamente bekommen muss, muss ich sie ja nicht extra für das Eurologist einfangen.
Morgen habe ich übrigens einen Termin beim Kardiologen.
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