Ich denke, es kommt beim "neuen" Männchen, das zum verbliebenen Bock gesetzt wird, vorallem darauf an, ob er die Bockgruppenhaltung kennt, wie gut er sozialisiert ist und wie sein Charakter ist. Zudem gibt es ja auch die Möglichkeit, mehrere Böcke dazuzusetzen.
Es kommt auch darauf an, wie deine Böcke sozialisiert wurden. Sind sie zusammen groß geworden oder hatten sie erwachsene Schweine, die ihnen das Schweinsein erklärt haben? Weil das beeinflusst den Schwierigkeitsgrad ja auch.
Mein erstes Bockduo, das ich hatte, war unkastriert und bei mir zu zweit aufgewachsen. In den Rappelphasen ging es hoch her, danach hatten sich die beiden irgendwann eingegroovt. Sie waren nie ein super Team, aber das lag nicht daran, dass sie Böcke waren, sondern eher am Charakter (Schweine mögen ja auch nicht jedes andere Schwein 😅).
Als einer der beiden gestorben war, blieb ein älterer, gesundheitlich angeschlagener Bock mit mangelnden Sozialkompetenzen zurück. Ich hatte dann ewig nach einem passenden Partner gesucht und fand einen erwachsenen, vor kurzem kastrierten Kastraten, dessen Charakterbeschreibung mir gut gefallen hatte. Die Vergesellschaftung lief relativ ruhig ab und die beiden waren dann ein richtiges Herz und eine Seele. Ein Kastrat wurde es übrigens, weil es im Tierschutz keine unkastrierten Böcke gibt.
Als dann der alte Bock gestorben ist, habe ich dem Kastraten dann ein paar Weibchen gegönnt. Ich wollte damals mal mehr als nur zwei Meerschweinchen halten und hatte mir eine VG mit vielen Böcken nicht zugetraut - heute würde ich anders entscheiden.
Jahre später ist dann bei mir zusätzlich zu meinem Harem aus Versehen ein Bockduo eingezogen. Die beiden waren sehr harmonisch und waren auch zu zweit aufgewachsen. Da ich auf Dauer keine zwei Gruppen haben wollte, habe ich die beiden kastrieren lassen. (Die Idee war damals: wenn mein Haremskastrat einmal stirbt, kommt einer der beiden in meinen Harem und der andere bekommt seinen eigenen Harem ... wenn dann einer der beiden irgendwann stirbt, kommen alle verbliebenen Schweine in eine Gruppe) Interessanterweise kam es mir damals so vor, dass sie sich in der Zeit nach der Kastration eher schlechter verstanden haben, als davor.
Bei den beiden gabs dann keinen übrigen Kastraten, da die beiden ja dann (über einen Umweg mit einem VG-Versuch mit allen Schweinen) jeweils ihre eigenen Weibchen bekommen haben.
Und sie waren beide die unfähigsten Haremswächter, die ich je hatte
. Sie waren weder sexuell aktiv, noch haben sie Streit geschlichtet oder Verantwortung für die Gruppe übernommen. Das kenne ich von allen Kastraten, die ich sonst hatte, anders (auch von dem oben erwähnten, der war nicht nur nett im Bockduo, sondern auch super als Haremswächter).
Ich weiß jetzt nicht, ob es das war, was du wissen wolltest. 
Was ich aber noch sagen will: Im Schnitt war es bei meinen Bockduos deutlich entspannter und harmonischer als bei meinen Mädels - Rappelphasen ausgenommen.