Bruno
19.09.2020 - 31.03.2026
Bruno kam zu mir als er ziemlich genau ein Jahr alt war. Nachdem Bounty gestorben war, war ich auf der Suche nach einem Kastraten und fand eine Anzeige von einer Frau, die kürzlich ein Baby bekommen hatte und aus Zeitgründen eine ihrer Meerschweinchengruppen abgeben wollte. Da in dieser Gruppe auch ein Kastrat war, schrieb ich eine Nachricht, um zu fragen ob die Meerschweinchen zusammen oder auch getrennt vermittelt werden. Zu dem Zeitpunkt war die Gruppe bereits als ganzes vermittelt, was natürlich schöner für die Tiere war. Allerdings wollte sie auch ihre bestehende Gruppe verkleinern und schrieb mir, dass sie auch einen der beiden Kastraten der Gruppe abgeben würde. Dieser Kastrat war Bruno, er war bei ihr geboren worden und wurde frühkastriert. Ich habe mich dazu entschieden, ihn aufzunehmen und so kam der kleine Schatz zu mir.
Anfangs war er noch sehr scheu, die Vorbesitzerin teilte mir auch mit, dass sie in letzter Zeit zu wenig Zeit für die Meerschweinchen hatte und er deshalb noch recht scheu sei. Allerdings war er auch sehr neugierig und mit der Zeit legte er seine Scheu immer mehr ab. Er wurde sehr zutraulich und ließ sich auch ein wenig am Kopf streicheln. Generell war er einfach ein lustiger kleiner Kerl, total lieb, munter und fröhlich. Ein richtiger Schatz.
Damals in Außenhaltung ist er über die Wiese gerannt und gepopcornt und er war immer als erstes da, wenn es etwas zu futtern geben könnte und hat Männchen gemacht. Fell schneiden fand er aber ganz doof, was bei ihm aber leider regelmäßig sein musste. Daran hat er sich auch nie so wirklich gewöhnt und immer versucht sich zu entwinden und kein bisschen still gehalten. Zurück im Gehege war aber alles wieder schnell vergessen.
Nun war es leider so, dass er zunehmend abgebaut hat. Wie sich herausstellte, hatte er eine stark veränderte Leber (möglicherweise tumorös?) und wir konnten nichts mehr für ihn tun, außer ihn gehen zu lassen.
Ich bin so traurig und er fehlt hier sehr. Im Gehege ist es so leer und ruhig mit nur den beiden Mädels. Er war der zutraulichste von den dreien. Mein kleiner Brunobär, du wirst nie wieder in deinem Kuschelapfel oder auf deinem Kuschelkissen liegen, nie wieder ganz dicht bei deiner Kiwi liegen. Nie wieder Männchen machen oder mir das Leben schwer machen, wenn ich versuche, dein Fell zu schneiden. Aber zumindest musst du auch nicht mehr leiden. Ich hab dich so lieb, machs gut mein kleiner Schatz.
Als ich der Vorbesitzerin mitteilte, dass Bruno leider gestorben ist, war sie auch sehr traurig. Außerdem schickte sie mir dieses Bild von Bruno und seinen Geschwistern als sie einen Tag alt waren. (Bruno ist ganz links)