• Hallo ihr Lieben,

    Ich hoffe auf Erfahrungen, Ideen, Wissen etc.

    Folgendes: Nachdem nun meine Peppa verstorben ist, ist Lola nun quasi „übrig“ geblieben aus dieser Gruppe. Die beiden haben ihr Leben mit einem Kastraten zusammen gelebt aber als dieser gestorben ist und ich einen neuen Kastraten zu ihnen gesetzt habe. Ging es Peppa wirklich schlecht, sie hat ihn quasi den ganzen Tag belagert angesprungen gebissen etc. Die Vergesellschaftung damals lief absolut gar nicht und ich hatte vieles probiert, mehrere Anläufe gestartet und dann das ganze irgendwann abgebrochen. Peppa wollte nur mit Lola leben. Für den kastraten damals habe ich dann eine neue Truppe mit zwei Mädels aufgebaut. So kommt man dann doch schnell mal auf 5 Meerschweinchen. Von dem Tag an lebten die beiden Truppen getrennt voneinander. Lola hatte mit dem Kastraten damals absolut kein Problem. Ich habe sie nun zu der Gruppe vergesellschaftet nachdem Peppa gestorben ist. Erst auf neutralem Boden und dann in einem neuen umgebauten Gehege, wo keiner von denen vorher gelebt hat. Das erste Treffen und der Rest des Tages lief relativ gut. Eins der Mädels zeigte nur kurz Interesse an ihr und ging dann weiter ihren Weg. Seit gestern allerdings hat sie (Mavis) sich richtig auf Lola eingeschossen. Sie belagert sie quasi den ganzen Tag und steht immer vor ihr, dann schnappt sie immer irgendwann zu oder fängt an zu Jagen. Lola quietscht dann immer laut. Der Kastrat ist kein wirklicher Erzieher, er konnte sich auch damals gegen Peppa absolut nicht behaupten. Er kommt dann ab und zu mal und muckt ein bisschen gegen Mavis aber das war’s dann auch und es scheint sie auch herzlich wenig zu interessieren. Lola sitzt den ganzen Tag in ihrem Haus, sobald sie rauskommt kriegt sie von Mavis einen auf den Deckel. Sie frisst noch aber sie entspannt nicht mehr so wie sie es sonst immer getan hat.

    Ich weiß, dass sich sowas noch legen kann. Ich frage mich eher wie lange so etwas für eine Seniorin gut ist. Lola ist 6,5 und die anderen sind 2. Ich überlege schon ihr eine anderen Seniorenpartnerin zu holen damit die beiden in Ruhe leben können aber dann befinde ich mich wieder in einer endlosen Schleife von Seniorenschweinen. Soll ich noch was anderes versuchen? Mache ich mir da zu viele Sorgen oder hätte ich sie gar nicht erst mit den anderen Schweinen vergesellschaften sollen? Ich bin mir nicht sicher ob ich gerade alles richtig mache. Sie haben genug Platz sie haben genug Häuser und es entstehen keine engen Gassen. Trotzdem steht Mavis den ganzen Tag vor ihrem Haus und wartet bis sie rauskommt um sie zu jagen.

  • Nachtrag:

    Es wundert mich übrigens sehr, dass Mavis solche Probleme macht! Sie war quasi von Anfang an einfach handzahm ohne dass man mit ihr daran arbeiten musste. Sie ist immer draußen, selten in Häusern etc. Sie schläft einfach mitten im Gehege ohne „Schutz“ wenn sie im Freilauf ist, läuft sie einfach auf einen zu ohne Probleme. Sie ist den ganzen Tag unterwegs und super neugierig. Die erste die neue Dinge entdeckt oder probiert. Lola ist ganz lieb, zurückhaltend, neugierig auf Menschen und schon immer süß treudoof und nie zickig. Eigentlich ähneln sich die beiden sogar sehr vom Charakter

  • Keine Erfahrung, kein Wissen - nur eine Idee:

    Trenne das Gehege durch ein Gitter ungefähr auf 1/4 zu 3/4. Dann die Streithähne trennen und täglich wechseln. Mal die eine allein, mal die andere. So kann Lola schon mal mit den anderen Freundschaft schließen, ohne daß Mavis dazwischenfunkt. Nach 1-2 Wochen würde ich dann mal versuchen das Gitter wieder wegzunehmen.

    Zuerst hatte ich einen Hund, als mir das nicht mehr genügte, hab ich mir einen Riesenschnauzer geholt.

  • Wie viele Schweinchen sind es jetzt zusammen in dieser Gruppe?

    Und wie verhält sich Lola gegenüber den anderen bzw. die zu ihr?

    Hast Du wirklich Häuschen oder sind das Tunnel oder Unterstände, die auf allen 4 Seiten offen sind?

    Ich frage das, weil ich schon versuchen würde, die Situation zu entschärfen. Nach wiederholten schlechten Erfahrungen mit "die Meerschweinchen machen lassen" würde ich in solchen Fällen eingreifen bzw. Änderungen versuchen.

    Wenn Lola schon lange nur mit Peppa gelebt hatte, dann verhält sie sich vielleicht auch " sonderbar" in den Augen der anderen.

    Bei schwierigen Vergesellschaftungen lasse ich mittlerweile alle Verstecke weg. Selbst um Tunnel kann dann ein Streit entstehen. Damit die Tiere trotzdem Deckung haben gibt es bei uns noch große Ebenen oder besser gesagt überdachte Bereiche.

    Scotty (ca. 08/19), Landolf (ca. 02/20), Josia (08/20), Simba (06/23), Fuchsi (08/24), Fridolin (08/24) - im Herzen geblieben: Dachsi (04/18-09/24), Wuschel (04/18-11/23), Miro (ca. 02/20-10/24) - weitere Infos

  • Jetzt sind es vier. Lola ist in meinen Augen total zurückhaltend und schüchtern. Nicht aufdringlich oder aufmüpfig.

    Mavis steht übrigens unter dem anderen Weibchen und bekommt auch von ihr mehr Ansagen als sonst. Ich habe Unterstände und Häuser mit mehreren Ausgängen. Es gibt auch Momente wo Mavis kommt sie anschaut und wieder geht oder einfach neben ihr steht und Heu frisst. Allerdings darf sich Lola nicht aus ihrem Haus, in dem sie sich nur noch aufhält, bewegen. Dann kommt sofort Mavis und scheucht sie weg. Nach dem letzten Mal verscheuchen kam danach die andere Dame auf Mavis zu und hat ordentlich mit den Zähnen geklappert und Mavis hat dieses devote quieken gemacht. Dies macht Lola übrigens sobald sich Mavis auch nur nähert auch.

  • Ich würde wirklich noch ein paar Tage abwarten. Sie scheinen sich ja nicht zu verletzen / zu beißen. Du hast sie doch erst gestern zusammen gesetzt.

    In meiner Haremsruppe haben auch die Weibchen untereinander eine Rangfolge. Die muss bei Neuzugängen zuerst einmal geklärt werden. Da kann die Einschüchterung eines neuen Weibchens gerade am Anfang ziemlich übertrieben werden, bis sich das dominantere Weibchen seiner Position sicher ist.

    Ich würde noch mal genau schauen und alle Engstellen und Sackgassen beseitigen. Am besten viele lange Unterstände aufstellen. Ggf. kann man durch aufgehängte Tücher auch Unterstände simulieren.

    Ich würde das Essen nicht im Napf hinstellen, sondern großzügig im gesamten Gehege verteilen, so dass jeder jederzeit an Futter kommt.

    Zu deiner Frage, ob du ein neues Tier für Lola besorgen sollst: nein, das würde ich jetzt noch nicht machen. Du hast keine Garantie, wie diese beiden dann zurecht kommen würden.

    <3Karla *2019 <3 Ludwig *18.1.2022 <3 Minna *ca. 20.8.2022 <3 Selma * 2.2.2024 <3

    Für immer im Herzen: Berta, Pieps, Charly, Greta, Emma, Sophie, Chocolate, Amalie

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    Ich habe Unterstände und Häuser mit mehreren Ausgängen. Es gibt auch Momente wo Mavis kommt sie anschaut und wieder geht oder einfach neben ihr steht und Heu frisst. Allerdings darf sich Lola nicht aus ihrem Haus, in dem sie sich nur noch aufhält, bewegen. Dann kommt sofort Mavis und scheucht sie weg.

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    Ich würde das Haus auf jeden Fall entfernen. Am besten ersetzt du es durch einen langen Unterstand, bei dem es viele Möglichkeiten zum Darunter und wieder heraus zu kommen. Alternativ kannst du auch ein Tuch aufspannen.

    <3Karla *2019 <3 Ludwig *18.1.2022 <3 Minna *ca. 20.8.2022 <3 Selma * 2.2.2024 <3

    Für immer im Herzen: Berta, Pieps, Charly, Greta, Emma, Sophie, Chocolate, Amalie

  • Ich würde das Haus auf jeden Fall entfernen. Am besten ersetzt du es durch einen langen Unterstand, bei dem es viele Möglichkeiten zum Darunter und wieder heraus zu kommen. Alternativ kannst du auch ein Tuch aufspannen.

    Ich habe jetzt alle Häuser usw entfernt. Es gibt nur noch einen großen Unterstand. Als alles raus war gab es nochmal Zank. Lola sehr devot. Ich habe überall Heu verteilt und zeitweise standen alle vier gleichzeitig an einem Haufen und haben gegessen ohne Probleme. Zur Sekunde fressen Mavis und Lola nebeneinander am Heu, fast Kopf an Kopf. Bislang kein Zoff. Vielleicht lasse ich sie jetzt einfach länger ohne Häuser?


    Ich habe mich normalerweise nicht so mit ein bisschen Zoff bei Vergesellschaftungen aber ich glaube weil sie unsere Oma ist und ihre Peppa erst verloren hat, reagiere ich da gerade sehr nervlich.

  • Ich würde zumindest so lange nur den Unterstand habe, bis alle 2-3 Tage friedlich und entspannt waren.

    Am besten wäre es, wenn Du noch einen weiteren Unterstand - z.B. über Eck - aufstellen würdest. Aber ein sehr langer würde auch reichen zur Not. Mit sehr lang meine ich dann schon mindestens 150cm. Dann braucht keiner ohne Deckung zu sein, aber auch nicht zu nah bei einem anderen zu liegen.

    Später kann man unter den Unterständen auch Hängematten befestigen und natürlich auch Kuschelbetten o.ä. stellen. Aber alle Sachen, die verteidigt werden oder in die einer "eingesperrt" werden kann, sind in kritischen Phasen eben gefährlich.

    Ich verstehe Deine Sorge um Lola. Sie hat ja auch noch durch die Verluste ihrer Freunde und dann die Umstellung mit anderen Meerschweinchen Kummer.

    Scotty (ca. 08/19), Landolf (ca. 02/20), Josia (08/20), Simba (06/23), Fuchsi (08/24), Fridolin (08/24) - im Herzen geblieben: Dachsi (04/18-09/24), Wuschel (04/18-11/23), Miro (ca. 02/20-10/24) - weitere Infos

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