Ein Thema, das mich schon des Längerem beschäftigt. Zwischenzeitlich war es fast ein Ding der Unmöglichkeit, hier einen Tierarzttermin bei Experten unter 3 Wochen Wartezeit zu bekommen. Mit meiner jetzigen Praxis lief es eigentlich immer sehr gut, die Wartezeit war eigentlich immer max. 1 Woche. Was immer möglich ist, ist, die Tiere stationär für den halben Tag abzugeben und die Tierärztin schaut sie sich zwischendrin an. Nicht ideal, aber nutze ich bei dringenden Fällen oder totaler Terminknappheit.
Jetzt wieder mal das Problem: Bei zwei meiner Schweinchen wollten wir ein Kontroll-Röntgenbild anfertigen, weil sie eine mE relativ starke Atmung haben und bisherige Behandlungen nicht wirklich zielführend waren. Geröngt wurden sie auch schonmal, allerdings waren sie damals noch so klein und zapplig, dass die Bilder fast wertlos waren. Da die Symptom ziemlich schwach waren & unverändert blieben, habe ich abgewartet, aber seit ein paar Tagen habe ich das Gefühl, die Atmung ist wieder stärker. Also höchste Zeit für Kontrollbilder. 2 der Tierärztinnen, zu denen ich sonst gehe, sind ausgerechnet beide bis Ende Februar im Urlaub. Also versuche ich nun einen Termin bei der TÄ zu bekommen, zu der ich auch für den Herzultraschall gehe. Sie kennt sich gut aus und wäre wahrscheinlich bei dem Problem ohnehin die bessere Ansprechpartnerin, aber ich bezweifele, dass sich da in unter 10 Tagen Wartezeit was ergibt.
Jetzt mache ich mir natürlich Vorwürfe und denke mir, den Termin hätte ich ja früher schon ausmachen können, aber weil sich die Symptome nicht wirklich veränderten und zeitweise sogar besser wurden, habe ich es neben einem anderen kranken Schweinchen nicht priorisiert, zumal ich selbst die letzten Monate häufig krank war. 10-14 Tage Wartezeit fühlen sich einfach unendlich an.
Es gibt aber auch Fälle, wo es noch deutlich akuter als bei mir jetzt ist (ohne direkt ein Notfall zu sein). Gerade wenn es um spezielle Diagnostik wie (Herz-)Ultraschall, CTs, etc geht, muss man oft lange warten. Oder ist das nur bei mir in der Gegend so schlimm? Die letzten Jahre war ich ziemlich verwöhnt davon, dass meine Praxis gleich zwei Heimtierspezialistinnen und noch dazu alle erdenklichen Geräte da haben, inzwischen sogar ein CT. Aber kaum, dass jemand in Urlaub ist, ist gleich wieder Notstand angesagt.
Bei Meerschweinchen hat man ja meistens das Problem, dass es beim Erkennen von Krankheiten schon fast immer akut ist. Ich habe das Glück (oder den Fluch...) sehr eng mit den Schweinchen zusammenzuwohnen (1-Zimmer-Wohnung & viel Homeoffice), sodass ich Vieles schnell mitkriege. Bei jedem allerkleinsten Anzeichen kann ich aber realistisch gesehen auch einfach nicht zum Arzt gehen - dann wäre ich nicht monatlich, sondern wöchentlich oder täglich da
(Versteht mich nicht falsch, ich gehe natürlich, wenn es nötig ist. Mit kleinen Anzeichen meine ich so Sachen wie: braucht 1 Sekunde länger zum Aufwachen, futtert gelegentlich etwas weniger schnell als die anderen 2, liegt mehr auf dem Boden, statt auf Häuschen zu hüpfen usw. Wie gesagt bin ich monatlich beim Tierarzt, weil dann doch immer irgendwas Größeres noch passiert
) So kommt man aber irgendwie immer sehr schnell in Bedrängnis, eigentlich schnell Termine zu benötigen.
Wie geht ihr damit um? Welche Wartezeit findet ihr zur Abklärung von Herz/Lungengeschichten, Zähnen, ... akzeptabel? Habt ihr mehrere Adressen, die ihr dann immer abtelefoniert? Meine Angst ist immer, hier doch irgendetwas zu übersehen und irgendwann -- zum Beispiel -- mit einem akut zahnkranken Meerschweinchen dazusitzen, das nicht mehr fressen mag. Klar kann man zum Notdienst, aber je nachdem, an wen man da gerät, kann man fast genauso gut oder gar besser zuhause bleiben.
Finde die Tierarztsituation mit den wenigen Heimtierspezialisten generell sehr belastend und auch frustrierend
Daher die Frage, wie das bei euch so läuft.