• Meine kleine Sora hat eine „Dicke-Backe“.

    Somit war ich heute in der Tierklinik & die kleine wurde behandelt. Leider bisher nur ein Antibiotika bekommen und Schmerzmittel, weil man nicht vernünftig schauen konnte.

    Sora frisst ganz normal, trinkt normal und hüpft auch rum. (Also über Hindernisse) Wenn ich sie hochnehme, damit ich sie vernünftig anschauen kann und mit ihr rede, gluggt sie.

    Wir warten jetzt bis Donnerstag, dann habe ich wieder ein Termin in der Tierklinik.

    Nun, ich wurde über alles aufgeklärt. Bezüglich der Zahnproblemen, wenn der gegenüberliegende fehlt. Also müsste ich die kleine Maus alle paar Wochen sie in Narkose stecken. Was mich zuerst ziemlich unsicher gemacht hat, aber wenn Meerschweinchen relativ häufig zahnprobleme haben, lässt man die doch nicht immer gehen oder? Die Tierärztin hat mir ein bisschen das Gefühl gegeben, dass es nicht unbedingt die beste Lösung ist, sie alle paar Wochen in Narkose zu stecken. Die OP würde mit allem drum und dran 1000€ kosten, meinte sie zusätzlich.

    Die Tierärztin ist echt super, sie war auch recht neutral, aber bei der einen Sache irgendwie anders. Sorry, kann das nicht anders beschreiben…

    Ich bin also ziemlich verunsichert und weine sehr viel, weil ich Sora nicht quälen möchte aber deswegen die kleine gehen lassen?


    Ich brauche eure Meinung..

  • Hallo Bianca,
    es tut mir sehr leid, dass dein Schweinchen etwas am Zahn hat und du so viel Kummer hast. Um dir weiterzuhelfen bzw. eine Meinung zu sagen, brauchten wir aber noch ein paar Informationen, denn leider hast du einiges weggelassen... Ich habe verstanden, dass ein gegenüberliegender Zahn fehlt.

    1. Handelt es sich um einen Backenzahn oder um einen Schneidezahn?
    2. Handelt es sich um ein Zahnwurzelproblem? Oder wächst der gegenüberliegende Zahn einfach zu schnell, da sein Gegenüber fehlt und er also nicht auf natürliche Weise abgenutzt wird ?
    3. Was für eine OP wäre das, die 1000 Euro kostet? Einen Zahn ziehen? Oder etwas anderes?
    4. Was heißt "weil man nicht vernünftig schauen konnte"? Wurde dem Schweinchen unter Narkose ins Mäulchen geschaut? Dann müsste man eigentlich schauen können. Wurde ein Röntgen der Zähne vorgenommen?
    5. Was auch interessant wäre: Ist deine Tierärztin mit Meerschweinchen besonders erfahren (z. B. Heimtierärztin)? Oder eine spezielle Zahnspezialistin?
    Falls nicht, (und auch falls ja!) würde ich vor wichtigen Entscheidungen immer eine unabhängige zweite Meinung bei einer anderen Meerschwein-erfahrenen Tierärztin,( am besten Heimtierärztin) einholen.

    Zahnprobleme sind bei Meerschweinchen gefürchtet, da sie oft - nun ja - "schwierig" sind, um es vorsichtig auszudrücken! Aber es ist nicht immer so, dass das Meerschweinchen eingeschläfert werden muss. Ich weiß auch von Schweinchen, die regelmäßig alle 6 Wochen zum Zähneschleifen müssen. Das wird dann glaube ich, in Gasnarkose gemacht , die sie wohl gut vertragen. Ja nachdem, wie es sich entwickelt, können die Terminabstände dann auch größer werden.

    Aber wie gesagt, es kommt auf das Zahnproblem drauf an. Bitte gib uns noch die fehlenden Infos, soweit du kannst. Dann können dir hier sicher erfahrene Leute weiterhelfen, die ein ähnliches Zahnproblem mit ihrem Schweinchen hatten.
    Ich drücke schon mal die Daumen, dass alles gut wird!

  • Nachtrag: ich sehe gerade, dass es dein erster Beitrag ist und du also neu im Forum bist!
    Tut mir leid, dass ich dich erst mal mit lauter Fragen bombardiert habe, aber ohne die gefragten Informationen ist es schwer, aus der Ferne etwas Gescheites zu raten, was dir wirklich weiterhilft.
    Hier sind viele Meerschweinchen-HalterInnen mit jahrelanger Erfahrung und du kannst sicher vom Schwarmwissen profitieren. Insofern bist du auf jeden Fall mit deiner Frage hier richtig!
    Herzlich Willkommen!

  • Danke für deine Nachricht!

    Ich glaube ich hab mich etwas doof ausgedrückt. War eben sehr emotional.

    Kurz nochmal zu dem Termin.

    Ich bin als Neupatient mit meiner Sora in die Tierklinik gefahren. Mir wurde gesagt, dass dort eine erfahrene Zahnärztin vor Ort ist.

    Die Ärztin konnte nur leider nicht richtig reinschauen, weil alles durch die eitrige Schwellung, zu eng war. Also haben wir erstmal ein Antibiotika und Schmerzmittel bekommen. Hierbei handelt es sich um ein Backenzahn, von den meeris aus links.

    Sora hat noch alle ihrer Zähne, sie ist jetzt 2 Jahre alt.

    Wir haben am Donnerstag den nächsten Termin, wo geschaut wird, was das eigentliche Problem ist. Dann soll auch ein CT gemacht werden um den ganzen Kopf betrachten zu können. Sofern wir das „ Go „ geben, wird die kleine dann direkt im Anschluss operiert. Sollte es sich wie vermutet um eine Zahnwurzelentzündung handeln, kostet alles bis zur Genesung 1000€. Sprich 1 Zahn ziehen und allem was dazugehört.

    Die Kleintierklinik hat ein guten Ruf, die Tierärztin schien kompetent zu sein und auch Erfahrung zu haben. Nur weiß ich nicht, es ist ja nicht einfach nur ein Tier, zumal es ihr soweit noch relativ gut geht.

    Einmal editiert, zuletzt von Silke () aus folgendem Grund: Antwort aus Zitat herauskopiert und Zitat gelöscht, da es zum Verständnis nicht nötig ist.

  • Ohje, ja die Funktionen und wie was funktioniert muss ich noch ausprobieren 🫣

    Danke für die Aufnahme!

    Einmal editiert, zuletzt von Silke () aus folgendem Grund: Zitat gelöscht, da es zum Verständnis nicht nötig ist.

  • Hallo,

    ich hatte mal ein Schweinchen dem unter anderem auch ein Backenzahn entfernt werden musste. Es hat danach noch mehrere Jahre gelebt und auch das regelmäßige Schleifen unter Narkose gut verkraftet.

    Die "Akutzeit" nach der Op und dem Entfernen des Abszesses ist allerdings sehr pflegeintensiv und in aller Regel auch mit längerem Päppeln verbunden, und man muss auch lebenslang mit höheren Tierarztkosten durch das Schleifen etc rechnen.

    Ist natürlich eine Ansichtssache was jeder denkt seinem Tier zuzumuten. Aber alle Zahnschweinchen hier hatten trotz der Behandlungen immer einen großen Lebens - und Leckerliewillen ;) Da dein Schweinchen noch nicht alt ist, würde ich es wohl versuchen, wenn im CT nichts dagegen spricht.

  • Bist Du sicher, dass die Zahnärztin sich mit Meerschweinchen gut auskennt?

    Nicht, dass sie hauptsächlich Hunde und Katzen behandelt. Es wundert mich nämlich, dass sie meint, es sei wegen der Entzündung zu eng, um etwas zu sehen. Das Mäulchen eines Meerschweinchens ist immer zu eng, um ohne Maulspreizer gut sehen zu können. Und den sollte man nie ohne Narkose einsetzen und Quälerei und Verletzungsgefahr zu vermeiden.

    Ist denn sicher, dass sie die Entzündung an den Zähnen hat?

    Je nach dem, wo sie sich befindet, könnte es sich z.B. auch um einen Abszess durch einen äußerliche Wunde handeln.

    Kaut sie denn normal? Frisst sie genug? Hat sie Gewicht verloren?

    Ich hätte ein Röntgen des Kiefers aus 2-3 Richtungen für sinnvoll gefunden. Das ist oft nicht ganz so aussagefähig wie ein CT, aber wenn die Entzündung so stark ist, dass von eine Schwellung von außen sieht, sollte das Röntgen auch schon Aufschluss geben.

    Scotty (ca. 08/19), Landolf (ca. 02/20), Josia (08/20), Simba (06/23), Fuchsi (08/24), Fridolin (08/24) - im Herzen geblieben: Dachsi (04/18-09/24), Wuschel (04/18-11/23), Miro (ca. 02/20-10/24) - weitere Infos

  • Herzlich willkommen, auch wenn Du aus traurigem Anlasse hier bist.

    Erstmal durchatmen. Und dann ist das CT dran. Das CT ist hervorragend. Gut, das nicht geröntgt wird, sondern gleich ein CT gemacht wird. Das bringt direkt Klarheit. Über Optionen würde ich erst nachdenken, wenn das CT vorliegt. Vielleicht ist es dann eindeutig in die ein oder andere Richtung oder man weiß zumindest besser, was auf einen zukommt.

    Wenn Du Dir unsicher bist (grade wenn es nicht eindeutig ist, was zu tun wäre), dann lass Dir die Bilder geben und hol Dir eine zweite Meinung ein. Wenn Du zufrieden mit der Beratung bist, ist alles gut.

    Schwierig ist es in der Tat jemanden zu finden, der sich mit Zähnen und Meerschweinchen auskennt. In Kliniken kann es aber auch gut sein (sofern man nicht im Notdienst da ist), das da eine Person ist, die sich mit Meerschweinchen auskennt und eine andere, die Zähne kann und beide miteinander reden. Grade bei so schwerwiegenden Entscheidungen, sind auch die Tierärztinnen meist geneigt zur Sicherheit eine zweite Person hinzuziehen, um ja nichts zu übersehen. Frag einfach freundlich.

    Und zu guter Letzt: Es ist auch eine Frage der persönlichen Einstellungen und eine Frage, was man neben dem Leben sonst so, noch leisten kann an Pflege. Und auch wie entspannt das Schweinchen ist. Keine Tierärztin schläfert leichtfertig ein. Die Entscheidung wäre also völlig in Ordnung. Es zu versuchen, ist bei vorhandenem Erfolgsaussichten auch völlig in Ordnung.

    Alles Gute!

  • Ich würde den CT auf jeden fall machen und schauen, was dabei rauskommt. Wenn das Schweinchen noch jung und ansonsten gesund ist, auch eine OP wagen, allerdings kann eine wirklich lange Phase des Päppelns und Pflegens folgen und man braucht ein wirklich erfahrenes Tierarztteam.

    Bei meiner Lucy wurde im August letzten Jahres in einer Tierklinik ein Backenzahn gezogen, es dauerte leider bis wir eine wirklich kompetente Praxis gefunden haben für die Nachsorge. In der Zwischenzeit standen viele Zeichen auf Einschläfern, ihre Wunde hat sich entzündet, aber mittlerweile geht es ihr gut, ihr Lebenswille war jedoch auch durchweg sehr stark. Jetzt ist sie wieder das aktivste Schweinchen von allen.
    Ich habe meine Entscheidung immer von ihrem Grundzustand abhängig gemacht und viele Gespräche mit Tierärzten geführt.

    Die Behandlung ist natürlich gerade auch in der ersten Zeit relativ kostenintensiv und auch belastend, aber ich bereue es nicht, sie hat fast ihr ursprüngliches Gewicht und die Abstände vom Schleifen verlängern sich zunehmend.
    In der Praxis in der wir jetzt sind, ist das Schleifen eine Sache von 15-20 Minuten und sie steckt das super weg und frisst sofort weiter.

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