Diabetes ( hormonellbedingt plus anschließende Kastration)

  • Hallo ihr Lieben,

    ich hoffe, ihr hattet alle einen guten Start ins neue Jahr 🍀

    Nun muss ich mal ein Thema ansprechen, worin ich irgendwie so gar nicht mehr durchsehe.

    Bei meiner Ella wurde im Sommer „Diabetes“ diagnostiziert. Sie bekam drübe Augen und das Gewicht ging runter. Und sie war aggressiv gegenüber einer anderen Meerschweinchendame.

    Im Blut konnten zu hohe Werte im Langzeitzucker (Fructosamine) festgestellt werden. Hier hab ich mal gelesen, dass das aber nur zusammen zu werten sei mit dem Totalprotein. Aus dem Blutbefund war ich aber nicht ganz schlau geworden.

    Jedenfalls wurde eine strenge Diät angeraten. D.h. sämtliche Bittersalate, die sie annehmen, Stangensellerie, Kräuter, Heu und Wiese.

    Der Tierschutz sagte uns, ein kleines Stückchen Gurke oder Paprika wäre nicht verkehrt, gerade in Bezug auf Letzteres, das mal ein paar andere Vitamine noch dazu kommen. Und sie nicht irgendwann an Mangelernährung leidet.

    Aber wenn ich das mal probiert habe, haben wir wieder Glukose im Urin gehabt beim Testen. (wobei ich nicht weiß, ob das nur ein Zufall war.)

    Als ihr aber dann das Fell ausgeblieben ist, und man bei ihr aber keine großen Zysten finden konnte (Ultraschall und Röntgenbilder ) sondern nur ganz ganz kleine, hat die Tierärztin dann Ovogest gespritzt. 3x im Abstand von 7-10 Tagen.


    Ella blühte auf. Das Fell ploppte regelrecht wieder auf und sie sah wieder aus, als wäre nix gewesen. Auch ihr Verhalten hat sich wesentlich gebessert und entspannt.

    Ich habe z.B. auf Meerschweinchenwiese gelesen, dass echter Diabetes bei Meerschweinchen äußerst selten vorkommt. Und es oft durch Tumore, Entzündungen oder durch Ovarialzysten hervorgerufen wird.

    Dann dachte ich, da sie durch die Hormontherapie wieder so gut drauf war, dass sie zu Weihnachten mal ein kleines Stück Paprika bekommen kann, noch nicht mal so groß wie das Endglied meines kleinen Fingers. Es wurde auch nicht ganz aufgegessen. Ich habe nicht direkt danach getestet, sondern zwei oder drei Tage später und da war der Zucker extrem hoch im Urin. Ich hatte auch die Testung vor Weihnachten aufgrund von Stress nicht gemacht. Sonst mache ich das in der Regel einmal in der Woche. Ich weiß also nicht ob es da auch schon zu sehen gewesen wäre.

    Nun bin ich absolut hin und hergerissen, was das wieder ausgelöst haben kann. Kann es sein, dass die Spritzen nicht so lange vorhalten wie gewünscht?

    Oder lag es wirklich an diesem Mini Stück Paprika?

    Und dann hab ich überlegt, ob wir noch etwas anderes gemacht haben. Ja… sie hatten jetzt hin und wieder mal ein kleines Stück getrocknete Löwenzahnzahnwurzel.

    Kann das auch daran gelegen haben?

    Und sie haben Grünkohl im Futterplan, weil ich dort im Internet gelesen habe, dass das in Ordnung wäre. Mehr als 100g teilen sich die beiden aber pro Tag nicht (Ella und Fox)

    Wobei es ja dann nicht von ihrem Zyklus abhängig wäre, sondern wirklich auf echten Diabetes deuten würde.

    Sie ist aber auch allgemein seit einigen Wochen schon wieder grantig zu Fox und manchmal etwas aufgedreht wie ein Duracell Hase. Es ist jetzt ungefähr zwei Monate her, nachdem sie die Spritzen bekommen hat.

    Im Internet findet man leider auch ganz unterschiedliche Aussagen zur Ernährung. Oft hört man, dass Gurke oder auch Paprika in kleinen Mengen aus der Hand okay wären.

    Andere Seiten sagen, dass man Gemüse absolut weglassen muss.

    Ich weiß nicht, ob jemand von euch richtig Erfahrung damit hat, aber vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben dazu.

    Heute war der Zucker im Urin auch wieder hoch, aber sie hatte gestern Abend auch ein kleines Stück Löwenzahnwwurzel. Vielleicht liegt es ja wirklich daran. Denn wir sollen getrocknete Kräuter und Blüten zum Beispiel weglassen. Das wird mir aber gerade eigentlich erst bewusst, wie ich diesen Text schreibe.

    Danke fürs Lesen!

    LG

  • Ich hatte ein Meerschweinchen mit Diabetes. Das ist aber schon etliche Jahre her. Daher kann das folgende 👇🏽 vielleicht schon veraltet sein. Damals habe ich verzweifelt nach Informationen gesucht und nur sehr wenig gefunden.

    Sehr interessant fand ich, dass Meerschweinchen ungefähr 80-90% ihrer Kohlenhydrate aus Gras und Heu gewinnen. (Das ist ganz anders als bei uns Menschen. Wir können aus Gras und Heu ja gar keine Energie gewinnen.) An dieser Kohlenhydrat-Quelle kann man nichts ändern. Also 80-90% sind fest gesetzt.

    Ich habe damals Paprika weiterhin gegeben, denn der Bedarf an Vitamin C muss ja gedeckt werden.

    WWeggelassen habe ich komplett das Obst und das Knollengemüse. Aber davon gab es vorher schon nur wenig.

    <3Karla *2019 <3 Ludwig *18.1.2022 <3 Minna *ca. 20.8.2022 <3 Selma * 2.2.2024 <3

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  • Wie alt ist Ella und wann genau wurde Ovogest gespritzt?

    Ich kenne mich mit Diabetes nicht aus. Aber es ist leider manchmal so, dass Ovogest nicht so lange wirkt wie gewünscht.

    Gerade die kleinen Zysten sind die, die hormonell fiese Probleme machen. Eine tatsächliche Lösung ist da nur die Kastration leider. Ich hab das nicht gemacht bei Gänseblümchen, da ich mir sicher war, dass sie das nicht packt (So wie ihre Mutter).

    Mittlerweile kenne ich aber eine Praxis, der ich das zutraue, und würde die Kastration zukünftig wohl immer machen bei einem jüngeren Tier, da die Prognose sonst auch einfach schlecht ist.

  • Schweinemagd, ja das hatte die Ärztin mir auch gesagt, dass die Meerschweine die Kohlenhydrate aus sämtlichen Grünfutter ziehen und man das ja aber nicht weglassen kann. Deswegen sollten wir aber die extra Kohlenhydrate/Zucker aus dem Gemüse, und erst recht vom Obst, verzichten.


    Sie essen derzeit

    - Grünkohl

    - Chicorée

    - Radicchio

    - Romana

    - Kräuter wie Petersilie, Dill, Koriander, Minze, Salbei, Thymian

    - Heu


    Andere Bittersalate oder Stangensellerie lassen sie leider liegen.

    Frühling, Sommer, Herbst gibt es dann keinen Kohl mehr, sondern Wiese dazu.

  • Katha,

    Ella ist geschätzt 4,5 Jahre alt (06/21)

    Die Spritzen waren Mitte Oktober bis Anfang November. Habe gerade nochmal nachgeschaut.

    Da sie aus einer Haltungsauflösung kommt, könnte es mit dem Alter stimmig sein. Man sieht ihr aber auch an, dass sie älter ist. Besonders an den Füßchen.

    Alle US und Röntgenbilder sahen immer super aus. Das letzte war jetzt erst im Dezember. Lunge, Herz etc. sahen darauf richtig sauber abgegrenzt und gut aus.

    Die Ärztin meinte auch schon zweimal zu mir, dass sie eine Kastra in Betracht zieht, sollte es wieder kippen. Weil sie sich ja selbst nicht wohl fühlt, wenn sie immer so im Hormonchaos steckt und man das ja auch nicht sofort merkt. Und durch eine Kastra gebe es dieses Auf und Ab dann nicht mehr.

  • Ich denke, wenn man bei Ella durch eine Kastration so viele Probleme auf einmal dauerhaft lösen könnte, würde ich das auch in Betracht ziehen. Lieber jetzt als in 1 oder 2 Jahren. Meine Karla war bei der Kastration schon 4 Jahre alt und hat es sehr gut vertragen.

    Ach so, ich wollte noch hinzufügen: Meine Chocolat hatte auch Eierstockzysten, aber nie Probleme mit einem Diabetes. Ich wusste von diesem Zusammenhang bisher nicht.

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  • Schweinemagd, danke.

    Ich schaue jetzt die nächsten Tage, wie sich die Testung entwickeln, wenn ich die Löwenzahnwurzel weg lasse.

    Und mache dann Anfang nächster Woche einen Termin aus, damit die Tierärztin noch mal schauen kann.

    Irgendwie klingt Kastration bei so einem winzigen Tier so schlimm. Bei einem Hund würde ich, wenn es medizinisch notwendig wäre, da mit weniger Sorgen darüber nachdenken über so eine OP.

  • Und die Ärztin hatte mir das mit dem Zucker so erklärt, dass die Hormone, die von diesen Zysten ausgeschüttet werden, den Glukosestoffwechsel stören und dadurch das Insulin nicht mehr so wirksam wäre. Weswegen dann eben der Zucker ansteigt, im Bluttest sichtbar und auch über den Urin wird dieser Überschuss an Zucker dann ausgeschieden.

  • Grundsätzlich würde ich auch zu einer Kastration neigen in diesem Falle. Wichtig wäre mir aber, wie erfahren die Tierärztin damit ist und wieviele Weibchen bei ihr überleben. Denn gerade bei dieser Operation dürfte es neben der Gesundheit des Tieres stark vom Tierarzt abhängen, wie die Aussichten sind.

    Scotty (ca. 08/19), Landolf (ca. 02/20), Josia (08/20), Simba (06/23), Fuchsi (08/24), Fridolin (08/24) - im Herzen geblieben: Dachsi (04/18-09/24), Wuschel (04/18-11/23), Miro (ca. 02/20-10/24) - weitere Infos

  • Danke Silke ,

    Das ist ein guter Tipp. Das werde ich erfragen. Sie ist noch recht jung. Hat aber die „Heimtiere-Weiterbildung“ abgeschlossen. Und behandelt auch fast nur die Heimtiere, die im Wartezimmer sitzen.

    Darüber hatte sie mit mir letztes Jahr im Sommer schon mal gesprochen, wie wenig die TÄ Heimtiere im Studium dran haben und dass sie aufgrund eigener Tiere diese Weiterbildung gemacht hat. Und nun vermehrt diese Tiere in der Praxis behandelt.

    Heute war der Zucker im Urin leider wieder auffällig. 🙁 und ihr Geschlecht sieht aus wie Brunst. Was leider auch wieder für Zyklusabhängig spricht, dass der Zucker auffällig ist.

  • Ich kenne und habe sehr viele Schweinchen, die Probleme mit Zysten o.ä. hatten, aber keins davon hatte Diabetes, bzw. Glukose im Urin.

    Allerdings hat der Kastrat einer Freundin, mit Diabetes, die letzte Narkose zum Zahnröntgen, mehr ist nicht passiert, sehr schlecht vertragen. Ich wäre also bei Tieren mit Stoffwechselerkrankungen vorsichtig bei Narkosen, gerade solche bei denen auch ein großer Eingriff erfolgt und dann auch noch in die Hormone eingegriffen wird.

    Ich hatte selber noch kein Schwein mit Diabetes, habe aber immer mitbekommen, dass die Tiere eben nur noch blättriges bekommen haben, keine Paprika, Tomate... Unsere kriegen sowas auch nur äußerst unregelmäßig und ich würde ihnen mal unterstellen, dass sie keinen Vitaminmangel haben, da sie Kohl, Bittersalate und Kräuter bekommen. Bei einem Diabetesschwein würde ich mein Glück mit Paprika nicht herausfordern.

    Glukose im Blut messen kann man übrigens beim Schweinchen auch wie beim Menschen. Da könntest du noch gezielter nach bestimmten Situationen den Blutzucker bestimmten. Wir haben dazu ein Blutzuckermessgerät von DM. Da würde ich mal schauen, wie ihr Blutzucker normal ist, und wie er sich ggf. mit der Fütterung verändert. Manche Salate haben mehr Zucker als andere und ich meine mich ganz dunkel zu erinnern, dass Grünkohl da auch eher höher ist als der Rest.

    Grundsätzlich zweifle ich noch etwas an dem Zusammenhang Zysten und Diabetes, da das scheinbar in der Regel nicht so ist und ich bei einem angeschlagenen Schweinchen, das jetzt nicht pausenlos aufreitet, brommselt, inneren Stress hat oder größere Befunde im Ultraschall hat erstens Sorge hätte bei einer Kastration und zweitens unsicher wäre, ob das wirklich zu dem Ergebnis führt, dass du dir wünschst. Es kann auch sein, dass deine Verhaltensbeschreibung für mich irreführend war. Ich konnte da jetzt erstmal nichts sexuell Motiviertes rauslesen.

    Ich bin kein Kastrationsgegner, ich befürworte es sogar in 90% der Fälle und hab auch einige Kastratinnen. Aber bei ihr würde ich mir wohl eher nochmal ne Zweitmeinung einholen, ob dieser Zusammenhang Zyklus und Diabetes Sinn macht (man kann bei einigen Tierärzten Befunde digital einreichen und besprechen lassen, ich kann dir gerne mehr dazu erzählen) und ihren Blutzucker regelmäßig bestimmen, um ihn gezielter einschätzen zu können.

    Haremsgruppe und gemischte Gruppe <3

    "untere Gruppe" bestehend aus Luna und Zorro

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  • Danke IrishGirl für deine Antwort.

    Das mit der Narkose bei dem Kastrat klingt natürlich alles andere als gut. Das sind natürlich Dinge, über die ich mir auch meine Gedanken mache.

    Was das Futter betrifft, liest man wirklich verschiedenes. Die eine schwören auf nur noch blättriges, die anderen sagen, dass es egal ist, weil sie die Kohlenhydrate, die letztenendes in Zucker aufgespalten werden, aus sämtlichem Grünzeug ziehen. Und solange Möhre, Paprika und so weiter nicht als Hauptnahrung dient, bräuchte man dies nicht weglassen. Nur Obst sollte man weglassen.

    Das kleine Mini Stück Paprika, was eine dünne Spalte war, die noch nicht mal einen anderthalben Zentimeter lang war, welches sie auch nicht ganz aufgefressen hat, das soll den Blutzucker so durcheinander gebracht haben, dass er nach zwölf Tagen immer noch nicht wieder im Lot ist? Ich ärgere mich schon genug über mich selber, mache mir aber trotzdem Gedanken wegen einem Vitaminmangel.


    Sämtliche Tests von verschiedenen Herstellern schießen binnen Sekunden über das Glukose Höchstmaß hinaus bezüglich der Farbintensität.

    Sie hatte, wie gesagt, zwischen Weihnachten und Silvester vielleicht vier mal ein kleines Mini Stück Löwenzahnwurzel. Aber auch das bekommt sie ja nun schon ein paar Tage nicht mehr. Und trotzdem werden die Werte nicht besser.

    Ich kenne Ella jetzt seit 1,5 Jahren. Im Sommer 2025 haben wir festgestellt, dass ihre Augen trüb wurden. Und sie Gewicht verlor. Und aggressiv wurde

    Dort wurden viele Tests gemacht, unter anderem auch eine Blutentnahme, die gezeigt hat, dass der Langzeitzucker zu hoch ist. Daraufhin sollten wir die Ernährung gänzlich umstellen. Ich hatte mir dann Teststreifen bestellt, die aber ungefähr erst zehn Tage später ankamen. Als wir da anfingen mit testen, und sie quasi schon zehn Tage Diät hatte, war der Zucker immer im normalen Bereich. Bis Oktober. Da kippte es plötzlich wieder. (aber auch hier hatte ich mich hinreißen lassen und es gab wenige Male ein kleines Mini Stück Gurke. Eine ganz dünne Scheibe oder auch nur eine halbe. Die Tierärztin war der Meinung, dass das nicht in Verbindung stehen würde… ob das Zufall war, ich weiß es nicht )

    Daraufhin gab es dann die Hormontherapie. Bis Anfang November. Danach war der Blutzuckerspiegel scheinbar auch wieder in Ordnung. Bis Weihnachten. Wobei ich vorher wie oben schon geschrieben, auch nicht mehr ganz so oft getestet hatte. Und nicht weiß, ob es nicht vielleicht vorher schon am kippen war.

    Ellas Verhalten hat sich in den anderthalb Jahren drastisch geändert. Am Anfang war sie die absolut gechillte. Wenn es Ärger gab, hing sie sich nicht mit rein. Näherte sie sich aber den betreffenden Damen die Stress gemacht haben, wurde es schnell still und sie sind auseinandergegangen. Fox reagiert ja leise so gar nicht bei sowas und tappst noch fröhlich dran vorbei zum Essen hin. Ella waren nie aggressiv, hatte aber eine Ausstrahlung, die gereicht hat, damit Streitereien aufhören.

    Dann lebte sie nur noch mit einer dieser Damen zusammen, und mit dem Kastrat. Am Anfang lief es ruhig, doch dann wurde sie ihr gegenüber aggressiv. Was wir bei ihr noch nie erlebt haben. Letztenendes haben wir die Tiere in zwei Gruppen getrennt und Ella war nur noch mit Fox zusammen. Aber dann kam ja die Sache mit den Augen und der Gewichtsabnahme und dann folgte der weitere Ablauf wie oben beschrieben.

    Ella ist Fox gegenüber schon wieder seit einigen Wochen grantig. Sie beschwert sich ständig, sobald er in ihre Nähe kommt. Sie brommselt dann auch. Und beide drehen sich so umeianander im Kreis. Oder sie läuft allgemein knatternd und schleichend durchs Gehege, obwohl Fox noch nicht mal in der Nähe ist.

    Fox bedrängt sie nicht, es sei denn, er will auf einen Platz, wo sie sitzt, dann drängelt er sich einfach still hinein. Aber i.d.R. reicht es, wenn er auf sie zuläuft. Und sie meckert los. Das ist mal mehr mal weniger. Und sie läuft jetzt auch wieder viel im Gehege hin und her und wirkt aufgestachelt. Dass sie nicht so zur Ruhe kommt wie sonst. Das Gewicht ist noch in Ordnung.

    Meinst du, Blutzucker messen wie bei den Menschen, dass ich sie stechen muss für einen Blutstropfen?

    Mit dem Grünkohl versuche ich mich auch noch mal schlau zu machen. Aber da sie eh schon so wenig Auswahl haben und auch einiges verschmähen, ist die Liste der Möglichkeiten schon so gering. Da war ich ehrlich froh, dass mal ein bisschen Abwechslung reinkommt.

    Ich bin ehrlich immer wieder erstaunt, wie die Haltung dieser Tiere verharmlost wird. Wir haben mit dem anderthalben Jahr bei weitem nicht alles durch, was es gibt, aber genug, um sagen zu können, dass diese Tiere für mich Exoten sind und das nicht nur in der Ernährung.

    Wenn ich eine weitere Meinung einhole, was bräuchte ich denn dazu? Die Blutbefunde habe ich hier. Vom Ultraschall vom Röntgen, das hätte ich nicht da.

  • Eine Eigenart konnte ich gerade wieder beobachten. Das macht sie auch immer mal, seit dem sie wieder mal grantige Zeiten hat.

    Ob sie ihn damit ärgern will oder es daran liegt, dass sie nicht mehr viel sieht außer hell und dunkel, und es der Orientierung dient, weiß ich nicht. Letzteres dachte ich sonst immer. Aber eigentl sieht es schon gezielt aus.

    Sie läuft ihm hochbeinig flott hinterher (das kann vom Essen weg so sein oder einfach weil er gerade vorbei läuft oder sie hört, wo er ist -> das ist absolut faszinierend zu beobachten, wie sie nach Gehör gehen ) und stößt ihm recht doll mit der Nase in seinen Hintern. Er ist voll genervt davon und ärgert sich dann. Sie macht das ein paar mal. Dann ist wieder gut.

    Und allgemein popcornt sie viel derzeit. Schüttelt sich. Meckert. Fliegt in die Luft. Ist Fox dann in der Nähe, dann gehen die Köpfe hoch und sie meckern sich an und hacken auch mal nacheinander. Da gehe ich dann dazwischen und schimpfe. Lobe sie dann, wenn sie auseinander gegangen sind.

    Denn da Ella nix mehr sieht, habe ich keine Lust, dass das deswegen mal „ins Auge geht“. Wortwörtlich.

  • Ich habe zum Glück keine Erfahrungen mit Diabetes bei Meerschweinchen. Wie Du auch schon festgestellt hast, gibt es sehr unterschiedlichen Ansichten und Empfehlungen im Netz. Folgendes wären Schlussfolgerungen für mich:

    Ein Meerschweinchen braucht keine Paprika für Vitamin C. Petersilie, Löwenzahn, Grünkohl u.a. enthalten genug davon.

    Für mich käme es nicht in Frage, ein Meerschweinchen zweimal am Tag anzupieksen um einen Blutstropfen zu bekommen. Zudem kann das Insulin danach trotzdem zu hoch oder niedrig dosiert sein. Man kann ja nicht sicher sagen, was und wieviel von etwas ein Meerschweinchen als nächstes futtern wird.

    Da unruhige und aggressive Verhalten hört sich für mich am ehesten nach den Berichten von Hormonstörungen an. Dafür spricht auch, dass es nach der Spritze kurzzeitig besser wurde.

    Ein kleines Stück Gurke, Paprika oder auch Löwenzahnwurzeln wird nicht über Tage hinweg den Blutzucker hochtreiben. Nicht zuletzt über das Heu nimmt sie täglich ein Vielfaches an Zucker auf.

    Hast Du bei Deinen Recherchen denn gelesen, dass Meerschweinchen durch Diabetes allein solche aufgedrehte und scheinbar hormongesteuerte Verhalten zeigen und es allein durch Behandlung der Diabetes wegging?

    Wenn ich Deine Beschreibungen richtig verstehe und interpretiere, würde ich das Risiko einer Kastration eingehen. Dazu würde dann für mich auch gehören, dass ich damit rechne, dass sie daran versterben kann. Und ganz wichtig wäre mir, dass in jedem Falle auch die Gebärmutter entfernt wird. Entzündungen der Gebärmutter können anscheinend auch nicht immer vorab festgestellt werden und sind anscheinend nicht so selten der Fall.

    Aber die Entscheidung musst Du treffen und mit den Konsequenzen zurechtkommen. Im schlimmsten Falle stirbt sie im Zug der Kastration oder Du lässt sie nicht operieren und sie und Fox haben kein schönes Leben mehr und irgendwann ist sie zu schwach für eine Operation. Im besten Falle findest Du eine nicht dauerhaft belastende aber wirksame Behandlung oder die Operation gelingt und sie findet zu ihrem entspannten Wesen zurück.

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  • Gurkentrupp

    Dankeschön für die weitere Beschreibung des Verhaltens. Auf Grundlage dessen würde ich doch eine Kastration als sinnvoll erachten, allerdings wäre ich nach wie vor nicht so sicher, ob sich danach der Blutzucker stabilisiert. Der Fructosaminwert kann auch bei Stress vom Körper, wie Entzündungen o.ä. hoch sein, allerdings wird dann glaube ich keine Glukose über den Urin ausgeschieden. Da bin ich aber nicht sicher. Falls doch könnte man ja darauf ggf. hoffen, wobei das dann nicht zwingend mit den Hormonen zusammenhängen würde. Das Verhalten was du beschreibst hört sich aber typisch sexuell motiviert an und auch das Popcornen passiert in diesem Kontext meistens aus Überforderung.

    Wie Silke sagt ist Paprika nicht notwendig für die Vitaminversorgung und ich würde es deswegen nicht herausfordern. Ob ein Stück da so viele Auswirkungen hat...Ich weiß es nicht. Welches Heu bekommt sie denn? Oder hat sich sonst etwas parallel verändert fütterungstechnisch?

    Genau, mit Blutzucker messen meine ich das Messen der Glukose eines Blutstropfens wie beim Menschen.

    Silke ich weiß nicht, ob du dich mit dem dass du nicht zweimal täglich Blutzucker messen und Insulin spritzen würdest auf meinen Beitrag beziehst? Ich habe sonst keinen Kontext gefunden.

    Ich habe dir ja oben beschrieben warum ich das als sinnvoll erachten würde. Allerdings würde ich es, wenn man sich für eine Kastration entscheidet, vermutlich danach machen, falls dann noch Auffälligkeiten bestehen. Ich denke da es doch ein größerer Eingriff in den Körper ist, sind die Ergebnisse sonst vielleicht nicht übertragbar und möglicherweise hat man ja Glück und es normalisiert sich danach doch.

    Für den Fall, dass du oder jemand anders das durchführen möchte, möchte ich das kurz beschreiben. Ich mache das in Situationen, in denen ich den Verdacht auf Diabetes habe (z.B. starke Zunahme), da es oft schneller geht als ein Urintest, oder wenn der Fructosaminwert im Blutbild erhöht war, um eine weitere Messung in der Klinik und damit Stress und Kosten zu umgehen. Dabei piekse ich in unregelmäßigen Abständen zu verschiedenen Zeitpunkten insgesamt 2-3 mal. Also z.B. morgens vor dem Futter, ein paar Tage später abends 1 Stunde nach dem Futter, zwei Wochen später nachmittags nach nem Stück Paprika und gucke, ob sich der Blutzucker in einem angemessenen Bereich befindet. Falls ja, ist das Schwein wieder entlassen.

    Das Messen an sich führe ich wie folgt durch: erst bereite ich alles vor, setze als eine frische Nadel ein, hole mir einen Teststreifen raus und nehme mir Desinfektionsmittel. Dann hole ich das Schwein und massieren die Pfote wenige Sekunden, um die Durchblutung anzuregen. Dann drehe ich es um, mit dem Brustkorb an meinen Oberkörper gedrückt und halte die rechte Vorderpfote mit der linken Hand so, dass der Ballen nach oben zeigt. Diese desinfiziere ich dann, setze das "Pieksding" an, löse aus, drücke die Pfote vorsichtig zusammen, nehme das Blut mit dem Teststreifen auf, drehe das Schweinchen um, gebe ihm einen Snack und ab geht's ins Gehege. Das dauert maximal 2, eher eine Minute. Die Schweinchen finden das kurz doof in dem Moment und danach ist es vergessen. Ich mache es auf anraten unserer Tierärztin an der Pfote. Ich hatte es, wie üblich, am Ohr versucht, aber auf Teufel komm raus kam da kein Blut... Fuß ist nicht ideal, weil es auf dem Boden ist, aber es ist ein mini kleines Loch, das sich gleich wieder verschließt, weshalb ich das Risiko einer Infektion als sehr gering einschätze.

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  • IrishGirl Ich hatte die Aussage bzgl. 2x täglich auf Dauer Blutzuckermessen nicht auf Deinen Beitrag bezogen. Es ist das, was nach meinem Verständnis nötig ist, wenn man das Meerschweinchen mit Insulin behandeln will. Vielleicht gibt es auch einen Ansatz, das nur 1x täglich zu machen, aber auch das wäre mir zuviel für das Tier.

    Wie Du schreibst, ist die winzige Wunde dann an der Unterseite der Pfote. Erstens weiß ich nicht wie schmerzempfindlich dieser Bereich ist. Wenn ich mir versehentlich in den Finger steche mit einer feinen scharfen, dann tut das längere Zeit weh. Dabei laufe nicht einmal auf den Fingern. Zweitens sehe ich ein Problem ich in der Entzündungsgefahr. Die mag klein sein, aber bei täglichem Anstechen, finde ich selbst eine kleine Wahrscheinlichkeit zu groß.

    Ich würde also nach dem bisherigen Stand meiner Überlegungen kein Insulin einsetzen. Der erste Ansatz wäre m.E. eine Entzündung o.a. auszuschließen, über Urintests zu messen und falls Diabetes vorzuliegen scheint, mit andere Mittel versuchen gegenzuwirken. Ich stelle es mir - kann mich aber irren - für ein Meerschweinchen weniger belastend vor, dauerhaft einen zu hohen Blutzuckerwert zu haben und schlimmstenfalls zu erblinden. Die Behandlung mit Insulin heilt ja auch nichts und bringt vermutlich neben der Belastung durch die Behandlung auch erhebliche Schwankungen im Befinden und teilweise anscheinend auch Unverträglichkeiten mit sich.

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  • Wir haben uns damals gegen eine Behandlung mit Insulin bei Chocolate entschieden. Warum? Bei einer Behandlung mit Insulin besteht immer die Gefahr einer zu hohen Dosierung des Insulins. Das führt zu einer Unterzuckerung ggf. bis zum Tod. Ein zu hoher Blutzuckerspiegel hat Langzeitfolgen. Meistens ist er ja nicht so hoch, dass er in dem Moment lebensbedrohlich ist. Ein zu niedriger Blutzuckerspiegel bedeutet eine absolute Lebensgefahr in dem Moment.

    Das Insulin wird nicht speziell für Meerschweinchen hergestellt. Man muss das für Menschen nehmen und dann entsprechend runterdosieren und anpassen. Man braucht winzigste Mengen. Das ist wirklich schwierig. Wie leicht könnte es passieren, dass man ein kleines bisschen über dosiert - mit der Folge Unterzuckerung und Lebensgefahr.

    Ein Leitzeichen von Unterzuckerung ist Müdigkeit. Meerschweinchen schlafen aber ja sowieso ganz oft am Tag, auch wenn sie komplett gesund sind. Wie will man das dann handhaben? Bei jedem Schläfchen wecken und Blutzuckerspiegel messen? In meinen Augen ist das nicht machbar.

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  • Ich möchte einmal anmerken, mir geht es nur um die Blutzuckermessung um die Fütterung besser anzupassen.

    Mit Insulin kenne ich mich beim Schweinchen nicht aus.

    Und Silke zu den Schmerzen, da hat hier bisher kein Schwein nur ansatzweise Schmerzen gezeigt und das ist auch wirklich sehr sehr oberflächlich. Da kommt genau 1 kleiner Blutstropfen raus und dann nichts mehr. Und es ginge mir wie gesagt um eine temporäre "Diagnostik" zur Verbesserung der Lebensqualität.

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  • Ich danke euch für euren Austausch. Zum Thema Diabetes beim Meerschweinchen gehört ganz schön viel dazu. Das denkt man gar nicht, ist es doch bei den Menschen recht leicht einzustellen.

    Ich möchte nun aber erstmal ein Update geben.

    Wir waren heute beim TA. Ella wurde einmal gründlich untersucht, abgetastet und abgehört, inklusive Zähne soweit wie möglich. Auch Zysten konnten wieder keine getastet werden. Aber sie hat ja keine großen, sondern ganz mini kleine, die hormonell aktiv sind.

    Von der Beschreibung her meinte die Tierärztin, dass die Ovogestspritzen leider nicht wirklich lange angehalten haben und es wieder darauf hindeutet, dass die Zysten aktiv sind. Auch ihre Zitzen sind wieder größer und verkrustete. Wobei das ja auch ein Punkt war, der überhaupt nicht mehr gänzlich zurückgegangen ist.

    Sie möchte gerne eine Kastration vermeiden. Und möchte es gern noch einmal mit einem anderen Medikament versuchen.

    Das hatte ich, bevor die Spritzen im Oktober gesetzt wurden, auch schon angesprochen, weil ich hier den freundlichen Tipp im Forum bekommen habe, dass das andere Medikament oft erfolgreicher eingesetzt wird.

    Sie kannte diese Behandlungsmethode mit diesem Medikament aber nicht und wollte sich darüber kundig machen. Wie es nun scheint, hat sie dies wirklich getan und hat heute ohne zu zögern gesagt, dass sie es damit probieren möchte.

    Es geht um Chlormadinon 2mg Jenapharm.

    Ella soll nun 5 Tabletten, aufgelöst in Wasser, oral verabreicht bekommen. Im besten Fall hilft dies 5 Monate lang. Sie wiegt 950g.

    Ich glaube auch gelesen zu haben, alle 200g Körpergewicht gibt man eine Tablette. Da es aber schon ein paar Monate her ist, muss ich nach der Internetseite noch einmal schauen, auf der ich das gelesen hatte.

    Nun stellt sich mir die Frage, wie viel das von der Menge her wird. Sie hat gesagt, wenn ich es nicht alles mit einem Mal reinkomme, kann ich es auch splitten. Soll aber nicht so viel Zeit dazwischen vergehen lassen. So dass es trotzdem recht zeitnah beieinander ins Schweinchen kommt.

    Also werde ich wahrscheinlich mit ein oder zwei Tabletten erstmal anfangen, sie aufzulösen, um sie ihr dann geben zu können. Ich befürchte auch, dass das nicht sonderlich gut schmeckt. Und hoffe es geht nicht zu viel daneben.

    Und die Ärztin sagte, dass die winzige Menge Paprika nicht ausschlaggebend ist, dass der Zucker im Urin dauerhaft zu hoch ist. Denn nach den Spritzen war sie ja unauffällig. Jetzt, wo sie das typische Verhalten wieder zeigt, was auf Zysten schließt, ist der Zucker wieder hoch.

    Die getrockneten Löwenzahnwurzeln soll ich auch weglassen. Aber trotzdem, wenn es daran gelegen hätte, wäre der Zucker längst schon wieder weniger geworden.

    Ich habe sie auch wegen Grünkohl gefragt. Solange ich dies nicht ausschließlich füttere, sondern nur einen Teil dazu gebe, sei es kein Problem das zu füttern.

    Ich habe auch mal rausgesucht, wie viele Kohlenhydrate in Grünkohl (2,5g auf 100g), Radicchio (1,5g auf 100g) , Chicorée (3g auf 100g) und so weiter ist. Das ist kaum ein Unterschied von der Menge her auf 100g.

    Die Ärztin ist nach wie vor der Meinung, dass der hohe Zucker im Urin durch aktive Zysten zu Stande kommt.




  • Die Tabletten sind nicht so groß, ich habe damals alle 5 auf einmal gegeben in mehreren Spritzen meine ich. Gänseblümchen war aber auch unkompliziert. Bei uns haben sie leider nicht gewirkt. Sie sollen wohl nur wirken, wenn die Gebärmutter nicht beteiligt ist.

    Ich hoffe, bei euch zeigen sie die erwünschte Wirkung :)

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