Erst einmal ein Frohes Neues Jahr an alle Meerschweinchen Liebhaber. Besonders freue ich mich in diesem neuen Jahr auf den kommenden Frühling, auf satte Wiesen und darauf, meine Meerschweinchen wieder draußen in den Freigegehegen grasen zusehen. Ja, bis dahin sind es noch ein paar Monate... aber ich gehöre zu der Art Menschen, die langfristig gut damit fahren, vorrauschauend und"präventiv" zu handeln. Deswegen habe ich generell gesunde Tiere und bin deswegen auch eher nicht beim TA. Letztes Jahr jedoch habe ich einige Tiere aus schlechter Haltung übernommen und habe neben einem Zahnschweinchen, zwei Blasenschweimchem auch ein "Sorgenkind" in Bezuz auf die anstehende Aussenhaltung. Ich mache mir tatsächlich Gedanken vor einem möglichen Fliegenmadenbefall, wenn das kleine Schweinchen, das ganz schön Glück in seinem bisherigen kurzen Leben hatte, denn dann bei mir ins Aussengehege kommt. Ich habe bisher kein extra Fliegengitter dran, es wäre sehr aufwendig bei der Größe meiner Aussengehege. Bisher weiß ich halt, dass Fliegen auch nur an kranke bzw. verletzte Tiere dran gehen. Darum habe ich mich hier bei euch angemeldet und bitte um Eure Einschätzung.
Zu dem Schweinchen:
Mitte Oktober habe ich ein völlig verwahrlostes Meerschweinchen (w) aufgenommen. Niedrige Körpertemperatur, struppiges Fell, kahle Stellen, (kein Ektoparasitenbefall) Gewicht 130 g. Dennoch guter Allgemeinzustand und normales Fressverhalten (nimmt alles an Frischfutter an und schafft mittlerweile an die 600 g/Tag Frischfutter) Das Mädel wiegt jetzt knapp 700 g. Leider war eines ihrer Augen trüb, Sehfähigkeit war aber noch vorhanden. Ich bin zum Nottierarzt spät abends und habe leider jemanden erwischt, der weder mit einem flurozirenden Mittel nach einem Fremdkörper (Heulhalm etc.) geschaut hat noch einschätzen / aussagen konnte, in wie fern die Hornhaut defekt war. So habe ich leider mit meinem damaligen Laienwissen ein Kortisonhaltiges Gel bekommen und über zwei Tage lang 3-4 am Tag ins Auge eingeträufelt. Weil leider keine Besserung auftritt, sondern das Auge immer mehr austrocknete und das Lid auch an Kraft verlor, ging ich zwei Tage später zu einer anderen TÄ, die mich aufklärte, wie schädlich Cortison bei einer defekten Hornhaut sei. Sie sprach davon, dass man das Auge entfernen müsste jedoch war die weisse Trübung Eiter, was bei einer Verkapslung tödlich sein könnte. Deswegen bekam ich dort lediglich Antibiotika. Ich habe mich hier im Forum durchgelesen und habe ergänzend noch Corneregel besorgt und auch Tag und Nacht alle drei Stunden ins Auge gegeben. Das AB wurde nach 14 Tagen abgesetzt, Kontrolltermin beim TA ergab, dass die Entzündung weg ist, das Tier jedoch blind auf dem Auge. Von einer OP war nicht mehr die Rede auch nicht von einer weiteren Vorstellung / Kontrolle.
Dem Schweinchen geht's mittlerweile wirklich gut. Ich frage mich nur, ob das so seine Richtigkeit hat oder ob es nicht doch verletztes / totes Gewebe ist, was anfällig für Fliegenmadenbefall ist. Das Auge ist halt einfach ausgetrocknet, das süße Knopfauglein ist weg, jedoch ist es halb offen und somit ja eine "Eintrittsfläche".
Ich bin dankbar für Antworten.