Langsamer Abschied von meiner Flocki

  • Vor 6 Wochen haben wir die Nachricht erhalten, dass meine Meeriomi Flocki einen Tumor am Darm hat. Die ganze Zeit war sie noch fit und gat gefuttert. Seit gestern nimmt sie kaum noch Futter an und verkümmert sich immer mehr in Ecken. Nach fast 9 Jahren werden wir sie dieses Wochenende wahrscheinlich gehen lassen müssen.

    Ich bin so unendlich traurig.

  • Das tut mir sehr leid, das zu lesen. Fühle dich bitte unbekannterweise gedrückt. Sowas ist nie einfach. Mit 9 Jahren hat Flocki ein tolles Alter für ein Meerschweinchen erreicht und ihr habt alles gegeben, damit sie es bei euch richtig schön hat 💚. Ob es jetzt dieses Wochenende ist oder ihr doch noch ein bisschen mehr Zeit zusammen habt, ich wünsche euch viel Kraft für die kommende Zeit!

  • Dem schließe ich mich an und wenn ich Flocki so auf dem Foto betrachte, wirkt sie sehr glücklich bei euch. Sie scheint zu grinsen. Eine ganz hübsche Omi 🥰

    Viel Kraft euch für die nächsten Tage!

  • So eine süße Maus. Das tut mir so leid. Sue hat recht, sie sieht glücklich bei euch aus. Und stolze 9 Jahre! das ist ein Zeugnis, wie toll ihr euch all die Zeit um sie gekümmert und sie geliebt habt! Ich wünsche euch auch ganz viel Kraft <3

  • Danke schön, das ist sehr lieb von Euch. Gestern habe ich ihr, nach langem Suchen. Wiese mitgebracht und die hat sie tatsächlich verputzt. Allerdings wiegt sie nur noch 600 gr. Man kann jeden Knochen spüren.

    Ich hadere mit mir, ob ich zum TA gehe oder sie die Entscheidung Fällen lasse

  • Lass sie zuhause, wenn sie nicht zu sehr leidet.

    Ich muss auch gerade wieder Abschied nehmen. Lissie lässt sich aber noch Zeit. Dieses Mal werde ich versuchen, ihr das Sterben zuhause zu ermöglichen und erst zum Tierarzt mit ihr fahren, wenn sie anfängt, sich deutlich zu quälen.

  • Bedenkt bitte, dass sie Meister im Verstecken von Krankheiten sind. Lasst sie nicht zu lange leiden.

    Ich weiß, es ist ein heikles Thema und man weiß nie wie man es richtig macht. Ich wünsche euch viel Kraft und die richtigen Entscheidungen!

  • Ich habe seit 18 Jahren Meerschweinchen. Und ich habe mir nach einer schrecklichen Erfahrung gesagt, dass ich nie wieder ein Meerschweinchen einschläfern lasse, das sich beim Tierarzt noch mit Händen und Füßen wehrt.

  • Es ist ein sehr schwieriges Thema und sicherlich gibt es keine pauschale Lösung. Aber das Sterben eines Haustieres ist kein natürlicher Prozess. Wir verlängern das Leben - zum Guten oder zum Schlechten. Daher müssen wir entscheiden, wann es vermutlich kein lebenswertes Leben mehr ist.

    Was meinst Du cavia mit "das sich beim Tierarzt noch mit Händen und Füßen wehrt"?

    Scotty (ca. 08/19), Landolf (ca. 02/20), Simba (06/23), Fuchsi (08/24), Fridolin (08/24) - im Herzen geblieben: Dachsi (04/18-09/24), Wuschel (04/18-11/23), Miro (ca. 02/20-10/24), Josia (08/20-08/26) - weitere Infos

  • Ich lasse bei aussichtslosen Situationen immer einschläfern. Ich habe dieses Jahr ein Tier einschläfern lassen, dass vom Kreislauf noch komplett fit war und noch einige Tage, vielleicht sogar Wochen gelebt hätte, hätte ich es weiter 24h gepäppelt.

    Aber es konnte nicht mehr selbstständig fressen (auch keinen Brei), der Kieferknochen war zersetzt. Ich möchte meine Tiere nicht lange durch Krankheiten gehen lassen, weil sie vermutlich keine wirkliche Vorstellung von Zeit und Zukunft haben, sondern vor allem im hier und jetzt leben. Mein Schweinchen sollte nicht vor gefülltem Teller langsam verhungern. So hatte sie viele gute Tage bei mir, und nur wenige schlechte.

    Ich mache mir das nicht einfach und es ist immer eine Abwägung, ob das Tier noch mehr gute als schlechte Momente (oder die Chance darauf) hat.

    Als Gegenpol zu deiner schlechten Erfahrung beim Tierarzt habe ich eine schlechte Erfahrung zu Hause gemacht. Mir ist mal ein Tier mit Lungenentzündung auf meinem Schoß erstickt, während ich ihm Medikamente gegeben habe. Bis zum Tierarzt haben wir es dann nicht mehr geschafft Da war jedes Einschläfern bisher friedlicher.

    Im Endeffekt haben wir als Halter die Verantwortung, für unsere Tiere das zu entscheiden, was wir für das beste halten. Niemand kennt unsere Tiere so gut wie wir, ich denke da gibt es kein universelles richtig und falsch.

  • Ich sehe es auch wie Jojo

    Besteht keine Aussicht auf (baldige) Besserung und das Tier zeigt offensichtlich schon Schmerzen oder Unwohlsein (was Meerschweinchen ja eh schon lange nicht tun und verstecken) ziehe ich das Einschläfern vor. Warum dem Tier einen womöglich tagelangen Todeskampf zumuten, wenn wir die Chance haben es erlösen zu lassen? Wofür soll es sich dann noch länger quälen?

    Das Argument "konnte in gewohnter Umgebung im Kreise der Lieben gehen" klingt zwar schön, aber rechtfertigt das einen womöglich tagelangen, schmerzhaften Todeskampf? Aus meiner Sicht hat das dann tote Tier nichts davon, außer womöglich ein verlängertes Leid. Dann lieber kurz Stress auf dem Weg zum Einschläfern und ein schnelles Ende. Zumal man ja auch einen Tierarzt zu sich nach Hause rufen kann, der das Tier dann in gewohnter Heimat einschläfert.

    Gerade auch die Schmerzen durch Krebs/Tumore sind nicht zu unterschätzen. Und nicht alle Erkrankungen führen zu einem friedlichen Sterbevorgang/Tod.

    Liebe Grüße von den 5 Quietschnasen:

    <3 Domino, Lumi, Nessaja, Toka und Karla <3

  • Meerimama, egal wie du dich nachher entscheidest und egal wie und ob du es dann später rückblickend vielleicht lieber anders gemacht hättest - in diesem Moment, für Flockis Situation, entscheidest du nach bestem Wissen und Gewissen und mit dem Ziel, das beste für sie zu tun. Egal, wie diese Entscheidung aussehen wird. Vertrau deinem Bauchgefühl. Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Kraft und die Ruhe, eine Wahl zu treffen, mit der du gut leben kannst <3

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