Sarkom beim Meerschweinchen

  • Hallo,

    ich bin neu hier und bräuchte mal Rat oder Erfahrungen. Ich habe ein Meerschweinchen, dass auf dem Rücken ein Tennisball großes Sarkom hat. Die Leber ist inzwischen leider auch vergrößert und die Werte nicht so gut, dennoch haben wir uns für eine Strahlentherapie entschieden um den Tumor zu bremsen bzw. kleiner werden zu lassen.


    Hat einer von euch schon Erfahrung mit Bestrahlung beim Meerschweinchen gemacht? Was hat die Bestrahlung als langfristige Nebenwirkung, wie lange hat das Meerli noch zu leben........etc ;(


    Über Antworten würde ich mich freuen

  • Hallo und herzlich Willkommen, auch wenn es ein trauriger Anlass ist.

    Wie lang das Meeri noch zu leben hat, kann dir leider keiner sagen. Wie schätzt es denn der Tierarzt ein? Über langfristige Nebenwirkungen würde ich mir in diesem Fall keine Gedanken machen. Wie würde denn die Bestrahlung beim Meerli ablaufen? Wie oft wird bestrahlt und in welchem Abstand? Oder ist es nur eine Einmalbestrahlung?

    Wie alt ist dein Meerli?

  • Hey Sue,


    mein Anton ist 2 Jahre alt. Die TÄ hat die Bestrahlung von 5 mal vorgeschlagen ohne OP danach, wegen der Leber, da die OP ja mit Narkose wäre und diese über den Stoffwechsel die Leber noch mehr belasten würde. Über die Prognose konnte mir weder das Institut was sagen noch die TÄ, da es so wenige Leute gibt die bestrahlen lassen. Die Bestrahlung wäre Donnerstag und Dienstag für je ein paar Minuten mit Inhalationsnarkose, die nicht über die Leber geht.

    Anton wird für die Zeit der Behandlung dort bleiben und ich werde ihn besuchen, wann immer es geht

  • Ich kenne mich mit Bestrahlung beim Tier leider auch nicht aus. Aber wenn ich das mit den Therapien beim Menschen vergleiche, würde ich vermuten, dass die alleinige Bestrahlung ohne OP oder Chemo nicht allzuviel Zeit herausholen kann. Was meint der Tierarzt, was erhofft er sich von der Bestrahlung? Ich würde konkret nochmal nachfragen wie die Lebenserwartung ohne Bestrahlung wäre und wie lange mit zu vermuten wäre. Und dann abwägen ob es wirklich sinnvoll ist oder das Unvermeidliche nur um ein paar Monate herausgezögert wird.

  • Alles okay, ich kann inzwischen schon gut damit umgehen. Ich werde es nur verzögern das weiß ich, jedoch leider nicht wie lange. Man kann auch nicht sagen ob es schon gestreut hat, zu sehen ist nichts, ausser der Leber.

    Chemo kommt bei Meerschweinchen nicht in Frage da es keine Wirkung erzielt, OP geht derweil auch nicht wegen der Leber und nach 5 Bestrahlungen ist es auch nicht operabel, da müsste man 12 wählen, davon rät die TÄ ab und das Institut. Man erhofft sich dass der Tumor kleiner wird und erstmal alles in Ruheposition kommt, da ein Sarkom sehr aggressiv ist wird es irgendwann weiter gehen........

    Leider bin ich ein Kämpfer, ich kann nicht einfach zusehen, er ist eines meiner Lieblingsschweinchen

  • Also wird vermutet dass die Leber schon Metastasen hat?

    Wie wird es Anton unter der Bestrahlung gehen? Ist die hochdosiert? Wird er Schmerzen haben? Sind Hautreaktionen bei 5 Bestrahlungen zu erwarten?

  • Ich habe noch ein paar Fragen.

    Wie stark sind denn die Leberwerte erhöht (leicht / deutlich / extrem)?

    Frisst er aktuell normal und hält sein Gewicht?


    Durch die Bestrahlung ist auf jeden Fall ein Fellverlust im Bestrahlungsbereich zu erwarten. Es können Hautrötungen und auch Hautentzündungen entstehen. Ich weiß nicht wie sehr Meerschweinchen darauf reagieren werden, blöd wäre es wenn Anton dann an dieser Stelle knabbern würde, weil ihn was stört. Der Heilungsprozess kann durch die Bestrahlung verzögert sein.

  • Ich habe ein Meerschweinchen, dass auf dem Rücken ein Tennisball großes Sarkom hat. Die Leber ist inzwischen leider auch vergrößert und die Werte nicht so gut,

    Meinst Du wirklich die Größe eines Tennisballs?

    Und wieso sind die Leberwerte schlecht und die Leber ist vergrößert? Hatte er schon Medikamente bekommen oder hat der Krebs schon gestreut?

    Bei 5 Bestrahlungen müsste er alleine für 2 Wochen beim Tierarzt verbringen. Das würde ich ihm nicht zumuten.

    Soweit ich gelesen habe, kann ein Sarkom sich auf die Weichteile beschränken oder auch die Knochen betreffen. Ist sicher dass die Wirbelsäule nicht in Mitleidenschaft gezogen ist?

    Wie Du schon schreibst, ist eine Gasnarkose mit Isofluran nicht stark belastend für die Leber. Ich würde mit dem Tierarzt sprechen, ob er den Tumor nicht unter Gasnarkose - natürlich mit starkem Schmerzmittel als Ergänzung - operativ entfernen kann. Wenn Anton die OP und die Tage danach schafft, hat er besser Aussichten für sein weiteres Leben und vermutlich ist es auch eine weniger lange Qual als mit Bestrahlungen. Und wenn er es nicht schafft, leidet er nicht so lange.

    Die andere Wahl wäre für mich, ihn einschläfern zu lassen, sobald das Leben ohne OP oder Bestrahlung nicht mehr schön wäre für ihn. Es ist immer sehr schwer, diese Entscheidung zu treffen, aber wir haben auch die Verantwortung einem unserer geliebten Tiere schlimmes Leid zu ersparen.

    Scotty (ca. 08/19), Landolf (ca. 02/20), Josia (08/20), Simba (06/23), Fuchsi (08/24), Fridolin (08/24) - im Herzen geblieben: Dachsi (04/18-09/24), Wuschel (04/18-11/23), Miro (ca. 02/20-10/24) - weitere Infos

  • Er bekommt Cortison, Heparto und noch etwas Naturheilkundliches, er isst und ist fit. Ich kann fragen ob sie ihn operieren können...........ich hänge sehr an meinen Schweinchen sie sind meine besten Freunde. Er wird 3 Wochen dort bleiben mit seinem Kameraden.

    Nein die Werte sind leicht erhöht

  • Ja seit dem 24.12 wächst es unerbittlich.......11,01 TÄ Blutuntersuchung, zwei Wochen später Ultraschall und Röntgen.........jetzt hat sich endlich nach langem hin und her die Bestrahlung gemeldet mit Termin am 23.02 er ist fit aber es ist schon belastend für ihn das Teil auf dem Rücken ist wie ein Rucksack für uns. Ich liebe ihn so sehr

  • Hallo und herzlich willkommen hier im Forum!

    Puh, das klingt wirklich furchtbar für den kleinen Mann.

    Ich stecke nicht in deiner Haut, und wünsche dir viel Kraft für den kommenden Weg, aber wenn der Erfolg nicht gesichert ist und mein Meerschweinchen unter der Behandlung leiden muss, dann wäre der Weg der Erlösung wahrscheinlich meine Option. Tennisballgross kann ich mir schwer vorstellen, wenn ich meine Tiere hier so anschaue, wie sie umher flitzen. Das muss für ihn eine Belastung sein.

    So hart das klingt, aber auch das ist Liebe, weil man seinem Schützling Leid ersparen kann und ihn in seiner Würde gehen lassen kann. Auch das ist ein Liebesbeweis.

  • Ich will wirklich keine Spielverderberin sein, aber Strahlentherapie für Meerschweinchen gibt es nicht. Da stehen doch Risiken und Nebenwirkungen in keinem Verhältnis, Meerschweinchen sind klein, es ist sauteuer und man müsste sie jedes Mal in Narkose legen. Erstaunlicherweise gibt es das tatsächlich für Hunde und Katzen (und einige ganz bestimmte Tumorarten). Aber die sind größer und leben auch länger.

    Einmal editiert, zuletzt von Silke () aus folgendem Grund: gelöscht, was so nicht hierher passt

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