• heute Abend ist es wahrscheinlich so weit dass wir unsere kleine Melody gehen lassen müssen.


    Ihr Tumor zwischen den Hinterbeinen ist inzwischen so groß wie ein Baseball und schleift bei jedem Schritt auf dem Boden, liegen geht nur noch auf der Seite. Sie hat sehr wahrscheinlich auch Schmerzen von dem großen Ding und bekommt 2x/Tag ihr Schmerzmittel.

    Dazu kommen Wassereinlagerungen in der Brust und auf dem Röntgenbild von Mittwoch ist das Herz nicht mehr erkennbar und die freie Lunge nur noch sehr klein.

    Laut Tierärztin hat sie eine sehr schnelle, flache Atmung. Aktuell probieren wir es noch mit einem Medikament zur Entwässerung, in der Hoffnung dass ihr das die Atmung erleichtert, aber der Termin heute Abend rückt immer näher.

    Durch den Tumor wiegt die Kleine fast 1,6kg, obwohl sie an den Stellen wo der Tumor nicht ist eher knochig und dürr ist.


    Trotz all dem habe ich den Eindruck dass sie eigentlich noch nicht bereit ist zu gehen. Sie scheint vom Kopf her völlig klar zu sein (wenn man das so bei Meerschweinchen sagen kann).

    Auch wenn sie die meiste Zeit in ihrem Häuschen verbringt, ist sie aufmerksam und neugierig. Liegt immer so dass sie uns als Familie im Blick hat. Wenn sie die Dose mit den Erbsenflocken hört kommt sie sofort an und springt den Kindern dann auch auf den Schoß.

    Hält man ihr den Finger hin, dann leckt sie ihn ausgiebig ab. Sie frisst auch regelmäßig und viel, egal ob Heu, Salat oder Gemüse.


    All das läßt mich zweifeln ob es wirklich schon an der Zeit ist für sie oder ob es noch irgendeine Hoffnung gibt.


    Ja Schweinchen sind gut darin Krankheiten etc. zu verstecken und das macht es so schwer die finale Entscheidung zu treffen.


    Versteckt sie das alles und es sind nur wir Menschen die das nicht sehen wollen weil wir uns vor der Entscheidung drücken?

    Wir möchten auf keinen Fall dass sie wegen uns leidet nur weil wir uns nicht trennen können. Und erst recht nicht dass sie irgendwann evtl. grausam erstickt weil die Lunge final zu ist, oder dass der Tumor aufreisst und sie verblutet.

    Aber sie einfach einzuschläfern weil es vielleicht leichter ist sie gehen zu lassen als sie weiter zu pflegen, vor allem wenn sie noch so mental da ist, erscheint mir auch falsch.


    Noch klammere ich mich (wir uns) an jeden kleinen Strohhalm dass noch irgendein Wunder geschieht.

    Merlin (*11/22) - Melody (*01/22) - Malu (*05/25) - Bailey (*05/25)

    🖤Merida (08/23 - 11/25)

  • Es ist von mir aus leicht gesagt, da es nicht mein Schweinchen ist. Aber deshalb kann ich es ganz objektiv betrachten. Ich würde sie heute gehen lassen. 😢 Wenn das Röntgenbild vom Mi schon kaum noch Herz sehen lässt und wenig freie Lunge, dann kann es verdammt schnell gehen und ihr würdet im schlimmsten Fall nicht rechtzeitig beim Tierarzt ankommen um sie zu erlösen.

  • Kann man den Tumor versuchen zu entfernen, um ihr die Bewegung zu erleichtern? Sollte sie die OP nicht überstehen, ist es so.

    Ansonsten lieber jetzt gehen lassen - so schwer es auch ist.

    Tumor war leider schon vor nem 3/4 Jahr inoperabel, bzw. mit zu hohem Risiko verbunden, da die Wunde fast Handflächen-groß wäre.

    Ich fürchte wir haben wirklich keine andere Wahl mehr

    Merlin (*11/22) - Melody (*01/22) - Malu (*05/25) - Bailey (*05/25)

    🖤Merida (08/23 - 11/25)

  • Es ist von mir aus leicht gesagt, da es nicht mein Schweinchen ist. Aber deshalb kann ich es ganz objektiv betrachten. Ich würde sie heute gehen lassen. 😢 Wenn das Röntgenbild vom Mi schon kaum noch Herz sehen lässt und wenig freie Lunge, dann kann es verdammt schnell gehen und ihr würdet im schlimmsten Fall nicht rechtzeitig beim Tierarzt ankommen um sie zu erlösen.

    Genau so sehe ich das auch. Richte deinen Blick nicht nur auf denn jetzigen Zustand, sondern auch darauf, wie es ihr in den nächsten Tagen wahrscheinlich gehen würde und was passieren könnte. Was wäre, wenn sie nachts beispielsweise Blutung in der Lunge bekommen sollte? Wärst du dann in wenigen Minuten beim Tierarzt um sie erlösen zu lassen?

    Ich erinnere mich an unsere Sofie, die einen großen inoperablen Tumor im Hals hatte. Schließlich konnte sie nicht mehr richtig schlucken und wurde gepäppelt. Sie machte auf mich keinen unzufriedenen Eindruck. Den Päppelbrei konnte sie gerade noch schlucken. Allerdings wäre die nächste Stufe gewesen, dass sie qualvoll erstickt. Da ich sie nicht 24 Stunden am Tag beobachten kann und außerdem nicht innerhalb von 5 Minuten beim Tierarzt wäre, schon gar nicht nachts, habe ich sie am Tag nach der Diagnosestellung für immer einschlafen lassen.

    Lieber einige Tage eines "guten" Lebens verkürzt als das Leben um einige Minuten Quälerei mit Atemnot verlängert. Daher würde ich Melody tatsächlich heute Abend gehen lassen.

    <3Karla *2019 <3 Ludwig *18.1.2022 <3 Minna *ca. 20.8.2022 <3 Selma * 2.2.2024 <3 Ottilie * 9.11.2025 <3

    Für immer im Herzen: Berta, Pieps, Charly, Greta, Emma, Sophie, Chocolate, Amalie, Lola

  • Ich schließe mich meinen Vorrednern an. Gerade am Mittwoch stand ich vor einer ähnlichen Entscheidung. Ich habe mein Flöckchen gehen lassen und ihr somit einen schlimmen Leidensweg erspart. Eine Entscheidung aus Liebe. Ich denke an euch!

  • Es tut mir sehr leid für dich und deine Mädchen. Herzliches Beileid. ❤️

    Ich hätte genau so entschieden und denke, dass es das Richtige und das Beste war, wennmandieZukunftsprognose anschaut.

    <3Karla *2019 <3 Ludwig *18.1.2022 <3 Minna *ca. 20.8.2022 <3 Selma * 2.2.2024 <3 Ottilie * 9.11.2025 <3

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