Wo sollen neue Meerschweinchen herkommen?

  • Ich glaube nicht, daß man „das System Zoohandlung“ nennenswert unterstützt, indem man dort sein Tier kauft. Der viel größeren Umsatz wird dort mit Futter, Gehegen und Zubehör gemacht und dies kauft jeder Halter irgendwo, egal wo seine Tiere herkommen. Ob es da einen Unterschied macht, ob es der Zoohandel vor Ort ist oder das Internet, weiß ich nicht. Die Umsätze, die sich durch Tierhaltung generieren lassen, werden schon recht ordentlich sein. Das System nicht zu unterstützen hieße für mich, auf sämtliche Produkte bzw die Tierhaltung an sich zu verzichten. Heimtierhaltung ist Luxus und verfolgt keinen tieferen Sinn.

    Ich habe immer Probleme mit Pauschalurteilen, so von wegen Zoohandel geht gar nicht. Natürlich gibt es räudige Mumpfbuden, gewinnorientierte Ketten, aber auch verantwortungsvolle inhabergeführte Läden. Ich bin da jetzt weniger im Nagerbereich oder so unterwegs, mehr in der Aquaristik, aber konnte da ganz große Unterschiede erleben. Ich finde, man sollte nie sofort pauschal urteilen, sondern lieber kritisch hinschauen und den konkreten Einzelfall betrachten.

  • Ich glaube nicht, daß man „das System Zoohandlung“ nennenswert unterstützt, indem man dort sein Tier kauft. Der viel größeren Umsatz wird dort mit Futter, Gehegen und Zubehör gemacht und dies kauft jeder Halter irgendwo, egal wo seine Tiere herkommen. Ob es da einen Unterschied macht, ob es der Zoohandel vor Ort ist oder das Internet, weiß ich nicht. Die Umsätze, die sich durch Tierhaltung generieren lassen, werden schon recht ordentlich sein. Das System nicht zu unterstützen hieße für mich, auf sämtliche Produkte bzw die Tierhaltung an sich zu verzichten. Heimtierhaltung ist Luxus und verfolgt keinen tieferen Sinn.

    Ich habe immer Probleme mit Pauschalurteilen, so von wegen Zoohandel geht gar nicht. Natürlich gibt es räudige Mumpfbuden, gewinnorientierte Ketten, aber auch verantwortungsvolle inhabergeführte Läden. Ich bin da jetzt weniger im Nagerbereich oder so unterwegs, mehr in der Aquaristik, aber konnte da ganz große Unterschiede erleben. Ich finde, man sollte nie sofort pauschal urteilen, sondern lieber kritisch hinschauen und den konkreten Einzelfall betrachten.

    Es ging mir nicht um Zubehör, sondern um den Verkauf von den Meerschweinchen, Kaninchen u.ä.

    Und welche Maschinerie man damit unterstützt, statt sie von privat oder von Notstationen zu übernehmen, um eben nicht die sinnlose Vermehrung zu fördern.

    Wenn eine Zoohandlung aber solche Tiere anbietet, kurbelt dies natürlich dann gleichzeitig den Absatz von Zubehör an. Ganz fürchterlicher Kreislauf.

  • Ich finde Zoohandel auch nicht unterstützenswert zum Tierkauf. Aber was ich so sehe, hat sich da in den letzten Jahren auch viel getan. Hier werden z.B. männliche Tiere nur kastriert abgegeben und Kaninchen kosten hier deutlich mehr als 100€. Es gibt verpflichtend eine Beratung und einen Flyer bzgl. artgerechter Haltung. Da stehen auch die üblichen Mindestmaße drin und nicht ein Käfig ist ausreichend. Ja, das ist alles nicht perfekt und es geht natürlich erheblich besser und ich würde da kein Tier kaufen - schon alleine, weil die Situation im Verkaufsraum unendlich stressig ist. Aber es ist weit von dem entfernt, was man denken könnte, wenn man im Internet so liest, was passiert.

  • Ich glaube die Preise variieren in den Regionen. Bei uns kostet ein Meerschweinchen im Laden 25 Euro. Die Böcke sind nie kastriert und ein Erzieherschwein ist auch nie dabei. Die Tiere kommen aber nicht von irgendeiner Kette sondern wahrscheinlich nur von Privatleuten die max. 5 Euro pro Tier bekommen. Es lohnt sich also nur für den Laden, die Vermehrer verdienen in unserer Region nichts daran. Die Läden nehmen auch nicht unbegrenzt auf, sodass einige abgewiesen werden. Deshalb verstehe ich auch nicht, warum überhaupt weiter vermehrt wird. Was haben die davon?

  • Natürlich gibt es räudige Mumpfbuden, gewinnorientierte Ketten, aber auch verantwortungsvolle inhabergeführte Läden.

    Das Problem sind auch weniger die Bedingungen, in den Zoohandlungen selbst. Die sind teilweise ganz okay, mal besser, mal schlechter. Es geht darum, dass die Tiere von Vermehrern stammen. Wenn Tiere dort verkauft werden, geht es um Profit. Der kann nicht erreicht werden, wenn die Zuchttiere unter guten Bedingungen leben, darauf Wert gelegt wird, dass die Weibchen nicht zu oft gedeckt werden und Pausen dazwischen haben, dass kranke Tiere zum Tierarzt kommen etc. Und wem seine Tiere am Herzen liegen, der gibt sie nicht in eine Zoohandlung, wo er nicht weiß, was aus ihnen wird.

    Es ist doch im Endeffekt völlig egal woher deine Tiere stammen.

    Es geht mir nicht um das System der Tierhaltung an sich, sondern um die Vermehrer, die hinter Zoohandlungen stehen.

    Ich bin im Übrigen auch kein Freund von Züchtern, aber wenn jemand partout kein Tuer aus dem Tierschutz oder von privat aufnehmen möchte, finde ich es besser zu einem Züchter zu gehen, der Ahnung von Genetik hat, der Wert auf Gesundheit legt und dem das Wohlergehen seiner Tiere wichtig ist als zu einem Zooladen zu gehen.

    Das Argument, dass in Notstationen ein Tier nachrückt, finde ich auch haltlos. Denn es ist doch etwas Positives, wenn ein weiteres Tier, das sein zu Hause verliert, aufgenommen werden kann und ein gutes Leben bekommt. Damit unterstützt man nicht das Vermehren von Tieren und übrigens auch nicht das Fortbestehen von Tierhaltung. Denn wenn niemand das Vermehren unterstützt, gibt es irgendwann keine Tiere mehr, die nachrücken können. Wenn aber kein Platz zum Nachrücken da ist, gibt es die Tiere, die diesen Platz bräuchten ja trotzdem, nur dass sie dann vielleicht sonstwo landen. Tiere, die aufgrund von Menschen jetzt nunmal existieren und in freier Wildbahn nicht überleben würden, haben doch das Recht auf ein schönes zu Hause.

    Allerdings geht es in dieser Diskussion ja eigentlich nicht darum, ob Tierhaltung generell beendet werden soll. Nur wenn man Tiere schon vermehrt, dann doch bitte zumindest unter vernünftigen Bedingungen.

    Aber es ist weit von dem entfernt, was man denken könnte, wenn man im Internet so liest, was passiert.

    Klar, das ist ja auch nur das, was man sieht. Heutzutage ist da mehr Bewusstsein für vorhanden, also würde es Leute wohl abschrecken, wenn die Bedingungen vor Ort sehr schlecht sind. Man sieht aber nicht, wo die Tiere wirklich herkommen und was dort für Bedingungen herrschen, man sieht die Elterntiere nicht usw. Allein das finde ich schon bedenklich.

    Es hat sich einiges verbessert und es ist natürlich gut, wenn keine reine Käfighaltung mehr empfohlen wird. Das ändert aber nichts am Grundproblem.

    Ich glaube nicht, daß man „das System Zoohandlung“ nennenswert unterstützt, indem man dort sein Tier kauft.

    Das System Zoohandlung ist nicht das Problem. Dass Tiere in Zoohandlungen als Ware verkauft werden und von Vermehrern dafür produziert werden, das ist das Problem. Und wenn die Zoohandlungen kaum noch Tiere verkaufen würden, würden sie das auch nicht mehr machen, denn es geht ja um Profit.

    ♡ Bruno (09/20), Daisy (ca. 01/22) und Kiwi (ca. 08/24) ♡

  • Beratung und Flyer gibt es bei uns nicht. Nicht artgerechte Beratung vielleicht. Die Tiere dürfen sogar innerhalb von 3 Tagen umgetauscht werden, wenn es zu Hause mit Artgenossen nicht klappt.

    Ansonsten kann einem keiner irgendeine Info zu dem Tier geben. Allein deshalb schon hatte mich das damals vor einem Kauf abgeschreckt und mich vorgewarnt. Man weiß nicht mal ob man ein Langhaar kauft oder ein Kurzhaar, da man die Eltern nicht kennt. Und bei Zwergkaninchen hat es auch oft mit der Größe nicht hingehauen. Von wegen Zwerg.

  • Ich weiß ehrlicherweise nicht, wie man Kleintiere mit Gewinn züchten kann, auch wenn man sie an Zoohandlungen verkauft und mieseste Haltungsbedingungen hat.

    Wenn hier ein kastriertes Männchen 120€ kostest, dann sind 20€ davon Mehrwertsteuer und 80 € die Kastration. Dann nehmen wir an, der Zooladen will mit +/- Null rausgehen. Der muss Futter und Personal bezahlen und einrechnen, dass jemand zurück kommt, weil das Tier krank ist. Sagen wir mal der Zooladen rechnet dafür 10€. Bekommt der Züchter noch 10€ pro Tier, eher weniger. Nehmen wir an, ein Wurf mit drei Tieren. Kriegt er 30€ dafür. Dafür muss er sich neun Wochen lang um erst ein und dann vier Tiere kümmern. Bekommt er pro Woche 3,30€. Selbst wenn wir jetzt Futter und Platz und Strom nicht mitrechnen. Ist das lächerlich wenig. Das kann sich nicht lohnen.

    Ich denke eher, dass das der männliche nicht vermittelbare Überschuss ist.

  • Das kann man so wohl nicht pauschalisieren, das unterscheidet sich sicher von Zoohandlung zu Zoohandlung. Hier werden männliche Tiere zum Beispiel oft nicht kastriert verkauft, einige Zoohandlungen haben auch eigene Tierärzte, da kann dann sicher günstig kastriert werden. Oder es gibt einen Deal mit einem Tierarzt, weil regelmäßig viele Tiere kastriert werden und man dann günstigere Preise aushandelt.

    Aber letztlich sind das alles nur Spekulationen, da wir wohl kaum Einsicht in die Finanzen von Zoohandlungen haben.

    Aber auch wenn nur die Tiere, die übrig bleiben, an Zoohandlungen gehen, was zumindest in den Zoohandlungen, die ich kenne, wohl kaum der Fall ist, da es dort auch oft Weibchen gibt und die Tiere oft sehr jung sind, steht dahinter ja kein liebevoller Züchter, der das nur zum Spaß macht und bereit ist, dafür draufzuzahlen.

    Ich kann mir schon vorstellen, wie man damit Gewinn macht, wenn man nur günstiges Heu und evtl. Trockenfutter füttert, sehr viele Weibchen hat, die ständig trächtig sind und für viel Nachwuchs sorgen und man das "sich Kümmern" so gering wie möglich hält. Die Tiere kommen ja häufig aus Massenzuchten, da kommt der Gewinn eben über die Masse. Teilweise kommen die Tiere wohl sogar aus dem Ausland. Und es werden nicht nur Meerschweinchen vermehrt, sondern alle möglichen Tiere, die in Zoohandlungen angeboten werden.

    Es gibt doch schon mehrere Aufdeckungen über die schlimmen Zustände in diesen Massenzuchtanalgen, die Zoohandlungen wie Fressnapf, Futterhaus und co. beliefern (aber auch kleinere Zoohandlungen). Wenn sich da kleine Käfige mit Tieren stapeln, die in ihren Fäkalien und neben toten Artgenossen sitzen, worum soll es da gehen, wenn nicht Geld?

    Natürlich kommen nicht alle Tiere in allen Zoohandlungen aus diesen Anlagen. Aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, man kann es nicht kontrollieren und auch wenn die Zustände bei privaten Vermehrern vielleicht etwas besser, sind, sind ihnen ihre Tiere egal genug, um sie in eine Zoohandlung zu geben, was nicht unbedingt für eine gute Haltung spricht.

    ♡ Bruno (09/20), Daisy (ca. 01/22) und Kiwi (ca. 08/24) ♡

  • Ich weiß nicht, worum es geht oder gehen soll. Vielleicht darum, dass man gerne Tiere hat oder das Ego oder was weiß ich. Aber trotzdem bleibe ich dabei, es kann nicht das Geld sein. Wenn die 40,50€ pro Tier bekämen, dann könnte man sicher irgendwie Gewinn machen. Aber nicht bei 10€. Da kann man in der gleichen Arbeitszeit lieber als Aushilfe im Supermarkt arbeiten oder Kellnern und würde mehr Geld bekommen.

    Mit Hunden kann man richtig Gewinn machen, Stichwort illegaler Welpenhandel. Mit bestimmten Katzenrassen auch. Da bezahlen die Menschen ja auch mehrere Hundert oder mehr als tausend Euro. Aber doch nicht mit Meerschweinchen.

    Ich zweifle nicht an, dass die Tiere teilweise aus nicht unterstützenswerten Zuchten kommen. Aber ich zweifle an, das man damit so viel Geld verdienen kann, dass es sich lohnt.

    Was kosten denn bei Euch die Tiere? So rein interessehalber.

  • Diese 10€ hast du dir jetzt für kastrierte Tiere ausgerechnet, mit Zahlen, die du dir so überlegt hast. Das ist jetzt für mich keine Grundlage, um zu sagen, ne das kann nicht sein.

    Es ist doch das gleiche bei Fleisch aus Massentierhaltung. Das ist teilweise so günstig, dass man sich auch fragt, wie kann man damit Gewinn machen? Die Masse macht es eben.

    Und sorry, aber wenn tausende Tiere in ihrem eigenen Dreck sitzen, dann geht es doch nicht darum, "dass man gerne Tiere hat". Den Leuten sind die Tiere doch vollkommen egal, sonst würden sie sie nicht unter solchen Zuständen vermehren. Wie gesagt, ich spreche hier von Massenzuchtanlagen, die zahlreiche Zoohandlungen beliefern. Und das teilweise in verschiedenen Ländern. Es lohnt sich eben nur, weil sehr viele Tiere verkauft werden. Und wie gesagt auch nicht nur Meerschweinchen.

    Was die Tiere hier kosten, weiß ich ehrlich gesagt nicht, ich bin nicht mehr oft in Zoohandlungen und das letzte Mal standen nicht mal Preise bei den Tieren. Generell gehe ich nach Möglichkeit auch lieber in Läden, die keine Tiere verkaufen.

    Ich würde übrigens nicht sagen, dass die Tiere "teilweise" aus nicht unterstützenswerten Zuchten kommen. Ich finde es alles keine unterstützenswerten Zuchten, denn nur, wem das Tierwohl wirklich wichtig ist, ist unterstützenswert, und wer seine Tiere in Zoohandlungen gibt, wo man selbst keine Kontrolle darüber hat, wo sie landen, dem liegt das Tierwohl offensichtlich nicht allzu sehr am Herzen.

    ♡ Bruno (09/20), Daisy (ca. 01/22) und Kiwi (ca. 08/24) ♡

  • In einer großen Kette hier im Ruhrgebiet, wo es Vögel, Fische, Nager und einige Reptilien gibt, kostet ein Weibchen 60-80€ je nach Rasse und kastrierte Böcke 120€. Dort sind aber immer nur sehr wenige Tiere gleichzeitig zur Auswahl, meist 2-3 Böcke und auch ebensoviele Weibchen. Wäre mal interessant, wieviele davon so im Monat verkauft werden.

  • Ich glaube die Preise variieren in den Regionen. Bei uns kostet ein Meerschweinchen im Laden 25 Euro. Die Böcke sind nie kastriert und ein Erzieherschwein ist auch nie dabei. Die Tiere kommen aber nicht von irgendeiner Kette sondern wahrscheinlich nur von Privatleuten die max. 5 Euro pro Tier bekommen. Es lohnt sich also nur für den Laden, die Vermehrer verdienen in unserer Region nichts daran. Die Läden nehmen auch nicht unbegrenzt auf, sodass einige abgewiesen werden. Deshalb verstehe ich auch nicht, warum überhaupt weiter vermehrt wird. Was haben die davon?

    Bei uns kosteten Meerschweinchen im Laden vor 4 Jahren ungefähr 140 Euro Weibchen, 200 Euro kastrierte Männchen. Aber ich denke, das war zu teuer und wurde von niemandem gekauft. Vor 2 Jahren waren es für ein Weibchen dann noch ca. 80 Euro. Seither war ich nicht mehr dort.

    Ich denke, da ist immer noch ordentlich Gewinn für die Massenvermehrer und den Laden drin. Das will ich definitiv nicht unterstützen.

    <3Karla *2019 <3 Ludwig *18.1.2022 <3 Minna *ca. 20.8.2022 <3 Selma * 2.2.2024 <3

    Für immer im Herzen: Berta, Pieps, Charly, Greta, Emma, Sophie, Chocolate, Amalie

  • Wenn ich das nächste Mal dort bin, frage ich einfach mal aus Spaß (Ich habe das natürlich nicht ernsthaft vor!), ob sie auch Meerschweinchen von privat kaufen würden und was sie so zahlen. Aber ich vermute jetzt schon, daß man sich da nicht drauf einlassen wird bei einer großen Kette. Bei Aquarienfischen habe ich schon öfters Gespräche miterlebt, daß eigene Nachzuchten nicht mal geschenkt genommen wurden.

  • Zitat Scheinemagd

    Ich denke, da ist immer noch ordentlich Gewinn für die Massenvermehrer und den Laden drin. Das will ich definitiv nicht unterstützen.

    Da glaube ich eher, daß der Umsatz mit Tieren (Die Aquaristik vielleicht mal ausgenommen) im Promillebereich zum Gesamtumsatz liegt. Und ob damit wirklich Gewinn erzielt wird, kann ich mir nicht vorstellen, wenn man die Unterhalts- und Personalkosten mitrechnet. Wir alle wissen, was die Pflege von Meerschweinchen kosten kann und wir stellen uns nicht mal einen versteuerten Stundenlohn in Rechnung. Diese Tiere sind mehr Lockmittel, um Kunden (mit Kindern) in den Laden zu bekommen, als wirkliche Verkaufschlager. Und wenn man schon mal dort ist, nimmt man halt auch was an Futter oder so mit, auch wenn es vielleicht im Supermarkt günstiger gewesen wäre.

    Kommt für die Tiere natürlich aufs gleiche raus, nur an die Gewinnstrategie kann ich nicht so richtig glauben.

  • Tausende Tiere?

    Diese Tiere sind mehr Lockmittel, um Kunden (mit Kindern) in den Laden zu bekommen, als wirkliche Verkaufschlager. Und wenn man schon mal dort ist, nimmt man halt auch was an Futter oder so mit, auch wenn es vielleicht im Supermarkt günstiger gewesen wäre.

    Kommt für die Tiere natürlich aufs gleiche raus, nur an die Gewinnstrategie kann ich nicht so richtig glauben

    Genau das denke ich auch.

    Und klar, wenn ich als Privatperson 80 oder 120€ für ein Schweinchen bekomme, dann kann das - bei entsprechenden Haltungsbedingungen - auf ein Plus rauslaufen. Nur bekommt das der Züchter nicht und wenn ich Geld verdienen will, muss ich betriebswirtschaftlich rechnen. Und das rechnet sich einfach nicht. Kann ich mir nicht vorstellen. Es sei denn ich halte wirklich Tausende Tiere, wie bei Hühnern. Und dann bin ich gewerblich und habe entsprechend Auflagen und Dokumentationen zu erfüllen.

    Ehrlich, ich habe noch nie von einer Meerschweinchenfarm in Deutschland gehört gehört, die 1.000 Tiere hält. Ehrlicherweise habe ich noch von keinem gehört der auch nur ansatzweise ein Gewerbe betreibt im Meerschweinchenverkauf.

    Im Bereich Schlachtkaninchen, ja. Aber auch da eher aus Spaß an der Freude zusätzlich zu einer anderen Landwirtschaft. Oder in Südamerika, da gibt es Meerschweinchenfarmen für Tiere, die zum Verzehr gezüchtet werden.

  • Ich debke auch nicht, dass die Zoohandlungen selbst da unbedingt viel Gewinn mit machen, solange sie nicht groß drauf zahlen, sind sie wohl möglicherweise wirklich oft einfach ein Lockmittel. Deswegen gehe ich auch eher in Läden ohne Tiere, denn wenn die genauso gut laufen und die Zoohandlungen nöglichst lange auf den Tieren sitzen bleiben, lohnt es sich ja nicht, weiter Tiere anzubieten.

    Die Massenzuchtanlagen im Hintergrund, die wirklich nur Tiere vermehren und das in sehr großem Stil, die machen da Gewinn mit. Auch wenn der Gewinn pro Tier vielleicht nur gering ist, muss man einfach nur genug Tiere verkaufen, damit es sich lohnt. Und was lebend nicht verkauft werden kann, kann ja als Futtertier angeboten werden. Es würde diese Anlagen wohl kaum in so großem Stil geben, wenn es sich nicht lohnen würde.

    ♡ Bruno (09/20), Daisy (ca. 01/22) und Kiwi (ca. 08/24) ♡

  • Ehrlich, ich habe noch nie von einer Meerschweinchenfarm in Deutschland gehört gehört, die 1.000 Tiere hält.

    Es geht wie gesagt nicht um Meerschweinchenfarmen, dort gibt es meist Meerschweinchen, Kaninchen, Hamster, Mäuse, Ratten etc. Natürlich findet das eher hinter verschlossenen Türen und auch teilweise im Ausland statt.

    Und doch gibt es Dokus und Aufdeckungen, die sich anschauen, wo die Tiere von Fressnapf und co. eigentlich herkommen und genau solche Zustände aufdecken.

    Diese hier ist zum Beispiel von 2022 und damit eine eher neuere, die zeigt, dass sich an den Zuständen kaum etwas geändert hat: https://www.peta.de/aktiv/massenzucht-zoohandel-petition/

    Edit: Zur Warnung: Man sieht unter dem Link auch Bilder von toten Tieren.

    ♡ Bruno (09/20), Daisy (ca. 01/22) und Kiwi (ca. 08/24) ♡

    Einmal editiert, zuletzt von Alisha ()

  • Auch ganz spannend, es gibt unter dem Link auch Fotos von Dokumenten, die Rückerstattung zeigen für Tiere, die kurz nach ihrer Ankunft verstorben sind. Ich habe mir das jetzt nur kurz angeschaut, aber wenn ich das richtig sehe, wurden für ein weibliches Zwergkaninchen, das nach 4 Tagen verstarb, zum Beispiel 25€ rückerstattet. Meerschweinchen waren jetzt nicht auf der Liste.

    ♡ Bruno (09/20), Daisy (ca. 01/22) und Kiwi (ca. 08/24) ♡

  • Bei dem Fachhandel, den ich im Auge habe, kostet ein Weibchen 80,-€ und ein Kastrat 150,-€.

    Die Tiere, die meine Partnerin letztes Jahr von privat gekauft hat, kosteten Weibchen 30,-€, der Kastrat 6o,-€. Der kam von einer TÄ, die selbst kastriert hat.

    Zuerst hatte ich einen Hund, als mir das nicht mehr genügte, hab ich mir einen Riesenschnauzer geholt.

  • ...

    Ehrlich, ich habe noch nie von einer Meerschweinchenfarm in Deutschland gehört gehört, die 1.000 Tiere hält. Ehrlicherweise habe ich noch von keinem gehört der auch nur ansatzweise ein Gewerbe betreibt im Meerschweinchenverkauf.

    ...

    Doch, das gibt es wirklich. In sehr großen Stückzahlen ganz oft in den Niederlanden oder im östlichen Ausland. Die Tiere leben dann in kleinsten Käfigen, übereinander gestapelt in einem alten Stall.Sie sind dauerhaft schwanger, bekommen nur Trockenfutter, kein frisches Futter, kein Tierarzt etc.

    Ich habe vor vielen Jahren aber auch hier in Deutschland bei einem "Urlaub auf dem Bauernhof" heftiges erlebt. Dort gab es einen alten Pferdestall. In einer Box waren die ungefähr 30-40 Weibchen mit 2 Böckchen zusammen, dazu noch die Jungtiere. Diese Böckchen wurden wegen Vermeidung von Inzucht alle 14 Wochen ausgetauscht. In einer anderen Box waren alle Männchen zusammen. Die Einstreu bestand aus Holzpellets, da die wahrscheinlich am billigsten sind. Als Futter gab es dauerhaft Trockenfutter und ab und zu Karotten. Hier wurden rassenreine California (gezüchtet) vermehrt. Tierarztkosten gab es keine. Wozu soll man ein Schweinchen, das für den Züchter einen Wert von maximal 25 Euro hat, zum Tierarzt bringen? 😟

    Das hat sich für den Besitzer gelohnt. Zum einen fanden die Urlaubskinder das unglaublich süß. Zum anderen gab es für den Verkauf der reinrassigen Schweinchen Geld.

    Update: Unser Besuch dort ist schon viele Jahre her. Ich habe gerade eben eine Rezension gefunden, wo sich jemand beschwert, dass es auf diesem Ferienbauernhof nur so wenig Tiere gibt. U. a nur 3 Meerschweinchen. Sehr gut. 👍🏽

    <3Karla *2019 <3 Ludwig *18.1.2022 <3 Minna *ca. 20.8.2022 <3 Selma * 2.2.2024 <3

    Für immer im Herzen: Berta, Pieps, Charly, Greta, Emma, Sophie, Chocolate, Amalie

    Einmal editiert, zuletzt von Schweinemagd ()

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!